Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.910: Josef Bauer

Der Soldat Josef Bauer diente im Ersten Weltkrieg als Landwehrmann in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 08.03.1915 fiel er im Alter von 39 Jahren bei Sommepy-Tahure im Argonnenwald.

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Bauer berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

„08.03.1915 In der Nacht vom 7./8.3. wurden die Verbände neu geordnet. Die ganze 1. Kompanie wurde in dem wichtigen Westgraben eingesetzt. Beim Sammeln dieser Kompanie erwarb sich nach der Verwundung der beiden Offiziere, Oberleutnant Emminger und Leutnant Fräßdorf, der Unteroffizier Huber besondere Verdienste. Eine Kompanie des I./ Landwehr-Infanterie-Regiment 1 hatte den Verbindungsgraben zu der Stellung dieses Regiments zu besetzen. 2. Kompanie, die sehr gelitten hatte, wurde zur Reserve des Regiments-Kommandeurs, die bisher nur aus der 6. Kompanie bestand, zurückgenommen. Es war unmöglich, die Bataillons-Verbände wieder herzustellen. Es mussten daher Kampfgruppen gebildet werden.

Am 08.03. morgens war der Angriff gegen den eingedrungenen Feind fortzusetzen, da ein Einnisten des Feindes im Fingerwalde zu einer fortwährenden Bedrohung dieses wichtigen Flügelstützpunktes der Champagnefront geführt haben würde. Es wurden drei Kampfgruppen gebildet. Eine Verteidigungsgruppe unter Major Kehl – 1., 3., 4., 8., 11. und 9. Kompanie – hatte die aus dem Westgraben, dem neuen Kampfgraben und dem vom Landwehr-Infanterie-Regiment 116 übernommenen Kompanie-Abschnitt bestehende Stellung zu halten. Eine rechte Angriffsgruppe unter Major Benz – 5. und 10. Kompanie – sollte rechts, eine links unter Hauptmann Klein – 7. und 12. Kompanie – links den Angriff vortragen. Der Angriff sollte 6.00 Uhr morgens beginnen, unsere Artillerie ihn durch ihr Feuer auf die Fingerspitze und die feindliche Stellung südlich des Finger vorbereiten. I./Landwehr-Infanterie-Regiment 1 erhielt den Befehl, bis 3 Uhr morgens mit drei Kompanien bei der Regiments-Reserve am Steilhang einzutreffen.

Von 6 Uhr morgens an lag schweres Artilleriefeuer auf dem neuen Kampfgraben, den von ihm zurückführenden Verbindungsgräben und auf den Unterständen am Steilhang. Eine Anzahl dieser Unterstände wurde zertrümmert, unter ihnen der neben dem Regiments-Gefechts-Stand liegende Verbandraum. Die Verluste der Regiments-Reserve wurde sehr erheblich. Die Fernsprechleitungen zu dem Kampfgraben wurden sechsmal zerschossen, aber immer wieder durch die tapferen Störungssucher dank der Tatkraft des Fernsprechführers beim Regiments-Stab, Unteroffizier Fröhlich, hergestellt. Meldegänger des Regiments-Stabs kehrten nicht zurück und wurden in den Verbindungsgräben tot aufgefunden. Nachgesandte Meldegänger nahmen die blutigen Meldekarten den Toten aus der Hand und beförderten sie an ihre Empfangsstellen.

Trotz des starken feindlichen Feuers brach unser Gegenangriff los. Von der rechten Angriffsgruppe entwickelte 6 Uhr morgens die 10. Kompanie rechts, die 5. Kompanie links vor dem Hinderniss des neuen Kampfgrabens. Der 5. Kompanie folgte ein Zug des Leutnant Schroll als Unterstützung. Diese Entwicklung wurde sofort vom Feinde bemerkt und sowohl aus dem Graben am Südrande des Waldes als auch aus dem rechten Laufgraben mit Infanterie- und MG-Feuer beschossen. Trotzdem stürmten unsere Kompanien vor. Bald aber suchten die Leute vor dem feindlichen Feuer Deckung in den Granatlöchern. Leutnant Schroll hatte sich mit seinem Unterstützungszug nach rechts gezogen. Er trat aus dem Westrande des Waldes heraus, stürzte im feindlichen Feuer entlang dieses Waldrandes vorwärts und drang mit einem Teil seines Zuges in die an der Straße Souain – Perthes gelegene Sturm-Ausgangsstellung des Feindes ein. Er wird seitedem vermisst. Vermutlich hat er in der feindlichen Stellung den Heldentod gefunden. (Leiche wurde später gefunden. Leutnant Konrad Schroll, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab) Auch den tapferen Führer der 10. kompanie, Oberleutnant Meyer, der seit diesem Angriff vermisst wird, wird im Fingerwalde das gleiche Schicksal erreicht haben. Der Führer der 5. Kompanie, Hauptmann pausch, blieb verwundet in einem Granatloch liegen, konnte aber nachts in unsere Stellung zurückkehren.

