Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.812: Bernhard Bibinger

Der Soldat Bernhard Bibinger stammte aus Unterflossing, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Polling, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Schütze in der 2. Kompanie der 3. bayerischen Maschinengewehr-Schützenabteilung. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 22.03.1918 fiel er im Alter von 21 Jahren bei St. Léger.

Man begrub Bernhard Bibinger auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Unterflossing Bernhard Bibinger auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/polling-oberflossing_1866_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Bernhard Bibinger
Rückseite des Sterbebildes von Bernhard Bibinger

Gefallene Soldaten aus Mittelhessen: Ferwinand Rausch

Der Soldat Ferdinand Rausch stammte aus der hessischen Stadt Gießen und war der Sohn des Geheimen Schulrats Dr. Rausch. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann und Bataillonskommandeur im Stab des II. Bataillons des 26. Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse und mit der hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 16.07.1916 fiel er bei Le Transloy, südlich Flers.

Man begrub Ferdinand Rausch auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Die Todesanzeige für Ferwinand Rausch im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.805: Sebastian Hutterer

Der Soldat Sebastian Hutterer stammte aus Stockham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Obing, und war ein Kleinbauer (Irlhubergütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Jäger in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 12.05.1915 fiel er während der Schlacht bei La Bassée und Arras im Alter von 30 Jahren bei Carency.

Die Lage des Grabes von Sebastian Hutterer ist offiziell unbekannt. Er ist wahrscheinlich als unbekannter Toter anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy begraben worden, wo man auch seine Kameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, z. B.

  • Leutnant Max Scheibenbogen, gefallen am 12.05.1915 bei Carency, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Oberjäger Karl Schubert, gefallen am 10.05.1915 bei Carency, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Obing gedenkt Sebastian Hutterer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/obing_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Sebastian Hutterer
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Hutterer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.766: Anton Sinzinger

Der Soldat Anton Sinzinger stammte aus Watzing, einem Ortsteil der bayerischen gemeinde Tacherting, und war der Sohn eines Landwirts (Berschl-Bauer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem bayerischen Verdienstkreuz ausgezeichnet. Ende 1914 wurde er schwer verwundet, gesundete jedoch wieder. Am 21.08.1916 verstarb er im Alter von 28 Jahren während der Schlacht an der Somme in der Nähe von Martinpuich nach durch schwerer Verwundung.

Die Lage des Grabes von Anton Sinzinger ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy beigesetzt wurde, wo man auch seine Kameraden aus der 2. Kompanie begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Sebastian Negele, gefallen am 21.08.1916 bei Martinpuich, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Infanterist Joseph Schmid, gefallen am 21.08.1916 bei Martinpuich, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Anton Sinzinger
Rückseite des Sterbebildes von Anton Sinzinger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.761: Johann Huber

Der Soldat Johann Huber wurde am 23.12.1893 in Sturzholz geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Birnbach, und war der Sohn eines Kleinbaueren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 30.05.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras.

Man begrub Johann Huber auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Huber
Rückseite des Sterbebildes von Johann Huber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.759: Josef Rosenheimer

Der Soldat Josef Rosenheimer stammte aus der bayerischen Gemeinde Massing und war Konditor. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist und Krankenträger  in der 6. bayerischen Reserve-Sanitäts-Kompanie. Am 02.10.1916 fiel er bei Le Barque im Alter von 29 Jahren durch Brustschuss bei der Bergung eines Kameraden.

Man begrub Josef Rosenheimer auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Rosenheimer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Rosenheimer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.752: Josef Oberauer

Der Soldat Josef Oberauer wurde am 06.03.1886 in Dachgrub, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen, geboren und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.06.1915 fiel er während der Schlacht bei Bassée und Arras im Alter von 29 Jahren bei Bailleul-Sir-Berthoult in Nordfrankreich,.

Man begrub Josef Oberauer auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Oberauer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Oberauer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.751: Anton Moser

Der Soldat Anton Moser stammte aus Raitenhaslach, einem Stadtteil der bayerischen Stadt Burghausen, und war der Sohn eines Krämers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 12. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.02.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren bei den Kämpfen im Artois in der Nähe von Arras durch ein Artilleriegeschoss.

Man begrub Anton Moser auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Anton Moser
Rückseite des Sterbebildes von Anton Moser

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.748: Johann Peisl

Der Soldat Johann Peisl stammte aus Gretlmühle, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Landshut, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der Maschinengewehr-Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.06.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Rolincourt in der Nähe von ArrasArras durch einen Granattreffer.

Die Lage des Grabes von Johann Peisl ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy begraben wurde, wo man auch seine Kompaniekameraden begrub, die am gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Vizefeldwebel Otto Beneke, gefallen am 16.06.1915 bei Rolincourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Ersatz-Reservist Joseph Hollrieder, gefallen am 14.06.1915 bei Rolincourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Infanterist Benno Böck, gefallen am 16.06.1915 bei Rolincourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Johann Peisl
Rückseite des Sterbebildes von Johann Peisl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.741: Xaver Bachmeier

Der Soldat Xaver Bachmeier wurde am 17.12.1891 in Reicheneibach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gangkofen, als Sohn eines Tagelöhners (Söldnerssohn) geboren, und lebte in Schaufl. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 5. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, in dem auch der spätere Diktator und Massenmörder Adolf Hitler diente. Am 11.10.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Barque, einem Ortsteil der französischen Gemeinde Ligny-Thilloy. Vier Tage zuvor war Adolf Hilter an gleicher Stelle verwundet worden.

Über den Todestag und die Todesumstände von Xaver Bachmeier berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„So kam der 11. Oktober heran. Nach einer ruhigen Nacht begann um 9.30 Uhr vormittag heftiges feindliches Artilleriefeuer, zum Teil mit schwersten Kalibern, vor allem auf Luisenhofriegel, Le Barque und Hintergelände. Es flaute vorübergehend ab und steigerte sich wieder zu größter Heftigkeit. Besonders lästig waren die feindlichen Flieger, die durch Hupen und Hornsignale allerhand Zeichen gaben und tief fliegend unsere Gräben mit Maschinengewehren beschossen. Das Artilleriefeuer war begleitet von Minenwerfern und zwei unheimlichen flankierenden Grabengeschützen, unter denen besonders die 7. Kompanie zu leiden hatte. Da Angriffsabsichten vermutet wurden, so mussten die völlig erschöpften Kompanien, die vor noch nicht 24 Stunden zurückgenommen worden waren, wieder nach vorne befohlen werden: „5. Kompanie schiebt in die vordere Linie ein, 4. Kompanie bezieht die bisherigen Unterstände der 5. Kompanie (hinter Spatnyriegel), Infanterie-Pionier-Kompanie ist an Stelle der 4. Kompanie in den Luisenhofriegel zu verschieben. 8. Kompanie besetzt den Le Barque-Riegel mit drei Maschinengewehren.“ In Ausführung dieses Befehls kamen 4. und 5. Kompanie in schweres Feuer und wurden größtenteils versprengt. Von 4.30 Uhr – 4.45 Uhr war ein besonders starker Feuerüberfall, der sich zum Trommelfeuer steigerte und auf vorderer Linie, Luisenhofriegel und Le Barque lag. Um 5 Uhr nachmittag begann das feindliche Feuer anzuflauen, die Stellung, vor allem der östliche Teil des Spatnyriegels und die Verbindungswege hatten schwer gelitten.

Ein feindlicher Angriff war nicht erfolgt, doch musste aus dem Verhalten der englischen Artillerie geschlossen werden, dass für den nächsten Tag einer bevorstand. Was hatte das Regiment dem drohenden Sturm entgegenzustellen! Einige hundert Gewehre und 18 Maschinengewehre, verteilt auf einen Raum von 1.000 Meter Breite und 1.500 Meter Tiefe. So stand das Schicksal der Schlacht auf einigen Häuflein von Kriegern, die in der furchtbaren Wüste des Schlachtfeldes verstreut lagen. Der Stoß englischer Divisionen traf auf Männer, die seit Tagen ohne richtigen Schlaf, geschwächt von Durchfall, die körperlich und seelisch überanstrengt, zermürbt, erledigt waren. Menschenmögliches war geleistet worden, Unmögliches wurde verlangt. Kein Kompanieführer konnte mehr die Verantwortung für die Verteidigung der Stellung übernehmen. Jede Meldung der vorderen Linie besagte dies aufs neue, in militärisch sachlicher Kürze oder in bitteren Worten, wie die überreizten Nerven der Offiziere sei eingaben. Der verantwortliche Kommandeur der vorderen Linie, Major Leeb, gab den allgemeinen Eindruck der Lage wieder in einer Meldung um 5.30 Uhr nachmittags: „Ich beantrage, dass für die Nacht rechtzeitig frische Verstärkung herangezogen werden, da sonst der Stellung unvermeidlich.“

