Der Soldat Heinrich Brandenberger (irrtümlich in den Verlustlisten als „Brandenburger“ benannt) stammte aus München und war Stereotypeur bei der München-Augsburger Abendzeitung. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Vermutlich während der Gefechte im Kayserbergtal geriet er in französische Kriegsgefangenschaft. Am 11.09.1914 verstarb er in einem Hospital in Lyon an einer schweren Verwundung, die er sich bei Kämpfen zugezogen hatte.
Die Lage des Grabes von Heinrich Brandenberger ist unbekannt.
Der Soldat Mathias Weber stammte aus Hütting, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen und war Landwirt (Röhmerbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 2. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments Er wurde mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 23.06.1916 fiel er im Alter von 32 Jahren während der Schlacht um Verdun bei einem Sturmangriff. Er wurde bei der Erstürmung des Zwischen werkes Thiaumont getötet.
Über den Todestag von Mathias Weber schreibt die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 23. endlich erfolgte durch das 10. Infanterie-Regiment und das Alpenkorps der Angriff auf das Zwischenwerk Thiaumont und Fleury. Diejenigen Teile des Regiments, die noch nach den schweren Verlusten der letzten Wochen verwendungsfähig waren, beteiligten sich am Angriff des 10. Infanterie-Regiments. Der Angriff gelang.“
Mathias Weber war tot.
Die Lage des Grabes von Mathias Weber ist offiziell unbekannt. Er gilt als vermisst. Ich vermute jedoch, dass er, wenn er bis heute georgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Offiziersstellvertreter Vituas Xaver Franz Führer, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Landsturmmann Michael Wünsch, gefallen am 25.06.1916 bei Douaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Infanterist Josef Wiemüller, gefallen am 25.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Mathias WeberRückseite des Sterbebildes von Mathias Weber
Der Soldat Peter Walch stammte von Resten, damals ein Ortsteil des Dorfes Au, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Berchtesgaden. Im Ersten Weltkrieg diente er als Wehrmann in der 12. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 29.06.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren in der Nähe von Fampoux bei Arras in Frankreich. ⇒ Schlacht bei Arras
Über den Todeszeitraum und die Todesumstände von Peter Walch berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„17.06. – 01.07.1915 Am 17. und 18. wurden noch schwache Angriffe versucht, die durch unser Artillerie-Sperrfeuer und Infanteriefeuer sofort unterdrückt wurden. Das Artilleriefeuer hilt sich noch bis 22. in beträchtlicher Stäräe und nahm dann bis 01.07. immer mehr ab. Die Citadelle von Arras und die Fabrik in St. Nikolas wurden am 26. mit gutem Erfolg (Explosion eines Munitionslagers) durch 42 cm-Mörser beschossen.
In der Stellung wurde unter Einsatz aller Kräfte an der Instandsetzung der Gräben und Unterstände gearbeitet, die zahlreichen verschütteten Leichen ausgegraben und zurückgebracht. Am Ende des Monats war der gedeckte Verkehr hergestellt und die ganze Stellung wieder in verteidigungsfähigem Zustand. Am 25.06. ereignete sich ein schwerer Unfall bei einem Versuchsschießen mit behelfsmäßigen Minenwerfern in Fampoux.“.
Die Lage des Grabes von Peter Walch ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf demnahegelegenen Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden beisetzte, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Josef Brandl, gefallen am 16.06.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Ersatz-Reservist Christian Dannecker, gefallen am 16.06.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Unteroffizier Johann Altendorfer, gefallen am 16.06.1915 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Peter WalchRückseite des Sterbebildes von Peter Walch
Der Soldat Pius Kern wurde am 15.08.1888 in der bayerischen Gemeinde Kettershausen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 23.07.1916 (Regimentsgeschichte: 14.07.1916) fiel er im Alter von 27 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Combles in der Nähe von Maurepas in Frankreich.
Die Lage des Grabes von Pius Kern ist unbekannt, jedoch vermute ich, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Rancourt begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Unteroffizier Johann Helmbrecht, gefallen am 23.07.1916 bei Combles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Infanterist Andreas Erhardinger, gefallen am 24.07.1916 bei Combles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Gefreiter Albert Winterer, gefallen am 24.07.1916 bei Combles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Infanterist Klemens Neukam, gefallen am 23.07.1916 bei Combles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Infanterist Joseph Altenweger, gefallen am 23.07.1916 bei Combles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.
Der Soldat Josef Gerhager stammte aus der bayerischen Gemeinde Schwaigen und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 10. Kompanie des 2. bayerisches Infanterie-Regiments. Am 23.09.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren bei einem Gefecht bei Vermandoviller in Frankreich.
Offiziell ist für Josef Gerhager keine Grablage bekannt, ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers beigesetzt wurde, auf dem auch viele seiner Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Rupert Dallmeier, gefallen am 24.09.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Lampert Adlkirchner, gefallen am 24.09.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef GerhagerRückseite des Sterbebildes von Josef Gerhager
Der Soldat Anton Liebl stammte aus Berg, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Moosburg an der Isar, und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Etwa im September 1916 geriet er während der Kämpfe an der Aisne in französische Kriegsgefangenschaft. Im Jahr 1917 verstarb er im Alter von 24 Jahren in einem französischen Gefangenenlager.
Die Lage des Grabes von Anton Liebl konnte ich nicht ermitteln.
Sterbebild von Anton LieblRückseite des Sterbebildes von Anton Liebl
Der Soldat Josef Klughamer wurde am 04.01.1892 in Möding, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Landau an der Isar, als Sohn eines Landwirts (Unterhuberbauer) geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 05.03.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren nach schwerer Verwundung durch einen Granatschuss beim Stellungskampf im Wald von Apremont und Ailly in der Region Verdun.
Man begrub Josef Klughamer auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville in Block 18, Grab 118.
Der Soldat Georg Heinrichsberger wurde am 23.01.1894 in Kammer geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Amerang, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Krankenträger in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 31.01.1917 verstarb er in Folge einer Krankheit nach 25 Monaten Kriegsdienst im Alter von 23 Jahren in einem Feldazarett bei Verdun in Frankreich. Sein Regiment wurde zu dieser Zeit gerade bei den Stellungskämpfen im Wald von Apremont und Ailly eingesetzt.
Man begrub Georg Heinrichsberger auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville in Block 20, Grab 439.
Sterbebild von Georg HeinrichsbergerRückseite des Sterbebildes von Georg Heinrichsberger
Der Soldat Josef Raster stammte aus March, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Regen. Sein Vater war Landwirt und Bürgermeister. Am 23.06.1917 verstarb er im Alter von 29 Jahren schwer verwundet durch Fliegerbombe verstarb.
Man begrub Josef Raster auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 18, Grab 531.
Sterbebild von Josef RasterRückseite des Sterbebildes von Josef Raster
Der Soldat Franz Perstorfer stammte aus Göttersdorf, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Osterhofen, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 9. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Verdienstkreuz mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 27.07.1918 wurde er durch einen Granatsplitter bei einer Mühle bei Lagery schwer verwundet und verstarb am 28.07.1918 im Alter von 22 Jahren.
Man begrub Franz Perstorfer auf dem Soldatenfriedhof Bligny in Block 2, Grab 135.
Sterbebild von Franz PerstorferRückseite des Sterbebildes von Franz Perstorfer