Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.399: Emil Oppel

Der Kriegsfreiwillige Emil Oppel wurde am 04.10.1898 in Rodach (Itz) in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Batterie des 19. thüringischen Feld-Artillerie-Regiments als Kanonier. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 17.12.1917 fiel er im Alter von 19 Jahren in einer Feuerstellung bei Oostniewokerke (Schreibfehler auf Sterbebild) bei Diksmuide während der Stellungskämpfe in Flandern im Winter 1917/18.

Man begrub Emil Oppel zunächst auf einem Feldfriedhof bei Beveren in Belgien. Später bettete man ihn um auf den Soldatenfriedhof Menen, Block A, Grab 2048.

Sterbebild von Emil Oppel
Rückseite des Sterbebildes von Emil Oppel

Sonderbeitrag: Katharina Reichsgräfin von der Schulenburg

Bei Recherchen stieß ich vor einigen Tagen auf die Oberschwester Anna Katharina Adelheid Reichsgräfin von der Schulenburg. Sie wurde am 03.05.1867 in Wolfsburg geboren und entstammte aus dem Wolfsburger Stamm der Schulenburgs ab. 1896 wurde sie Diakonisse und arbeitete als Krankenschwester in der Reichshauptstadt Berlin am St.-Elisabeth-Krankenhaus.

Im August, zu Beginn des Ersten Weltkrieges, meldete sie sich für die Krankenpflege nach Belgien an die Westfront bei der Etappeninspektion der 11. Armee. Während des Ersten Weltkrieges meldeten sich 23.000 Krankenschwestern, Hilfskrankenschwestern und Helferinnen freiwillig zum Sanitätsdienst, erhielten wenig oder kein Geld für ihre Arbeit.

Mehr als ein Drittel der Frauen arbeitete in der Nähe der Frontlinie, wo ihr Leben gefährdet war. Schutzräume, Bahnhöfe und Fahrzeuge, die Truppen transportierten, gerieten oft unter Beschuss von Artillerie oder Flugzeugen. 1918 fielen viele medizinische Mitarbeiter der Spanischen Grippe zum Opfer. Insgesamt sind 18 Frauen im Kriegsgrab im belgischen Vladslo begraben. Die meisten von ihnen arbeiteten als medizinisches Personal.

Am 02.09.1914 verstarb sie im Alter von 47 Jahren im Lazarett Tirlemont. Nach Angaben der Verlustlisten verstarb sie an den Folgen einer Krankheit. Andere Quellen, u. a. die Familienchronik geben an, dass sie in Folgen von Misshandlungen durch Franc-tireurs verstarb. Viel wahrscheinlicher ist es, dass sie bei der Beschießung des Bahnhofes von Tirlemont getötet wurde.

Man begrub Anna Katharina Adelheid Reichsgräfin von der Schulenburg mit militärischen Ehren auf dem Soldatenfriedhof Vladslo in Block 9, Grab 972.

Noch heute gedenkt man Katharina Reichsgräfin von der Schulenburg auf einem Denkmal in Beetzendorf: http://www.denkmalprojekt.org/2018/beetzendorf_altmarkkreis-salzwedel_wk1u2_sa.html

Katharina Reichsgräfin von der Schulenburg

 

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.244: Georg Fischer

Der Landwehrmann Georg Fischer wurde am 28.04.1886 in Heudorf bei Riedlingen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 120. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 12.09.1916 fiel er im Alter von 30 Jahren während der Stellungskämpfe vor Verdun und Schlacht bei Verdun.

Man begrub Georg Fischer auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block F, Grab 1065.

Sterbebild von Georg Fischer
Rückseite des Sterbebildes von Georg Fischer

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.168: Franz Huber

Franz Huber wurde am 04.03.1896 in Hofkirchen in Niederbayern geboren,  lebte in Rosenheim, Aisingerlandstraße, und war der Sohn eines Landwirts und Hausbesitzers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 13.04.1918 fiel er bei Zwartemolenhoek im Alter von 22 Jahren bei einem Sturmangriff durch einen Maschinengewehrschuss während der Schlacht bei Armentières und der Schlacht um den Kemmel. Er war mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet und hatte 2 1/2 Jahre Kriegsdienst geleistet.

Man begrub Franz Huber auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Rosenheim Franz Huber auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2015/aising_stadt-rosenheim_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Franz und Philipp Huber
Rückseite des Sterbebildes von Franz und Philipp Huber

Der theoretische Weg von Franz Huber von seinem Geburtsort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.166: Georg Brechtl

Der Landsturmmann Georg Brechtl stammte aus Abstorf, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Saaldorf – Surheim, und arbeitete als Tagelöhner in Weißbach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments und wurde mit dem Verdienst-Kreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Mitte 1916 wird er leicht verwundet. Am 17.09.1917 fiel er im Alter von 34 Jahren.

Man begrub Georg Brechtl auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.

Sterbebild von Georg Prechtl
Rückseite des Sterbebildes von Georg Prechtl

Der theoretische Weg von Georg Brechtl von seinem Geburtsort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.103: Lambert Cremer

Der Reservist Lambert Cremer wurde am 16.06.1888 in Neundorf geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Sankt Vith in der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Ostbelgien. Im Ersten Weltkrieg, als Sankt Vith noch zu Deutschland gehörte, kämpfte er im 16. Infanterie-Regiment als Sanitäter. Am 17.11.1916 fiel er bei der Versorgung eines Verwundeten Kameraden an der Somme.

Sterbebild von Lambert Cremer
Rückseite des Sterbebildes von Lambert Cremer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.024: Léon Guillaume

Der Musketier Léon Guillaume stammte aus Malmedy. Malmedy gehörte von 1815 bis 1920 zum Deutschen Reich. Seit 1920 gehört es zu Belgien und ist Teil Ostbelgiens und nach wie vor auch von deutschsprachigen Belgiern bewohnt. Im Ersten Weltkrieg diente er im 357. Infanterie-Regiment. Vor diesem Hintergrund ist zu erklären, dass Leon Guillaume in den Datenbanken des Volksbundes und in den Verlustlisten als Leo angegeben ist. Am 25.07.1918 verstarb er im Alter von 19 Jahren im Lazarett Neuville.

Man begrub Léon Guillaume auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes in Block 1, Grab 261.

Die Heimatstadt Malmedy gedenkt Léon Guillaume noch heute auf einem Denkmal: http://denkmalprojekt.org/2017/malmedy_provinz-luettich_wallonien_belg.html

Sterbebild von Léon Guillaume
Rückseite des Sterbebildes von Léon Guillaume

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 986: Ludwig Stolz

Ludwig Stolz stammte aus Simbach am Inn. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 17. bayerischen Infanterie-Regiments als Ersatz-Reservist. Am 06.03.1915 verstarb er im Alter von 23 Jahren im Kriegslazarett Froyennes, heute ein Teil der belgischen Stadt Tournai,  an einer schweren Krankheit.

Das Grab von Ludwig Stolz befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Vladslo in Block 4, Grab 2849.

Seine Heimatgemeinde Simbach am Inn gedenkt noch heute Ludwig Stolz auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/simbach_am_inn_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Ludwig Stolz
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Stolz

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 922: Fritz Dichtler

Der Hausbesitzerssohn Fritz (Friedrich) Dichtler wurde am 30.01.1895 im bayerischen Gemeinde Inzell geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Maschinengewehr-Kompanie des 6. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Gefreiter. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und dem bayerischen Militär-Verdienst-Kreuz ausgezeichnet. Am 09.10.1917 fiel er im Alter von 22 Jahren bei den Kämpfen in Flandern bei Becelaere.

Eine Grablage ist für Fritz Dichtler nicht bekannt. Er könnte anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Langemark beigesetzt worden sein. Sein Regimentskamerad Vizefeldwebel Joseph Noll fiel am selben Tag bei den selben Kämpfen und wurde dort in einem Massengrab beigesetzt.

Seine Heimatgemeinde Inzell gedenkt noch heute Fritz Dichtler auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/inzell_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Fritz Dichtler
Rückseite des Sterbebildes von Fritz Dichtler

Der theoretische Weg von Fritz Dichtler von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem wahrscheinlichen Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 917: Benno Fichter

Der Gefreite Benno Fichter stammte aus Ramsau in Oberbayern, heute ein Ortsteil der Gemeinde Reichertsheim. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 20.09.1917 fiel er im Alter von 19 Jahren im belgischen Flandern.

Seine letzte Ruhe fand Benno Fichter auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.

Sterbebild von Benno Fichter
Rückseite des Sterbebildes von Benno Fichter