Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.636: Johann (Josef) Mühlhauser

Der Soldat Johann (Josef) Mühlhauser wurde am 06.07.1880 in Kühberg geboren und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 17.03.1917 fiel er im Alter von 37 Jahren.

Man begrub Josef Mühlhauser auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 2, Grab 717.

Anmerkung: Auf dem Sterbebild ist der Vorname „Johann“ angegeben. Nach meinen Recherchen hieß er aber Josef. Dies ergaben unterschiedliche Quellen.

Sterbebild von Johann Mühlhauser
Rückseite des Sterbebildes von Johann Mühlhauser

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.635: Georg Zwieselsberger

Der Gefreite Georg Zwieselsberger stammte aus Mörn, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie de 25. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 07.10.1915 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Sommepy in Frankreich durch eine Granatverletzung.

Offiziell ist für Georg Zwieselsberger keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes begraben wurde, wo seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

 

Sterbebild von Georg Zwieselberger
Rückseite des Sterbebildes von Georg Zwieselberger

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.634: Vinzenz Hunklinger

Der Gefreite Vinzenz Hunklinger wurde am 19.07.1883  in Anger in Bayern geboren und war Postbote in München. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Mitte 1915 wurde er leicht verwundet und mit dem Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Im Oktober 1916 wurde Vinzenz Hunklinger vermisst gemeldet. Franzosen hatten ihn am 03.09.1916 während der Stellungskämpfe im Artois gefangen genommen. Im Februar 1917 teilten die Militärbehörden dann mit, dass er in Kriegsgefangenschaft geraten sei. Am 16.05.1918 verstarb er im Alter von 35 Jahren nach 21 Monaten in französischer Kriegsgefangenschaft.

Man begrub Vinzenz Hunklinger auf dem Soldatenfriedhof Saint Nazaire in Block L, Grab 21.

Sterbebild von Vinzenz Hucklinger
Rückseite des Sterbebildes von Vinzenz Hucklinger

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.633: Valentin Leitner

Der österreichische Soldat Valentin Leitner stammte vom Girbengut in Hucking, heute ein Ortsteil der österreichischen Gemeinde Tarsdorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er im 2. Landwehr-Infanterie-Regiment. Am 19.10.1914 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Risarkowice in Galizien.

Wie meist bei Österreichischen Kriegsopfern konnte ich für Valentin Leitner keine Grablage ermitteln.

Sterbebild von Valentin Leitner
Rückseite des Sterbebildes von Valentin Leitner

SONDERBEITRAG: Friedrich von Bismarck

Der Soldat Friedrich von Bismarck wurde am 23.07.1870 in Magdeburg geboren, der Hauptstadt des Bundeslandes Sachsen-Anhalt. Er war der Enkel des Reichskanzlers Otto von Bismarck. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberstleutnant und Regimentsführer im Regimentsstab des 1. Garde-Regiment zu Fuß. Am 05.11.1916 fiel er im Alter von 46 Jahren auf der Maisonette-Höhe in der Nähe von Bernes (⇒ Google Maps) östlich Péronne. Hier wurde er auch zunächst begraben. Später wurde er umgebettet auf den Soldatenfriedhof Le Sourd.

Über den Todestag und die Todesumstände von Friedrich von Bismarck berichtet die Regimentsgeschichte des 1. Garde-Regiments zu Fuß:

„5. November: Die feindliche leichte Artillerie war sehr tätig. 8.05 Uhr vormittags erhielt bei der Beobachtung des Gegners aus dem Schützengraben der Regimentsführer Oberstleutnant von Bismarck einen einzelnen, wohlgezielten Gewehrschuss in den Kopf und starb kurz darauf. Ein schwerer Verlust für das Regiment! Oberstleutnant von Bismarck war ein wahres Soldatenkind. Wie seinen Vater 1870 bei Beaumont traf ihn hier im Dienste für König und Vaterland, für Kaiser und Reich das feindliche Blei. Seit seinem Dienstantritt hatte er dem Regiment angehört und mit ihm den Feldzug von Anfang an mitgemacht. Sein ehrenhafter, kristallklarer Charakter, sein gütiges Herz und sein bescheidenes, fröhliches Wesen machten ihn zum wahren, fürsorglichen Vater seiner Untergebenen und treusten Helfer seiner Kameraden. Sein Geist lebt deshalb weiter in unseren Reihen, uns zu steter Pflichttreue anfeuernd. Nie wird das Regiment diesen altpreußischen Soldaten und Edelmann vergessen! Hauptmann Küpper hielt an die am Regiments-Gefechtsstand versammelte Bereitschaftskompanie eine kurze Ansprache, dann wurde der Sarg, von acht Offizieren getragen, nach der Dürrbrücke gebracht. In Bouvincourt erwies das unter präsentiertem Gewehr spalierstehende Sempertalisbataillon seinem gefallenen Kommandeur die letzte Ehre.“

Major von Bismarck und Oberleutnant Matuschka im Gefechtsstand bei Tahure im Januar 1915

