Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.313: Georg Strasser

Der Soldat Georg Strasser (eigentlich „Straßer“) wurde am 24.04.1896 in Thomasbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Erlbach, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 10. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.06.1916 (Volksbund: 30.06.1916) fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 19 Jahren beim Zwischenwerk Thiaumont durch Verschüttung.

Über die Tage des Todes von Georg Strasser berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Die für die nächsten Tage beabsichtigte Stellungsverbesserung nach vorwärts kam nicht zur Ausführung, weil die rechts anschließende 19. preußische Reserve-Division nicht vorkam. Am 28. und 29.06. war das feindliche Artilleriefeuer vorne etwas weniger stark, während die rückwärtigen Stellungen umso ausgiebiger bedacht wurden. In der Nacht jedoch setzte Trommelfeuer gegen die vordersten Stellungen ein, das sich ab 6 Uhr vormittags zum rasenden Orkanfeuer steigerte und bis 10 Uhr vormittags währte. Ein Vorstß einer feindlichen Abteilung, der um 10 Uhr erfolgte, wurde abgewiesen; einzelne Feinde, die in der durch die starken Verluste der 10. Kompanie entstandenen Lücke eindrangen, wurden von der 9. Kompanie niedergeschossen oder gefangen, auch ein feindliches Flugzeug, das das Artilleriefeuer leitete, von der 9. Kompanie abgeschossen. Auf der rückwärtigen Stellung, besonders auf der Ablainschlucht, wo sich der Regimentsstab befand, lag starkes und heftiges Steilfeuer.

Nun kam endlich die Nacht und damit die Ablösung für die beiden vorderen Bataillone durch Garde Ersatz-Regiment 6. Sie ging verhältnismäßig günstig vonstatten. Das Regiment hatte die übernommene Stellung restlos behauptet und konnte sie daher rumbedeckt verlassen.

Gesamtverlust des Regiments beim zweiten Einsatz: 22 Offiziere, 932 Unteroffiziere und Mannschaften, das sind 82 % der gesamten Einsatzstärke.“

Man begrub auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Georg Strasser
Rückseite des Sterbebildes von Georg Strasser

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.269: Joseph Noichl

Der Soldat Joseph Noichl stammte aus Wildenwart, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Frasdorf,  und war der Sohn eines Tagelöhners. Er selbst war Dienstknecht. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 10. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.10.1916 fiel er im Alter von 19 Jahren während der Schlacht an der Somme.

Die Lage des Grabes ist unbekannt. Ich kann leider auch keine Vermutungen äußern, da ich keine verlässliche Daten gefunden habe.

Sterbebild von Joseph Noichl
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Noichl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.240: Josef Hartinger

Der Soldat Josef Hartlinger stammte aus der bayerischen Gemeinde Taufkirchen an der Vils und war der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 8. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.06.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren bei Thiaumont während der Schlacht um Verdun.

Man begrub Josef Hartinger auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Hartlinger
Rückseite des Sterbebildes von Josef Hartlinger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.119: Thomas Bergmann

Der Soldat Thomas Bergmann stammte aus Kobler am Bach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Burgkirchen an der Alz, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er im 12. bayerischen Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz ausgezeichnet. Am 07.04.1918 fiel er nach drei Jahren Kriegsdienst im Alter von 34 Jahren durch Brustschuss bei Amiens an der Somme.

Man begrub Thomas Bergmann auf dem Soldatenfriedhof Montdidier in einem Massengrab.

Sterbebild von Thomas Bergmann
Rückseite des Sterbebildes von Thomas Bergmann

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.070: Ludwig Schön

Der Soldat Ludwig Schön wurde am 22.08.1890 in Oberrieden in Bayern geboren und lebte in Altensteig, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Dirlewang. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments als Unteroffizier. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 20.04.1918 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Kämpfen an der Somme.

Man begrub Ludwig Schön auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 1, Grab 807.

Morgen stelle ich seinen Bruder, Georg Schön, und sein Schicksal vor.

Sterbebild von Ludwig Schön
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Schön

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.974: Georg Berger

Der Soldat Georg Berger stammte aus der bayerischen Hauptstadt München und war Bautechniker von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.10.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras ostwärts Neuville durch einen Granattreffer.

Man begrub Georg Berger auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Georg Berger
Rückseite des Sterbebildes von Georg Berger

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.745: Josef Mitterreiter

Heute und morgen stelle ich mal wieder ein Brüderpaar vor:

Der Soldat Josef Mitterreiter stammte aus Spiegelsberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.05.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren in der Nähe des Forts Douaumont.

Man begrub Josef Mitterreiter auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Tacherting gedenkt Josef Mitterreiter noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/tacherting-peterskirchen_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Sebastian und Josef Mitterreiter
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian und Josef Mitterreiter

Der theoretische Weg von Josef Mitterreiter von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.723: Joseph Brandmüller

Der Soldat Joseph Brandmüller stammte aus Schlicht, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Soyen, und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 6. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.06.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren während der Schlacht um Verdun bei der Eroberung der Festung Thiaumont.

Die Lage des Grabes von Joseph Brandmüller ist unbekannt, zumal er als vermisst gilt. Es könnte sein, dass er auf dem Schlachtfeld fiel, umgehend an der Front begraben und bei späteren Kampfhandlungen verwüstet wurde. So könnte es sein, dass seine sterblichen Überreste auch noch heute in der Erde des ehemaligen Schlachtfeldes liegen.

Sterbebild von Joseph Brandmüller
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Brandmüller

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.722: Johann Scheitl

Der Soldat Johann Scheitl wurde am 02.01.1889 in Bachappen geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Pfaffenhofen an der Ilm, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 10. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 10.06.1916 fiel er im Alter von 27 Jahren während der Kämpfe um die Wabengräben im Thiaumont-Wald und um die Thiaumont-Ferme während der Schlacht um Verdun in Frankreich.

Man begrub Johann Scheitl auf dem Soldatenfriedhof Pierrepont in Block 1, Grab 116.

Sterbebild von Johann Scheitl
Rückseite des Sterbebildes von Johann Scheitl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.673: Alois Lipp

Der Soldat Alois Lipp wurde am 14.05.1891 in Kappel (Füssen) als Sohn eines Landwirts geboren. Er diente im Ersten Weltkrieg in der 3. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde Mitte August an der linken Schulter verwundet und starb an dieser Verwundung am 24.08.1914 im Alter von 23 Jahren in Neuweiler (französisch: Neuwiller-lès-Saverne) (Elsass). Ich vermute, dass es zu einer Wundinfektion kam, die sich tödlich auswirkte. Auch einfache Verwundungen konnten bedingt durch die Verschmutzungen der Wunden im Zuge der Situation an der Front häufig tödlich verlaufen, zumal Antibiotika noch nicht entdeckt waren.

Man begrub Alois Lipp auf dem Soldatenfriedhof Saverne in Block 2, Grab 46.

Sterbebild von Alois Lipp
Rückseite des Sterbebildes von Alois Lipp