Der Soldat Karl Kirschbaum stammte aus Hergersdorf, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Schwalmtal. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter der Reserve in der 10. Kompanie des 178. Infanterie-Regiments. Am 20.09.1914 fiel er an der Aisne in Frankreich.
Die Lage des Grabes von Carl Kirschbaum ist unbekannt.
Die Todesanzeige für Karl Kirschbaum im Gießener Anzeiger vom 05.10.1914
Der Soldat Karl Doepfer wurde am 10.12.1893 in der hessischen Universitätsstadt Gießen geboren und war Oberlehrer am Gymnasium Mühlheim an der Ruhr. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der Maschinengewehr-Kompanie des 159. Infanterie-Regiments. Am 17.09.1914 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Ailles an der Aisne.
Die Lage des Grabes von Karl Doepfer ist unbekannt.
Das Sterbebild von Karl Doepfer im Gießener Anzeiger vom 28.09.1914
Der Soldat Heinrich Wenzel (eigentlich „Wenzl“) stammte aus Hader, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott, und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 8. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Nach Verwundung verstarb er am 03.10.1914 im Alter von 24 Jahren im Kriegslazarett in Saint-Quentin.
Man begrub Heinrich Wenzel auf dem Soldatenfriedhof St.-Quentin in Block 2, Grab 286.
Sterbebild von Heinrich WenzelRückseite des Sterbebildes von Heinrich Wenzel
Der Soldat Wilhelm Borchert wurde am 04.02.1885 in Osterode am Harz im heutigen Bundesland Niedersachsen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 8. Kompanie des 92. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.09.1918 fiel er im Alter von 31 Jahren während der Kämpfe an der Aisne. Er wurde bei Anizyn le Chateau getötet.
Man begrub Wilhelm Borchert auf dem Soldatenfriedhof Montaigu I in Block 9, Grab 391.
Der Soldat Joseph Hüttner stammte aus Adlholz, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Hahnbach, und war Webermeister. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 19. bayerischen Armierungs-Bataillons. Am 20.07.1918 fiel er im Alter von 40 Jahren durch eine feindliche Fliegerbombe.
Man begrub Joseph Hüttner zunächst bei Juvigny in der Nähe von Soissons und bettet seine Gebeine später um auf den Soldatenfriedhof Soupir in Block 2, Grab 1.047.
Sterbebild von Joseph HüttnerRückseite des Sterbebildes von Joseph Hüttner
Der Soldat Heinrich Hessen wurde am 27.03.1895 in Lobberich geboren, einem Ortsteil der Stadt Nettetal in Nordrhein-Westfalen.. Im Ersten Weltkrieg diente er als Einjähriger-Gefreiter in der Leibkompanie des 1. Garde-Regiment. Zwischen dem 29.05. und 13.06.1918 fiel er beim Gefecht bei Muret et Crouttes während einer Offensive bis zum Wald von Villers-Cotterêts an der Aisne. Er fiel dabei an der 1. und 2. Pariser Stellung am Qurcq und bei La Ferté-Milon.
Die Lage des Grabes von Heinrich Hessen ist unbekannt.
Der Soldat Viktor Kisters wurde am 02.09.1893 in Mörmter, einem Stadteil der Stadt Xanten (Nordrhein-Westfalen), geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Musketier im 4. Reserve-Ersatz-Regiment. Am 05.05.1917 fiel er im Alter von 23 Jahren bei der Schlacht an der Aisne in Frankreich.
Man begrub Viktor Kisters auf dem Soldatenfriedhof Cerny-en-Laonnois in Block 1, Grab 1.424.
Sterbebild von Viktor KistersRückseite des Sterbebildes von Viktor Kisters
Der Soldat Franz Xaver Stöger stammte aus Westerbuchberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Übersee, und war der Sohn eines Landwirts (Marterbauserssohn). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 12. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem bayerischen Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 21.03.1918 fiel er während der Großen Schlacht in Frankreich nach drei Jahren Kriegsdienst im Alter von 23 Jahren bei Itancourt an der Aisne.
Über den Todestag und die Todesumstände von Franz Xaver Stöger berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am Frühlingsanfang, 21.03.1918, beginnt um 4 Uhr morgens schlagartig die allgewaltige Artillerievorbereitung. Diese Stunden werden für jeden, der sie miterlebt hat, unvergessen bleiben. Die Erde zitterte und stöhnte unter dem Geheul der geschütze und Minenwerfer, die hier in endloser Folge vom kleinsten bis zum größten Kaliber neben- und hintereinander standen. Es war ein Höllenlärm, der in unveränderter Stärke fünf Stunden anhielt. Es war ein Höllenlärm, der in unveränderter Stärke fünf Stunden anhielt. Da viel mit Gas geschossen wurde und das Regiment ganz nahe an der englischen Stellung in den vordersten Gräben zum Angriff bereitgestellt war, hatten die Kompanien bald viel unter Gas zu leiden. Die artilleristische Gegenwirkung war anfangs ziemlich lebhaft, verstummte aber nach etwa einer Stunde vollkommen, ein Zeichen, dass die englischen Batterien gut zugedeckt wurden. In der Begeisterung über das herrliche Schauspiel standen die Leute auf der Berme außerhalb des Grabens und als mitten in dem Schlachtenlärm, der dem einer allgewaltigen Schmiede glich, in der das Glück des Deutschen Reiches geschmiedet wurde, das Telegramm eintraf, dass seine Majestät der Kaiser und Generalfeldmarschall von Hindenburg an der Kampffront eingetroffen seien und die Leitung der Schlacht übernommen hätten, steigerte sich die Siegeshoffnung zur Siegesgewissheit.