Und dabei keine Aussicht auf unmittelbare Ablösung, kein Einschieben frischer Kräfte in unsere Linien, die wenigstens einen kleinen moralischen Halt gegeben hätten. Jede Botte um Ablösung oder wenigstens Unterstützung wurde von den höheren Kommandobehörden schweren Herzens, aus Gründen eiserner Notwendigkeit abgelehnt. Zwar standen schon frische Regimenter hinter uns; sie durften um keine Stunde früher eingesetzt werden, als es dem Ablösungsplan der gewaltigen Schlacht entsprach. Denn jeder zu frühe Einsatz konnte bei dem Mangel an Ablösungsdivisionen verhängnisvoll werden. Niemals im ganzen Verlauf des langen Krieges ist unserem Regiment der Verzweiflungskampf unseres Heeres gegen die Übermacht einer Welt schonungsloser vor Augen gerückt worden als an der Somme. So verbluteten vorne die Reste einst stolzer Regimenter und ihr Hilferuf verhallte ungehört. Es war Niebelungennot und Niebelungengröße.

Schweren Herzens entschloss sich der Regimentskommandeur die wenigen Reserven, die ihm noch geblieben waren, aus Bapaume wieder nach vorne zu holen. Kurz vor Mitternacht erging der Befehl an den Führer der 3. Kompanie, sich mit den Resten der 1. und 3. Kompanie auf der Regiments-Befehlsstelle zu melden. Es kamen an ein Gefreiter und 7 Mann. Alles andere war krank und gefechtsunfähig. Der Gefreite war der Gefreite Windisch der 1. Kompanie, die Namen der sieben wackeren Männer sind in den Akten des Regiments nicht aufgezeichnet. Dass diese 8 Mann vorne in dieser Hölle wirklich ankamen, das war Heldentum der Pflichterfüllung, das verdient, der Vergessenheit entrissen zu werden.

An dieser Stelle sei auch eines anderen ergreifenden Zeichens stillen und selbstverständlichen Heldentums gedacht, dessen Träger zwar nicht im Verbande, wohl aber im Abschnitt des Regiments kämpften. Am 12. Oktober um 10 Uhr nachts, nachdem der Angriff abgeschlagen und das Regiment schon in Ablösung begriffen war, kam ein Mann mit nachstehender Meldung, die mit ungelenken Zügen auf einem dem Notizbuch entrissenen Blatt stand: „Soeben erhalte ich die Meldung, dass sämtliche drei Gewehre, welche rechts von mir standen, mit der vollen Bedienung, soweit sie noch vorhanden war, sowie unser Truppenführer, Vizefeldwebel Greif, verschüttet sind. Vorhanden sind noch von den in Stellung gegangenen fünf Gewehren mit einer Kopfzahl von 32 Mann: 2 Gewehre, 1 Gefreiter und 8 Mann. Wir befinden uns bereits seit 6 Tagen in Stellung, wissen aber heute noch nicht, zu welcher Formation wir gehören. Bitte gehorsamst um Bescheid, welche Maßnahmen ich treffen soll. Maschinengewehr-Trupp beim Generalkommando IV. Armeekorps in Harrincourt. Gefreiter Stirius.“ Wie viele vergessene Helden mögen auf dem Schlachtfeld der Somme ihre Pflichttreue mit dem Tode besiegelt haben.“

Man begrub Xaver Bachmeier (Volksbund: Bachmaier) auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Xaver Bachmeier
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Bachmeier