Der Hornist Philipp Jäckle wurde am 30.04.1897 in Oberschopfheim, einem Ortsteil der Gemeinde Friesenheim in Baden-Württemberg, geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im 114. Infanterie-Regiment. Er verstarb am 23.07.1917 im Marinelazarett Ostende, nachdem er bei Nieuport, genauer gesagt bei Lombartzyde, verwundet worden war.
Man begrub Philipp Jäckle auf dem Soldatenfriedhof Vladslo in Block 3, Grab 2042.
Wie ich bereits schrieb, recherchiere ich im Moment im Rahmen eines Projektes die Todesanzeigen des Ersten Weltkrieges in der Berliner Volkszeitung. Heute bekam ich einen sehr bemerkenswerten Fall auf den Tisch. Es ist die Todesanzeige für Alfred Szylewicz in der Ausgabe vom 29.11.1914. Bemerkenswert ist einerseits die Tatsache, dass der Nachname des Gefallenen falsch angegeben ist, andererseit die Tatsache, dass er erst 17 ½ Jahre alt war. Er stammte aus Kolmar in Posen (heutiges Polen, Chodzież) und hatte sich freiwillig als Soldat gemacht, wozu seine Mutter, die bereits verwitwet war, zugestimmt haben muss. Alfred kämpfte in der 2. Kompanie des 9. Brigade-Ersatz-Bataillons. Am 17.11.1914 fiel er im Gefecht bei Dixmuide und Tervate in Belgien an der Westfront.
Man begrub Alfred Szylewicz auf dem Soldatenfriedhof Vladslo in Block 3, Grab 292.
Todesanzeige für den Kriegsfreiwilligen Alfred Alfred Gzylewitz – gefallen mit 17 ½ Jahren (Berliner Volkszeitung vom 29.11.1914)
Der Infanterist Eduard Osterried wurde am 30.05.1892 in Schlögelmühle geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Steingaden. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 17. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 12.11.1914 verstarb er im Alter von 21 Jahren beim Transport nach Gent vermutlich an einer Erkrankung.
Man begrub Eduard Osterried auf dem Soldatenfriedhof Vladslo in Block 5, Grab 819.
Sterbebild von Eduard OsterriedRückseite des Sterbebildes von Eduard Osterried
Der theoretische Weg von Eduard Osterried von seinem Geburtsort zu seinem Grab:
Bei Recherchen stieß ich vor einigen Tagen auf die Oberschwester Anna Katharina Adelheid Reichsgräfin von der Schulenburg. Sie wurde am 03.05.1867 in Wolfsburg geboren und entstammte aus dem Wolfsburger Stamm der Schulenburgs ab. 1896 wurde sie Diakonisse und arbeitete als Krankenschwester in der Reichshauptstadt Berlin am St.-Elisabeth-Krankenhaus.
Im August, zu Beginn des Ersten Weltkrieges, meldete sie sich für die Krankenpflege nach Belgien an die Westfront bei der Etappeninspektion der 11. Armee. Während des Ersten Weltkrieges meldeten sich 23.000 Krankenschwestern, Hilfskrankenschwestern und Helferinnen freiwillig zum Sanitätsdienst, erhielten wenig oder kein Geld für ihre Arbeit.
Mehr als ein Drittel der Frauen arbeitete in der Nähe der Frontlinie, wo ihr Leben gefährdet war. Schutzräume, Bahnhöfe und Fahrzeuge, die Truppen transportierten, gerieten oft unter Beschuss von Artillerie oder Flugzeugen. 1918 fielen viele medizinische Mitarbeiter der Spanischen Grippe zum Opfer. Insgesamt sind 18 Frauen im Kriegsgrab im belgischen Vladslo begraben. Die meisten von ihnen arbeiteten als medizinisches Personal.
Am 02.09.1914 verstarb sie im Alter von 47 Jahren im LazarettTirlemont. Nach Angaben der Verlustlisten verstarb sie an den Folgen einer Krankheit. Andere Quellen, u. a. die Familienchronik geben an, dass sie in Folgen von Misshandlungen durch Franc-tireurs verstarb. Viel wahrscheinlicher ist es, dass sie bei der Beschießung des Bahnhofes von Tirlemont getötet wurde.
Man begrub Anna Katharina Adelheid Reichsgräfin von der Schulenburg mit militärischen Ehren auf dem Soldatenfriedhof Vladslo in Block 9, Grab 972.
Ludwig Stolz stammte aus Simbach am Inn. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 17. bayerischen Infanterie-Regiments als Ersatz-Reservist. Am 06.03.1915 verstarb er im Alter von 23 Jahren im Kriegslazarett Froyennes, heute ein Teil der belgischen Stadt Tournai, an einer schweren Krankheit.
Das Grab von Ludwig Stolz befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Vladslo in Block 4, Grab 2849.
Der Kaufmann und Brantweingeschäftsinhaber Ludwig Zeilinger stammte aus Griesstätt (Schreibfehler auf Sterbebild) in Oberbayern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments als Wehrmann. Am 29.10.1917 verstarb er im Alter von 38 Jahren im Kriegslazarett St. Peter (wahrscheinlich Sint-Pieters, Ortsteil der belgischen Stadt Brügge) nach einer schweren Bauchverwundung.
Man begrub Ludwig Zeilinger auf dem belgischen Soldatenfriedhof Vladslo in Block 5, Grab 1223.
Sterbebild von Ludwig ZeilingerRückseite des Sterbebildes von Ludwig Zeilinger