In dieser Stimmung verließ das Regiment um 9.15 vormittags die deutschen Gräben bei Itancourt und ging in frischem Tempo unter dem Schutze der Artilleriefeuerwalze zügig vor. Es waren in vroderster Linie rechts das I. Bataillon (Rüßlein), links das III. Bataillon (Schobert). Das II. Bataillon (Lauenstein) folgte dicht auf im zweiten Treffen.
Es war ungeheurer Nebel, der durch Gas und Rauch und Staub so dicht war, dass man keine 10 Meter weit sehen konnte. Es kamen daher einzelne Truppenteile aus ihrem Angriffsstreifen heraus und verirrten sich. Die dadurch übergangenen englischen Stellungen fügten durch Maschinengewehrfeuer erhebliche Verluste zu. Die Hauptorientierung bildete die Schussrichtung der Artilleriegeschosse, deren Pfeifen die Richtung gab. Das Regiment kam an Urvillers, einem stark ausgebauten englischen Feldwerk gut vorbei und machte einige hundert Gefangene. Um die Gefechtsstärke nicht zu schwächen, durften den Gefangenen keine Begleiter mitgegeben werden. Das hat sich bitter gerächt, die Kerle haben Gewehre und Maschinengewehre vom Schlachtfelde aufgehoben und dem Angreifer damit in den Rücken geschossen. Das ist unbedingt nachgewiesen; auf diese Art fiel z. B. Leutnant Fleischmann und wahrscheinlich auch der überaus beliebte und tapfere Vizefeldwebel Huber der 1. Kompanie. Kurz nach Urvillers wurde in einem Fasse ein englischer Artillerieoffizier ausgehoben, der mit außerordentlicher Schneid mit dem fernsprecher das Feuer seiner Batterie leitete. In trotziger und entschlossener Weise verweigerte er jegliche Angabe. Trotzdem war seine Batterie nach einigen Minuten die Beute des Regiments.
Gegen 11 Uhr vormittags ging der Nebel plötzlich weg – die Feuerwalze war weitergerollt, die Mienenwerfer in dem schweren, zerschossenen Boden stecken geblieben. Aber die leichten und schweren Maschinengewehre und die prächtigenBegleitbatterien, voran die Batterie des Hauptmanns Löll, waren da. Sie nützten in dem harten Kampf um die Maschinengewehr-Nester bei Essigny und in der „Lambay-Kaserne“ außerordentlich viel. Es muss hier unbedingt betont werden, dass sich die Engländer äußerst schneidig gehalten haben, an diesem und den kommenden Tagen. Die Leute haben sich bis zum letzten Mann gewehrt und auch auf zwei Schritte noch geschossen. Um so ruhmreicher ist es für das Regiment, diesen zähen Widerstand durch noch größere Energie und Schneid gebrochen zu haben. Am 21. wurde noch bis in die tiefe Nacht hinein in zähem Angriff gekämpft. Leider verbietet der zur Verfügung stehende Raum all die Heldentaten mit Namensnennung aufzuführen, die in diesen Tagen von Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften vollbracht wurden.“
Man begrub Franz Xaver Stöger auf dem Soldatenfriedhof Origny-Ste.-Benoîte in Block 8, Grab 93.
Sterbebild von Franz Xaver StögerRückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Stöger
Der Soldat Georg Weidinger stammte aus Ramerding, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kirchdorf am Inn, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.03.1918 fiel er während der Großen Schlacht in Frankreich im Alter von 20 Jahren bei Jussy durch Verschüttung.
Über den Todestag und die Todesumstände von Georg Weidinger berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 23.3. ging es noch vorwärts bis zum Bois l‘ Abbé; dabei fiel Leutnant Dietl, der tapfere Führer der 8. Kompanie. In der Nacht fühlten die vordersten Patrouillen bis an das Bois de Genlis heran. Ihre Erkundung brachte die Gewissheit, dass die Engländer auf ihrem Rückzug durch Franzosen aufgenommen wurden. Französische Maschinengewehr-Nester waren in raffinierter Werise am Boden und auf den Bäumen zum Bestreichen der Wege und Schneisen aufgestellt.“
Man begrub Georg Weidinger auf dem Soldatenfriedhof St.-Quentin in einem Massengrab.
Sterbebild von Georg WeidingerRückseite des Sterbebildes von Georg Weidinger
Der Soldat Johann Plenk stammte aus Wiesen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhpolding. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am am 06.09.1916 wurde er schwer verwundet und verstarb am 07.09.1916 im Alter von 32 Jahren an der Aisne.
Man begrub Johann Plenk auf dem Soldatenfriedhof Maissemy in einem Massengrab.