Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 470: Georg Utzinger

Der Unteroffizier Georg Utzinger wurde am 22.08.1913 in Pietsham als Sohn eines Landwirts geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er in einem Grenadier-Regiment und wurde mit dem Eisernes Kreuz 2. Klasse, dem Kriegsverdienstkreuz, dem Infanterie-Sturmabzeichen, der Ostmedaille und dem Verwundeten-Abzeichen ausgezeichnet. Nach 5 1/2 Jahre im Feld fiel er am 21.12.1944 im Alter von 32 Jahren.

Georg Utzingers Grab befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Kehl-Oberrhein, Block A, Reihe 10, Grab 53.

Seine Heimatgemeinde gedenkt noch heute Georg Utzinger auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/dorfen-schwindkirchen_wk1u2bw_bay.htm

Sterbebild von Georg Utzinger
Rückseite des Sterbebildes von Georg Utzinger

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 469: Ignaz Fleckinger

Ignatz Fleckinger wurde am 05.07.1919 als Sohn eines Braumeisters in Neuötting geboren. Er war Absolvent und Kleriker des Kapuziner-Klosters Burghausen, also auf dem Weg zu einem geistlichen Leben in einem Kloster. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er in einem Infanterie-Regiment als Schütze. Am 05.06.1940 wurde er im Alter von  21 Jahren bei Lamotte-Buleux an der Atlantikküste getötet.

Für mich immer wieder befremdlich, wenn ein Geistlicher als Soldat kämpfte. Immer muss ich mich fragen, wie sich diese Handlung mit dem Wort und Geist der Bibel verträgt.

Das Grab von Ignaz Fleckinger befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Bourdon, Block 27, Reihe 9, Grab 333.

Sterbebild von Ignaz Fleckinger
Rückseite des Sterbebildes von Ignaz Fleckinger

Der theoretische Weg von Ignaz Fleckinger von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Widerstands – Teil 463: Dr. Johann Maier

Der katholische Priester Dr. Johann Maier wurde am 23.06.1906 in Berghofen, heute ein Teil der Gemeinde Aham, geboren und wurde Domprediger in Regensburg. Am 24.04.1945 wurde er im Alter von 39 Jahren in Regensburg von fanatischen Nationalsozialisten hingerichtet, nachdem er sich für eine kampflose Übergabe der Stadt Regensburg an die amerikanischen Truppen eingesetzt hatte und sich gegen sinnlosen Widerstand ausgesprochen hatte, der unnötige Verluste auf Seiten der Zivilisten bedeutet hätte.

Das Grab von Dr. Johann Maier befindet sich in der Bischofsgrablege des Domes. Im Dom erinnert eine Gedenktafel an ihn. Ebenso erinnert eine Statue auf dem Dachauplatz an ihn und an Josef Zirkl und Michael Lottner.

In Wikipedia befindet sich ein guter Artikel über Dr. Johann Maier https://de.wikipedia.org/wiki/Johann_Maier_(Domprediger)

Sterbebild von Dr. Johann Maier
Rückseite des Sterbebildes von Dr. Johann Maier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 450: Oscar Omer Cornille

Der Belgier Oscar Omer Cornille wurde am 01.11.1902 in Emelgem, einem Ortsteil der Gemeinde Izegem, geboren. Er war Mitglied der Feuerwehr und starb am 06.05.1945 in einem Konzentrationslager in der ehemaligen Tschechoslowakei. Es könnte das KZ Theresienstadt gewesen sein. Er war politischer Gefangener der Deutschen.

Sterbebild von Oscar Omer Cornille
Rückseite des Sterbebildes von Oscar Omer Cornille

Belgischer Widerstand – Teil 449: Roger-Victor Terrin

Heute stelle ich einen besonderen Fall vor. Es handelt sich um den Belgier Roger-Victor Terrin. Er wurde am 11.06.1923 in Roeselare geboren und beteiligte sich am Widerstand im Zweiten Weltkrieg. Er war der Sohn von Maurice (offiziell Alfons) Terrin und Ivonne Callebert und ein Schüler der Nationalen Mittelschule. Als die Deutschen ihn 1943 für seine Arbeit nach Deutschland verschleppen wollten, versteckte er sich bei einem flämischen Bauern in Frankreich. Die Deutschen wollten seinen Vater nach Deutschland schicken. Der Vater war jedoch ein wichtiges Mitglieder des Widerstandes und wurde von seinem Kommandanten gezwungen, nach seinem Sohn zu suchen. Roger ging dann nach Berlin, wo er für die Firma AEG Zwangsarbeit leisten musste. Am 27. Januar 1944 verbrannte er bei einem Luftangriff lebendig. In den Abendstunden des 27. Januar griff die britische RAF Berlin mit 481 Bombern an, die 1761 Tonnen Bomben auf die Stadt warfen. Laut Bericht des Oberkommandos der Wehrmacht wurden durch Luftminen, Spreng- und Brandbomben vor allem dicht besiedelte Wohnviertel und Kulturstätten zerstört oder beschädigt. Die Royal Air Force verlor 33 Flugzeuge. Roger-Victor Terrin war ein Opfer dieses Angriffs.

