Der Soldat Anton Anzinger wurde am 27.03.1897 in der bayerischen Gemeinde Jettenbach als Sohn eines Gastwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 8. Kompanie des 215. preußischen Infanterie-Regiments. Am 07.09.1916 wurde er während der Schlacht bei Kowel (Brussilow-Offenive) in der heutigen Ukraine im Alter von 19 Jahren durch ein Artillerie-Geschoss getötet.
Sterbebild von Anton AnzingerRückseite des Sterbebildes von Anton Anzinger
Der Soldat Kaspar Mödl wurde am 03.08.1883 in der bayerischen Stadt Eichstätt geboren und war von Beruf Braugehilfe. Im Ersten Weltkrieg diente er bei der Bahnhofskommandantur 491. Am 20.10.1918 verstarb er in Russland bei Belopolje und Sumy (beides heute Teil der Ukraine) im Alter von 35 Jahren an einer Krankheit.
Die Lage des Grabes von Kaspar Mödl ist nicht mehr zu ermitteln. Es existiert in Russland sicher nicht mehr.
Der Soldat Franz Xaver Asenbeck stammte aus Neufahrn, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mettenheim, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in der 2. Maschinengewehr-Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.07.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren beim zweiten Sturm über Kolonie Nowi Emilin hinaus (Kämpfe am Styr und Stochod) in der heutigen Ukraine – damals Russland – durch einen Granatvolltreffer.
Die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments berichtet von dem Todestag und den Todesumständen von Franz Xaver Asenbeck:
„Sturm über Kolonie Nowi Emelin hinaus bis zum Waldsaum 2.7.1916
Der 02.07. ist wieder Angriffstag für die Division Rusche. Diesem Vorgehen hatte sich der rechte Flügel der 11. bayerischen Infanterie-Division (Gruppe Stengel) anzuschließen. Erst hatte sich das rechte Flügelbataillon I./22. Bayerisches Infanterie-Regiment anzutreten. Kurz darauf traten auch II./3. und 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment zum Angriff an. Der Feind wurde aus seinen Stellungen, in mehreren Linien die Kolonie Nowi Emilin durchzogen, geworfen und bis an den Waldsaum gegenüber Miroslawka verfolgt.“
AM Ende des Tages war Franz Xaver Asenbeck tot – von den Verlusten des Tages kein Wort in der Regimentsgeschichte.
Die Lage des Grabes von Franz Xaver Asenbeck ist unbekannt. Es existiert wahrscheinlich nicht mehr.
Der Soldat Conrad Aretz wurde am 24.12.1896 in Allrath geboren, einem Dorf der Stadt Grevenbroich im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in der Maschinengewehr-Kompanie des 29. Infanterie-Regiments. Am 25.02.1917 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Kämpfe an der oberen Styr–Stochod in der heutigen Ukraine.
Die Lage des Grabes von Conrad Aretz ist unbekannt.
Der Soldat Albert Krombach stammte aus Launsbach, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Wettenberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Füsilier in der 10. Kompanie des Garde-Füsilier-Regiments. Am 16.10.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren in der heutigen Ukraine am Narajowka durch ein Artillerie-Geschoss.