nach dem Scheitern des Angriffs an unserem rechten Flügel setzte der Feind zum Gegenangriff an. Unter dem Feuer unserer in den Granatlöchern eingenisteten Schützen kam er aber im Walde nicht vor. Bei seiner Abwehr zeichnete sich besonders Offiziers-Stellvertreter Zöpfl und Unteroffizier Bastian der 10. Kompanie aus. Wohl aber gelang es ihm westlich des Waldes einen alten Graben, der senkrecht zu dem Waldrande und fast in der Verlängerung unseres neuen Kampfgrabens lag, zu erreichen und sich in ihm einzunisten. Dieser Teil des Feindes wurde später durch Präzisionsfeuer unserer 21 cm-Mörder vernichtet. Dieses Feuer wurde bis zur Erreichung dieses Ergebnisses fortgesetzt, obwohl auch unsere Besatzung des rechten Flügels des neuen Kampfgrabens stark unter der Splitterwirkung der eigenen Granaten zu leiden hatte.

Noch mehrere andere an diesem Tage von unserem rechten Flügel aus angesetzte Angriffe gegen den in die Fingerspitze eingedrungenen Feind, so auch ein Angriffsversuch der 4. Kompanie/Landwehr-Infanterie-Regiment 1 unter ihrem energischen Führer, Oberleutnant Zettner, kamen über die ersten Anfänge nicht hinaus. Der Regiments-Kommandeur begab sich im heftigsten feindlichen Artilleriefeuer an den rechten Flügel des neuen Kampfgrabens und stellte von dem rechten Verbindungsgraben zum Fingergraben aus fest, dass der Feind sich im Fingerwald so stark eingenistet hatte, dass nur ein durch zusammengefasstes Artilleriefeuer vorbereiteter Angriff frischer Truppen hier Erfolg haben konnte. Der Feind hatte die in der Fingerspitze gewonnene neue Stellung durch spanische Reiter geschützt und sie mit einem Laufgraben zu seiner Sturmausgangsstellung verbunden.

Am linken Flügel befahl Hauptmann Klein, dass 6 Uhr morgens die 12. Kompanie rechts vom linken Verbindungsgraben, die 7. Kompanie mit 1 Zug links von diesem gegen die Südstellung vorzugehen, mit 2 Zügen zum Angriff der 12. Kompanie rechts gestaffelt zu folgen habe. Leutnant Tillmanns der 7. Kompanie drang in unsere alte Stellung am Birkenwäldchen, die nachts auf Befehl des Major Kehl von der 3. Kompanie geräumt worden war, ein und behauptete sich dort. Die 12. Kompanie, deren tapferer Führer, Hauptmann Stillkrauth, gleich beim Ansetzen zum Sturm schwer verwundet wurde, gewann den vorderen Kampfgraben westlich vom linken Verbindungsgraben. Die Züge des Leutnants Specht und Trenkle der 7. Kompanie griffen noch weiter westlich an, brachen aber im feindlichen Feuer zusammen. Leutnant Specht fiel dicht vor dem vom Feinde besetzten Graben (Leutnant Hermann Specht, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab), Leutnant Trenkle wird hier gleichfalls den Heldentod gefunden haben (Leutnant Theobald Trenkle, gefallen am 08.03.1915 bei Souain, begraben auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab), ebenso wie Offiziers-Stellvertreter von Hößlein, die seitdem vermisst werden. Leutnant Käsbauer der 12. Kompanie arbeitete sich mit einem Teil dieser Kompanie, wirksam unterstützt durch den Pionier-Handgranatentrupp unter Leutnant Dex, langsam im Südostgraben nach Westen vor. Als die Handgranaten ausgegangen waren, kam das Vordringen zum Stehen. Der zurückgewonnene Teil der Stellung blieb aber unter der tatkräftigen Führung der Leutnante Tillmanns und Käsbauer besetzt.“

