Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.453: Michael Stanglmeir

Gestern stellte ich das Schicksal von Lorenz Stanglmaier vor. Heute folgt nun sein Bruder, Michael Stanglmair.

Der Soldat Lorenz Stanglmair wurde am 23.09.1892 geboren stammte aus Trillhof, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Au in der Hallertau, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie /Regimentsgeschichte: 6. Kompanie) des 3. bayerischen Infantererie-Regiments. Am 28.08.1914 fiel er im Alter von 21 Jahren während der Schlacht von Nancy – Epinal.

Über den Todestag und die Todesumstände von Michael Stanglmair schreibt die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Der 27.08. aber war Angriffstag des Korps. Das Regiment machte einen schweren aber flott durchgeführten Vorstoß über Donciéres auf die Höhen südwestlich der Ortschaft. II./3. bayerisches Infanterie-Regiment und das an Stelle des noch nicht herangezogenen III./3. bayerisches Infanterie-Regiment dem Regiment unterstellte I./20. bayerisches Infanterie-Regiment waren in vorderer Linie, der Maschinengewehr-Kompanie dem II./3. bayerisches Infanterie-Regiment unterstellt. Teilvorstöße des Feindes werden abgewiesen. Am 28.08. hält das Regiment die erreichten Stellungen trotz starker Verluste insbesondere durch schweres feindliches Artilleriefeuer und, obgleich die Nebentruppen teilweise über den Bellvillebach zurückgenommen wurde, bis abends. Dann wurde auch das 3. bayerisches Infanterie-Regiment zurückgenommen und besetzte die Höhe 316 an und ostwärts der Straße Menarmont – Donciéres.

Man hatte den Eindruck, vor einer mit starker, ortskundiger, gut eingeschossener und reichlich mit Munition ausgestatteter Artillerie bestückter Außenstellung der Festung Epinal angelangt zu sein, gegenüber welcher unsere Artillerie zu weiterem Angriff nicht ausreichte. Die nächsten Tage brachten dann auch leider den ersten Übergang zum Stellungskrieg.

Offiziell ist für Michael Stanglmair keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass seine Gebeine, wenn sie geborgen werden konnten, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier beigesetzt wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Friedrich Leonhard, gefallen am 27.08.1914 bei Donciéres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab;
  • Infanterist Georg Buchner, gefallen am 27.08.1914 bei Donciéres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab;
  • Infanterist Peter Godl, gefallen am 28.08.1914 bei Donciéres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Michael und Lorenz Stanglmair
Rückseite des Sterbebildes von Michael und Lorenz Stanglmair

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.218: Karl Mitterhumer (Pater Maurus)

Der Soldat Karl Mitterhumer wurde am 18.05.1914 in Wartberg geboren. Er war Benedikner-Pater im Kloster Kremsmünster. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Sanitäts-Unteroffizier (laut Volksbund war er Obergefreiter) in der Wehrmacht. Er wurde mit dem Kriegsverdienstkreuz 2. Klasse und mit der Ostmedaille ausgezeichnet. Am 17.02.1945 fiel er im Alter von 30 Jahren bei den Abwehrkämpfen in Hardenberg (polnisch: Twarda Góra) in Westpreußen. Er war vier Jahre Priester gewesen.

Man begrub Karl Mitterhumer auf einem Friedhof bei Twarda Góra im heutigen Polen.

Vermutlich sein Bruder, Wilhelm Mitterhumert, fiel etwa ein Jahr zuvor: http://www.denkmalprojekt.org/2013/tz_mittenhuber-wilhelm_wk2.html

Sterbebild von Karl Mitterhumer
Rückseite des Sterbebildes von Karl Mitterhumer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.188: Alfred Knaier

Der Soldat Alfred Knaier wurde am 23.08.1890 in Niederlauer in Bayern geboren. Gestern stellte ich seinen Bruder Joseph vor. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 5. Kompanie des 4. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 28.02.1916 fiel er im Alter von 25 Jahren während der Schlacht um Verdun bei Ronvaux und Haudiomont in Frankreich

Man begrub Alfred Knaier auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Niederlauer gedenkt Alfred Lauer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2015/niederlauer_lk-rhoen-grabfeld_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Alfred Knaier
Rückseite des Sterbebildes von Alfred Knaier

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.109: Bruder Raphael Lang

Der Bruder Raphael Lang wurde am 30.09.1916 in Regensburg geboren. Er wollte Mönch im Orden der Bedediktiner werden und legte am 02.05.1939 die einfache Profess ab. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Gefreiter in einem Panzerjäger-Regiment. Er wurde in Jugoslawien und in Griechenland eingesetzt. Am 15.07.1942 fiel er im Alter von 25 Jahren im Osten.

Die Lage des Grabes von Bruder Raphael Lang ist unbekannt.

Seine Heimatgemeinde Metten gedenkt Bruder Raphael Lang noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/metten_lk-deggendorf_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Bruder Raphael Lang
Rückseite des Sterbebildes von Bruder Raphael Lang

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.108: Bruder Ludger Hörmannsperger

Bruder Ludger Hörmannsperger wurde am 01.03.1910 in der bayerischen Gemeinde Bodenkirchen geboren. Er wurde Mönch im Orden der Benediktiner (O. S. B.) und legte am 01.06.1936 in Metten im dortigen Kloster Metten seine Profess ab. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Obergefreiter in einer Gebirgsjägerabteilung der Wehrmacht. Er wurde während der Feldzüge gegen Polen, Frankreich und Griechenland eingesetzt. Am 08.09.1942 fiel er im Alter von 32 Jahren an der Ostfornt. Ein Monatz zuvor fiel sein Bruder Sebastian.

