Der Soldat Otto Brentzel wurde am 26.11.1874 im Gutsbezirk Lipionka im ehemaligen Westpreußischen Kreis Hohensalza geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann im 95. Infanterie-Regiment. Am 12.09.1914 fiel er nach schwerer Verwundung in Ostpreußen bei bei Gumbinnen (seit 1945 russisch: Gussew).
Die Lage des Grabes von Otto Brenzel ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Der Soldat Hellmuth von Weltzien stammte aus Torgau im heutigen Bundesland Sachsen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann in der 11. Kompanie des 95. Infanterie-Regiment. Am 11.09.1914 fiel er während der Schlacht an den Masurischen Seen in Polen. Er wurde bei der Ortschaft Adamsheide (seit 1945 russisch: Abelino) durch Herzschuss getötet.
Über den Todestag und die Todesumstände von Hellmuth von Weltzien berichtet die Regimentsgeschichte des 95. Infanterie-Regiments:
„Von diesem Angriff des III./95 erzählt Musketier Karl Heß, 11. Kompanie:
„Wir gingen im Sturmschritt über das Feld, Hauptmann von Weltzien immer voran und ich an seiner Seite mit Winkerfahne. Auf 200 – 300 Meter am Dorf (Adamsheide) nahmen wir Stellung. Mein Hauptmann sagte zur mir: Winken Sie, 3. Zug verstärken. Währenddem ich so winkte, schlugen die Kugeln so stark ein, dass man nicht wusste, wo man ist. Ich winke, aber man sah das scheinbar nicht und so sagte mein Hauptmann: „Knieen Sie“ und er tat dasselbe. Ich winkte zweimal, beim dritten wurde mein Fahnenstock mitten entzwei geschossen. Gleich spitzte ich ihn wieder an und winkte noch einmal, auch der Hauptmann tat dies mit dem Arme. In diesem Augenblick fiel er hintenüber und war, durchs Herz geschossen, sofort tot. Wir legten ihn zurecht, währenddem hagelte es von Geschossen. Ich rief nach rechts, Leutnant von der Recke möge die Kompanie führen. Da kam die Antwort, dass auch er schwer verwundet ist. Auf denselben Ruf nach links die Erwiderung: Leutnant Lausmann ist auch gefallen. Wir befanden uns in einer Lage, die sich kaum denken lässt. In der Schützenlinie einige Tote, viele Schwer- und Leichtverwundete, die jammerten und schrieen. In dieser Lage waren wir annähernd 2 Stunden.“.“
Die Lage des Grabes von Hellmuth von Weltzien ist unbekannt. Wahrscheinlich existiert es nicht mehr.
Der Soldat Werner Zang wurde am 12.04.1923 in Hostenbach geboren, heute ein Ortsteil der saarländischen Stadt Wadgassen. Im Zweiten Weltkrieg diente er in einem Grenadier-Regiment. Am 04.01.1943 verstarb er im Alter von 19 Jahren bei Bol Rossoschka während der Einkesselung bei Stalingrad an einer schweren Verwundung.
Man begrub Werner Zang auf dem Soldatenfriedhof Rossoschka unter den Unbekannten.
Sterbebild von Werner ZangRückseite des Sterbebildes von Werner Zang
Der Soldat Anton Fersch wurde am 30.12.1917 in Kleinottersdorf geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Greding.
Am 01.05.1930 machte er am humanistischen Gymnasium in Eichsätt Abitur. Er studierte an der Philosophisch-theologischen Hochschule EichstättTheologie.
Vom 05.04. bis 25.10.1938 leistete er seinen Reichsarbeitsdienst in Mindelheim (Schwarzwald) und Steinmauern (Baden) ab.
Am 11.12.1939 wurde Anton Fersch zum 63. Infanterie-Ersatz-Bataillon Ingolstadt einberufen. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in einem Infanterie-Regiment. Am 19.09.1943 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Dubrowa, ostwärts Smolensk. Er wurde von seinem Kameraden bei Sowchose Morewo begraben. Ob sein Grab noch heute existiert oder ob er umgebettet wurde, ist unbekannt.
Sterbebild von Anton FerschRückseite des Sterbebildes von Anton Fersch
Der Soldat Ludwig Linhuber stammte aus Halfing in Bayern und fiel am 30.01.1945 an der Ostfront. Man begrub ihn auf dem Soldatenfriedhof Baltijsk in der Nähe der russischen Stadt Kaliningrad in Block 1A, Reihe 19, Grab 734.
Der Soldat Remigius Wengenmair (Verlustlisten: „Wengenmeier“) wurde am 20.02.1892 in der bayerischen Gemeinde Oberrieden als Sohn eines Schmiedemeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reiter in der 3. Eskadron des 2. bayerischen Schwere-Reiterregiments. Am 28.04.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Kielmy (litauisch: Kelmė) in im heutigen Litauen.
Die Lage des Grabes von Remigius Wengenmair ist unbekannt.
Der Soldat Johann Altschäffl stammte aus Hörabach, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Bogen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 9. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet und mehrfach verwundet. Am 09.08.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren während der Schlacht von Kowel bei einem Gefecht bei Zarzecze (ukrainisch: Saritschtschja) in der heutigen Ukraine.
Über den Todeszeitraum von Johann Altschäffl schreibt die Regimentsgeschichte des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„08.08.1916 II. und III. Bataillon in heftigen Kämpfen am Sandhügel bei Zarzece. I. Bataillon bei Landsturm-Bataillion 44.
09.08.1916 I. Bataillion schlägt russische Angriffe nördlich Smolary ab. II. uznd III. Bataillion in schwerem Gefecht am Sandhügel. 6. und 7. Kompanie bei Zarzece abgelöst, rücken nach Biwakplatz nördlich P. 181.“
Die Lage des Grabes von Johann Altschäffl ist unbekannt, wie meist bei Gefallenen der Ostfront im Ersten Weltkrieg.
Die Lage des Todesortes von Johann Altschäffl. Hier dürfte sich auch sein Grab befinden:
Sterbebild von Johann AltschäfflRückseite des Sterbebildes von Johann Altschäffl
Der Soldat Josef Dorr stammte aus Felsberg (Saar). Im Zweiten Weltkrieg diente er als Leutnant in einem Grenadier-Regiment und wurde mehrfach ausgezeichnet. Am 10.08.1943 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Jelnja an der Ostfront. Die Lage seines Grabes ist unbekannt.
Sterbebild von Josef DorrRückseite des Sterbebildes von Josef Dorr
Der Soldat Josef Prüller stammte aus der bayerischen Gemeinde Mauth war der Sohn eines Landwirts. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Obergefreiter in einem Infanterie-Regiment. Am 28.03.1945 verstarb er im Alter von 32 Jahren in einem russischen Gefangenenlager am Wolchow bei Leningrad.
Die Lage des Grabes von Josef Prüller ist unbekannt.
Sterbebild von Josef PrüllerRückseite des Sterbebildes von Josef Prüller
Der Soldat Anton Oswald stammte aus Sachenbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Jachenau, und war der Sohn eines Landwirts. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Obergefreiter in einem Infanterie-Regiment. Am 11.11.1945 verstarb er im Alter von 32 Jahren im Reservelazarett Gießen nach sechs Jahren Kriegsdienst und 1 ½ Jahren russischer Kriegsgefangenschaft. Er dürfte auf dem Gießener Neuen Friedhof im militärischen Teil begraben sein.