Sonderbeitrag: Hermann Hugo [1870/71]

Der Soldat Hermann Hugo wurde am 02.01.1846 in der Stadt Düsseldorf geboren – heute Landeshauptstadt des Bundeslandes Nordrhein-Westfalen. Im Deutsch-Französischen-Krieg 1870/71 kämpfte er als Secon-Leutnant im 1. Bataillon des 24. Infanterie-Regiments. Am 16.08.1870 fiel er bei Vionville durch einen Kopfschuss. Hermann Hugo wurde 24 Jahre alt.

Man begrub Hermann Hugo auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte.

Das Grab von Adolph Rechtern und Hermann Hugo auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte

Sonderbeitrag: Major Adolph Rechtern [1870/71]

Der Soldat Adolph Ludwig Rechtern wurde am 18.07.1823 geboren und stammte aus Holtorf in Hannover. Im Deutsch-Französischen-Krieg 1870/71 kämpfte er als Major und Kommandeur des 2. Bataillons des 24. Infanterie-Regiments.  Er wurde am 16.08.1870 bei Vionville schwer verwundet und starb an seinen Wunden am 17.08.1870 im Lazarett Tronville.

Man begrub Adolph Rechtern auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte.

In Neurupin in Brandenburg gedenkt man Major Adolph Rechtern noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2024/neuruppin-museum_lk-ostprignitz-ruppin_1864-71_brb.html

Das Grab von Adolph Rechtern und Hermann Hugo auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte

Sonderbeitrag: Das Einigungsdenkmal in Kassel

Bei einem Ausflug nach Kassel, bei dem ich das Museum Grimmwelt besuchte, stieß ich auf das Einigungsdenkmal. Es befindet sich im Murhardpark.

Die Lage des Denkmals:

Das Denkmal geht auf einen Entwurf von Karl Begas zurück, der damit 1895 einen Wettbewerb für sich entschieden hatte. Am 10. Mai 1898 wurde es feierlich enthüllt. Otto Kuntzemüller beschreibt die Anlage im Jahr 1902 ausführlich: Das Monument besteht aus Sandstein aus dem Teutoburger Wald, während der gestufte Unterbau aus deutschem Granit gefertigt ist. Figuren und Reliefs wurden in Bronze gegossen. Insgesamt erreicht das Denkmal eine Höhe von 13 Metern. Es handelt sich um eine Brunnenanlage, weshalb sich zu beiden Seiten des Unterbaus Wasserbecken mit löwenförmigen Wasserspeiern befinden.

Den oberen Abschluss bildet ein Obelisk. Auf der Vorderseite des Stufenbaus stehen zwei überlebensgroße Bronzefiguren: Links die sitzende Muse der Geschichte, vertieft in ein Buch, rechts ein jugendlicher Genius, der das darüber angebrachte Relief Kaiser Wilhelms I. mit einem Lorbeerkranz schmückt. Über dem Kaiserrelief befindet sich die Kaiserkrone in passender ornamentaler Fassung. An den Seitenflächen des Obelisken sind die Porträtreliefs von Otto von Bismarck und Helmuth von Moltke angebracht. Auf der Rückseite findet sich die Widmung „Von H. und J. Wimmel gestiftet“. Die Bau- und Maurerarbeiten führte unter Leitung des Architekten Eubell die örtliche Firma Thiessen aus; der Bronzeguss der Figuren stammt aus der Bildgießerei der Aktiengesellschaft vormals H. Gladenbeck & Sohn in Friedrichshagen.

Am Sockel ist zudem die Inschrift „Zur Erinnerung an die Einigung Deutschlands 1870–1871“ angebracht. Daher wurde das Monument häufig als Sieges- oder Einigungsdenkmal bezeichnet. Gleichzeitig setzte sich bereits früh die heute gebräuchliche Bezeichnung „Wimmel-Denkmal“ bzw. „Wimmel-Brunnen“ durch, die auf den Kasseler Stifter verweist.

Die ursprünglichen Bronzefiguren gelten heute als verloren; die Medaillons wurden 1983 neu gegossen. Bis 1965 stand das Denkmal auf dem Brüder-Grimm-Platz, bevor es in den nahegelegenen Fürstengarten versetzt wurde.

Das Einigungsdenkmal in Kassel – Helmuth von Moltke
Das Einigungsdenkmal in Kassel mit der Inschrift „ZUR ERINNERUNG AN DIE / EINIGUNG DEUTSCHLANDS / 1870–1871“
Das Einigunsdenkmal in Kassel mit dem Bildnis Kaiser Wilhelm I.
Das Einigungsdenkmal in Kassel mit dem Bildnis Otto von Bismarcks

Sonderbeitrag: Das Denkmal für Wiehelm Mathes (1870/71)

Bei einem Fahrradausflug nach Bettenhausen, einem Ortsteil der hessischen Stadt Lich, stieß ich auf ein Denkmal für den Soldaten Wiehelm Mathes, das sich auf dem Friedhof des Dorfes befindet. Wiehelm Mathes wurde am 01.12.1847 geboren, kämpfte im Deutsch-Französischen-Krieg 1870/1871, und fiel am 18.08.1870 bei Gravelotte.

