Sonderbeitrag: Sammy Rothenberger

Der jüdische Soldat Semmy Rothenberger wurde am 24.07.1883 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 8. Kompanie des 116. Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde am 24.09.1914 bei Servon schwer verwundet. Am 26.09.1914 verstarb er im Alter von 31 Jahren im Kriegslazarett 1 des XVIII. Armee-Korps in Sedan.

Man begrub Semmy Rothenberger auf dem jüdischen Teil des Neuen Friedhofs in Gießen.

Die Todesanzeige für Sammy Rothenberger im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.941: Johann Hackl

Der Soldat Johann Hackl stammte aus der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub und war der Sohn eines Schuhmachermeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 7. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 28.03.1916 verstarb er im Alter von 32 Jahren in Frankreich (Lothringen) in einem Kriegslazarett, nachdem er durch einen Granatsplitter schwer verwundet worden war.

Man begrub Johann Hackl auf dem Soldatenfriedhof Briey in Block 3, Grab 217.

Seine Heimatgemeinde Bad Kohlgrub gedenkt Johann Hackl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/bad-kohlgrub_kirche_lk-garmisch-partenkirchen_1870_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Johann Hackl
Rückseite des Sterbebildes von Johann Hackl

Sonderbeitrag: Wilhelm Feller

Der Soldat Wilhelm Feller stammte aus der hessischen Stadt Lollar. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann und Kompanieführer in der 6. Kompanie des 112. Infanterie-Regiments. Am 21.08.1914 (Regimentsgeschichte und Volksbund: 20.08.1914) fiel er während der Kämpfe in Lothringen nahe der Ortschaft Saarburg (französisch: Sarrebourg).

Über den Todestag und die Todesumstände von Wilhelm Feller berichtet die Regimentsgeschichte des 112. Infanterie-Regiments:

„20. August: Allgemeine Lage: Der Feind war der ausweichenden 6. Armee nur langsam und zögernd gefolgt. Um Klarheit zuschaffen, ob ein feindlicher Hauptangriff durch Lothringen bevorsteht, entschließt sich der Führer der 6. Armee mit 6. und links anschließender 7. Armee zum Angriff überzugehen. 9:15 vorm. entwickelt sich das Regiment zum Angriff. RechterFlügel geht auf Kapelle südlich Saarburg, linker Flügel auf Kirchturm Bühl. Es sind eingesetzt: rechts III., links II., I. folgt hinterder Mitte. Beim Ueberschreiten des Bahndammes ostwärts Saarburg erhalten die Kompagnien Infanteriefeuer aus Richtung Riedinger Bahnhof. Der Angriff geht zunächst durch den Wustholz Wald durch und dann gegen Bühl. 1:45 ist der Ort Bühl, den der Feind heftig verteidigte, genommen und 100 Gefangene gemacht. Mit neugeordneten Verbänden steht das Regiment 3:00 nachm. am Westrand Bühl, die Reserve am Nordausgang des Ortes. Gegen 5:30 nachm. geht der Angriff auf die Höhen südlich Saarburg weiter. Der rechte Flügel des Regiments an der Straße Bühl, Saarburg erhält heftiges Infanteriefeuer aus den Kasernen und Friedhof Saarburg. 2 Kompagnien des Reserve-Bataillons werden am rechten Flügel eingesetzt, der Angriff geht langsam weiter. UmSaarburg wird vom I. Bahr. A.K. noch hart gekämpft. Endlich ist Saarburg genommen, die feindliche Infanterie geht hinter die Höhen südlich Saarburg zurück. Das Regiment erhält 6:40 nachm. den Befehl sich hinter der Höhe dicht südlich Saarburg zu sammeln. Während des Sammelns erfolgt ein feindlicher Gegenangriff vom Mückenhof und dem Rhein-Marne-Kanal her, der unter schwerenVerlusten für den Feind abgewiesen wird. Die Nacht verbringt das Regiment auf dem Sammelplatz. Auf der ganzen Linie zwischen Metz und den Vogesen waren die Franzosen geworfen. Die 6. und 7. Armee setzen am folgenden Tagdie Verfolgung fort.“

Man begrub Wilhelm Feller auf dem Soldatenfriedhof Plaine-de-Walsch in Grab 39.