Man begrub Josef Bauer auf dem Soldatenfriedhof Souain in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde in Bad Kohlgrub gedenkt Josef Bauer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/bad-kohlgrub_kirche_lk-garmisch-partenkirchen_1870_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Josef Bauer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Bauer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.909: Josef Bischlager

Der Soldat Josef Bischlager stammte aus Willofs, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Obergünzburg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.02.1915 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Rolincourt bei Arras durch einen Kopfschuss.

Man begrub Josef Bischlager auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Bischlager
Rückseite des Sterbebildes von Josef Bischlager

Sonderbeitrag: Johann Watermann

Heute hätte der Soldat Johann Watermann seinen 130. Geburtstag. Er wurde am 04.05.1897 in Steele geboren. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Grenadier im 3. Grenadier-Regiment. Am 26.03.1918 fiel er bei Morlancourt.

Am Tag vor seinem Tod, schrieb er folgende Worte an seine Eltern und Geschwister:

„Ihr liebe Eltern und Geschwister!

Wenn Ihr diesen Brief bekommt, hat das Schicksal schon über mich entschieden. Die letzten Tage, wo ich in Ruhe liege, brachten mir eine bange Ahnung, dass ich Euch, meine Lieben, nicht mehr zu sehen bekomme. Heute Abend gehen wir nach vorne, das Artilleriefeuer wird schreckliche Wirkung haben. Wenn sich meine Ahnung erfüllen sollte, dann trauert nicht um mich, ich bitte nur, gedenkt meiner im Gebete. Wenn ich Euch früher Sorgen gemacht habe, so bitte verzeiht mir. Sonst habe ich nichts mehr auszurichten. Möge mein Tod kurz und schmerzlos sein. Nun, liebe Eltern und Geschwister, lebt wohl bis wir uns in der Ewigkeit wiedersehen.

Nochmals herzlichen Gruß!

Euer Sohn und Bruder Johann.“

Man begrub Johann Watermann auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in Block 2, Grab 1.011.

Gedenkstein für Johann Watermann Paderborn-Schloss Neuhaus (Waldfriedhof), Nordrhein-Westfalen

 

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.905: Josef Heinz

Der Soldat Josef Heinz stammte aus Kolbing, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Walpertskirchen, und war der Sohn eines Schuhmachers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 5. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 08.06.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 19 Jahren bei bei Douaumont bzw. am Fort Douaumont.

Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Heinz berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:

„In der Nacht vom 07./08.06. erfolgte unter erheblichen Verlusten die Neugliederung für den beabsischtigten Angriff des 08.06. Es sollte eine Linie östlich Ferme Thiaumont erreicht werden. II./12. und die ihm als Abschnittsreserve im Chauffourwald Nord unterstellte 4. Kompanie war mit anderen Truppenteilen der meittleren Angriffsgruppe (Gruppe Policzka) dem Hauptmann Stöber, Führer des II./12. zugeteilt. Sie lösten heute Nacht I./12. in vorderster Linie unter erheblichen Verlusten ab. I./12 ohne 4. Kompanie wurde Brigadereserve in der Küchenschlucht, woselbst auch III./12. bereit gestellt wurde. Von 4 bis 10 Uhr vormittags musste das vorderste II. Bataillon starkes Trommelfeuer, das sich zum Orkanfeuer steigerte, in den stark besetzten Bereitschaftsgräben 319 – 326, die auch noch mit Mannschaften des 15. und 20. Infanterie-Regiments belegt waren, über sich ergehen lassen, sodass der Befehl zum Vorbrechen als eine Erlösung empfunden wurde. Gleich der erste Sturm brachte herrliche Erfolge.

