Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.929: Johann Merle

Der Soldat Johann Merle wurde am 12.01.1880 in Trauchgau geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeidne Halblech. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 11. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 16.11.1916 fiel er im Alter von 36 Jahren in Rumänien während der Gebirgskämpfe am Törzburgerpass – genauer gesagt bei den Kämpfen nördlich Campulung.

Die Lage des Grabes von Johann Merle ist unbekannt. Es existiert sicher nicht mehr.

Seine Heimatgemeinde Halblech gedenkt Johann Merle noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/halblech-trauchgau_1866_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Merle
Rückseite des Sterbebildes von Johann Merle

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.907: Hugo Roßberger

Der Soldat Hugo Roßberger wurde am 06.12.1895 in der bayerischen Stadt Kempten als Sohn eines Schneidermeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 7. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.12.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren in Rumänien während der Verfolgungskämpfe nach der Schlacht bei Rimnicul – Sarat.

„Verfolgungskämpfe nach der Schlacht bei Rimnicul – Sarat 28.12.1916 – 03.01.1917

Am nächsten Tag, 28.12., aber sollte der erste Impuls des Vorgehens vom rechten Flügel des 3. bayerischen Infanterie-Regiments im Verein mit dem linken der 217. Infanterie-Division gegeben werden. Am frühen Morgen aber sieht man Bagdat brennen. Es kommen Meldungen, dass der Gegner abgezogen sei. Der Regimentskommandeur gibt Befehl zum Nachstoßen. Da stellt sich heraus, dass sich der Gegner in einer Stellung, die von der F. St. Dedulesti östlich von Bagdat vorbei zog, wieder festgesetzt hatte. II./3. bayerisches Infanterie-Regiment hatte etwa 400 – 800 Meter, I./3. bayerisches Infanterie-Regiment durchschnittlich 600 Meter Raum nach vorwärts gewonnen, III./3. bayerisches Infanterie-Regiment wurde südlich der Bahn nachgezogen. Da die feindlichen Gräben vollbesetzt waren und unsere Artillerie zum Teil im Stellungswechsel begriffen war, wurde der Sturm verschoben, der Geländegewinn aber durch Eingraben in Schützenlöcher gesichert. Der Divisionsbefehl befahl für den 30.12. den Angriff mit dem dem Hauptnachdruck durch das 3. bayerische Infanterie-Regiment in Richtung E. St. Dedulesti. Man hörte, dass die Schlacht der 9. Armee siegreich beendet sei. Gegen Abend wird II./3. bayerisches Infanterie-Regiment wieder durch III./3. bayerisches Infanterie-Regiment abgelöst. II./3. bayerisches Infanterie-Regiment nimmt Unterkunft in Neu-Gaiseanca. 8.30 Uhr abends werden vier große Brände im Vorgelände sichtbar. Patrouillen stellen später den Abzug des Gegners fest.“

Man begrub Hugo Roßberger auf dem Soldatenfriedhof Braila in Block 5.

Sterbebild von Hugo Roßberger
Rückseite des Sterbebildes von Hugo Roßberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.900: Franz Xaver Hötzinger

Der Soldat Franz Xaver Hötzinger wurde am 31.12.1881 in Obermühl, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Babensham, geboren und lebte in Untereichenrott als Kleinbauer (Gütler) Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 11. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.10.1916 fiel er im Alter von 34 Jahren bei den Gebirgskämpfen am Rother-Thur-Pass in Rumänien durch einen Kopfschuss.

Die Lage des Grabes von Franz Xaver Hötzinger ist unbekannt. Es dürfte nicht mehr existieren.

Sterbebild von Franz Xaver Hötzinger
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Hötzinger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.891: Johann Ratzenböck

Der Soldat Johann Ratzenböck wurde am 15.02.1894 in Gergweis geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Osterhofen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in einem bayerischen Infanterie-Regiment. Am 16.08.1917 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 23 Jahren in einem Lazarett in der rumänischen Stadt Focsani.