Die Todesanzeige für Wilhelm Feller im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Heinrich Dern

Der Soldat Heinrich Dern stammte aus Langsdorf, einem Stadtteil der hessischen Stadt Lich. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 1. Kompanie des 87. Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit der Hessische Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 21.08.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun. Er wurde während der Kämpfe im Chapitre-Wald – der Souville-Schlucht – und Bergwald getötet.

Die Lage des Grabes von Heinrich Dern ist unbekannt.

In seinem Heimatort Langsdorf gedenkt man Heinrich Dern noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/langsdorf_stadt-lich_lk-giessen_wk1_wk2_hs.html

Die Todesanzeige des Turnverein Lich-Langsdorf für Heinrich Dern im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag Walter von Petersdorff

Der Soldat Walter von Petersdorff wurde am 23.03.1863 in Pommern geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberst und Regimentskomandeur im 143. Infanterie-Regiment. Am 20.08.1914 fiel er bei Hommarting, Vallerysthal, Saarburg.

Über den Todestag und die Todesumstände von Walter von Petersdorff berichtet die Regimentsgeschichte des 143. Infanterie-Regiments:

Nach dem Vormarsch von Romansweiler über Dagsburg am 19. August 1914 war es zum Gefecht nicht mehr gekommen. Das Regiment bezog gegen Abend, nachdem es der schweren Artillerie beim Instellunggehen auf dem Mühlkopf behilflich gewesen war, befehlsgemäß die Höhe von Hommert. Den Franzosen war dies nicht entgangen; sie warfen eine Anzahl Granaten nach Hommert hinein, die jedoch keine Verluste verursachten. Das Regiment biwakierte zum größten Teil auf hartem Boden; die Nacht war kalt und unbehaglich; zu essen gab es auch nichts. Mit einbrechender Dunkelheit hatte das Granatfeuer der Franzosen fast ganz aufgehört und wurde auch in den Morgenstunden des 20. August zunächst nicht wieder aufgenommen. Über den 20. August 1914 entnehmen wir dem Brigadegefechtsbericht vorweg:

„Die 30. I.D. hatte den Befehl Ballersthal–Walscheid anzugreifen und ging vor: rechts mit der 60. Inf.Brig., links mit der 85. Inf.Brig. Die 60. Inf.Brig. rechts vom J.R. 143 durch den Föhrenwald, links davon mit dem J.R. 99 über den Bach bei der Mühle. Es entwickelte sich ein schweres Gefechtstreffen! Das Vorgehen war schwierig, da sich der Feind im Föhrenwald festgesetzt hatte. Die 60. Inf.Brig. hatte nur die leichte Feldhaubitzen‑Batterie Frhr. v. d. Decken, die in überaus schwieriger Stellung war, zur Verfügung. Das Regiment war mit seinen Kräften zum Aufmarsch gekommen, so daß die 60. Inf.Brig. bei diesem Angriff wenig von ihr bemerkte. Rechts der 60. Inf.Brig. kämpfte die 56. Inf.Brig., General Freyer vom XIV. A.K., mit der wir getreue Gefechtsverbindung hielten. Im Föhrenwald in der Nähe des Brig.Stabs. General von Altfrod fiel der tapfere Kommandeur des J.R. 143, Oberst von Petersdorff. Der Feind wurde geworfen. Die 60. Inf.Brig. erreichte gegen Abend etwa den Abschnitt Ballersthal–Walscheid. Die 85. Inf.Brig. war noch weiter zurück. Am späten Nachmittag befahl der Kommandeur der 60. Inf.Brig., General von Altfrod, durch Meldegänger: „Die 60. Inf.Brig. sammelt sich in Richtung Forsthaus Streithaus und bezieht für abends Lager. Die 60. Inf.Brig. mit Teilen der 56. Inf.Brig. stand alsbald im Grunde zwischen Ballersthal und Walscheid an dem westwärts aufsteigenden Rande des Walscheider Waldes. Dort hatte der Obstlt. d. Res. von Leyden im schneidigen Angriff den Feind verlassen. Bei Gefechte nebst einigen Pferden festgestellt. Eine Mühle brannte. Hier sammelte sich die Division. Die 60. Inf.Brig. belegte Ballersthal, Dreibrunnen und Birkirch. Die Verfolgung unterbrechend, biwakierte sie in der Nacht des 20./21. 8. 14 bei den befohlenen Ortsabschnitten rechts ab, wo sie bei Dunkelheit eintraf, gegen 8 Uhr abends. 21. 8. 14 wurde vom J.R. 143 (Birkirch) gemeldet, daß es in Gefechtsfühlung mit dem Feinde stehe.“ (General von Altfrod.)

