Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 379: Ludwig Seemüller

Der Infanterist Ludwig Seemüller stammte aus Hauserdörfl und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 7. Kompanie des 18. Infanterie-Regiments. Am 07.05.1915 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Metzeral im Münstertal in den Vogesen.

Ludwig Seemüller wurde auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab beigesetzt.

Sterbebild von Ludwig Seemüller
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Seemüller

 

Der theoretische Weg von Ludwig Seemüller von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Christopher Clark: Kaiser Wilhelm II. | Literaturempfehlung

 

Christopher Clark folgt der Karriere des letzten deutschen Kaisers : die schwierige Jugend bei Hof, die Etablierung seiner Macht sowie seine politischen Auseinandersetzungen und Ziele. Mit dem Ersten Weltkrieg und der Niederlage des Deutschen Reichs, endet auch die Herrschaft Wilhelms II. Der Kaiser dankt ab und muss den Rest seines Lebens im Exil verbringen. Clarks sorgfältig recherchiertes Buch bietet eine neue, zuweilen durchaus provokative Interpretation des kontroversen Monarchen und seiner dreißig Jahre währenden Regentschaft.

Hätte Deutschland einen anderen Weg eingeschlagen, wenn ein anderer Herrscher als Wilhelm II. das Land ins 20. Jahrhundert geführt hätte? Inwieweit prägte seine Persönlichkeit die deutschen Geschicke?

Christopher Clark nimmt zunächst Wilhelms Kindheit und Jugend in den Blick. Vater und Großvater, und damit zwei politische Lager – das progressive und das reaktionäre – stritten um die Erziehung des Prinzen. 1888 folgte Wilhelm seinem Vater auf den Thron. Clark untersucht Wilhelms außen- wie innenpolitisches Wirken und betrachtet schließlich auch dessen Rolle im Sommer 1914.

Nach dem verlorenen Krieg und seiner Abdankung wurde Wilhelm II. zum Objekt des Hasses. Und noch heute ist sein Image weitgehend negativ. Clarks Ziel ist es nicht, Wilhelm II. zu rehabilitieren. Und doch fragt er zu Recht, ob die Geschichtsschreibung nicht zu einer Dämonisierung des letzten deutschen Kaisers beigetragen hat.

Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog | Buchempfehlung

 

Ein für mich wichtiges Buch ist das Werk von Christopher Clark “Die Schlafwandler: Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog” In kurzweiliger Weise berichtet er, wie es zu der großen Katastrophe des Ersten Weltkriegs kommen konnte. Es ist sachlich sehr fundiert und zeigt auf, wie perfide es war, Deutschland im Versailler Vertrag zu zwingen, die alleinige Kriegsschuld anzuerkennen. Hier der Klappentext:

Bahnbrechende neue Erkenntnisse über den Weg in den Ersten Weltkrieg 1914

Lange Zeit galt es als ausgemacht, dass das deutsche Kaiserreich wegen seiner Großmachtträume die Hauptverantwortung am Ausbruch des Ersten Weltkriegs trug. In seinem bahnbrechenden neuen Werk kommt der renommierte Historiker und Bestsellerautor Christopher Clark (Preußen) zu einer anderen Einschätzung. Clark beschreibt minutiös die Interessen und Motivationen der wichtigsten politischen Akteure in den europäischen Metropolen und zeichnet das Bild einer komplexen Welt, in der gegenseitiges Misstrauen, Fehleinschätzungen, Überheblichkeit, Expansionspläne und nationalistische Bestrebungen zu einer Situation führten, in der ein Funke genügte, den Krieg auszulösen, dessen verheerende Folgen kaum jemand abzuschätzen vermochte. Schon jetzt zeigt sich, dass »Die Schlafwandler« eine der wichtigsten Neuerscheinungen zum 100. Jahrestag des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs sein wird.

 

 

Literaturempfehlung: Deutsche Kriegsgreuel 1914. Die umstrittene Wahrheit

Die »deutschen Kriegsgreuel« von 1914. Lange galten sie als erfundene Propaganda der Alliierten ebenso lange war man in Deutschland davon überzeugt, dass in Belgien und Nordfrankreich Zivilisten als Vergeltung für »Franktireurangriffe« getötet worden waren. In ihrer preisgekrönten Studie zeichnen John Horne und Alan Kramer den Ablauf der deutschen Invasion präzise nach und belegen die Tötung von mehr als 6000 belgischen und französischen Zivilisten durch deutsche Truppen. Doch nicht nur die Ereignisse von 1914 selbst, sondern auch die Entstehung konträrer Darstellungen, Deutungen und Mythen der Kriegsgegner werden vergleichend rekonstruiert und analysiert. Die Autoren beleuchten auch die Auseinandersetzungen der Kriegskontrahenten um die Deutungshoheit, die damit verknüpften Erinnerungskulturen und deren Einfluss auf die Weltpolitik der Nachkriegszeit. Angesichts der aktuellen Debatten um das Kriegs- und Völkerrecht sind ihre Einschätzungen zu möglichen Kontinuitäten in der deutschen Militärtradition und der nationalsozialistischen Kriegführung im Zweiten Weltkrieg von großer Relevanz.