Offiziell ist für Johann Ratzenböck keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Focsani begraben wurde.

Sterbebild von Johann Ratzenböck
Rückseite des Sterbebildes von Johann Ratzenböck

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.889: Otto Apfelbeck

Der Soldat Otto Apfelbeck stammte aus Gergweis, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Osterhofen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in einem bayerischen Infanterie-Regiment. Am 11.08.1917 (Volksbund: 12.08.1917) fiel er im Alter von 37 Jahren im Susitatal (Rumänien) durch einen Bauchschuss.

Man begrub Otto Apfelbeck auf dem Soldatenfriedhof Tifesti-Frunzoaia in Parzelle A, Grab 64.

Sterbebild von Otto Apfelbeck
Rückseite des Sterbebildes von Otto Apfelbeck

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.791: Martin Bonleitner

Der Soldat Martin Bonleitner stammte aus Lehen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Fischbachau, und war der Sohn eines Wagners. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.11.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren bei den Kämpfen in den Karpathen in Rumänien.

Die Lage des Grabes von Martin Bonleitner ist, wie meist bei Gefallenen des Ersten Weltkrieges in Rumänien, unbekannt.

Sterbebild von Martin Bonleitner
Rückseite des Sterbebildes von Martin Bonleitner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.786: Johann Loibl

Der Soldat Johann Loibl stammte aus Tragenreuth, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Hutthurm, und war der Sohn eines Landwirts. Er lebte in Prag. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in einem bayerischen Infanterie-Regiment. Am 08.03.1917 verstarb er im Alter von 24 Jahren in einem Lazarett bei Ojtotz in Rumänien an einer schweren Erkrankung.

Sterbebild von Johann Loibl
Rückseite des Sterbebildes von Johann Loibl

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.767: Engelbert Dörfl

Der Soldat Engelbert Dörfl wurde am 19.05.1894 in Hart in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 4. Kompanie des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments.Am  11.09.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren bei den Kämpfen in den Karpathen in Siebenbürgen.

Über den Todestag und die Todesumstände von Engelbert Dörfl berichtet die Regimentsgeschichte des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

Kämpfe am D‘ Ormului und auf der Magurita

Schon am 10.9. machte die 9. Kompanie einen erfolgreichen Angriff gegen D‘ Ormului, wo die Russen tags vorher in einen Teil der Stellung des Grenadier-Regiments 1 eingebrochen waren. Am selben Tage bemerkte das I. Bataillons, wie Russen scharenweise aus dem Walde hervortraten. In der Nacht hatte die 2. Kompanie erhöhte Bereitschaft, es rührte jedoch nichts. Da erschallte plötzlich am 11.9. 6 Uhr früh von der Magurita her das russische „Uah“ „uah“. Begreiflicherweise war die Kompanie trotz der ermüdenden Nachtwache in der kalten Gebirgsnacht sofort wieder frisch. Blitzschnell hatten die Russen – es sollen vier Bataillone vom 146. Regiment gewesen sein – die steile Höhe der Magurita erklommen, griffen das dort liegende Füssilier-Bataillon des Grenadier-Regiments 1 an und brachen vollkommen durch. Die auf dem linken anschließenden Sattel liegende 2. Kompanie (Führer Leutnant der Reserve Sundhausen) sandte zur Erkundung eine Patrouille aus, die wegen ihrer Gefährlichkeit aus lauter Freiwilligen bestand (Führer Offiziersstellvertrteter Stahlhofer mit Pöltl, Weitzhofer, Neumeier Johann und Georg, Braun, Schick, Schiele, Graf, Grill, Silbermann). Der Regimentskommandeur befahl, dass das III. Bataillon, das rechts von der Einbruchstelle lag, mit seinen beiden Unterstützungszügen (an seinem linken Flügel) von rechts, Teile des I. Bataillons von links her den Gegner hinauswürfen. Auch die herausgezogenen Trümmer des I. und II. Bataillons Grenadier-Regiments 1, die dem Regiment als Bataillon Grufe zur Verfügung standen, erhielten Befehl, von rechts her auf dem Höhenweg den Feind von der Flanke anzugreifen. Der tatkräftige Kommandeur des I. Bataillons, Major Prager, ließ die 4. (Führer Leutnant der Reserve Reuschl) und die 11. Kompanie von der Flanke her angreifen, außerdem setzte er sofort die 2. Kompanie zum Gegenstoß an. Er selbst befand sich mitten in der Schützenlinie. Der Sturm gelang vorzüglich; 9 Uhr vormittags waren die Russen geworfen; sie hatten schwerste Verluste. 285 Gefangene wurden eingebracht. Wir hatten 8 Verwundete zu bedauern, ferner 3 Tote (darunter der Leutnant der Reserve Schork), die auf dem Soldatenfriedhof zu Borsa unter mächtigen Kirkenkreuzen zur ewigen Ruhe gebettet wurden. Am Abend wurde das Füssilier-Bataillon des Grenadier-Regiments 1 herausgezogen. Unser I. und III. Bataillon hatten die Lücke auf der Höhe 1.463 zu schließen.“.