Aus dem nebligen Morgen entwickelte sich bald ein herrlicher, warmer Sommertag. Der Feind hatte sich während der Nacht in seiner Stellung am Hochwald–Ballersthal–Bierthals–Albertweiler eingegraben. Um 8 Uhr früh hörten wir lebhaftes Gewehrfeuer im Föhrenwald, wo sich vorgeschobene Teile des J.R. 99 befanden. Für den 20. August war der Angriff der 6. und 7. Armee im Raume Gondrexange—Vogesen befohlen, linker Flügel XIV. A.K. von St. Louis—Gunzweiler auf Hochwalsch, XV. A.K. gegen die Linie Vallerysthal — St. Léon. Das Regiment 143, auf dem rechten Flügel des XV. A.K., hatte den Gefechtsstreifen Nordausgang Hommert — Südrand Föschenwald — Nordrand Glashütte (rechter Flügel), Südrand Hommert — Großmatt — Südrand Vallerysthal (linker Flügel). Links anschließend daran J.R. 99. Dem Brigadebefehl gemäß stellte sich das Regiment um 10 Uhr vorm. zum Angriff bereit: II./143 am Südostrand des Föschenwaldes, links davon am Wege Hommert—Sitifort III./143. Das I./143, das am Tage vorher Artilleriebedeckung gewesen war, war zunächst noch zur Verfügung des Div.Kdrs. südöstl. Hommert geblieben. Es konnte erst später bei III./143 ins Gefecht eingreifen und machte den Angriff bis Sitifort mit. Die M.G.K. verblieb bis zum Antreten des Regiments zum Angriff, der um 11 Uhr vorm. erfolgen sollte, in Hommert.

Lautlose Stille. — Die Uhr von Hommert schlägt elfmal. Auf den letzten Glockenschlag stürzt die 12. Komp. die Abhänge von Hommert herunter und ersteigt in knapp 30 Minuten die gegenüberliegenden, mit schußfertiger Artillerie bespickten Höhen. Sofort nach Beginn des deutschen Angriffs stürzten die Franzosen an ihre Geschütze. Der östliche Teil des Föschenwaldes und Hommert wurden mit Granaten überschüttet*). Im Verhältnis hierzu waren die Verluste zunächst gering, und in herrlicher Ruhe und Kaltblütigkeit begannen die Bataillone ihre Vorwärtsbewegung.

Als die 5./143 die Höhe 396 südl. Föschenwald gewonnen hatte, steigerte sich das fdl. Feuer zu größter Heftigkeit, und die Verluste vermehrten sich. Eine Granate schlug in einen geschlossenen Teil der 8./143 ein und richtete viel Unglück an. Mit Hilfe von Teilen des III. Btls. wurden am Wege hart südlich Forsthaus Föschen leichte Haubitzen in Stellung gebracht. Die der 12. Komp. folgenden Komp. des III./143 hatten ebenfalls schwere Verluste, u. a. fielen gleich beim ersten Vorgehen Hptm. Heydemann (9. Komp.) und der Adjutant des III. Btls., Lt. Jentzsch. Mittlerweile war es gegen 12,30 Uhr mittags. Das Regiment hatte die Höhe 396 und das Gelände nördl. und südl. davon gewonnen. Für ein weiteres Vorgehen sollte zunächst das Herankommen des XIV. A.K. abgewartet werden. Somit trat jetzt eine etwa zweistündige Gefechtspause ein, während der der Feind den Föschenwald unausgesetzt mit Granaten abstreute.

Um 2,30 Uhr meldete der Rgts. Adj., Lt. Richter, das Herankommen des XIV. A.K. über Gunzweiler. Oberst von Petersdorff befahl den Angriff fortzusetzen und verabschiedete sich noch mit einem Scherzwort von dem vorgehen den Kommandeur des II. Btls. In kräftigem Vordringen gelangte II./143 durch den Föschenwald und den tiefen Grund bei Stobberg auf die Höhe 363 bei Hochwalsch. Es versuchte in raschem Sprung Gelände zu gewinnen, in heftigem Gewehrfeuer aus Richtung der Höhe 357 bei Hochwalsch. In diesem Augenblick erhielten die vorspringenden Schützen auch heftiges Gewehrfeuer aus Süden von den Höhen westl. Vallerysthal herab. Der Bataillons-Kommandeur schwenkte nun mit einem Teil des Bataillons nach Süden ein unter teilweiser Besetzung eines eben verlassenen frz. Schützengrabens. Hier lag das Bataillon in schwerem Feuer von Westen und Norden. Glücklicherweise schoß die frz. Artillerie um etwa 200 m zu weit; auch wurde Hochwalsch bald vom Feind geräumt.

Inzwischen war es 4 Uhr nachm. geworden. Das Feuer aus der Richtung Biberkirch — Harzweiler war sehr heftig. Frz. Infanterie lag auf etwa 1000 m gegenüber. Da kam die Kunde, daß der tapfere Oberst von Petersdorff soeben bei Glashütte gefallen sei*). Oberstlt. Frhr. von Liliencron (Kdr. II./143) übernahm die Führung des Regiments. Inzwischen waren auch das III./143 und Teile des I./143 herangekommen. Der einzige Punkt im Gelände, der etwas Deckung gegen das sehr heftige Feuer bot, war der Grund bei Stobberg. Hier stauten sich jetzt Teile des II./99, der Regimenter 40, 169, 111 und des gleichfalls herangekommenen III./143. Der Regiments-Führer 143 faßte diese Truppen zusammen und stieß mit ihnen nach Vallerysthal hinein, das alsbald vom Feinde geräumt wurde. Hier wurden zunächst die Verbände geordnet. Die Franzosen wichen auf der ganzen Linie zurück. Es war inzwischen 7 Uhr abds. geworden. Durch den Regiments-Adjutanten wurde Verbindung mit der Brigade in Großmatt aufgenommen, wo sich auch I./143 und noch Teile von III./143, die den Angriff auf Sitifort durchgeführt hatten, befanden. Das Regiment erhielt Befehl, Vallerysthal und Dreibrunnen zu besetzen. Die bei Sitifort stehenden Teile des Regiments rückten nach Vallerysthal ab und erreichten gegen Mitternacht die Ortschaft.

Mittlerweile war Oberstlt. Frhr. von Liliencron nach Ordnung der Verbände mit II./99, II. und 11./143 durch Vallerysthal und Dreibrunnen durch nach Biberkirch vorgestoßen und hatte hierbei eine Anzahl Gefangene gemacht. Die Orte waren voll verwundeter Franzosen, und das Vorgehen durch die Dörfer wurde dadurch erschwert, daß sie unter dem Feuer frz. und eigener Artillerie lagen. II./99 hatte die Vorhut, bei der sich auch der Führer J.R. 143 befand. Als diese soeben nach Biberkirch eingebogen war, erhielt sie starkes Infanteriefeuer von den Höhen, die unmittelbar südl. Biberkirch den Ort beherrschten. Schnell wurden die Häuser besetzt und eine starke Besetzung der genannten Höhen durch frz. Infanterie erkannt. Die hereinbrechende Dunkelheit machte dem Feuerkampf bald ein Ende, wenn auch ein latentes Geschieße die ganze Nacht hindurch andauerte, da sich Freund und Feind nur auf wenige hundert Meter gegenüber lagen. Ein Angriff auf diese steilen Höhen aus Dreibrunnen und Biberkirch heraus war unmöglich. II./99 übernahm die Sicherung für die Nacht, während sich J.R. 143 in Dreibrunnen zur Verteidigung einrichtete.

