Der Soldat Franz Paul Degele stammte aus Vorderkehr, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub. Er war Landwirt. Am 20.08.1917 verstarb er im Alter von 42 Jahren an einer schweren Krankheit.
Er verstarb vermutlich in der Heimat und wurde im Dorf begraben. Sein Grab existiert wahrscheinlich nicht mehr.
Sterbebild von Franz Paul DegeleRückseite des Sterbebildes von Franz Paul Degele
Der Soldat Johann Rehm wurde am 06.01.1883 in Grafenaschau geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schwaigen. Er war Holzarbeiter. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 10. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militär-Verdienstkreuz ausgezeichnet. Am 13.04.1918 fiel er nach 45 Monaten Kriegsdienst im Alter von 35 Jahren während der Kämpfe in Flandern und bei Armentières in der Nähe von Neuve Chapelle.
Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Rehm berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Das feindliche Artilleriefeuer dauerte auch während der Nacht an. Am 13.04. sollte nach entsprechender Artillerievorbereitung der Angriff gegen den Nieppe-Wald zur Durchführung kommen und zunächst die davorliegenden Gehöfte in die Hand genommen werden. Zu diesem Zwecke wurde rechts von III./R. 19 ein Bataillon Reserve-Infanterie-Regiment 23 und links davon ein Bataillon Reserve-Infanterie-Regiment 22 bereitgestellt. Für das III. Bataillon war als Angriffsziel die Gebäudegruppe Vert Bois bestimmt.
Die feindlichen Flieger waren wieder erschienen, sobald das Wetter sichtig geworden war und leiteten das Artilleriefeuer des Gegners.
Trotzdem kam das Bataillon, das nach kräftiger Artillerievorbereitung 4.30 Uhr nachmittags antrat, zunächst gut vorwärts. Die 10. und 12. Kompanie in vorderer Linie unterstützt durch die Maschinengewehr-Kompanie nahmen in zähem, verlustreichem Ringen ein Gehöft nach dem anderen in Besitz, wobei sich die drei Kompanieführer, Leutnant der Reserve Bengel, Grob und Christmann durch persönlichen Schneid besonders hervortraten.
Die am weitesten nach Norden vorgedrungene 10. Kompanie befand sich fortgesetzt in bedrängtester Lage. Der Gegner versuchte wiederholt sich wieder in den Besitz der ihm abgenommenen Gehöfte zu setzen. Bei einem derartigen Vorstoß bewies der Infanterist Josef gehring große Kaltblütigkeit und Umsicht. Er richtete trotz feindlicher Belästigung das wohlgezielte Feuer seines linken Maschinengewehres von gut gewähltem Platze aus auf die Engländer, wodurch er erreichte, dass der Feind sich eingrub. Als jedoch die eigenen schwachen Kräfte am äußersten linken Flügel vor der drohenden feindlichen Übermacht abbröckeln wollten und dadurch die Gefahr einer Umklammerung der rechts anschließenden Teile verursachten, ermunterte er durch Zuspruch mit erfolg die Wankenden zum Aushalten.
Der Gefreite Georg Högerle, der die Gefahr erkannte, die der Kompanie drohte, sprang aus eigenem Entschluss im heftigsten Infanterie- und Maschinengewehrfeuer zu dem 259 Meter weiter rückwärts in Deckung liegenden Unterstützungszug zurück, schilderte dessen Führer die Lage und erbot sich, den Zug nach vorne zu führen. Beim Vorführen ermunterte er durch Worte und sein eigenes tapferes Beispiel zögernde Kameraden zum Mitgehen und brachte dadurch die dringend notwendige Unterstützung rechtzeitig an Ort und Stelle.
Beide wurden mit der silbernen Tapferkeits-Medaille ausgezeichnet.
Da die linke Anschlusstruppe zurückblieb, gelang es nicht, den stützpunktartig ausgebauten und durch flankierendes Feuer geschützten Westteil von Vert Bois zu nehmen.
Die wackere Truppe musste sich mit dem Erreichbaren begnügen und richtete sich in den genommenen Stellungen zur Verteidigung ein. Um 4 Uhr vormittags wurde das Bataillon durch I./R. 19 abgelöst und rückte als Regiments-Reserve nach Regniers le Clerc südlich des Kanales.“.
Man begrub Johann Rehm auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines in einem Massengrab.
Sterbebild von Johann RehmRückseite des Sterbebildes von Johann Rehm
Der Soldat Jakob Klein wurde am 25.07.1890 in Vorderkehr, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub, geboren und war Zimmermann. Im Ersten Weltkrieg diente er als Krankenträger in der 1. bayerischen Sanitäts-Kompanie. Am 14.06.1916 verstarb er während der Schlacht um Verdun im Alter von 25 Jahren in Ville-devant-Chaumont (hör- und Schreibfehler auf dem Sterbebild).
Man begrub Jakob Klein auf dem Soldatenfriedhof Ville-devant-Chaumont in Block 1, Grab 54.
Sterbebild von Jakob KleinRückseite des Sterbebildes von Jakob Klein
Der Soldat Johann Hackl stammte aus der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub und war der Sohn eines Schuhmachermeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 7. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 28.03.1916 verstarb er im Alter von 32 Jahren in Frankreich (Lothringen) in einem Kriegslazarett, nachdem er durch einen Granatsplitter schwer verwundet worden war.
Man begrub Johann Hackl auf dem Soldatenfriedhof Briey in Block 3, Grab 217.
Der Soldat Martin Erhard wurde am 21.10.1894 in der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub als Sohn eines Tagelöhners geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er zunächst als Infanterist in der 1. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Nach schwerer Verwundung 1916 wechselte er in ein anderen Regiment eventuell in des 15. bayerische Reserve-Infanterie-Regiment. Am12.04.1917 fiel er im Alter von 22 Jahren bei bei Chevreux.
Man begrub Martin Peter auf dem Soldatenfriedhof Cerny-en-Laonnois in einem Massengrab.
Der Soldat Jakob Lober wurde am 03.04.1886 in Pfaffenreuth geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pressath, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als Soldat im 4. bayerischen Pionier-Bataillon. Am 05.02.1918 fiel er im Alter von 31 Jahren durch schwere Verwundung.
Die Lage des Grabes von Jakob Lober ist unbekannt. Mangels Datenmaterial kann ich auch keine Vermutung äußern.
Sterbebild von Jakob LoberRückseite des Sterbebildes von Jakob Lober
Der Soldat Leo Wagner wurde am 11.04.1890 in Jungensberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Stiefenhofen, geboren. Er wurde Lehrer an der Hohenzollernschule in München. Heute wird die Schule Hermann-Frieb-Schule genannt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 01.12.1914 fiel er während der Stellungskämpfe in Flandern im Alter von 24 Jahren bei Messines (niederländisch: Mesen) durch Granattreffer.
Über den Todestag und die Todesumstände von Leo Wagner berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Im Alarmquartier Messines übernimmt Oberstleutnant von Langlois am 01.12. das Regiment, dessen Gefechtsstärke 21 Offiziere und Offiziersstellvertreter, 1.432 Unteroffiziere und Mannschaften, dessen Verpflegungsstärke 25 Offiziere, 1.652 Mannschaften und 180 Pferde betrug. Zehn Tage später war die Gefechtsstärke bereits auf 31 Offiziere, 1.528 Mann, die Verpflegungsstärke auf 34, bzw. 1.809 gestiegen. Die infolge des häufigen Kommandeurwechsels verschiedene Auslegung des Begriffs Verpflegungsstärke erhält dadurch Stetigkeit, dass hinfort Mannschaften der Bagage nicht mehr zur Gefechtsstärke gerechnet werden.
In der Stellung wird Nacht für Nacht die Dreiteilung des Dienstes in Schützen- und Arbeitsmannschaften sowie nahe Bereitschaft durchgeführt. Zwei Drittel der Mannschaft stehen allnächtlich wachend und schanzend, gefechtsbereit in der vordersten Linie, nur ein Drittel erholt sich im Unterstand von den Strapazen. Dieser Dienst im Schützengraben erfährt durch Divisionsbefehl vom 2. Dezember eine grundlegende Milderung: 50 Prozent der Mannschaft sollte bei Nacht, 30 Prozent bei Tag gefechtsbereit Posten stehen. Die Einsicht der Unterführer in die wirklichen Bedürfnisse und in die ertragbare Leistung milderte diesen Befehl weiterhin ab, dass tagsüber von jeder Gruppe nur ein Mann zu wachen hatte, eine Einrichtung, die sich den ganzen Krieg hindurch bewährte.
Tag um Tag kostete Opfer an Mut und Blut, keiner verging ohne Verluste durch das feindliche Feuer. Das Infanteriefeuer flaute ab, wurde schwach und schwächer, tagsüber fielen höchstens vereinzelte Schüsse der Scharfschützen. Doch unterhielt der Gegner ein gutgezieltes heftiges Artilleriefeuer mit Granaten und Schrapnells auf unsere Schützengräben, am 27. November, damals noch eine Seltenheit, geleitet durch feindliche Flieger.“
Man begrub Leo Wagner auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block A, Grab 3.171.
Der Soldat Franz Jörg wurde am 25.09.1890 in Wertach in Bayern geboren. Sein Vater war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.11.1916 verstarb er im Alter von 26 Jahren im Reserve-Lazarett Kempten in Folge einer Krankheit.
Die Lage des Grabes von Franz Jörg konnte ich nicht ermitteln. Vermutlich wurde er auf einem Friedhof in Kempten im militärischen Teil begraben. Sein Grab könnte heute noch existieren.
Der Soldat Mathias Kainhuber wurde am 28.,01.1899 in Kreidlberg geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Altenmarkt an der Alz. Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier in der 11. bayerischen Pionier-Kompanie und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 10.02.1923 verstarb er nach schwerer Krankheit im Alter von 24 Jahren im Krankenhaus Nymphenburg.
Mathias Kainhuber wurde wahrscheinlich auf dem Friedhof seines Heimatdorfes begraben. Sein Grab existiert wahrscheinlich nicht mehr.
Sterbebild von Mathias KainhuberRückseite des Sterbebildes von Mathias Kainhuber
Bei Gregor Henkel liegt ein besonderes Schicksal vor. Er wurde am 17.01.1886 in Aufmberg geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Seeg. Im Ersten Weltkrieg war er Zivil-Gefangener in Südfrankreich. Am 01.01.1915 ertrank er im Alter von 28 Jahren in Südfrankreich im Meer. Versuchte er zu flüchten? Offensichtlich wurde er zu Kriegsbeginn als Zivilist eines feindlichen Staates interniert.
Der Verbleib des Leichnams von Gregor Henkel war nicht zu ermitteln.