Logo der Royale Union des Services de Renseignement et d’Action

Wegen seiner Opferbereitschaft für seinen Vater, seinen Widerstand, seine Intelligenz und seinen Mut wurde Roger 1946 rückwirkend zum März 1943 zum Adjutant der 4. Kategorie der S.A.R., der Service de renseignement et d’Aktion (der Widerstand) ernannt. Nähere Informationen zum belgischen Widerstand gibt es in deutscher Sprache bei Wikipedia hier. Die Organisation, die an die Erinnerung an die Menschen pflegen soll, die im belgischen Widerstand aktiv waren, heißt RUSRA und ihre Internetseiten findet man unter https://sites.google.com/site/rusraasbl/

Sterbebild von Roger-Victor Terrin
Rückseite des Sterbebildes von Roger-Victor Terrin

Das Grab Franz von Papens

In den letzten Tagen war ich im Saarland, in dem ich geboren wurde, um private Grundstücksangelegenheiten zu ordnen. Aus diesem Anlass suchte ich das Grab des ehemaligen deutschen Reichskanzlers und Diplomaten Franz von Papen (* 29.10.1879 – 02.05.1969) auf dem Friedhof von Wallerfangen auf. Während der Nürnberger Prozesse war er in allen Anklagepunkten freigesprochen worden, in einem späteren Spruchkammerverfahren jedoch als Hauptschuldiger eingestuft und zu acht Jahren Arbeitslager verurteilt worden. Er war der Wegbereiter des Diktators Hitler, mitverantwortlich für ein Regime, das die Leben vieler Millionen Leben auf dem Gewissen hat, ein Mensch, der große Schuld auf sich geladen hat. Trotzdem gehört er in die Reihe der Kanzler Deutschlands.

Franz von Papen
Grabstein von Franz von Papen
Grab von Franz von Papen

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 428: Ferdinand Hautzinger

Der Gefreite Ferdinand Hautzinger wurde am 09.05.1908 in Rudersberg, einem Ortsteil der Gemeinde Reischach, geboren. Am 17.11.1944 verstarb er im Alter von 36 Jahren im Feldlazarett Breitenbach, nachdem er in Altenberg/Elsass zuvor schwer verwundet worden war.

Die Gebeine von Ferdinand Hautzinger ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach, Block 11, Reihe 4, Grab 32.

Seine Heimatgemeinde Reischach gedenkt Ferdinand Hautzinger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/reischach_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Ferdinand Hautzinger
Rückseite des Sterbebildes von Ferdinand Hautzinger

 

Der theoretische Weg von Ferdinand Hautzinger von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und Grab:

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 410: Friedrich Reich

Der Feldwebel Friedrich Reich wurde am 23.03.1913 geboren und kämpfte in einem Infanterie-Regiment, als er am 09.06.1940 im Alter von 27 Jahren bei dem Feldzug gegen Frankreich südlich von Sedan im Kampf getötet wurde.

Friedrich Reich wurde auf dem Soldatenfriedhof Noyers-Pont-Maugis, Block 3, Grab 2298 begraben.

Sterbebild von Friedrich Reich
Rückseite des Sterbebildes von Friedrich Reich – welch befremdliche Aufschrift!

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 375: Josef Kerscher

Der Schüler eines Gymnasiums, Josef Kerscher, stammte aus Rosenheim. Am 25.01.1945 fiel er im Alter von nur 19 Jahren im Elsass (Punkt 286), 2,5 km südöstlich Sennheim (Cernay) im Oberelsass. Was für ein sinnloser Tod eines jungen Menschen so kurz vor Kriegsende.

Josef Kerscher wurde als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Cernay in einem Massengrab beigesetzt.

Auf dem selben Sterbebild gedachte man auch der Mutter von Josef Kerscher, Therese Kerscher (geb. Weber). Sie verstarb im Alter von 43 Jahren im Krankenhaus Roding.

Sterbebild von Josef Kerscher
Rückseite des Sterbebildes von Josef Kerscher

 

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 358: Alois Ortbauer

Der Obergefreite Alois Ortbauer stammte aus Hautzing (Geburtsort laut Volksbund ist Steinbach), einem Ortsteil der Gemeinde Rainbach im Mühlkreis in Oberösterreich. Er war der Sohn eines Landwirts. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er in einem Grenadier-Regiment. Am 25.11.1944 wurde er im Alter von 26 Jahren in Mollkirch im Elsass im Kampf getötet.

Begraben liegt Alois Ortbauer auf dem Soldatenfriedhof Niederbronn-les-Bains, Block 27, Reihe 14, Grab 381.

Sterbebild von Alois Ortbauer
Rückseite des Sterbebildes von Alois Ortbauer

 

Der theoretische Weg von Alois Ortbauer von seinem Heimatort über seinen Sterbeort zu seinem Grab: