Der Soldat Peter Bescher wurde am 20.05.1879 in Rittersheim im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 11. Kompanie des 118. Infanterie-Regiments. Am 22.10.1914 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 35 Jahren im Feldlazarett 67 Lomme bei Lille.
Offiziell ist für Peter Bescher keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Lille beigesetzt wurde. Hier wurden die Verstorbenen der 19 Kriegslazarette von Lille beerdigt.
Sterbebild von Peter BescherRückseite des Sterbebildes von Peter Bescher
Der Soldat Joseph Ostermeier stammte aus der bayerischen Gemeinde Buch am Buchrain und war der Sohn eines Landwirts (Herzog-Bauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.10.1916 verstarb er nach schwerer Verwundung während der Schlacht an der Somme im Alter von 31 Jahren in einem Feldlazarett bei Sailly-Saillisel in Frankreich.
Man begrub Joseph Ostermeier auf dem Soldatenfriedhof Maissemy in Block 4, Grab 523.
Sterbebild von Joseph OstermeierRückseite des Sterbebildes von Joseph Ostermeier
Der Soldat Michael Vogl stammte aus Haardorf, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Osterhofen, und war Kleinbauer (Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 4. Kompanie des 3. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiments. Mitte 1915 geriet er in französische Kriegsgefangenschaft. Am 18.11.1918 verstarb er im Alter von 42 Jahren in einem Lager in Marseille an einer Lungenentzündung.
Man begrub Michael Vogl auf dem Soldatenfriedhof Marseille-„St-Pierre“ in Reihe 11, Grab 8.
Sterbebild von Michael VoglRückseite des Sterbebildes von Michael Vogl
Der Soldat Stefan Moosbauer stammte aus Ried, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Großkarolinenfeld, und war der Sohn eines Landwirts (Lamprechtbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Landsturm-Infanterie-Bataillons. Am 02.03.1915 verstarb er in Folge einer Erkrankung im Alter von 30 Jahren im Lazarett in Oberhofen (Elsass).
Man begrub Stefan Moosbauer auf dem Soldatenfriedhof Haguenau in Grab 149.
Der Soldat Josef Perseis wurde am 02.09.1883 in der bayerischen Gemeinde Tacherting geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 9. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Gleich zu beginn des Krieges fiel er am 20.08.1914 im Alter von 30 Jahren bei St. Johann von Sankt Johann von Bassel (französisch: Saint-Jean-de-Bassel) in Lothringen.
Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Perseis berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„20.08. In der Nacht wurde die 1. Reserve-Brigade auf der Straße Mittersheim – Finstingen gesammelt. I. Bataillon bildete die Vorhut, das Regiment befand sich am Anfang des Gros. In der Bambachschneuse vormarschierend, überschritt die Spitze um 5 Uhr vormittags die Eisenbahnlinie. Bei Annäherung an das Schleusenwirtshaus am Saarkohlekanal an der Straße St. Johann von Bassel – Bisping (französisch: Belles-Forêts) erhielt die Spitze starkes Feuer. Trotz Einsatzes der 2., 3. und 4. Kompanien nordöstlich und südlich der Straße um 6.30 Uhr vormittags konnte der Kanal nicht überschritten werden. Die auf 30 Meter am Feind liegenden Kompanien litten unter dem Feuer der feindlichen Baumschützen und der Besatzungen in den Häusern, da nur geringe Deckung vorhanden war. Auch der Einsatz der 1. Kompanie am rechten Flügel und der Maschinengewehr-Kompanie südlich der Straße brachte keinen Erfolg. Schon nach 6 Uhr vormittags wurde das ganze Regiment eingesetzt: III. Bataillon nordöstlich des I. Bataillons mit dem Befehl, auf einer der nächsten nordöstlich gelegenen Schleusen überzugehen und den Feind von Norden her anzugreifen, II. Bataillon wurde hinter dem linken Flügel bereitgestellt. 1. Artillerie-Zug nahm das Schleusenwirtshaus unter Feuer.