Ich kann diese Lektüre nur wärmstens empfehlen!

 

Die Fürstengruft in Weilburg

An jedem 17.11. eines Jahres ist die Fürstengruft in der Weilburger Schlosskirche geöffnet. In dieser Gruft unter dem Alter befinden sich die Särge mit den sterblichen Überresten der nassauischen Herrscher. Eine Besonderheit ist, dass diese Gruft exterritoriales Gebiet ist. Diese paar Quadratmeter gehören also nicht zur Bundesrepublik Deutschland, sondern zu Luxemburg. Dies hängt damit zusammen, dass die Nachkommen der einstigen Herrscher von Weilburg und Nassau die Staatsoberhäupter von Luxemburg wurden. Aktuell regiert      Großherzog Henri von Nassau-Weilburg (Heinrich I.).

Sarg 1: Elisabetha, *1579 +1655
Sarg 2: Johann Casimir, *1577 +1602
Sarg 3: Anna Maria, *1610 +1656
Sarg 4: Ernst Casimir, *1607 +1655
Sarg 5: Johann Ernst, *1664 +1719 (1675 – 1719)
Sarg 6: Maria Christiana, *1666 +1734
Sarg 7: Karl August, *1685 +1753 (1719 – 1753)
Sarg 8: Henrietta, *1726 +1757
Sarg 9: Polycena, *1663 +1725
Sarg 17: Philipp, *1597 +1621
Sarg 18: Unbekannt
Mitte: Wilhelm, *1852 +1912
Mitte: Adolf, *1817 +1905 (1839 – 1866)
Mitte: Adelheid, *1833 +1916
Mitte in einem gemeinsamen Sarg: Franz, *1859 +1875
Mitte in einem gemeinsamen Sarg: Friedrich, *1854 +1855
Mitte in einem gemeinsamen Sarg: Marie, *1857 +1857
Sarg 11: Wilhelm, *1792 +1839 (1816 – 1839)
Sarg 12: Luise, *1794 +1825
Sarg 13: Friedrich Wilhelm, *1768 +1816 (1788 – 1816)
Sarg 14: Luise Isabella, *1772 1827
Sarg 15: Carl, *1775 +1807
Sarg 16: Marie, *1764 +1803
Sarg 19: Friedrich, *1640 +1675 (1655 – 1675)
Sarg 20: Anna, *1593 +1616
Sarg 21: Magdalena, *1580 +1658
Sarg 22: Moritz, *1820 +1850
Sarg 23: Marie, *1822 +1824
Sarg 24: Auguste, *+ 1814
Sarg 25: Auguste, *1794 +1796

In einem Sammelbehälter:
Sarg 10: Prinzessin, *+1830
Sarg 26: Wilhelm der Jüngere, *1823 +1828
Sarg 27: Wilhelm der Ältere, *1819 +1823

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Eingang zur Fürstengruft unter dem Altar der Schlosskirche
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Sammelbehälter für Särge

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Sarg von Johann Ernst

 

Erster Weltkrieg : 12.000 jüdische Soldaten fielen für Deutschland

In Die Welt erschien heute ein ausgezeichneter und informativer Artikel über die Rolle jüdischer Soldaten im Ersten Weltkrieg. 12.000 jüdische Kämpfer fielen für ihre Heimat Deutschland. Dreizehn Jahre später begann als “Dank” ihre Entrechtung und schließlich die systematische Vertreibung und Ermordung. Nicht selten wurden Männer deportiert und ermordet, die für Deutschland im Ersten Weltkrieg ihre Gesundheit gelassen hatten. Eine Schande ist dies, wie ich finde.

Jeder, der die deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkriegs besucht, kann sich übrigens recht schnell einen Überblick über den Anteil jüdischer Soldaten verschaffen. Man erkennt ihre Gräber sofort daran, dass sie nicht mit einem Kreuz sondern einer Stele gekennzeichnet sind. Bei meinen Besuchen fand ich den Anteil jüdischer Gefallener im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich hoch.

Ehre und Andenken auch den jüdischen Gefallenen!

Erster Weltkrieg : 12.000 jüdische Soldaten fielen für Kaiser Wilhelm – Nachrichten Geschichte – DIE WELT.

715. Todestag von Adolf von Nassau

Heute jährt sich der Todestag von König Adolf von Nassau. Er war ein berühmter und großartiger Herrscher des Heiligen römischen Reichs deutscher Nation. Er liegt heute Begraben im SpeyererDom.

Genauere Informationen gibt es bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_von_Nassau

Der Spiegel – Geschichte : Das deutsche Kaiserreich

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Soeben ist eine neue Ausgabe der Zeitschrift “Der Spiegel – Geschichte” erschienen. Diesmal ist das deutsche Kaiserreich der Inhalt und liefert ausgezeichnete Beiträge zu Ereignissen und Hintergründen.