Der Soldat Alois Lobmaier wurde am 06.05.1894 in Mariakirchen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Arnstorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 8. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 05.05.1916, einen Tag vor seinem 22. Geburtstag, fiel er während der Schlacht um Verdun bei den Kämpfen um Höhe 304 bei bei Malancourt durch Granatschuss.
Über den Todestag und die Todesumstände von Alois Lobmaier berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:
„In der Nacht zum 5.5. löste III./3. dann II./3. bayerisches Infanterie-Regiment wieder in der Unterabschnittsreserve ab. An diesem Tage sollte II./22. bayerisches Infanterie-Regiment – wie längst geplant – das feindliche Befestigungssystem auf Höhe 280 wegnehmen. 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment wurde bei der Sturmtruppe eingeteilt. Die feindlichen Werke erwiesen sich aber als stark besetzt und nicht sturmreif. Der Sturm konnte deshalb nicht bis zum Ende durchgeführt werden. Am gleichen Tage war II./3. bayerisches Infanterie-Regiment in Cièrges einer heftigen Beschießung ausgesetzt.„
Man begrub Alois Lobmaier auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.
Der Soldat Karl Huber stammte aus Rembach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Roßbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 4. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.08.1916 fiel er im Alter von 33 Jahren während der Schlacht an der Somme durch einen Bauchschuss bei Cléry-sur-Somme.
Über den Todestag und die Todesumstände von Karl Huber berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Während der Nacht wurde bekannt, dass die Postenlinie überrannt und die braune Linie in die Hände der Franzosen gefallen war. Von der 1. und 3. Kompanie kamen nur mehr einige Leute zurück. Um 11 Uhr nachts wurden 9. und 12. Kompanie in die Mulde östlich Cléry und 10. und 11. Kompanie an den Ostrand von Cléry vorgezogen. Ein Versuch, die braune Linie in der Nacht durch Gegenstoß wiederzugewinnen, zu dem 6. und 4. Kompanie, verstärkt durch 9. Kompanie, fertiggestellt waren, misslang infolge der Dunkelheit und der schwierigen Orientierung, da der größte Teil der Führer und Mannschaften die Lage der braunen Linie nicht kannten. Bis 4 Uhr vormittags dauerte der Infanteriekampf, dann flaute das Feuer langsam ab. Um 5 Uhr vormittags lag starkes Artilleriefeuer auf der ganzen Stellung. Von Mitternacht ab wurde ununterbrochen die Verbindung mit dem nördlich stehenden Reserve-Infanterie-Regiment 2 gesucht. Bei Dämmerung wurde die 12. Kompanie in die Lücke eingeschoben. Aber auch dadurch war der Anschluss noch nicht völlig hergestellt. Am Vormittag des 13. zunächst Sperrfeuer, dann ab 11 Uhr vormittags schweres Feuer auf dem Westrand von Cléry. Am Nachmittag verstärkt sich das Feuer gegen die ganze Stellung, geleitet durch tieffliegende feindliche Infanterieflieger. Trotzdem kein Angriff erfolgte, war der Tag für die Infanterie infolge der andauernden Beschießung mit schweren Kalibern sehr aufreibend und forderte große Verluste. In der Nacht wurde 5. und 8. Kompanie durch 10. und 11. abgelöst, 4. Kompanie wurde aus dem Riegel nach Cléry zurückgezogen. Durch Missverständnis aber blieb die 9. Kompanie noch bis zum 14. im Riegel stehen.“
Offiziell ist für Karl Huber keine Grablage bekannt, ebenso wie für viele seiner Regimentskameraden. Ich bin mir jedoch sicher, dass seine Gebeine, wenn sie geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Rancourt begraben wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Johann Samereier, gefallen am 12.08.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Landwehrmann Franz Cinyburg, gefallen am 12.08.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Infanterist Adolf Bort, gefallen am 12.08.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Gefreiter Josef Sandner, gefallen am 12.08.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Leutnant Ludwig Mistler, geboren 1889, gefallen am 02.09.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Karl HuberRückseite des Sterbebildes von Karl Huber
Der Soldat Johann Erlmeier wurde am 06.01.1891 geboren und stammte aus Habach in Bayern, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Johanniskirchen, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter und Fahrer in der 6. Batterie des 23. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Er wurde mit dem bayerischen Militär-Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 09.10.1918 fiel er während der Kämpfe vor und in der Hermannstellung im Alter von 22 Jahren bei Busigny (Cambrai) durch einen Volltreffer.
Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Erlmeier berichtet die Regimentsgeschichte des 23. Feldartillerie-Regiments:
„9. Oktober: Das Regiment gehörte an diesem Tage zur Nachhut-Artillerie, deren Führung der Regiments-Kommandeur übernahm. Hauptmann Martin führte die bei B. eingesetzten Teile des Regiments. – 9 Uhr vormittags: Der Gegner leitet seinen Vorstoß gegen die Straße B. – Bohain durch heftiges Artilleriefeuer auf den erstgenannten Ort und dessen Ränder ein. – 9 Uhr 50: II und III/23, deren Stellungen unhaltbar geworden waren, machten auf Befehl einen sehr schwierigen Stellungswechsel durch die feindliche Feuerwalze hindurch und bezogen Aufnahme-Stellungen auf den Höhen nördlich Le Rond Point, vor allem zum Schutz unseres linken Flügels. – 11 Uhr 15: Der Gegner hat die Straße Busigny – Bohain erreicht. – Zwischen 11 und 12 Uhr wurde II/23 in eine Stellung dicht östlich La Haie – Menneresse nördlich der Straße nach Molain zurückgenommen. Bei Einbruch der Dunkelheit marschierte die Abteilung in die Gegend von Ribeauville in den Abschnitt der 3. Marine-Infanterie-Division, III/23 nach Wassigny zur 77. Infanterie-Division. Namentlich für die 3. Abteilung ist der Tag verlustreich gewesen.“
Offiziell ist für Johann Erlmeier keine Grablage belannt. Ich vermute jedoch, dass seine sterblichen Überreste, wen nach dem Volltreffer noch welche vorhanden waren, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Selvigny begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a. Fahrer Georg Scheid, gefallen am 09.10.1918 bei Busigny, begraben auf dem Soldatenfriedhof Selvigny in einem Massengrab.
Der Soldat Franz Habeck stammte aus Haidendorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Johanniskirchen, und war der Sohn eines Zimmerpaliers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier in der 2. Batterie des 1. bayerischen Fußartillerie-Regiments (Regimentsgeschichte: 8. Batterie). Am 08.04.1917 fiel er im Alter von 28 Jahren nach 32 Monaten Kriegsdienst bei Juvincourt-et-Damary.
Man begrub Franz Habeck auf dem Soldatenfriedhof Sissonne in Block 7, Grab 511.
Der Soldat Ludwig Wölfl stammte aus Lohnsitz, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tirschenreuth, und war der Sohn eines Landwirts. Gestern stellte ich das Schicksal seines Bruders Andreas vor.
Im Ersten Weltkrieg kämpfte Ludwig Wölfl als Infanterist in der 2. Kompanie des 14. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.04.1918 fiel er im Alter von 32 Jahren im Westen bei Harbonnières durch einen Brustschuss, wenige Kilomterer von dem Ort entfernt, an dem vier Jahre zuvor sein Bruder Andreas fiel..
Man begrub Ludwig Wölfl auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab, wo man vermutlich auch die Gebeine seines Bruders Andreas beigesetzt hat..
Sterbebild von Andreas und Ludwig WölflRückseite des Sterbebildes von Andreas und Ludwig Wölfl
Der Soldat Andreas Wölfl wurde am 10.11.1888 in Lohnsitz geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tirschenreuth, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist und Infanterist in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.09.1914 wurde er im Alter von 26 Jahren bei Cappy während einer Schlacht an der Somme getötet. Zunächst galt er noch als vermisst. Später (1919) stellte sich heraus, dass er gefallen war.