Das Denkmal für Wiehelm Mathes auf dem Friedhof in Bettenhausen
Das Denkmal für Wiehelm Mathes auf dem Friedhof in Bettenhausen
Das Denkmal für Wiehelm Mathes auf dem Friedhof in Bettenhausen

Das Denkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71 in Lohr am Main

Das Denkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71 in Lohr am Main befindet sich an der St. Michael hier. Auf der Gedenktafel gedenkt man:

Mader, Josef, Soldat in der 7. Kompanie des 4. bayerischen Infanterie-Regiments, verwundet am 04.09.1870 bei Bitsch, gestorben am 06.09.1870 zu Zweibrücken;

Keppler, Johann August, Gefreiter in der 4. Kompanie des bayerischen Infanterie-Leib-Regiments, verwundet am 01.09.1870 bei Sedan, Inhaber des bayerischen Verdienstkreuzes;

Schwind, Johann Josef, Corporal des 27. Landwehr-Bataillons, gefallen am 23.10.1870 bei Saarburg;

Stenger, Anton, Soldat des 10. bayerischen Jäger-Bataillons, gefallen am 01.11.1870 in Sezanne;

Hepp, Anton, von Hessenthal, Soldat in der 3. Kompanie des 9. bayerischen Infanterie-Regiments, verwundet am 13.10.1870 vor Paris, gestorben am 22.01.1871 zu Lagny.

Das Denkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71 in Lohr am Main
Das Denkmal für die Gefallenen des Krieges 1870/71 in Lohr am Main

Sonderbeitrag: Carl Friedrich Lucas von Tauentzien

Der Soldat Carl Friedrich Lucas von Tauentzien wurde am 01.04.1844 in Balkow geboren. Im Deutsch-Französischen-Krieg kämpfte er als Seconde-Leutnant im 2. brandenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 12. Am 29.08.1870 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Charny-sur-Meuse.

Man begrub Carl Friedrich Lucas von Tauenzien auf dem Soldatenfriedhof Metz Chambiere in Block 1.

Auf seiner Grabplatte ließen seine Eltern den Spruch Gedenkplatte der Eltern „Dulce et decorum est pro patria mori“ eingravieren.

Das Grab von von Hermann Barnim Otto Tobias von Haslingen und Carl Friedrich Lucas von Tauentzien

Sonderbeitrag: Hermann Barnim Otto Tobias von Haslingen

Der Soldat Hermann Barnim Otto Tobias von Haslingen wurde am 08.03.1841 in Berlin, der Haupstatdt des Königreichs Preußen, geboren. Im Deutsch-Französischen-Krieg kämpfte er als Premier-Leutnant im 2. brandenburgisches Dragoner-Regiment Nr. 12. Am 29.08.1870 fiel er im Alter von 29 Jahren bei Charny-sur-Meuse.

Man begrub Hermann Barnim Otto Tobias von Haslingen auf dem Soldatenfriedhof Metz Chambiere in Block 1.

Das Grab von von Hermann Barnim Otto Tobias von Haslingen und Carl Friedrich Lucas von Tauentzien

Sonderbeitrag: Das Denkmal in Gießen-Wieseck für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71

Das Denkmal in Gießen-Wieseck für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 steht auf dem örtlichen Friedhof.

Musketier Balthasar Damm, 116. Infanterie-Regiment, 2. Kompanie, gestorben am 25.08.1870 in Verneville, Krankheit

Heinrich Seipp, am 18.11.1870 in Frankfurt.

Gefreiter Wilhelm Bellof, 116. Infanterie-Regiment, 4. Kompanie, gefallen am 25.11.1870 in Pont Mousson, Krankheit.

Heinrich Walther, in Orleans.

 

Das Denkmal für die Gefallenen im Deutsch-Französischen Krieg 1870-71

Sonderbeitrag: Die Gefallenen der Stadt Gießen 1870/71

An der Kapelle des Neuen Friedhofs in Gießen hängt eine Gedenktafel der hessischen Stadt Gießen für ihre gefallenen Bürger im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71.

Folgende Gefallene sind auf der Tafel verewigt:

  • Georg Gail, Leutnant der Reserve im 2. Infanterie-Regiment, verwundet am 18.08.1870 bei Gravelotte-St. Privat, gestorben am 17.10.1870 in Mannheim;
  • Reinhard Frank, Leutnant der Reserve, 1. Jäger-Bataillon, gefallen am 18.08.1870 bei Gravelotte-St. Privat;
  • Wilhelm Henkel, Gardejäger, 1. Jägerbataillon, verwundet am 18.08.1870 bei Gravelotte-St. Privat, gestorben am 05.09.1870 in Amanvillers;
  • Emil Bach, Musketier, 3. Infanterie-Regiment, gefallen am 18.08.1870 bei Gravelotte-St. Privat;
  • Adolf Ihrig, Musketier, 4. Infanterie-Regiment, gefallen am 29.11.1870 bei Coulours;
  • Major Griff, 1. Bataillon des 2. Infanterie-Regiments, verwundet am 18.08.1870 bei Gravelotte-St. Privat, gestorben am 19.08.1870;
  • Hauptmann Weber, 2. Kompanie des 2. Infanterie-Regiments, gefallen am 31.12.1870;
  • Oberleutnant Wissner, 7. Kompanie des 2. Infanterie-Regiments, verwundet am 18.08.1870 bei Gravelotte-St. Privat, gestorben am 26.08.1870 in Gießen;
  • Leutnant Steinberger, 4. Kompanie des 2. Infanterie-Regiments, gefallen am 18.08.1870 bei Gravelotte-St. Privat;
  • Leutnant der Reserve Kullmann, 6. Kompanie des 2. Infanterie-Regiments, verwundet am 18.08.1870 bei Gravelotte-St. Privat, gestorben am 05.09.1870 in Altenstadt.

Die 7 gefallenen Unteroffiziere und 100 Mann des 2. Infanterie-Regiments werden nicht namentlich genannt, ebenso wenig wie die vermissten 12 Soldaten des Regiments.

 

Gedenktafel der Stadt Gießen für die Gefallenen des Deutsch-Französischen-Krieges