 

Das Kampffeld bei Douaumont 1916

Die feindlichen Gräben wurden im Handgranatenkampf genommen, die überlebenden Franzosen gefangen, Werk 368 und M 369 durch Sturmabteilung Echteler, 6./12 und Vizefeldwebel Eberl ebenfalls genommen und durch Vizefeldwebel Sauter, 6./12, ein bisher unbekanntes Infanterie-Werk 377 überrumpelt. 9 Offiziere, etwa 150 Mann und 7 Maschinengewehre fielen in unsere Hände. Nach einer Stunde war die befohlene Stellung erreicht, an ihrer Verteidigungsfähigkeit wurde mit Nachdruck gearbeitet. Um 5.30 Uhr abends schloss sich das Bataillon dem links angreifenden Jägerregiment zum 2. Sturme an und es gelang einer gemischten kleinen Abteilung, in das Zwischenwerk Thiaumont einzudringen. Doch da rechts der Anschluss fehlte, musste dieses wieder aufgegeben werden; der Feind besetzte es anderen Tags. Ein von ihm unternommener Gegenangriff scheiterte bereits in unserem Artilleriefeuer. Nachts kam für das schwer geprüfte II. Bataillon Ablösung durch das III. Bataillon in vorderster Linie, leider unter schwerstem feindlichen Artilleriefeuer. Die nächsten Tage brachten stündlich starkes und stärkstes Artilleriefeuer auf vordere und rückwärtige Stellungen, wodurch Leutnant der Reserve Ostermayr und Rettenberger am 11.06. und 12.06. 11 Uhr vormittags in der Fossesschlucht auch der Regimentskommandeur den Heldentod fanden.“

Das Dorf Douaumont 1916

Man begrub Josef Heinz auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Heinz
Rückseite des Sterbebildes von Josef Heinz

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.903: Anton Forster

Der Soldat Anton Forster stammte aus der bayerischen Stadt Rosenheim und war Bürodiener. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 31.08.1917 verstarb er im Alter von 33 Jahren nach 36 Monaten Kriegsdienst an einer Rückenmarkverletzung.

Man begrub Anton Forster auf dem Soldatenfriedhof Le Cateau in Block 1, Grab 140.

Seine Heimatstadt Rosenheim gedenkt Anton Forster noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/rosenheim_wk1_bay.htm

Sterbebild von Anton Forster
Rückseite des Sterbebildes von Anton Forster

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.901: Nikolaus Kratz

Der Soldat Nikolaus Kratz stammte aus Wurmansau, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Saulgrub, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 31.10.1914 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Apremont-la-Forêt im Bois d’Ailly.

Die Lage des Grabes von Nikolaus Kratz ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Michael Arnold, gefallen am 05.11.1914 im Bois brûlé, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Infanterist Michael Kochem, gefallen am 22.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
  • Infanterist Kaspar Eisenberger, gefallen am 22.10.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 315;
  • Wehrmann Peter Kreiller, gefallen am 05.11.1914 im Bois brûlé, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 632.

Seine Heimatgemeinde Saulgrub gedenkt Nikolaus noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2018/altenau_gde-saulgrub_lk-garmisch-partenkirchen_1870-71_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Nikolaus Kratz
Rückseite des Sterbebildes von Nikolaus Kratz

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.899: Josef Liegl

Der Soldat Josef Liegl stammte aus der bayerischen Stadt Rosenheim, lebte in Holzkirchen und war der Sohn eines Zimmermanns. Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.02.1916 – exakt 50 Jahre vor meiner Geburt –  fiel er während der Stellungskämpfe im Artois im Alter von 22 Jahren bei Givenchy-en-Gohelle durch die Sprengung feindlicher Minen.

Man begrub Josef Liegl auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatstadt Rosenheim gedenkt Josef Liegl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/rosenheim_wk1_bay.htm

Sterbebild von Josef Liegl
Rückseite des Sterbebildes von Josef Liegl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.898: Josef Bögelein

Der Soldat Josef Bögelein wurde am 11.05.1884 in Niedergeislbach geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lengdorf, und war der Sohn eines Bahnwärters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier im 1. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 21.04.1917 fiel er im Alter von 32 Jahren bei den Kämpfen in den Vogesen durch einen Granatvolltreffer.

Man begrub Josef Bögelein auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in Block 2, Grab 596.

Sterbebild von Josef Bögelein
Rückseite des Sterbebildes von Josef Bögelein

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.894: Peter Reichenspurner

Der Soldat Peter Reichenspurner wurde am 18.09.1892 in Obergarching geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Garching an der Alz, und war der Sohn eines Landwirts (Hintermeierbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 5. Kompanie des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.07.1916 fiel er während der Schlacht an der Somme im Alter von 23 Jahren bei Grandcourt auf Posten.

