Die Männer des Widerstands – Teil 550: Die Opfer der Bürgermorde von Altötting

Der Geistliche Rat Adalbert Vogl, der städtische Verwaltungs-Oberinspektor Martin Seidel, der Landwirt und Mühlenbesitzer Josef Bruckmayer, der Lagerhausverwalter Hans Riehl und der Verlagsbuchhändler Adam Wehnerl wurden am 28.04.1945 von gewissenlosen Angehörigen der SS in ihrem fanatischen und sinnlosen Kampf gegen die eindringenden Alliierten ermordet. Dieses sinnlose Verbrechen geschah 10 Tage vor der bedingungslosen Kapitulation Deutschlands und damit vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Der Krieg war schon lange verloren, nur die fanatischsten, verblendetsten und brutalsten Nazis versuchten noch, das Leiden der Bevölkerung zu verlängern und gegen den massiv vordrängenden Gegner aufzuhalten.

Der Wikipedia Artikel gibt näheren Aufschluss zu diesem Verbrechen: https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrgermorde_von_Alt%C3%B6tting

Sterbebild der Opfer der Bürgermorde von Altötting
Rückseite des Sterbebildes der Opfer der Bürgermorde von Altötting

Die Männer des Widerstands – Teil 463: Dr. Johann Maier

Der katholische Priester Dr. Johann Maier wurde am 23.06.1906 in Berghofen, heute ein Teil der Gemeinde Aham, geboren und wurde Domprediger in Regensburg. Am 24.04.1945 wurde er im Alter von 39 Jahren in Regensburg von fanatischen Nationalsozialisten hingerichtet, nachdem er sich für eine kampflose Übergabe der Stadt Regensburg an die amerikanischen Truppen eingesetzt hatte und sich gegen sinnlosen Widerstand ausgesprochen hatte, der unnötige Verluste auf Seiten der Zivilisten bedeutet hätte.

Das Grab von Dr. Johann Maier befindet sich in der Bischofsgrablege des Domes. Im Dom erinnert eine Gedenktafel an ihn. Ebenso erinnert eine Statue auf dem Dachauplatz an ihn und an Josef Zirkl und Michael Lottner.

In Wikipedia befindet sich ein guter Artikel über Dr. Johann Maier https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Maier_(Domprediger)

Sterbebild von Dr. Johann Maier
Rückseite des Sterbebildes von Dr. Johann Maier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 450: Oscar Omer Cornille

Der Belgier Oscar Omer Cornille wurde am 01.11.1902 in Emelgem, einem Ortsteil der Gemeinde Izegem, geboren. Er war Mitglied der Feuerwehr und starb am 06.05.1945 in einem Konzentrationslager in der ehemaligen Tschechoslowakei. Es könnte das KZ Theresienstadt gewesen sein. Er war politischer Gefangener der Deutschen.

Sterbebild von Oscar Omer Cornille
Rückseite des Sterbebildes von Oscar Omer Cornille

Das Grab Franz von Papens

In den letzten Tagen war ich im Saarland, in dem ich geboren wurde, um private Grundstücksangelegenheiten zu ordnen. Aus diesem Anlass suchte ich das Grab des ehemaligen deutschen Reichskanzlers und Diplomaten Franz von Papen (* 29.10.1879 – 02.05.1969) auf dem Friedhof von Wallerfangen auf. Während der Nürnberger Prozesse war er in allen Anklagepunkten freigesprochen worden, in einem späteren Spruchkammerverfahren jedoch als Hauptschuldiger eingestuft und zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Er war der Wegbereiter des Diktators Hitler, mitverantwortlich für ein Regime, das die Leben vieler Millionen Leben auf dem Gewissen hat, ein Mensch, der große Schuld auf sich geladen hat. Trotzdem gehört er in die Reihe der Kanzler Deutschlands.