Die Lage des Grabes von Engelbert Dörfl ist, wie meist bei Gefallenen in Rumänien im Ersten Weltkrieg, unbekannt. Wie im o. a. Text angegeben, wurde er in Borsa auf einem Feldfriehdof begraben. Es ist allerdings sehr fraglich, ob das Grab heute noch existiert.

Sterbebild von Engelbert Dörfl
Rückseite des Sterbebildes von Engelbert Dörfl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.764: Joseph Hütter

Der Soldat Joseph Hütter stammte aus Rupertsham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und war Student der Theologie. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier und Offiziersaspirant in der 8. Kompanie des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.09.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Cârlibaba in den Karpathen bei einem Sturmangriff.

Man begrub Joseph Hütter auf einem Feldfriedhof bei Cirlibaba Cim. Crivei 1 WK in Rumänien. Ob das Grab noch heute existiert, ist fraglich.

Sterbebild von Joseph Hütter
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Hütter

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.734: Bartholomäus Freudling

Der Soldat Bartholomäus Freudling wurde am 24.02.1881 in Salenwang geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Friesenried, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann in der 9. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 19.08.1917 fiel er im Alter von 36 Jahren bei Mărășești in Rumänien.

Über den Todeszeitraum und die Todesumstände von Bartholomäus Freudling berichtet die Regimentsgeschichte des 26. bayerischen Infanteriue-Regiments:

„Der Angriff auf Marasesti 19.08.

Am 18.08. begannen die Vorbereitungen zum Angriff für den 19.08., dieser sollte zunächst in nordnordostwärtiger Richtung die feindlichen Stellungen nördlich der Bahnlinie Maracesti – Panciu wegnehmen. Im weiteren Verlauf sollte dann in Höhe von Maracesti mit vorgenommener linker Schulter, mit 26. Infanterie-Regiment als Drehpunkt, gegen Maracesti und nördlich davon nach Osten eingeschwenkt werden.

Das Regiment stellte sich hierzu am 19.08. zwischen 3 und 4 Uhr morgens zum Angriff bereit, und zwar: II./26 beiderseits der Bahnlinie Focsani – Maracesti, Angriffsziel Maracesti, anschließend I. Bataillon mit 300 Meter Frontbreite, Angriffsziel das Höhengelände westlich der Straße Bisighesti – Marasesti, ½ III./26 Regiments-Reserve 300 Meter nördlich Tisita. Rest des III. Bataillons musste an 28. Infanterie-Regiment abgegeben werden, das links vom Regiment vorgehen sollte. Von 7 – 9 Uhr vormittags Vorbereitung des Angriffs durch unsere Artillerie und Minenwerfer. Auf Antrag des Regimentskommandeurs wurde noch eine Mörserbatterie auf die stark befestigten Bahnhofsanlagen von Marasesti gelegt.