Die Grablage von Andreas Wölfl ist unbekannt. Vermutlich wurde er auf dem rund 10 Kilomter entfernten Soldatenfriedhof Vermandovillers anonym in einem Massengrab beigesetzt.
Sterbebild von Andreas und Ludwig WölflRückseite des Sterbebildes von Andreas und Ludwig Wölfl
Der Soldat Ludwig Bäuml wurde am 28.02.1893 in Matzersreuth (Ortsteil der bayerischen Stadt Tirschenreuth) als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 7. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.06.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren während eines Gefechts bei Oppy in der Nähe von Arras.
Über den Todestag und die Todesumstände von Ludwig Bäuml berichtet die Regimentsgeschichte des 7. bayerischen Infanterie-Regiments:
„28.06.1917 Das Artilleriefeuer steigert sich Abends zum Trommelfeuer aller Kaliber auf Oppy und die anschließenden Abschnitte. Ein heftiger Wolkenbruch setzt ein, der den Angriff der englischen Massen verschleiert. I. Bataillon (Hauptmann Dietz) ist Kampfbataillon, III. Bataillon in Bereitschaft, II. Bataillon nach siebentägiger Abwesenheit von Quiery la Motte zurückgekommen. Der Angriff richtet sich besonders gegen den vorspringenden Teil der Stellung bei der 1. Kompanie, deren Offiziere Leutnant der Reserve Vogel und Schöller als erste fallen. Von der zweiten Linie wird dem Engländer Halt geboten. Auch bei der 2. Kompanie kommt der Feind nicht üpber die erste Linie hinaus, die 3. und 4. Kompanie werfen ihn in wiederholten Gegenstößen erfolgreich zurück. Hervorragenden Anteil an der Abwehr der anstürmenden Massen haben die Maschinengewehre.“
Man begrub Ludwig Bäuml auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Der Soldat Josef Bäuml wurde am 08.11.1891 in Matzersreuth (Ortsteil der bayerischen Stadt Tirschenreuth) als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 7. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.06.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren während eines Gefechts bei Oppy in der Nähe von Arras.
Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Bäuml berichtet die Regimentsgeschichte des 7. bayerischen Infanterie-Regiments:
„28.06.1917 Das Artilleriefeuer steigert sich Abends zum Trommelfeuer aller Kaliber auf Oppy und die anschließenden Abschnitte. Ein heftiger Wolkenbruch setzt ein, der den Angriff der englischen Massen verschleiert. I. Bataillon (Hauptmann Dietz) ist Kampfbataillon, III. Bataillon in Bereitschaft, II. Bataillon nach siebentägiger Abwesenheit von Quiery la Motte zurückgekommen. Der Angriff richtet sich besonders gegen den vorspringenden Teil der Stellung bei der 1. Kompanie, deren Offiziere Leutnant der Reserve Vogel und Schöller als erste fallen. Von der zweiten Linie wird dem Engländer Halt geboten. Auch bei der 2. Kompanie kommt der Feind nicht üpber die erste Linie hinaus, die 3. und 4. Kompanie werfen ihn in wiederholten Gegenstößen erfolgreich zurück. Hervorragenden Anteil an der Abwehr der anstürmenden Massen haben die Maschinengewehre.“
Man begrub Josef Bäuml auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Der Soldat Lorenz Brüderl wurde am 01.09.1890 Engelschalling, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Fridolfing, geboren und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 12. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 15.05.1915 verstarb er im Alter von 24 Jahren nach einem Bauchschuss im Lazarett Saint-Mihiel.
Man begrub Lorenz Brüderl auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 12, Grab 107.
Der Soldat Georg Mittermaier wurde am 21.03.1882 in Waltersberg geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Taufkirchen, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 6. Kompanie des 6. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.04.1915 verstarb er im Alter von 33 Jahren im Lazarett Bayreuth an einer Krankheit.
Man begrub Georg Mittermaier auf dem Stadtfriedhof Bayreuth in Grab 8.366.