Über den Todestag und die Todesumstände von Albert Krombach berichtet die Regimentsgeschichte des Garde-Füsilier-Regiments:
Punkt 6 Uhr vorm. des 16. Okt. setzte das feindliche Artilleriefeuer in noch stärkerem Maße wie tags zuvor ein und steigerte sich bald zu bisher noch nicht gekannter Heftigkeit. Verschiedenfach bis zu unserem Drahtverhau vorfühlende russische Patrouillen wurden vertrieben oder abgeschossen. Hindernisse und Gräben waren vollständig zerstört. Um 1 Uhr hörte das Artilleriefeuer auf, eine unheimliche Stille herrschte; 1.45 Uhr setzte es plötzlich von neuem wie rasend wieder ein. Um 2 Uhr brach es wie mit einem Schlage ab und es erfolgte ein Massenangriff der russischen Infanterie, der restlos durch das wieder vorzüglich einsetzende Sperrfeuer der Artillerie und Minenwerfer, sowie durch die Graben= besatzung und M.G. abgewiesen wurde. Bei der 10. Komp. eingedrungenen Feind warf ein schneidig ausgeführter Gegenstoß des Hand= granatentrupps und der Komp. wieder hinaus. Um 3 Uhr begann plötzlich wieder stärkstes Artilleriefeuer, das sich um 3.30 Uhr zu außer= ordentlichem Trommelfeuer steigerte. Als die Artillerie ihr Feuer nach hinten verlegte, stürmte die russische Infanterie abermals in Massen vor, besonders gegen die 5. Komp., wo sie den Durchbruch erzwingen wollte. Sechsmal rannten die Russen mit größter Heftigkeit gegen die Stellung des Regiments an, dreimal drangen sie bei der 12. Komp. ein, um nach kurzer Zeit von der Besatzung unter Führung des Lt. d. Res. Bergmann jedesmal wieder hinausgeworfen zu werden. Alle wütenden Angriffe scheiterten teils vorm, teils im Graben. Als der Feind nach dem letzten vergeblichen Ansturm durch das Feuer aller Waffen abgewiesen in seine Ausgangsstellung zurückflutete, sprang Vizefeldwebel Dietrich 5. Komp. mit seinem Zuge, dem sich die 10. Komp. sofort anschloss, vor, folgte den fliehenden Russen und stürmte mit Handgranaten den feindlichen Graben; bald darauf starb er, von einem russischen M.G.=Geschoß getroffen, den Heldentod; Ehre dem Andenken dieses Helden der Narajowka! Sofort schloss sich das ganze II. Batl. an und drang in die russischen Gräben ein. Die 5. Komp. unter ihrem tapferen Führer Lt. d. Res. Warnick und zwei Züge der 6. Komp. stießen über die Gräben hinaus bis zur Höhe 310, der 3. Zug der 6. Komp. rollte den vor der 7. liegenden russischen Graben, ihn aus der rechten Flanke fassend, nach dem Folw. Piakowa zu auf. In diesem Augenblick griff feindliche Infanterie die 7. Komp. an, wurde aber niedergemacht oder gefangen genommen. Die Kompagnie ging dann mit dem 3. Zuge der 6. Komp. über Piakowa bis zum Südwestrande des Swistelniki=Waldes vor, alle russischen Gräben auf dem Wege dorthin mit Handgranaten säubernd. Hierdurch in den Rücken der westlich Piakowa liegenden feindlichen Linie gelangt, wurden die hier befindlichen Russen in großer Zahl dem noch in seiner Stellung befindlichen Gren.= Regt. 9 in die Arme getrieben. Auch dieses Regiment drang nun bis Piakowa vor, besetzte aber später, um nicht dem Flankenfeuer von der noch in Feindeshand befindlichen Höhe 345 ausgesetzt zu sein, seine alte Stellung wieder, weshalb G.F.R. den linken Flügel seiner neu ge= wonnenen Linie zurückbiegen musste. Folw. Piakowa und Höhe 310 gerieten wieder in die Hand der Russen. Von 3.50 nachm. ab flaute das feindliche Artilleriefeuer allmählich ab und verstummte schließlich ganz. Mit Eintritt der Dunkelheit trat Ruhe ein. Während der Nacht wurde eine neue Linie unter Benutzung alter russischer Gräben ausgehoben, die alte wiederhergestellt. Das Reserve=Batl. (I.) besetzte, als die neue Stellung eingenommen war, die alte Linie mit zwei Kompagnien und gab zwei dem L.I.R. im Jägerwalde für 24 Stunden ab.
Die Beute des Regiments betrug an diesem Tage 21 Offiziere, 927 Mann gefangen, 10 M.G., 3 Minenwerfer; allein vor der Stellung der 9. Komp. lagen am Abend über 300 tote Russen.
Die Lage des Grabes von Albert Krombach ist unbekannt.
Die Todesanzeige für Albert Krombach im Gießener Anzeiger
Der Soldat Adolf Herbst stammte aus der hessischen Stadt Gernsheim und war Student der Rechtswissenschaften (stud. jur.). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 2. Batterie des 241. Feldartillerie-Regiments. Am 30.07.1916 fiel er in der heutigen Ukraine am Stochod.
Die Lage des Grabes von Adolf Herbst ist unbekannt.
Die Todesanteige der Burschenschaft Germania für Adolf Herbst im Gießener Anzeiger
Der Soldat Heinrich Laval stammte aus der hessischen Universitätsstadt Gießen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Sanitäts-Unteroffizier in der 1. Kompanie des 223. Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Hessische Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 03.08.1916 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 30 Jahren.
