Der Hausbesitzer Josef Hackl stammte aus dem österreichischen Bruck. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im Landesschützen-Regiment Nr. 1. Am 29.03.1915 starb er im Alter von 28 Jahren im Garnisonsspital von Linz.


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Der Unteroffizier Johann Gietl wurde am 09.08.1890 in Winkerling in Bayern geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Maxhütte-Haidhof. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.11.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren bei St. Mihiel 20 Kilometer südlich von Verdun bei einem Patrouillengang.
Eine Grablage ist für Johann Gietl offiziell nicht bekannt. Ich vermute jedoch, dass man ihn als unbekannten Toten auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel oder Troyon beigesetzt hat, wobei ich St. Mihiel favorisiere. Auf beiden Friedhöfen wurden zwischen 1914 und 1918 Soldaten begraben, die bei den Kämpfen rund um St. Mihiel gefallen sind. Auch andere Soldaten des 6. bayerischen Infanterie-Regiments, die Ende 1914 vor St. Mihiel fielen, sind auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel begraben.


Der Korporal Josef Bachmeier stammte aus dem österreichischen Edenaichet, Pfarrei Eggerding. Im Ersten Weltkrieg diente er im 59. k. u. k Infanterie-Regiment. 1915 verstarb er im Alter von 26 Jahren in russische Gefangenschaft in Nowo Nikolajevsk an Fleckentyphus. Er war mit der silbernen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet.


Der Gutsbesitzer Josef Gruber stammte aus Breitenaich, heute ein Ortsteil der Gemeinde St. Martin im Innkreis. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der kaiserlich und königlichen Landsturm-Telefonabteilung Nr. 62. Am 20.05.1916 verstarb er im Alter von 38 Jahren im mobilen Reservespital 2/16 an Typhus.


Der Sergant Nikolaus Ober stammte aus Edling in Bayern und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 10. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.10.1918 verstarb er im Alter von 30 Jahren in einem Feldlazarett in Frankreich, ausgezeichnet mit dem bayerischen Militär-Verdienst-Kreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern sowie dem Eisernen Kreuz 2. Klasse. Er hatte 49 Monate Kriegsdienste geleistet.
Man begrub Nikolaus Ober auf dem Soldatenfriedhof Hirson in Block 3, Grab 255.


Der theoretische Weg von Nikolaus Ober von seinem Geburtsort zu seinem Grab:
Der Bauerssohn Franz Xaver Schlosser stammte aus Oed am Rain, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Frasdorf. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 1. Reserve-Infanterie-Regiments als Unteroffizier. Am 17.09.1915 fiel er im Alter von 33 Jahren nach 13 Monaten Kriegseinsatz bei Arras.
Eine Grablage ist für Franz Xaver Schlosser offiziell nicht bekannt. Ich vermute jedoch, dass er wie seine im selben Zeitraum gefallenen Regimentskameraden auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast namenlos in einem Massengrab beigesetzt wurde. Ich begründe diese Annahme mit dem Schicksal
Seine Heimatgemeinde Frasdorf gedenkt noch heute Franz Xaver Schlosser auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/frasdorf_wk1u2_bay.htm


Der Fernsprecher Jakob Heinrich stammte aus Kurf, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Endorf, und war Monteur in Jettingen in Baden Württemberg. Sein Vater war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 5. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 05.06.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren beim Fort Douaumont.
Offiziell ist für Jakob Heinrich keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch aufgrund der recherchierten Schicksale seiner Kameraden aus der selben Kompanie davon aus, dass er als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab beigesetzt worden ist. Ich beziehe mich dabei auf folgende seiner Kameraden:


Der theoretische Weg von Jakob Heinrich von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Schuhmachermeisterssohn Josef Sigl stammte aus Dettendorf, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tuntenhausen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 9. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.10.1914 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Lihons.
Die Lage des Grabes von Josef Sigl ist heute unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er, wie viele seiner Regimentskameraden, als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab beigesetzt worden ist.


Simon Lausch stammte aus Großholzhausen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Raubling. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 1. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 25.09.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Menarmont in den Vogesen.
Ich gehe davon aus, dass Simon Lausch als unbekannter Toter auf dem Soldatenfriedhof Morhange in einem Massengrab beigesetzt wurde, wie sein Kamerad, Reservist Xaver Heitauer, gefallen am 25.09.1914.
Seine Heimatgemeinde gedenkt noch heute Simon Lausch auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2015/grossholzhausen_gem-raubling_lk-rosenheim_wk1_wk2_bay.html


Der Musiker Georg Heindl stammte aus Emmering. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 12. Reserve-Infanterie-Regiment als Landwehrmann . Am 05.01.1915 fiel er im Alter von 30 Jahren bei Arras.
Die Lage des Grabes von Georg Heindl ist offiziell nicht bekannt. Ich gehe davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde, ebenso wie folgende dokumentierte Fälle aus seiner Kompanie:
Seine Heimatgemeinde Emmering gedenkt noch heute Georg Heindl auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/emmering_wk1u2_bay.htm