Um 8 Uhr vormittags lag starkes Feuer auf der Bambachschneuse, 2 Pionier-Sprengwagen gingen in die Luft und verursachten eine Panik unter dem Gefechtstross. Um 9 Uhr vormittags verstummte das Feuer. Vom Reserve-Infanterie-Regiment 2, das als Brigadereserve hinter dem linken Flügel des Regiments stand, wurde noch vier Maschinengewehre eingesetzt. Die Verluste in der Front forderten Auffrischung, so dass um 10.45 Uhr nur mehr die 5. Kompanie und ½ 6. Kompanie als Reserven des Regiments vorhanden waren. So drohte schon der Kampf zum Stehen zu kommen, als es dem III. Bataillon gelang, durch Fällen von Bäumen und Herstellung eines Laufsteges in heftigstem feindlichen Infanteriefeuer den Übergang über den Kanal nordöstlich des Schleusenwirtshauses zu erzwingen und nun mit Teilen der 1. und 4. Kompanie und des Reserve-Infanterie-Regiments 12 um 1 Uhr nachmittags von Norden her den feindlichen Flügel aufzurollen und das Schleusenwirtshaus zu erstürmen. Daraufhin wurde sofort die 5. Kompanie zur Verfolgung angesetzt, der sich Teile des II./Reserve-Infanterie-Regiment 1 und Reserve-Infanterie-Regiment 12 anschlossen. Die übrigen Bataillone wurden gesammelt und konnten wegen der starken Verluste sich noch nicht an der Verfolgung beteiligen. Die Verfolgungskolonne konnte mit dem Feind nicht mehr Fühlung gewinnen. Artillerie war nicht zur Stelle, so dass dem zurückflutenden Gegner nur mehr geringe Verluste beigebracht werden konnten. Um 4 Uhr nachmittags war das Regiment am Westrand des Waldes versammelt, 1 Zug nach Bisping vorgeschoben, um den Ort in Besitz zu nehmen. Bei Einbruch der Dunkelheit bezog das Regiment bei Bisping Biwak, I. Bataillon sicherte in Linie Disselingen(französisch: Desseling) – Freiburg (französisch: Fribourg) – Rodt (französisch: Rhodes).“
Man begrub Josef Perseis auf dem Soldatenfriedhof Gosselming in einem Massengrab.
Sterbebild von Josef PerseisRückseite des Sterbebildes von Josef Perseis
Der Soldat Peter Geigenberger stammte aus Taubenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Simbach bei Landau, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 12. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.05.1915 fiel er im Alter von 36 Jahren während der Durchbruchsschlacht von Lubaczow bei Corkie, Galizien im heutigen Polen durch Kopfschuss.
Die Grablage von Peter Geigenberger ist, wie meist bei Gefallenen der Ostfront im Ersten Weltkrieg, unbekannt.
Der Soldat Karl Hafenmair wurde am 08.11.1883 in Huttenwang geboren und lebte als Landwirt in Aitrang. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 9. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 04.05.1916 verstarb er während eines Erholungsurlaubs im Alter von 32 Jahren in seinem Heimatort Aitrang.
Karl Hafenmair dürfte in seinem Heimatort Hafenmair begraben worden sein. Vielleicht existiert das Grab noch heute.
Der Soldat Philipp Mader stammte aus Preming, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tittling. Er kämpfte als Landwehrmann in der 10. Kompanie des 15. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 22.10.1916 fiel er im Alter von 40 Jahren während der Kämpfe in den mittleren Vogesen östlich Saint-Dié-des-Vosges (deutsch: Sankt Diedold) bei Lusse durch einen Minentreffer..
Man begrub Philipp Mader auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in Block 2, Grab 485.
Sterbebild von Philipp MaderRückseite des Sterbebildes von Philipp Mader
Der Soldat Simon Schwarz stammte aus Saulgrub in Bayern und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 1. Kompanie des Landsturm-Bataillon-Weilheim. Am 07.08.1915 fiel er in den Vogesen.
Man begrub Simon Schwarz auf dem Soldatenfriedhof Senones in Block 1, Grab 237.
Sterbebild von Simon SchwarzRückseite des Sterbebildes von Simon Schwarz
Der Soldat Jakob Plötz stammte aus Unterbachham, eine Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gangkofen, und war Tagelöhner, wohnhaft in Sturzenreit in Niederbayern. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landwehrmann in der 9. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.06.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Fampoux und St.-Laurent (Arras) durch einen Granatschuss in den Schützengraben.
Offiziell ist für Jakob Plötz keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er, wenn noch sterbliche Überreste geborgen werden konnten, diese anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy beigesetzt wurden, der nur wenige Kilometer entfernt von seinem Sterbeort liegt.