Im Juli 1916 war das Reserve-Infanterie-Regiment 223 (RIR 223) als Teil der 48. Reserve-Division an der Ostfront im heutigen Westen der Ukraine (damals Galizien) eingesetzt.
Das Regiment stand mitten im Abwehrkampf gegen die massive russische Brussilow-Offensive.
Die Frontlage im Juli 1916
Nachdem das Regiment im Jahr 1915 an den verlustreichen Kämpfen in den Karpaten und der nachfolgenden Gorlice-Tarnów-Offensive teilgenommen hatte, wechselte es ab Spätsommer 1915 in den Stellungskrieg in Ostgalizien.
Einsatzraum: Das Regiment hielt Stellungen im Bereich der Flüsse Strypa und Sereth (westlich von Ternopil).
Der Rückzug: Unter dem enormen Druck der russischen Verbände im Zuge der Brussilow-Offensive mussten die deutschen Einheiten im Laufe des Sommers 1916 ihre vordersten Linien aufgeben. Das RIR 223 war im Juli in schwere, wechselvolle Abwehr- und Rückzugskämpfe verwickelt.
Die Auffanglinie: Die Division zog sich kämpfend nach Westen auf die Verteidigungslinien an der Zlota-Lipa (Goldene Lipa) und der Bystrzyca zurück, um dort die Front mühsam zu stabilisieren.
Das Regiment verblieb nach diesen schweren Sommerkämpfen noch bis zum Frühjahr 1917 an der Ostfront (unterstellt der k.u.k. 3. bzw. 2. Armee), bevor es im Mai 1917 an die Westfront nach Verdun verlegt wurde.
Die Lage des Grabes von Heinrich Laval ist unbekannt.
Die Todesanzeige für Heinrich Laval im Gießener Anzeiger
Der Soldat Willi Pausch stammte aus der hessischen Universitätsstadt Gießen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Musketier in der 9. Kompanie des 224. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.10.1916 verstarb er in einem Feldlazarett, nachdem er zuvor während der Stellungskämpfe an der Bystrzyca schwer verwundet worden war.
Die Lage des Grabes von Willi Pausch ist unbekannt.
Die Todesanzeige für Willi Pausch im Gießener Anzeiger
Der Soldat Kurt Spiegel wurde am 29.09.1891 geboren und lebte in Neurupin im heutigen Bundesland Brandenburg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant der Reserve in der 4. Kompanie des 12. Grenadier-Regiments. Am 29.07.1917 (Regimentsgeschichte: 21.07.1917 – wahrscheinlich richtig!) wurde er im Alter von 25 Jahren während der Durchbruchskämpfe an der Straße Jezierna (ukrainisch: Oserna) – Tarnopol bei Tarnopol in Galizien, der heutigen Ukraine, getötet.
Über den Todestag und die Todesumstände von Kurt Spiegel berichtet die Regimentsgeschichte des 12. Grenadier-Regiments:
„Am 21.07. ging es früh um 5.30 Uhr weiter. Der Feind hatte die Linie Höhe 377 – Elzbietowka – Höhe 363 an der Chaussee nach Tarnopol besetzt. Das I. Bataillon entwickelte sich mit linkem Flügel auf der Chaussee, rechts daneben das Füssilier-Bataillon II./12 folgte hinter der Mitte. Das Füssilier-Bataillon kam flott vor, ohne erheblichen Widerstand zu finden und hatte die Linie Höhe 377 – Elzbietowka bereits um 7 Uhr vormittags erreicht. Das I. Bataillon war bei Höhe 363 auf eine stärkere Stellung des Feindes gestoßen. Beim Angriff hatte besonders die 1. Kompanie nicht unerhebliche Verluste. Die 2. Kompanie ging hinter dem im weiteren Vormarsch verbleibenden Füssilier-Bataillon rechts umfassend gegen den Feind vor und nachdem unsere Artillerie wirksam gefeuert hatte, wurde die Höhe 8.45 Uhr vormittags genommen. Während F. und II. sich an die Chaussee heranzogen, ging das I. Bataillon mit der 1. Kompanie rechts, der 2. Kompanie links der Straße weiter vor, kam aber in ein außerordentlich starkes Maschinengewehr-Feuer. Gleich darauf griff der Russe in sieben Wellen mit vier Panzer-Autos auf der Straße an. Die 4. Kompanie wurde zur Verstärkung der 1. Kompanie eingesetzt, während die 3. Kompanie nach rechts herausgeschoben wurde, um die Flanke zu sichern. Der feindliche Angriff brach im wohlgezielten Feuer der Grenadiere zusammen.