Franz von Papen
Grabstein von Franz von Papen
Grab von Franz von Papen

Erster Weltkrieg : 12.000 jüdische Soldaten fielen für Deutschland

In Die Welt erschien heute ein ausgezeichneter und informativer Artikel über die Rolle jüdischer Soldaten im Ersten Weltkrieg. 12.000 jüdische Kämpfer fielen für ihre Heimat Deutschland. Dreizehn Jahre später begann als „Dank“ ihre Entrechtung und schließlich die systematische Vertreibung und Ermordung. Nicht selten wurden Männer deportiert und ermordet, die für Deutschland im Ersten Weltkrieg ihre Gesundheit gelassen hatten. Eine Schande ist dies, wie ich finde.

Jeder, der die deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkriegs besucht, kann sich übrigens recht schnell einen Überblick über den Anteil jüdischer Soldaten verschaffen. Man erkennt ihre Gräber sofort daran, dass sie nicht mit einem Kreuz sondern einer Stele gekennzeichnet sind. Bei meinen Besuchen fand ich den Anteil jüdischer Gefallener im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich hoch.

Ehre und Andenken auch den jüdischen Gefallenen!

Erster Weltkrieg : 12.000 jüdische Soldaten fielen für Kaiser Wilhelm – Nachrichten Geschichte – DIE WELT.

Das Grab von Paul von Hindenburg

Vor einiger Zeit war ich wieder einmal in Marburg in der Elisabethenkirche. Dort befindet sich auch das Grab des deutschen Reichspräsidenten Paul von Hindenburg und seiner Ehefrau Gertrud von Sperling.

Die nachfolgenden Aufnahmen habe ich so getätigt, dass man einen schönen Anblick hat. In Wirklichkeit versteckt die evangelische Kirchengemeinde dieses Grab. Die Elisabethengemeinde schämt sich, die sterblichen Überreste dieses deutschen Staatsoberhauptes zu beherbergen. Nichts weist auf sein Grab hin. Es liegt im Dunkeln und wird nur beim Nähertreten per Bewegungsmelder beleuchtet. Zur „Absicherung“ wurde gleich neben seiner Grabstätte eine distanzierende Inschrift der Kirchengemeinde angebracht.

Wie dumm, respektlos und ehrlos muss man sein, so mit einem Menschen und seinen Gebeinen umzugehen? Bei allem, was man negatives über diesen Menschen sagen kann, muss gewürdigt und berücksichtigt werden, was er gutes getan hat und dass er Zeit seines Lebens ein hoch geschätzter und beliebter Soldat („der Held von Tannenberg“) und Staatsmann war. Große Trauer beherrschte Deutschland, als er starb.

Diesen Gutmenschen, die Paul von Hindenburg zur Persona non grata erklärt haben, sei Berthold Brechts Gedicht „An die Nachgeborenen“ ans Herz gelegt.

 

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Generalfeldmarschall und Reichspräsident Paul von Hindenburg

„Russenfriedhof“ in Limburg – Dietkirchen

Anlässlich eines Besuchs des Kriegsgräberfriedhofs in Limburg – Dietkirchen (auch „Russenfriedhof“ genannt), habe ich folgendes kleines Video aufgenommen.

Auf dem Friedhof ruht ein französischer Soldat des Ersten Weltkrieges, Hauptmann Louis Eugène Alexandre Hasne. Er verstarb in Gefangenschaft in Limburg – Dietkirchen. Die anderen im Kriegsgefangenenlager gestorbenen französischen Soldaten und Soldaten anderer Länder wurden, mit Ausnahme der russischen Soldaten, in ihre Heimat oder zentralisierte Soldatenfriedhöfe überführt.

Auch aus dem Zweiten Weltkrieg sind russische Soldaten hier begraben.

Weitere Informationen zu diesem Friedhof gibt es bei der Stadt Limburg: http://www.limburg.de/index.phtml?La=1&sNavID=1680.202.1&mNavID=1680.4&object=tx|1680.795.1&sub=0

und vor allem bei Franz Prox http://www.mabuse-dr.de/historie.htm