Der Soldat Otto Osterholzer stammte aus Schwaig, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Aldersbach, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er als Musketier in der 11. Kompanie des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Ende 1914 wurde er bei den Kämpfen in Flandern als vermisst gemeldet, wurde aber alsbald als verwundet registriert und diente in einem Ersatztrupp. Am 01.03.1915 verstarb er dann in Folge einer Krankheit im Alter von 21 Jahren im Kriegslazarett Montigny.
Man begrub Otto Osterholzer auf dem Soldatenfriedhof Dourges in Block 4, Grab 773.
Der Soldat Alfons Haimerl wurde am 05.08.1895 in der bayerischen Gemeinde Grafenwiesen geboren und war der Sohn eines Schmiedemeisters. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 6. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.07.1917 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Sommerschlacht in Flandern bei Frélinghien.
Die Lage des Grabes von Alfons Haimerl ist unbekannt.
Der Soldat Fritz Schulz stammte aus Artern in Preußen und war Doktor der Geisteswissenschaften. Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant der Reserve und Offiziersstellvertreter in der 1. Batterie des 6. Reserve-Feldartillerie-Regiments. Er wird während der ersten Flandernschlacht bei den Kämpfen an der Yser schwer verwundet und stirbt am 15.11.1914 in einem Lazarett in Köln verwundet.
Vermutlich wurde Fritz Schulz auf einem lokalen Friedhof in Köln im militärischen Bereich begraben. Das Grab dürfte heute noch existieren.
Der Soldat Johann Rothkopf stammte aus Hasleham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tiefenbach (Passau) und war Hausbesitzer und Zimmermeister. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier in der 6. Batterie des 1. bayerischen Reserve-Fußartillerie-Regiments. Am 20.05.1918 fiel er im Alter von 43 Jahren nach 37 Monaten Kriegsdienst nach schwere Verwundung durch Granatvolltreffer während der Kämpfe am Kemmelberg bei Kemmel und Dranoutre.
Man begrub Johann Rothkopf auf dem Soldatenfriedhof Wicres Village in Block 1, Grab 34.
Sterbebild von Johann RothkopfRückseite des Sterbebildes von Johann Rothkopf
Der Soldat Konrad Holzner wurde am 16.03.1890 in der bayerischen Stadt Neu-Ulm geboren und war Bezirksamtsassistent. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier der Reserve in der 7. Kompanie des 18. bayerischen Infanterie-Regiments: Am 30.10.1914 fiel er während der 1. Schlacht in Flandern (Ypern) im Alter von 24 Jahren bei Hollebeke Houthem durch Kopfschuss.
Über den Todestag und die Todesumstände von Konrad Holzner berichtet die Regimentsgeschichte des 18. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Hollebeke 30.10.1914
Dichter Nebel lag am Morgen des 30.10. über Flandern, als schon 7.30 Uhr vormittags unsere Artillerie mit dem Einschießen auf die feindlichen Stellungen begann. Aber infolge des unsichtigen Wetters war das Einschießen erst gegen 9.30 Uhr vormittags beendet und gegen 10 Uhr ging die Infanterie zum Angriff vor. Schon 5 Uhr vormittags war die Hälfte des I./18 (1. und 4. Kompanie) hinter dem linken Flügel des III. Bataillons bereitgestellt worden., das über Nacht in Schützenlöchern 1 Kilometer südöstlich Caleute nach Ablösung der dortigen Heereskavalerie auf nahe Entfernung den feindlichen Schützen gegenüber lag. Der Rest des I. Bataillons verblieb zunächst hinter dem linken Flügel. Beide Bataillone warteten dann, bis das Zeichen zum Angriff gegeben wurde. Das III. Bataillon rechts, das I. links, brachen die Schützen etwa 10 Uhr vormittags gegen die feindlichen Stellungen vor, das III. Bataillon mit rechtem Flügel längst des von Partyntje-Ferme nach Norden führenden Weges – Calvaire, östlich Groenelinde Südwestecke des Schlossparkes von Hollebeke, linker Flügel Straße Garde Dieu – Caleute. Heftiges Artilleriefeuer empfing sie, aber dennoch gelang es mit den vordersten Teilen bis 11 Uhr vormittags das Valeutecabt. zu erreichen. Hier aber stockte zunächst der Angriff. Gegen Mittag fuhren war zwei Züge des 5. Feldartillerie-Regiments zur unmittelbaren Unterstützung der Infanterie vor, aber dennoch blieb zunächst der Angriff stecken, weil die feindlichen Maschinengewehre, gut eingenistet in den zahllosen Hecken und Büschen, auch vom Artilleriefeuer nicht sofort gefasst werden konnten. Dazu kam, dass nach der linken Angriffsgruppe (26. Infanterie-Division), infolge einer unbeabsichtigten Verschiebung der Angriffsziele der Anschluss verpasst wurde, so dass das I. Bataillon mit seinem linken Flügel in der Luft hing.
In dieser Lage kam das II. Bataillon zum Einsatz. Es war in der Nacht in Alarmquartieren in Houthem untergebracht, kam kurz nach Eröffnung des Artilleriekampfes am frühen Morgen in der Ortschaft selbst in schweres Artilleriefeuer und rückte zunächst an den Westausgang von Houthem und dann bis zur Kapelle 1 Kilometer nordwestlich davon vor. Hier gab der Brigadekommandeur Generalmajor Clauß an Hauptmann Ritter den befehl, mit dem halben II. Bataillon am linken Flügel der vorderen Gefechtslinie einzugreifen und den Angriff nach vorwärts zu reißen. Nach einem Seitenmarsche von etwa 500 Metern nach links über ebenes Gelände wurde dann nach vorwärts eingeschwenkt und mit der 6. und 7. Kompanie in die Kompanien des I. Bataillons eingeschoben. Aber auch der Einsatz frischer Kräfte genügte nicht, um die Gefechtslinie vorzureißen. Erst nachdem ein Bataillon und die Maschinengewehr-Kompanie 22. Infanterie-Regiment sowie zwei Artilleriezüge eingesetzt worden waren, erkämpfte sich die Truppe nach vorwärts Raum und erreichte am Abend mit rechtem Flügel Calvaire und mit linkem Flügel Groenelinde. Der Kampf war außerordentlich verlustreich gewesen: 5 Meter vor einem in eine Hecke eingebauten englischen Maschinengewehr lag die Leiche des Majors Kopp (Major Julius Kopp, gefallen am 30.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block G, Grab 706), der freiwillig als 60jähriger Mann in das Feld gerückt war und nun wenige Tage nach seinem Eintreffen dortselbst den Heldentod gefunden, daneben Oberleutnant Munzert und Oberleutnant Lauerer. Verwundet wurden Oberleutnant Hoffa und die Leutnants der Reserve Braun und Kolbatz. Die Führung des II. Bataillons übernahm Hauptmann Höpfner.
Während so das 18. Regiment am linken Flügel der Division vorging und einen schönen Erfolg mit großer Tapferkeit erringen konnte, gelang es den rechten Nachbarn, dem 17. Infanterie-Regiment und Teilen des 22. Infanterie-Regiments den Schlosspark von Hollebeke in Besitz zu nehmen. Gegen 6 Uhr nachmittags war auch das Dorf Hollebeke in ihrer Hand und vom Feinde gesäubert. Beim Gegner waren englische Kavallerie und Artillerie auch etwas englische Infanterie und indische Truppen, es war kein starker aber ein zäher Feind, dem die Vorzüge des Geländes für die Verteidigung sehr zu statten kamen und der zudem in der Nähe von Groenelinde einige tiefe Schützengräben angelegt hatte. Die Brigade hatte einen Ruhmestag erlebt und General Clauß, der Kommandeur, wurde für sein umsichtiges und tapferes Verhalten und für den Erfolg, den seine Infanteriebrigade an diesem Tage erstritten, mit dem Max-Joseph-Orden ausgezeichnet. Dunst und Regen vermehrte am Abend die Dunkelheit, die nur von den brennenden Gehöften und Ortschaften erhellt wurde. Überall in Büschen und Hecken klagten Verwundete und lagen gefallene Helden. Totes Vieh lag umher, verwüstet waren die Höfe, niedergerissen die Zäune; schmutziger, vom Regen durchgeweichter Ackerboden dampfte von den Kämpfen des schweren Tages. Nach Einbruch der Dunkelheit waren die Truppen vollkommen zerstreut, die Mannschaften zum Tode ermüdet und erschöpft. Hauptmann Höpfner und Hauptmann Ritter machten sich auf den Weg, um während der Nacht die versprengten Teile zusammenzusuchen; – aber umsonst: die Achtzehner waren mit den übrigen Teilen der Brigade derart vermischt und über das Gelände zerstreut, dass man den Versuch, sie zu sammeln, aufgeben musste.“
Die Lage des Grabes von Konrad Holzner ist offiziell unbekannt.