Auf Befehl der Division sollte das Regiment von der Straße nach rechts abbiegen und auf Dolzanka vorgehen, aber der feindliche Widerstand war nicht so schnell zu brechen, obgleich unser Artillerie-Feuer gut lag. Das II. Bataillon wurde rechts vom I. eingesetzt und ging mit 5. und 6. Kompanie in vorderer Linie vor, dahinter 7. hinter 6., 8. hinter 5. Die 9. Kompanie wurde dem I. Bataillon zur Verfügung gestellt, das nun auch seine 3. Kompanie einsetzen konnte.
Um 1 Uhr trat der Russe nochmals zum Gegenstoß an, aber die 4. Kompanie warf sich ihm mit Hurra entgegen und schlug ihn zurück. Inzwischen hatte auch die rechts von uns kämpfende 22. Infanterie-Division Gelände gewonnen, und nun verließ der Feind fluchtartig seine Stellungen unter schweren Verlusten. Im flotten Draufgehen wurde Dolzanka erreicht. Das I. Bataillon besetzte die Höhen 316 und 313 jenseits des Dorfes, rechts anschließend das II. Bataillon die Höhen 368 und 363. Das Füssilier-Bataillon hinter dem II.
4.15 Uhr nachmittags wurde weiteres Vorgehen in derselben Gliederung befohlen, linker Flügel des I. Bataillons gegen Janowka. Nachdem die Bewegung angetreten war, kam aber ein neuer Divisionsbefehl, nach dem das Regiment Hand auf die Eisenbahn bei Seredniki legen sollte. Das II. Bataillon zog sich daher etwas nach rechts, das Füssilier-Bataillon wurde wieder rechts neben dem II. eingesetzt, und I. folgte hinter der Mitte. Ohne auf den Feind zu stoßen, wurde die Bahn 11.15 Uhr nachts erreicht. Die 10. Kompanie besetzte die Höhe 362 gegenüber Seredniki, 12., 11. und 9. Kompanie in zweiter Linie. Verbindung mit 22. Infanterie-Division wurde hergestellt. Links neben dem Füssilier-Bataillon besetzte das II. Bataillon mit 8., 7. und 5. Kompanie die Höhen bis zur Kuppe 351, 6. Kompanie hinter der Mitte. Anschluss an Leib-Regiment. Das I. Bataillon blieb südlich Poczapince.“
Die Lage des Grabes von Kurt Spiegel ist unbekannt.
Der Soldat Sebastian Höcker wurde am 26.07.1893 in Berg geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Dorfen, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 2. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.06.1915 wurde er bei Lemberg in der heutigen Ukraine schwer verwundet und verstarb am 26.06.1915 im Alter von 21 Jahren im Lazarett Braunschweig.
Über den Tag seiner schweren Verwundung und die Umstände berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Reserve-Infanterie-Regiment 19 erreichte am 16.06. 1 Uhr vormittags den Ostrand von Staresiolo; Patrouille von II./R. 19 fand M. H. J. H. nördlich Staresiolo frei vom Gegner, worauf befehlsgemäß II./R. 19 etwa 4 Uhr früh genannten Punkt besetzte und mit der 5. und 8./R. 19 vom Nordwestrand von Zabiala bis Nordrand von M. H. Front nach Nordwesten sicherte, während I./19. sich an die Südwestecke von Mola Olescace verschob, um von dort mit 3., 2., 4. in vorderer, mit 1. und Maschinengewehr-Zug Kein in 2. Linie in Wellen über das leicht abfallende, völlig offene Gelände sprungweise nach Zabiala vorzugehen. Leider wurde von den Russen dieses Unternehmen rechtzeitig erkannt. Es btraten durch deren starkes Schrapnell-Granatfeuer in kurzer Frist schwere Verluste ein.
Man begrub Sebastian Höcker auf dem evangelisch-lutherischen Friedhof in Braunschweig in Abteilung 66, Grab 144.
Sterbebild von Sebastian HöckerRückseite des Sterbebildes von Sebastian Höcker