Ein ehrenvoller, schwerer Kampftag war für J.R. 143 zu Ende gegangen, der dem Regiment seinen geliebten, heldenmütigen Kommandeur gekostet hatte. Schwerster Kampf hatte über der Ortschaft, in der das Regiment sich befand, den ganzen Tag über getobt. Die völlig verstörten und verängstigten Bewohner kamen in der Dunkelheit aus ihren Schlupfwinkeln hervor und sorgten nach besten Kräften für die erschöpften und ausgehungerten Truppen. Die Feldküchen wurden herangezogen*).

Nach eingebrochener Dunkelheit trat Ruhe ein, und Sanitätskompanien mit brennenden Fackeln durchstreiften das Schlachtfeld und suchten die Verwundeten.

Man begrub Walter von Petersdorff auf dem Soldatenfriedhof Plaine-de-Walsch in Grab 32.

Das alter Grab von Walter von Petersdorff
Walter von Petersdorff
Walter von Petersdorff

Sonderbeitrag: Oberleutnant Adolf Leib

Der Soldat Adolf Leib stammte aus der hessischen Universitätsstadt Gießen und war kaiserlicher Bankbuchhalter in der Reichsbanknebenstelle in Konstanz . Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant des Reserve und Kompanieführer der 7. Kompanie des  418. Infanterie-Regiments. Eigentlich gehörte er zum 87. Infanterie-Regiment, war aber abgeordnet. Man zeichnete ihn mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Hessischen Tapferkeitsmedaille  aus. Am 25.10.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun in Frankreich.

Man begrub Adolf Leib auf dem Soldatenfriedhof Amel-sur-l’Etang in Block 2, Grab 397.

Die Todesanzeige für Adolf Leib im Gießener Anzeiger

Sonderbeitrag: Der Lehrer Adam Kaiser

Der Lehrer Adam Kaiser stammte aus Langenhain, heute ein Teil der Ortschaft Langenhain-Ziegenberg, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Ober-Mörlen. Er war vermutlich Lehrer in Auerbach, einem Teil der Stadt hessischen Bensheim Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 2. Kompanie des 118. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.09.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren, vermutlich bei der Erstürmung der französischen Stellungen beiderseits der Souville-Schlucht.

Der Sterbeort von Adam Kaiser:

Die Lage des Grabes von Adam Kaiser ist unbekannt.

In seiner Heimatstadt Auerbach gedenkt man Adam Kaier noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/auerbach_stadt-bensheim_kreis-bergstrasse_wk1_hs.html

Die Todesanzeige für den Lehrer Adam Kaiser im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.865: Eduard Wagner

Der Soldat Eduard Wagner wurde am 24.08.1898 in der bayerischen Stadt Straubing geboren und war Praktikant in der Landwirtschaft. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 7. Kompanie des 30. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 09.08.1918 verstarb er nach schwerer Verwundung während der Stellungskämpfe bei Reims im Alter von 19 Jahren im Bezirkskrankenhaus Tuttlingen.

Eduard Wagner dürfte auf einem lokalen Friedhof in Tuttlingen im militärischen Bereich begraben worden sein. Sein Grab existiert sicher heute noch.

Sterbebild von Eduard Wagner
Rückseite des Sterbebildes von Eduard Wagner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.854: Matthias Brams

Der Soldat Matthias Brams stammte aus Dietrichstetten, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kröning, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg dienteb er als Reservist in der 4. Kompanie des 88. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 24.08.1914 fiel er während der Schlacht an der Maas im Alter von 25 Jahren bei Tremblois-lès-Carignan.

Die Lage des Grabes von Matthias Brams ist unbekannt.

Sterbebild von Matthias Brams
Rückseite des Sterbebildes von Matthias Brams

Sonderbeitrag: Karl Predeck

Heute ist der 110. Todestag von Karl Predeck. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Unteroffizier in der Haubitzen-Batterie des 5. Sturm-Bataillon Rohr. Am 07.03.1916 starb er nach schwerer Verwundung während der Schlacht um Verdun bei Mogeville im Lazarett Reserve-Kompanie 19.

Man begrub Karl Predeck zunächst auf dem Friedhof von Mogeville, später bettete man ihn auf de Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in Block 2, Grab 28 um.

Das Grab von Karl Predeck auf dem Friedhof von Mogeville – im Hintergrund das abgeschossene Christusbild