Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.475: Josef Söldner

Der Gefreite Josef Söldner stammte aus Vilshofen in Bayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Kompanie des 11. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.09.1914 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Le Fraiteux, einem Ortsteil der Gemeinde Ban-de-Sapt, während der Stellungskämpfe in den mittleren Vogesen in Frankreich.

Man begrub Josef Söldner auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Söldner
Rückseite des Sterbebildes von Josef Söldner

Sonderbeitrag: Otto Kleefeldt

Der Soldat Otto Kleefeldt stammte aus der Reichshauptstadt Berlin. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Füsilier in der 4. Kompanie des 39. Füsilier-Regiments. Am 20.04.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren an der Westfront in Frankreich bei Perthes-lès-Hurlus.

Offiziell ist für Otto Kleefeld keine Grablage bekannt, es liegt jedoch nahe, dass er in dem nur wenige Kilometer von seinem Sterbeort entfernten Soldatenfriedhof Souain begraben wurde. Vermutlich ging die Identität seines Leichnams bei der Zusammenlegung der zahllosen Feldfriedhöfe nach dem Krieg verloren.

Todesanzeige für Otto Kleefeldt in der Berliner Volkszeitung vom 01.05.1915

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.474: Bernhard Sieverding

Der Landsturmmann Bernhard Sieverding wurde am 30.05.1886 in Twistringen bei Syke im heutigen Niedersachsen geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 77. preußischen Infanterie-Regiments. Am 07.12.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren während der Kämpfe an der Aisne bei Colligis durch einen Granatsplitter in den Rücken.

Die Grablage von Bernhard Sieverding ist offiziell unbekannt.

Sterbebild von Bernhard Sieverding
Rückseite des Sterbebildes von Bernhard Sieverding

Sonderbeitrag: Georg Koerber

Der Soldat Georg Koerber stammte aus Berlin-Lichterfelde. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kriegsfreiwilliger in der 8. Kompanie des 48. Infanterie-Regiments. Am 25.04.1915 wurde er bei den heftigen Kämpfen bei Les Éparges südlich Verdun durch einen Halsschuss schwer verwundet. Einen Tag später, am 26.04.1915 verstarb er im Alter von 18 Jahren im Feldlazarett Nr. 3 des 5. Armee-Korps in Hattonville an seiner Verwundung.

Über den Tag der schweren Verwundung von Georg Koerber berichtet die Regimentsgeschichte des 48. Infanterie-Regiments:

„111. und 9. Infanterie-Division haben die Stellungen beiderseits der Grande Tranchée der Colonne im Sturm genommen, dabei 1.600 Gefangene gemacht und 17 Geschütze erobert. 113. Infanterie-Division steht 8 Uhr vormittags zur Verfügung des Armee-Ober-Komandos auf der Grande Tranchée de Colonne, Anfang am Wege St. Remy-les-Palameiy.

Infanterie-Regiment 48 wird auf Befehl des Armee-Ober-Komandos der 111. Infanterie-Division, 221. Infanterie-Brigade unterstellt und erhält 5.50 Uhr nachmittags von letzterer, General von Lüttwitz, den Befehl zum weiteren Vorgehen; die französische Besetzung sei nur schwach, die Aufgabe leicht und dankbar.

Auf dem Wege zum Bereitstellungsplatz treten durch feindliches Schrapnell- und Granatfeuer schon Verluste ein. Es stellt sich heraus, dass die feindliche Linie doch stärker besetzt ist, als angenommen wurde. Eine Orientierung im Walde mit dichtem Unterholz und Gestrüpp bei der inzwischen eingetretenen Dunkelheit ist unmöglich. Deshalb wird im Einvernehmen mit Infanterie-Regiment 76 und Reserve-Infanterie-Regiment 130 ein erneutes Vorgehen erst für den 26.04.1915 5 Uhr vormittags angesetzt. In vorderer Linie befinden sich Infanterie-Regiment 76, III./48, Infanterie-Regiment 130, Lücken in der Besetzung werden nicht festgestellt.“

Man begrub Georg Koerber auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville in Block 24, Grab 437.

Todesanzeige für Georg Koerber in der Berliner Volkszeitung vom 01.05.1915

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.473: Xaver Bertl

Der Bäcker Xaver Bertl wurde am 04.01.1894 in Steingaden in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpft er in der Munitionskolonne 111 des 11. bayerischen Reserve-Feldartillerie-Regiments als Fahrer. Am 24.09.1918 verstarb er im Alter von 24 Jahren im Lazarett Weiler (französisch: Villé) bei Schlettstadt (französisch: Sélestat).

Man begrub Xaver Bertl auf dem Soldatenfriedhof Thanvillé in Block 1, Grab 28.

