Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.871: Joseph Zehentbauer

Der Soldat Joseph Zehentbauer stammte aus Westerskirchen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schalkham, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier in der 7. Batterie des 3. bayerischen Fuß-Artillerie-Regiments. Am 18.12.1914 verstarb er im Alter von 29 Jahren im Feldlazarett Comines an Typhus.

Man begrub Joseph Zehentbauer auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Joseph Zehentbauer
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Zehentbauer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.847: Ludwig Lechner

Der Soldat Ludwig Lechner stammte aus Forsthart, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Künzing, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 6. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 26.06.1915 wurde er im Alter von 26 Jahren in der Nähe von Arras und Neuville durch Kopfschuss schwer verwundet. An dieser Verwundung starb er.

Man begrub Ludwig Lechner auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Ludwig Lechner
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Lechner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.845: Franz Holzhammer

Der Soldat Franz Holzhammer wurde am 26.06.1886 geboren, stammte aus Brandstatt und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 11. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.06.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras.

Die Lage des Grabes von Franz Holzhammer war nicht zu ermitteln.

Sterbebild von Franz Holzhammer
Rückseite des Sterbebildes von Franz Holzhammer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.843: Ludwig Sonnleitner

Der Soldat Ludwig Sonnenleitner wurde am 18.01.1877 in Eichendorf in Niederbayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 6. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 14.06.1915 fiel er im Alter von 38 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras.

Offiziell ist für Ludwig Sonnleitner keine Grablage bekannt. Laut Sterbebild wurde er jedoch auf dem Soldatenfriedhof von Neuville-St.Vaast begraben. Ich bin mir sicher, dass seine Gebeine nocht dort ruhen – anonym in einem Massengrab.

Sterbebild von Ludwig Sonnleitner
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Sonnleitner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.839: Johann Brandmaier

Der Soldat Johann Brandmaier (Volksbund und Regimentsgeschichte: Brandmeier) wurde am 31.12.1892 in Hainzing geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bodenkirchen, und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldner).  Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 1. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 04.06.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Thelus vor Arras in Nordfrankreich.

Über den Todeszeitraum und die Todesumstände von Johann Brandmaier berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 02.06. setzte äußerst heftige, planmäßige Beschießung des Gesamtabschnittes ein. Durch Volltreffer flogen Handgranaten, Munitions- und Schanzzeugdepots in die Luft, Volltreffer neben Volltreffer saß in den Laufgräben, die vordere Linie war eingeebnet, die Maschinengewehr-Stellungen verschwunden. Es war dies die Vorbereitung eines Angriffs in der hellen Nacht des 03.06. um 2.30 Uhr vormittags gegen das II. Bataillon; er wurde im Nahkampf mit ergiebigen Feindverlusten abgeschlagen, ebenso wie auch am 04.06. gegen 3 Uhr vormittags die Wachsamkeit dieses Bataillons einen feindlichen Überrumpelungsversuch vereitelte.

Das wütende feindliche Artilleriefeuer aus allen Richtungen, dessen Steigerung man für unmöglich gehalten hatte, ebnete am 04. und 05.06. die Gräben 11 und 12 vollkommen ein. Die Besatzung litt dazu unter den Atem und Sehkraft raubenden Stinkbomben, unmittelbar rechts und im Rücken stand der Franzose, nur mit Aufbietung aller Kraft mühsam abgehalten durch die todesmutigen Handgranatenwerfer hinter den alle Augenblicke eingeschossenen Sandsackbarrikaden. Kein Wunder, dass der allgemeinen Erschöpfung kaum mehr gesteuert werden konnte; das Ausharren in dieser Hölle konnte nur mehr eine Frage der Zeit sein.“

Man begrub Johann Brandmaier auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Brandmaier
Rückseite des Sterbebildes von Johann Brandmaier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.836: Balthasar Brunner

Der Soldat Balthasar Brunner stammte aus der bayerischen Stadt Traunstein und war Stationsgehilfe. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 16.06.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren bei den Kämpfen bei Fampoux vor Arras.