In der Ruhmeshalle in Berlin gedachte man Friedrich von Bismarck auf einer Tafel: http://www.denkmalprojekt.org/2020/mitte_ruhmeshalle-zeughaus_stadt-berlin_wk1_ber.html

Auf dem Soldatenfriedhof Le Sourd gedenkt man Friedrich von Bismarck auf einem Gedenkstein: http://www.denkmalprojekt.org/2017/le-sourd_deutsche_kriegsgraeber_departement-aisne_hauts-de-france_frk.html

Sterbebild von Friedrich von Bismarck
Aufbahrung des auf der Maisonette-Höhe am 05.11.1916 gefallenen Oberstleutnant von Bismarck
Trauerfeier für Oberstleutnant von Bismarck in Bernes östlich Peronne

 

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.632: Sebastian Mayerhofer

Der Soldat Sebastian Mayerhofer (eigentlich Maierhofer) wurde am 02.08.1890 in Mörn geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 9. Kompanie (Fehler auf Sterbebild) des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, in dem Regiment, in dem auch Adolf Hitler als Meldegänger diente. Am 12.03.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren in Nordfrankreich während der Schlacht bei Neuve-Chapelle.

Offiziell ist für Sebastian Mayerhofer keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Lens-Sallaumines begraben wurde. Dort wurden auch seine Regimentskameraden begraben, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

 

Sterbebild von Sebastian Mayerhofer
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Mayerhofer

SONDERBEITRAG: Otto Ackermann

Bei einem Spaziergang über den Alten Friedhof in Gießen stieß ich auf die Gedenkplatte für Otto Ackermann. Er wurde am 23.03.1874 in Gießen im heutigen Bundesland Hessen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Landwehr in der 12. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Ende 1914 wurde er als vermisst gemeldet. Später, Anfang 1915 meldete die Verlustliste, er sei in Gefangenschaft geraten. Ende 1917 korrigierten sich die Militärbehörden via Verlustliste. Demnach gilt Otto Ackermann als seit dem 31.10.1914 als bei Le Quesnoy en Santerre (heute Parvillers-le-Quesnoy) an der Somme vermisst. Er wurde 40 Jahre alt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Otto Ackermann berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Infanterie-Regiments:

„Der Feind hat mit starken Kräften das von der 21. Infanterie-Division verteidigte Le Quesnoy-en-Santerre überrumpelt und weggenommen!“ Wie ein Blitz schlug diese Meldung am Abend des 30. Oktober beim Regiment ein. Sofort wurde alarmiert. Um 10 Uhr nachmittags rückten die Bataillone nach Fresnoy vor. Dort hieß es, es sei alles wieder in Ordnung, Le Quesnoy sei wieder unser, die Regimenter 81 und 88 hätten es den Franzosen wieder entrissen. Die Unsicherheit der einlaufenden Meldungen war nie so groß wie an diesem Tage. Die Bataillone rückten weiter vor nach Damery, wo sie um 4 Uhr vormittags ankamen. Dort kam neue Meldung von vorn: Le Quesnoy ist zum zweiten Male von den Franzosen genommen worden. Nun wurde das Regiment gegen das Dorf angesetzt. Rechts der Straße Damery-Quesnoy sollte das III. Bataillon mit vier Maschinengewehren vorgehen, an der Straße selbst und links davon das I. mit zwei Maschinengewehren. Das II. Bataillon hatte sich schon zwei Stunden zuvor in Anlehnung an diese Straße entwickelt und lag bereits weit vorn im Felde. Ein lichterloh brennendes Haus in Le Quesnoy gab den in der Dunkelheit vorrückenden Kompanien die Marschrichtung an. Eine Zeitlang schien es, als ob alles gut ablaufen sollte. Die Bataillone kamen vor, wenn auch mit Verlusten. Bald waren sie auf Sturmstellungen an den Feind heran. Er lag wieder vor dem Dorfrand, gedeckt durch Gräben und Hecken. An einigen Stellen hatten sich die Kompanien bis auf 50 Meter an ihn herangearbeitet. Aber hier, so nahe am Ziel, sollte jetzt ein Schauspiel anheben, so ungeheuer und fürchterlich, dass es den wenigen, die es überlebt haben, nie aus dem Gedächtnis entschwinden wird. Einzelne Kompanien, auch Züge und Gruppen stürmten vor. Ein rasendes Feuer mähte sie nieder. Was noch lebt, springt eiligst in die Deckung zurück. Ein zweiter und dritter Versuch missglückt ebenso. Dann gibt es ein Zuwarten. Aber jede Verbindung nach rechts und links fehlt, und die Nachbartruppen schaffen keine Abhilfe gegen sas schreckliche Flankenfeuer. Meldungen nach hinten sind unmöglich. Was die Deckung verlässt, wird abgeschossen. Nirgends Hilfe, jeder ist auf sich selbst angewiesen. Von neuem wird der Sturm versucht. Mit gezogenem Degen stürmt Offizierstellvertreter Ohly seiner 6. Kompanie voran. Er fällt, die meisten seiner Braven mit ihm. Dem Oberleutnant der Reserve Frank von der 11. Kompanie gelingt es, mit seiner kleinen unerschrockenen Schar durch die Hecke durchzustoßen und sich ins Handgemenge mit dem Gegner zu stürzen. Aber das Häuflein ist zu schwach, erliegt der Übermacht, und keiner von ihnen kehrt mehr zurück. Das gleiche Geschick ereilt den Führer der Leibkompanie, Oberleutnant Bethge, und den Adjutanten des I. Bataillons, Leutnant der Reserve Desch, mit ihren treuen Kameraden. Umsonst ist aller Heldenmut, umsonst jede pflichttreue Aufopferung. So vergeht Stunde auf Stunde in qualvoller, hoffnungsloser Lage. Mit Bangen wird der Abend erwartet.