Über den Todestag und die Todesumstände von Peter Reichenspurner berichtet die Regimentsgeschichte des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Durch einen Regimentsbefehl vom 06.07.1916 wurde für den nächsten Tag ein Unternehmen unter Leitung des Majors Prager gemeinsam mit Hauptmann Wurm von drei Seiten gegen den Feind angeordnet. 4 Uhr morgens begann es. Einleitung: Deutsches Feldhaubitzen-Konzert. Alsdann stürmten die Leute von Prager und Wurm schneidig vor. Handgranatentrupps der 5. und 7. Kompanie (Abschnitt Wurm) unter den Vizefeldwebel Gerber und Grobholz nebst solchen der 2. und 4. Kompanie Infanterie-Regiment 185 stießen im 2. Graben in der Nähe der Meisengasse ohne besonderen Widerstand bald auf den von Norden kommenden Trupp der 8. Kompanie und der ausgezeichnet arbeitenden 11. Kompanie Infanterie-Regiment 185 (Abschnitt Prager). Von da ging es durch Verbindungsweg Nr. 6 und 7 gegen den ersten Graben vor. Nach Gerbers Verwundung zeigten sich hauptsächlich Unteroffizier Reichert und Beckert der 7. Kompanie und Rückert und Stock der 5. Kompanie als tatkräftige Führer. Eine von Stock erbeutete englische Muskete leistete ihm beste Dienste. 4.40 Uhr morgens erwiderte die feindliche Artillerie das Feuer, durch das sich niemand stören ließ. Hauptmann Wurm war, als seine anstrengende Tätigkeit an der Befehlsstelle es einigermaßen zuließ, von 6 Uhr morgens ab mitten unter seinen Leuten vorne, regelte die Besetzung der neugewonnenen Gräben, den Austausch der Handgranatenwerfer, die Verteilung und Verwendung der ungeheuren Mengen englischer Handgranaten und gab den Antrieb zu weiterem Vordringen gegen die Engländer, die sich im ersten Graben mit einem Maschinengewehr noch verzweifelt wehrten. Aber allmählich erlahmte ihr Widerstand. Als sie schließlich über freies Gelände zurückflutete, sprang Unteroffizier Rückert mit 6 Mann der 5. Kompanie auf die Rückenwehr im Graben und nahm sie unter kräftiges Verfolgungsfeuer; Leute der 7. Kompanie brachen den letzten Widerstand durch Handgranaten. Der englische Maschinengewehr-Leutnant Lewis H. Neville Grenher (1./5. York Lancester-Regiment) geriet mit dem unbrauchbar gemachten Maschinengewehr in Hauptmann Wurms Hand; er machte ihn auf den im Graben anwesenden, verwundeten englischen Oberstleutnant F. H. G. Rendell aufmerksam, der von unseren Krankenträgern zurückgebracht wurde. Nun war das letzte, am 1. Juli vom Reserve-Infanterie-Regiment 99 verlorene Grabenstück wieder in deutschem Besitz, damit das am 1. Juli begonnene und unermüdlich und tatkräftig durchgeführte Werk vollendet. Um die nämliche Stunde, zu der beim Kommandeur der 26. Reserve-Division, Generalleutnant Freiherr von Soden, die Meldung von der völligen Vertreibung des Feindes aus dem Divisions-Abschnitt einlief, übergab deine Excelenz den südlichen Teil hievon dem Kommandeur der 10. bayerischen Division, Generalleutnant Burkhardt, hocherfreut, dass ihm dieses Abschiedsgeschenk zuteil wurde.“

Man begrub Peter Reichenspurner auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.

Sterbebild von Peter Reichenspurner
Rückseite des Sterbebildes von Peter Reichenspurner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.892: Peter Bichlmaier

Der Soldat Peter Bichlmaier wurde am 05.10.1892 in Maisenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg, als Sohn eines Kleinbauern (Gütlers) geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, in der Auch der spätere Diktator Adolf Hitler diente. Am 31.03.1917 fiel er im Alter von 24 Jahren in Nordfrankreich durch eine Granatenkugel.

Man begrub Peter Bichlmaier auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 2, Grab 212.

Sterbebild von Peter Bichlmaier
Rückseite des Sterbebildes von Peter Bichlmaier