Der Soldat Fritz Stang stammte aus Lahm, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Itzgrund,und war Seminarist. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kriegsfreiwilliger in der 6. Kompanie des 5. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.11.1914 fiel er während der ersten Flandernschlacht im Alter von 19 Jahren bei Hollebeke in Belgien (Flandern). Er wurde während des Angriffs auf das Gelände hinter dem Schloß und Straße nach Klein-Zillebeke getötet.
Man begrub Fritz Stang auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.
Der Soldat Alois Dechantsreiter wurde am 29.04.1894 in Reith in Bayern geboren und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, in dem Auch Adolf Hitler diente. Am 04.03.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Comines durch einen Granattreffer.
Über den Todestag und die Todesumstände von Alois Dechantreiter berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Vom Dämmern der Nacht bin zum Grauen des Morgens wird immer häufiger das ferne, dumpfe Grollen verderbenspeiender Geschütze hörbar. Die Frühjahresoffensive kündigt sich an. Sie sollen uns auf dem Posten finden. Die Kompanien in Warneton werden nachts zu Schanzarbeiten in die Stellung vorgezogen. Unsere Unterstände stehen bei dem hohen Stand des Grundwassers stets unter Wasser. Das viele Wasser mag mit schuld sein, dass drüben am 4. März ein zug Engländer übers freie Feld marschiert, den unsere 2. Kompanie unter Gruppenfeuer nimmt. Der Gegner antwortet mit einem äußerst heftigen Vergeltungsfeuer mit 30 cm. Kalibern auf unsere Gräben, vom Kemmel und aus Wulverghem rollen ganze Artilleriesalven an. In kurzer Zeit sind sämtliche Fernsprechleitungen abgeschossen, sieben Unterstände gehen zu Grunde. Die Nacht vom 4./5. März wird eine der unruhigsten, seitdem das die Stellung hat.“
Man begrub Alois Dechantsreiter auf dem Soldatenfriedhof Menen ini Block A, Grab 3.284.
Sterbebild von Alois DechantsreiterRückseite des Sterbebildes von Alois Dechantsreiter
Der Soldat Alois Haßlberger wurde am 21.06.1881 in Weingarten geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhrpolding, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 25.08.1915 verstarb er im Alter von 34 Jahren in Folge einer Erkrankung in Nordfrankreich während der Stellungskämpfe in Flandern und Artois.
Die Lages des Grabes von Alois Haßlberger ist unbekannt.
Sterbebild von Alois HaßlbergerRückseite des Sterbebildes von Alois Haßlberger
Der Reservist Dionys (Volksbund: Dyonis) Hauner wurde am 09.10.1891 in Gerabach (Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bayerbach bei Ergoldsbach) als Sohn eines Schuhmachermeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 21. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 03.11.1914 verstarb er im Alter von 23 Jahren im Lazarett Kassel, nachdem er bei der 1. Schlacht bei Ypern schwer verwundet worden war.
Johann Kastner wurde am 24.12.1890 geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 14. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. An 16.08.1917 fiel er im Alter von 26 Jahren in Flandern durch Granatschuss. Er war mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet.
Eine Grablage für Johann Kastner konnte ich nicht ermitteln.
Sterbebild von Johann KastnerRückseite des Sterbebildes von Johann Kastner