Um 9 Uhr vormittags treten die ersten Wellen des Regiments zum Angriff an, sie erhalten bald heftiges Feuer der scheinbar unerschütterten feindlichen Infanterie und Artillerie, bleiben jedoch trotz erheblicher Verluste im zügigen Vorgehen. II. Bataillon nimmt gegen 9.50 Uhr vormittags den südlichen Teil der Bahnhofsanlage in Besitz, macht 100 Gefangene, kommt aber infolge feindlicher Gegenwirkung, hauptsächlich in der Flanke aus Marasesti heraus, nicht mehr weiter vor. Das I. Bataillon erreicht die Mulde nördlich Punkt 85. Der Angriff kommt hier unter der unverminderten feindlichen Feuerwirkung zum Stehen. Die Regimentsreserve war mittlerweile im heftigen feindlichen Artilleriefeuer in die Ausgangsstellung des I. Bataillons nachgerückt. Gegen 12.30 Uhr nachmittags wirft sich das I. Bataillon, flankierend unterstützt durch II. Bataillon, erneut auf den Feind und nimmt ihm 150 Gefangene ab.

Besonders zeichnete sich hier durch außerordentliche Tapferkeit der Vizefeldwebel der Reserve und Offizier-Aspirant Norbert Weinhuber aus, der als Führer eines leichten Maschinengewehr-Trupps in schwerstem feindlichen Feuer, das zahlreiche Verluste in seiner Nähe hervorrief, allein aus der Deckung nahe gegen die besetzte feindliche Stellung vorsprang und zunächst mit dem Infanterie-Gewehr, dann mit einem auf seine Veranlassung vorgebrachten schweren Maschinengewehr so wirksam auf den Gegner schoss, dass von diesem die stark besetzte Stellung fluchtartig verlassen und hierdurch das weitere Vorgehen des I. Baraillons ohne Verluste ermöglicht wurde.

Inzwischen trifft den linken Flügel der Division und insbesondere die anschließende 115. Division ein starker feindlicher Gegenstoß, unterstützt von flankierender feindlicher Artillerie. Der eigene Angriff kommt dadurch zum Stehen. Die erreichten Linien werden gehalten. Die stark gelichteten Verbände können ohne ausgiebigen Verstärkung und besonders ohne überlegene Artillerie zunächst nicht mehr weiteren Boden gewinnen.

Zum ersten Mal seit langer Zeit waren hier die Rumänen wieder auf den Plan getreten. Sie waren inzwischen in monatelanger Ruhepause jenseits des Sereth in französische Schule genommen worden. Doch war es nur ein kurzes Aufflackern ihrer Gefechtstätigkeit, ihr Gefechtswert stand nach wie vor weit hinter dem des deutschen Soldaten. Ihre Moral war ebenfalls in der langen Schonzeit nicht gehoben worden, wie wir im Folgenden sehen werden.

So ist auch der 19. August als überaus schwerer Kampftag ein jervorstechender Markstein in der Geschichte der Division und des Regiments. Hatte es doch unter überaus ungünstigen Verhältnissen, erschöpft und geschwächt durch Verluste und Krankheiten – die unerträgliche Hitze des August hatte u. a. zahlreiche Darmerkrankungen hervorgerufen – seinen Mann vollauf gestellt.

Unter den 217 blutigen Verlusten des 19.08. hatte das Regiment den Tod von vier Offizieren zu betrauern. Es waren dies der hochbegabte, vielversprechende Oberleutnant der Reserve Gschwendtner, die vorbildlich tapferen Leutnante Hell, Rager und Kühn. Außerdem hatte das Regiment viele tapfere Unteroffiziere und Mannschaften auf dem Kampfplatz verloren.“

Die Lage des Grabes von Bartholomäus Freudling ist unbekannt.

Seine Heimatgemeinde Friesenried gedenkt Bartholomäus Freudling noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/friesenried_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Bartholomäus Freudling
Rückseite des Sterbebildes von Bartholomäus Freudling