Über den Todestag berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regigemts:

„16.06.1915 Um 1 Uhr nachmittags setzte stärkstes Trommelfeuer gegen den rechten Flügel des Regiments ein. Da die Beobachtungsposten nach kurzer Zeit außer Gefecht gesetzt waren, konnten sich die Franzosen vor Beginn des Angriffes an den 1. Graben heranschieben und dann ohne Widerstand den völlig zerschossenen 1. Graben besetzen, teilweise bis in die 2. Linie vordringen. Hier trafen sie zuerst auf Widerstand. Sofort wurde der Gegenangriff eingeleitet, an dem sich hauptsächlich die 9. Kompanie von Norden, die 2. von Osten, die 11. von Süden her betätigte. In hartnäckigem Kampf von Schulterwehr zu Schulterwehr wurden die eingedrungenen Franzosen zusammengedrängt und dann gefangen genommen. Um 6.45 Uhr abends war die ganze Stellung wieder im Besitz des Regiments. 5 Offiziere und 150 Mann wurden als Gefangene eingebracht.“

Man begrub Balthasar Brunner auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Traunstein gedenkt Balthasar Brunner noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2021/traunstein_gedenkbuecher_lk-traunstein_bay.html

Sterbebild von Balthasar Brunner
Rückseite des Sterbebildes von Balthasar Brunner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.834: Wilhelm Angerhofer

Der Soldat Wilhelm Angerhofer wurde am 06.04.1894 in Holz, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bernbeuren, als Sohn eines Landwirt geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er ab dem 25.02.1915 als Infanterist in der 3. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Er wurde leicht verwundet. Am 24.07.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Templeux-la-Fosse und Moislains.

Sein Bruder Johann Angerhofer diente in der 12. Kompanie des 23. bayerischen Infanterie-Regiments und fiel am 13.03.1916 bei Arras.

Man begrub Wilhelm Angerhofer auf dem Soldatenfriedhof Maissemy in Block 2, Grab 353.

Seine Heimatgemeinde Bernbeuren gedenkt Wilhelm Angerhofer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/bernbeuren_lk-weilheim-schongau_bay.html

 

Sterbebild von Wilhelm Angerhofer
Rückseite des Sterbebildes von Wilhelm Angerhofer
Info zu Wilhelm Angerhofer
Rückseite des Infozettels von Wilhelm Angerhofer mit einem Blick auf das zerstörte Vigneulles

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.828: Xaver Obermeier

Der Soldat Xaver Obermeier wurde am 28.05.1895 in der bayerischen Stadt Bogen geboren. Seit Vater war der Posthalters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in einer 2. Maschinengewehr-Kompanie. Er wurde mit dem bayerischen Militär-Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 02.05.1917 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Preux vor Arras durch Granatschuss.

Man begrub Xaver Obermeier auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

http://www.denkmalprojekt.org/2012/bogen_lk-straubing-bogen_1870_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Xaver Obermeier
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Obermeier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.823: Anton Huber

Der Soldat Anton Huber stammte aus Wölkham, eine Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg, und war der Sohn eines Landwirts (Ecker). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 9. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.11.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren währned der Stellungskämpfe auf den Höhen westlich Vimy in Nordfrankreich.

Offiziell ist für Anton Huber keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass seine Gebeine, wenn sie bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Max Mehrer, gefallen am 26.11.1915 bei La Folie, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Infanterist Anton Blumenhofer, gefallen am 28.11.1915 bei Vimy, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Medardus Mandl, gefallen am 28.11.1915 bei Vimy, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Anton Huber
Rückseite des Sterbebildes von Anton Huber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.816: Georg Pollner

Der Soldat Georg Pollner wurde am 27.01.1885 in Lichtenburg geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Vilsbiburg, und war Servitial (Klosterkandidat) im Franziskanerkloster Amberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 5. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 25.08.1916 fiel er im Alter von 31 Jahren bei den Kämpfen an der Somme vor Arras.

Über den Todestag und die Todesumstände von Georg Pollner berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Der 24.08. war wieder ein Großkampftag, den das II. Bataillon ehrenvoll bestand. Ununterbrochen hagelte es das Vernichtungsfeuer, vermischt mit Gasgranaten, auf die vordere und Le-Forest-Stellung; zahllose Flieger leiteten das Feuer unter Abwurf von Bomben und Maschinengewehr-Beschießung. Von 6 Uhr abends ab war das rückwärtige Gelände wieder so mit Sperrfeuer zugedeckt, dass es durch eine graue, rauchende Wand von vorne abgeschlossen war. Kein Zweifel: ein ernster Angriff stand bevor. Erst gegen Mitternacht konnte man sich nach vielen widersprüchlichen Meldungen ein Bild über die abgelaufenen Ereignisse machen:

Nach dem rasenden Trommelfeuer war gegen 6.30 Uhr nachmittags der Feind nörlich und in dem Vom Reserve-Infanterie-Regiment 7 besetzten Maurepas eingebrochen, im Anschluss hieran auch in der vorderen Linie des II. Bataillons, auf dem in dem deckungslosen Gelände die ganze Wucht des Vernichtungsfeuers gelegen war. Heldenmütig wehrten die spärlichen Reste der 8. Kompanie den Angriff ab, ebenso weiter rückwärts der Zug der 5. Kompanie in Stärke von nur 20 Mann hinter rasch aufgeworfenen Barrikaden. Der Bataillonskommandeur, Major Horn, war gefallen. Die Bataillonsbefehlsstelle verteidigte der stellvertretende Bataillons-Adjutant, Leutnant der Reserve Stiefenhofer, gegen die feindliche Überzahl, getreulich unterstützt von den wenigen Leuten des Unterstabes und eines Fliegerabwehr-Maschinengewehrs.

Keinem Franzosen war es gelungen, bis zur II. Stellung, die bis 9.30 Uhr abends unter Feuer lag, vorzudringen; nur ein französischer Alpenjäger vom 62. Bataillon war allein auf die Stellung zugelaufen, froh, sich ergeben zu können. Nach Aussage eines weiteren Gefangenen dieses Bataillons war der Feind nicht über unsere I. Stellung vorgekommen; nur kleinere Abteilungen, die den Anschluss verloren hatten, mochten sich zwischen I. und II. Stellung befinden.

Um Klarheit zu schaffen, bekam das mittlerweile dem Regiment wieder unterstellte und in die III. – R1-Stellung vorgezogene III. Bataillon – ohne die 12. Kompanie, die in der R1 Stellung zur Verfügung des Reserve-Infanterie-Regiment 7 zu bleiben hatte – 2.30 Uhr vormittags den befehl zum Gegenstoß, der unter der persönlichen Führung des Hauptmannes Schäffer vor sich ging. Das zerwühlte Gelände, die ausnehmend dunkle Nacht, das ununterbrochene Sperrfeuer erschwerten die Bewegungen im höchsten Grade. Die geringe Ortskenntnis der beigegebenen Führer gestattete nur ein langsames Vorwärtskommen, wenn das mit 10. und 11. Kompanie in erster Linie, der 9. Kompanie in zweiter vormarschierende Bataillon nicht auseinander reißen sollte. Mit dem Erreichen der unter Trommelfeuer liegenden II. Stellung – gegen 5.30 Uhr vormittags – war die 11. Kompanie durch mehrere Volltreffer zersprengt worden. Die ersten Anzeichen der Morgendämmerung und das Artilleriefeuer auf die zum Vorbrechen bereit liegende 9. und 10. Kompanie veranlassten Hauptmann Schäffer zum sofortigen Handeln; er hätte ohne Scheu vor der Verantwortung den befohlenen Vorstoß mangels verfügbarer Kräfte und der nötigen Zeit aufgeben können. Statt dessen setzte er sich selbst an die Spitze der zur Hand befindlichen 10. Kompanie, sich des Wagnisses bewusst, mit unzureichenden Kräften seinen Auftrag auszuführen, ohne der Mitwirkung der beiden anderen Kompanien sicher zu sein. Zudem wurde der Ansatz zum Vorgehen der 10. Kompanie vom Feinde bemerkt, der sofort das Vorfeld beleuchtete, worauf schlagartig Sperrfeuer einsetzte. Mit dem Befehl an den nebenan liegenden Kompanieführer, Leutnant der Reserve Matthiesen: „Aus dem Granatfeuer heraus! Vorwärts auf dem Hang hinauf! Auf keinen Fall zurück!“ sprang die Kompanie auf und erreichte im feindlichen infanterie- und Maschinengewehr-Abwehrfeuer die Höhe, wo sie mit dem an Zahl überlegenen Gegner ins Feuergefecht trat. Der 9. und 11. Kompanie war es unter ständigem Geschoss- und Granathagel gelungen, den Angriff mitzumachen; keiner der Melder des Bataillonsstabes zum Heranholen der beiden Kompanien erreichte sein Ziel.

Inzwischen kämpfte die 10. Kompanie einen ebenso schweren wie ehrenvollen Kampf. Sie hatte den Stoß mit aller Energie geführt; viele der Tapferen blieben, darunter der Kompanieführer; der Rest fiel einem späteren feindlichen Gegenstoß zum Opfer.

Zweifellos hatte Hauptmann Schäffer durch seine verantwortungsfreudige kühne Tat, die mit dem Militär-Max-Joseph-Orden belohnt wurde, erreicht, dass der Franzose es nicht wagte, aus der von ihm in der Nacht vorher genommenen Stellung am 25.08. seinen Angriff gegen La Forest weiter fortzusetzen. Dadurch war es dem II. Bataillon des Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiments Nr. 3 ermöglicht, in der Nacht vom 25./26. unbehelligt vom Feinde und ohne Kampf.

Im Laufe des 25. machte sich der Einsatz von Gardetruppen fühlbar, die in glänzender Verfassung das Schlachtfeld betraten, auf dem unser Regiment, zerschossen und zermürbt, 13 Tage und Nächte schon lag, mit starken Verlusten und Kompaniestärken zuletzt von durchschnittlich 40 Gewehren; es hatte unter den schwersten Verhältnissen seine letzte Kraft hergegeben.

In den Vormittagsstunden rückte die 9. und 10. Kompanie des Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiments Nr. 1 zur Verstärkung unseres I. Bataillons in die Le Forest-Stellung, deren Halten laut Brigadebefehl die Hauptaufgabe des Tages war und die außerdem noch mit der 11. Kompanie besetzt blieb, während 9. und 12. im rechten Rebenabschnitt lagen. Hier bestand Anschluss mit Reserve-Infanterie-Regiment 7, nach links nur Augenverbindung mit dem vorwärts gestaffelten Nebenabschnitt der 1. Garde-Division. Mit Ausnahme der 3. Kompanie konnte I./Reserve-Infanterie-Regiment 12 gegen Abend in die R-1-Stellung abrücken, wo auch die Reste von II./R. 12 lagen.

Durch die Ereignisse der Nacht vorher, den Einsatz der Garde, der sich am hellen Tag vollzog, und die Ablösung wurde die Vermischung der Verbände unvermeidlich. Rechnet man hiezu noch die nächtlichen Verpflegungs- und Munitionstrupps, die sich mit den taktischen Verbänden auf dem Vor- und Rückmarsch kreuzten, die feindliche Feuerwirkung, so ist es verständlich, dass die II. Stellung nicht so lückenlos besetzt war, die Kompanien in sich nicht so geordnet und geschlossen, wie es die ständige Gefechtsbereitschaft bei der Nähe des Feindes erfordert hätte. Doch dieser war zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

Im Laufe des 25. wurde dem Regiment das II. Bataillon der Elisabether unterstellt und tagsüber in der R1-Stellung, 8. Kompanie in Rancourt, untergebracht. Es erhielt gegen 9 Uhr abends den Befehl, mit drei Kompanien eine neue Linie rechter Flügel an Straße Le Forest – Maurepas, linker am Hohlweg südöstlich Maurepas etwa 600 Meter vor der II. Stellung anzulegen, die 8. Kompanie eine Riegelstellung im Anschluss an den rechten Flügel des links vorwärts liegenden 4. Garde-Regiments zu Fuß. Es wurde Mitternacht, als die Elisabether hiezu anrückten. Der unermüdliche Führer des III. Bataillons, Hauptmann Schäffer, stellte sich persönlich für das zweckmäßige Vorführen und die Einweisung der Garde an Ort und Stelle zur Verfügung, die gegen 4 Uhr vormittags kampflos den befohlenen Abschnitt erreichte und sich eingrub. Während nach links mit dem 4. Garde-Regiments zu Fuß Verbindung bestand, fehlte sie nach rechts mit dem Königin Augusta Garde-Regiment Nr. 4, das anschließen sollte, aber etwa 200 Meter rückwärts blieb.“.

 

179.

Man begrub Georg Pollner auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in Block 6, Grab 124.

Noch heute gedenken die Franziskaner ihrem ehemaligen Mitbruder Georg Pollner: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/m-st_gabriel_franziskaner.htm und http://www.denkmalprojekt.org/2019/kloster-kreuzberg_stadt-bischofsheim-a-d-rhoen_lk-rhoen-grabfeld_wk1_wk2_bay.html

 

Rückseite des Sterbebildes von Georg Pollner