Aber auch der sollte keine Besserung bringen. Hunger und Durst quälen die durch Anstrengung des Tages zu Tode Ermatteten. Aber es kann nichts nach vorn geschafft werden. Die mondhelle Nacht lässt keine Verbindung zu. Was den Kopf über die Deckung streckt, ist verloren. Abgeschnitten von allem, gefangen wie in einer Falle! Kein Essen, kein Trinken, kein Munitionsersatz. Und doch wird der Entschluss, das Dorf zu stürmen, nicht aufgegeben: Drei Bataillone von den Regimentern 87 und 88 rücken im Laufe der Nacht nach vorn. Aber es gelingt ihnen nicht einmal, bis in Höhe unserer vorderen Kompanien zu kommen; 200 Meter dahinter müssen sie liegenbleiben und Schutz suchen gegen die alles niedermähenden feindlichen Maschinengewehre.“

Bis heute konnte man seine Gebeine nicht finden bzw. identifizieren. Es könnte sein, dass sie anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Montdidier begraben wurde, wo auch zwei seiner Kameraden begraben wurden, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Kriegsfreiwilliger Hans Rumpf, gefallen am 31.10.1914 bei Quesnoy-en-Santerre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Montdidier in einem Massengrab;
  • Oberleutnant Wolfgang Frank, geboren am 24.03.1876 in Oberlais, gefallen am 31.10.1914 bei Quesnoy-en-Santerre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Montdidier in einem Massengrab.

 

Gedenkplatte für Otto Ackermann auf einem Grabstein auf dem Gießener Alten Friedhof

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.631: Lukas Ammer

Der Soldat Lukas Ammer stammte aus Ering und war der Sohn eines Hausbesitzers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des bayerischen Infanterie-Leib-Regiments. Am 12.08.1914 fiel er im Alter von 26 Jahren zwischen Bremenil und Neuviller-lès-Badonviller.

Über seinen Todestag berichtet die Regimentsgeschichte des Infanterie-Leib-Regiments:

12.08.1914 Am frühen Morgen gehen französische Patrouillen aus Badonviller gegen II./L. vor. II./L. greift sie an, I. und III./L. schließen sich dem links umfassenden Angriff an. Am Vormittage dringt II./L. in Badonviller ein, stößt nach erbittertem Häuserkampf bis Fennwiller durch. I. und III./L. stürmen kurz darnach, Badonviller links umgehend, nach schwerem Kampfe die französischen Linien vor Peronne. Ein erster herrlicher Sieg war erfochten, eine französische Brigade vom Regiment allein geworfen. Die Verluste waren beträchtlich. Abends Biwak bei Neuviller.“

Einer der beträchtlichen Verluste war Lukas Ammer.

Offiziell ist für Lukas Ammer keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Reillon begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a. 

  • Unteroffizier Hans Dannhorn, gefallen am 12.08.1914 bei Badonviller, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab;
  • Gefreiter Arnim Friedrich, gefallen am 12.08.1914 bei Badonviller, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab;
  • Infanterist Johann Graf, gefallen am 12.08.1914 bei Badonviller, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab;
  • Infanterist Max Schöll, gefallen am 12.08.1914 bei Badonviller, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Lukas Ammer
Rückseite des Sterbebildes von Lukas Ammer

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.630: Joseph Hager

Der Soldat Joseph Hager stammte aus Winham, heute ein Ortsteil der österreichischen Gemeinde Tarsdorf. Im Ersten Weltkrieg diente er in der Gebirgs-Infanterie-Munitionskolonne 2 | 14. Am 08.08.1917 verstarb er im Alter von 25 Jahren in seinem Elternhaus an den Kriegsstrapazen. Er

Sterbebild von Joseph Hager
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Hager

SONDERBEITRAG: Georg Heinrich Schirmer

Bei einem Spaziergang über den Gießener Alten Friedhof stieß ich auf das Grab bzw. den Gedenkstein für Georg Heinrich Schirmer. Er wurde am 21.03.1896 in Gießen im heutigen Bundesland Hessen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kriegsfreiwilliger im Stab der I. Abteilung des 56. Reserve-Feldartillerie-Regiments. Am 15.06.1915 fiel er im Alter von 19 Jahren in Polen an der Ostfront bei Suwalki.

Die Lage des Grabes von Georg Heinrich Schirmer ist unbekannt.

Grabstein / Gedenkstein für Georg Heinrich Schirmer auf dem Alten Friedhof in Gießen