Die Grablage von Bruder Ludger Hörmannsperger ist unbekannt.

Seine Heimatgemeinde Metten gedenkt Bruder Ludger Hörmannsperger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/metten_lk-deggendorf_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Bruder Ludger Hörmannsperger
Rückseite des Sterbebildes von Bruder Ludger Hörmannsperger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.096: Anton Füßl

Der Soldat Anton Füßl (Verlustliste: „Füssel„) stammte aus Weixerau, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eching. Er diente im Ersten Weltkrieg in der 11. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments als Gefreiter der Reserve. Am 09.10.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Stellungskämpfe bei Lihons an der Somme.

Anton Füßl war der Bruder von Dianys Schröger, dessen Schicksal ich morgen vorstelle.

Offiziell ist für Anton Füßl keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die am gleichen Ort und im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Oberleutnant Ludwig Stich, gefallen am 25.09.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Leutnant Rudolf Georg Weigand, gefallen am 02.10.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Leutnant Ludwig Karl Hellquist, gefallen am 25.09.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Gefreiter Joseph Wenger, gefallen am 24.09.1914 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Anton Füßl und Dionys Schröger
Rückseite des Sterbebildes von Anton Füßl und Dionys Schröger

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.071: Georg Schön

Gestern stellte ich Ludwig Schön vor, der 1918 an der Somm fiel. Heute berichte ich von seinem Bruder, Georg Schön, und sein Schicksal:

Der Soldat Georg Schön wurde am 22.01.1895 in Oberrieden in Bayern geboren und lebte in Altensteig, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Dirlewang. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 05.10.1918 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Abwehrschlacht in der Champagne und an der Maas in der Belmont-Ferme (Schreib- oder Übermittlungsfehler) bei Semide in den Ardennen durch einen Granatvolltreffer.

Man begrub Georg Schön auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Georg Schön
Rückseite des Sterbebildes von Georg Schön

 

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.070: Ludwig Schön

Der Soldat Ludwig Schön wurde am 22.08.1890 in Oberrieden in Bayern geboren und lebte in Altensteig, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Dirlewang. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments als Unteroffizier. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 20.04.1918 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Kämpfen an der Somme.

Man begrub Ludwig Schön auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 1, Grab 807.

Morgen stelle ich seinen Bruder, Georg Schön, und sein Schicksal vor.

Sterbebild von Ludwig Schön
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Schön

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.988: Paul Wolff

Der Soldat Paul Wolff wurde am 15.09.1893 in Vogelsmühle geboren, heute ein Ortsteil der nordrhein-westfälischen Stadt Radevormwald. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er zusammen mit seinem Bruder Otto Ewald, den ich gestern vorgestellt habe, als Musketier  in der 4. Kompanie des 174. Infanterie-Regiments. Am 07.03.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren imWald von le Pretre südlich Vilcey-sur-Trey -Priesterwald – Pont-à-Mousson. Er wurde zusammen mit seinem Bruder Otto Ewald von der selben Granate getroffen und getötet.

Beim Volksbund ist für Paul Wolff keine Grablage bekannt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde er auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville anonym in einem Massengrab begraben.

Seine Heimatgemeinde Radevormwald gedenkt Paul Wolff noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2012/radevormwald,_oberbergischer-krs_nrw.html

Sterbebild von Otto Ewald und Paul Wolff
Rückseite des Sterbebildes von Otto Ewald (rechts) und Paul Wolff (links)
Der Zug des 174. Infanterie-Regimentes, dem Otto Ewald und Paul Wolff angehörten

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.987: Otto Ewald Wolff

Der Soldat Otto Ewald Wolff wurde am 30.03.1893 in Vogelsmühle geboren, heute ein Ortsteil der nordrhein-westfälischen Stadt Radevormwald. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er zusammen mit seinem Bruder Paul, den ich morgen vorstelle, als Musketier  in der 4. Kompanie des 174. Infanterie-Regiments. Am 07.03.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren imWald von le Pretre südlich Vilcey-sur-Trey -Priesterwald – Pont-à-Mousson. Er wurde zusammen mit seinem Bruder Paul von der selben Granate getroffen und getötet.

Beim Volksbund ist für Otto Ewald Wolff keine Grablage bekannt. Mit hoher Wahrscheinlichkeit wurde er auf dem Soldatenfriedhof Thiaucourt-Regniéville anonym in einem Massengrab begraben.

Seine Heimatgemeinde Radevormwald gedenkt Otto Ewald Wolff noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2012/radevormwald,_oberbergischer-krs_nrw.html

Sterbebild von Otto Ewald und Paul Wolff
Rückseite des Sterbebildes von Otto Ewald (rechts) und Paul Wolff (links)
Der Zug des 174. Infanterie-Regimentes, dem Otto Ewald und Paul Wolff angehörten