Sterbebild von Xaver Bertl

Der theoretische Weg von Xaver Bertl von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und Grab:

Sonderbeitrag: Arnold Weikart

Heute und hier einmal wieder ein Beitrag aus meiner laufenden Arbeit als Kostprobe. Es ist eine Todesanzeige der Berliner Volkszeitung vom 01. Mai 1915, die Erich und Otto Wabrowski für ihren gefallenen Freund, Arnold Weikart, aufgegeben hatten:

Der Soldat Arnold Weikart stammte aus der Reichshauptstadt Berlin. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Musketier in der 6. Kompanie des 44. Infanterie-Regiments. Am 01.04.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Stellungskämpfe zwischen Orzyc und Szkwa in Polen.

Die Lage des Grabes von Arnold Weikart ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.

Todesanzeige für Arnold Weikart in der Berliner Volkszeitung vom 01.05.1915

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.472: Wendelin Hipp

Der Soldat Wendelin Hipp wurde am 05.07.1897 in Hinterholz, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bernbeuren, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 29.01.1917 fiel er im Alter von 19 Jahren bei Saint-Mihiel während der Stellungskämpfe im Wald von Apremont und Ailly.

Offiziell ist für Wendelin Hipp keine Grablage bekannt. Entweder ist er noch heute auf dem ehemaligen Schlachtfeld begraben, oder aber wurde auf den Soldatenfriedhöfen Saint-Mihiel oder Troyon anonym in einem Massengrab beigesetzt, weil seine sterblichen Überreste nicht mehr zu identifizieren waren.

Sterbebild von Wendelin Hipp
Rückseite des Sterbebildes von Wendelin Hipp

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.471: Josef Dufter

Der Benediktiner Josef Dufter wurde am 01.03.1890 in Haslach in Oberbayern geboren lebte in der Abtei Schweiklberg und war dort Missionsbruder. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 7. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments als Gefreiter. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse und mit dem bayerischen Militär-Verdienst-Kreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 03.10.1918 fiel er im Alter von 28 Jahren bei Roeselare in Westflandern auf einem Patrouillengang.

Offiziell ist für Josef Dufter keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort wurden seine Regimentskameraden begraben, die im selben Zeitraum fielen, u. a.

  • Gefreiter Georg Biederer, gefallen am 03.10.1918, begraben auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab;
  • Infanterist Paul Hahn, gefallen am 18.10.1918, begraben auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Josef Dufter
Rückseite des Sterbebildes von Josef Dufter

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.470: Georg Höfelschweiger

Der Soldat Georg Höfelschweiger stammte Stallwang in Bayern und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 9. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem   Eisernes Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 15.10.1916 fiel er im Alter von 29 Jahren während der Schlacht an der Somme beim ersten Angriff der Franzosen bei Sailly-Saillisel in Frankreich.

Über den Todestag berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:

15.10.1916 6.15 Uhr abends. Ein starker feindlicher Infanterie-Angriff, mindestens 4 Bataillone sind mit Sicherheit festgestellt, wird vor der Front des 2. Infanterie-Regiments glatt zurückgeworfen, rechts von uns dringt der Angriff inSailly-Saillisel ein. Das Regiment unterstellt dem Kampf-Truppen-Kommandeur Major Freiherr (Otto) von Berchem die 1. Kompanie unseres Regiments, um ihm bei der Säuberung vonSailly-Saillisel frische Kräfte zur Verfügung zu stellen.

Man begrub Georg Höfelschweiger auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in Block 4, Grab 406.

Sterbebild von Georg Höfelschweiger
Rückseite des Sterbebildes von Georg Höfelschweiger

Der tehoeretische Weg von Georg Höfelschweiger von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.469: Georg Haugeneder

Georg Haugeneder stammte aus Kopfsberg  (Ortsteil von Neuburg am Inn) und war Hausbesitzer. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 16. Kompanie des Landwehr-Infanterie-Regiment Parst als Infanterist. Am 29.09.1914 fiel er im Alter von 37 Jahren auf einem Vorposten bei Hartonville.

Offiziell ist für Georg Haugeneder keine Grablage bekannt. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Morhange beigesetzt wurde. Dort ruhen die Gebeine seiner Kameraden des Landwehr-Infanterie-Regiments Parst, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Wehrmann Joseph Herzig, gefallen am 06.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Morhange Block 8 Grab 248;
  • Wehrmann Martin Hierböck, gefallen am 06.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Morhange Block 8 Grab 247;
  • Wehrmann Benno Kainz, gefallen am 15.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Morhange Block 9 Grab 260.

 

Sterbebild von Georg Haugeneder
Rückseite des Sterbebildes von Georg Haugeneder