Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.030: Leonhard Hungerhuber

Der Soldat Leonhard Hungerhuber stammte aus Maierstetten, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war der Sohn eines Landwirts (Sammersohn). Er selbst war Dienstknecht. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.09.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren während eines Vorhutgefechts bei Lihons an der Somme.

Über den Todestag und die Todesumstände von Leonhard Hungerhuber berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:

„24.09.1914 5.30 Uhr vormittags bei Brie über die Somme. Villers-Carbonnel wird vom III. Bataillon genommen; weiter über Estrées nach Soyecourt. Das Regiment geht um 4 Uhr nachmittags beiderseits der Straße Vermandovillers – Lihons zum Angriff vor. Bis 7 Uhr abends ist der Angriff noch nicht ganz bis Lihons herangetragen. Die Nacht wird in den erkämpften Stellungen verbracht.“

Die Lage des Grabes von Leonhard Hungerhuber ist offiziell unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde, der nur 9 Kilometer von seinem Sterbeort entfernt ist, und auf dem auch seine Kameraden der 12. Kompanie beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Unteroffizier Joseph Dankesreiter, gefallen am 25.09.1914 bei Vermandovillers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Hermann Heinrich Mankel, gefallen am 27.09.1914 bei Vermandovillers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Hans Bullemer, gefallen am 27.09.1914, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Seine letzte Heimatgemeinde Altenmark an der Alz gedenkt Leonhard Hungerhuber noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2019/rabenden_gde-altenmarkt-a-d-alz_lk-traunstein_bay.html

 

Sterbebild von Leonhard Hungerhuber
Rückseite des Sterbebildes von Leonhard Hungerhuber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.029: Martin Bächler

Der Soldat Martin Bächler stammte aus der bayerischen Gemeinde Reischach und war Schreinermeister. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 9. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regimenta. Am 25.08.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren bei Mamez an der Somme.

Man begrub Martin Bächler auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.

Sterbebild von Martin Bächler
Rückseite des Sterbebildes von Martin Bächler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.028: Alois Münch

Alois Münch stammte aus Schildorn, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Bad Griesbach im Rottal, lebte in Unterstattenbach, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 2. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.08.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren während des Gefechts bei Ménil-sur-Belvitte in den Vogesen.

Über den Todestag und die Todesumstände von Alois Münich berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:

“ 27.08.1914 Der Gegner hat uns nun auf ein Gefechtsfeld gezogen, das in der Nähe seiner Sperrfestungslinie gelegen, von ihm wie ein Artillerieschießplatz vorbereitet ist. Die Folge dieses uns ungünstigen Umstandes sollte schon am Morgen zbsere Maschinengewehr-Kompanie zu fühlen bekommen. Sie wurde von einem feindlichen Feuerüberfall gepackt, verlor fast die Hälfte ihrer Mannschaften und Pferde und ihren braven Führer, Hauptmann Wegelin, der zu Tode verwundet war. Am Nachmittag dieses Tages erging erneuter Angriffsbefehl zum Vorgehen in südwestlicher Richtung, linker Flügel allgemeine Richtung gegen Angelemont. Das Regiment geht in prächtiger Haltung und in ausgezeichneter Ordnung vor. Die Verluste sind erträglich, leider fällt auch unser braver junger Leutnant Wetter. Am Abend sind die Gefechtsziele erreicht, I. Bataillon ist in Bois de la Conche eingedrungen, in dem sich noch Waldgefechte abspielen. Die Nacht lässt es rätlich erscheinen, die in den Wald gedrungenen Teile des Regiments an dessen Nordrand zurückzunehmen und geschlossen dort zu biwaktieren mit Anschluss rechts an das Infanterie-Leib-Regiment, links an das 16. Infanterie-Regiment.“

Die Lage des Grabes von Alois Münich ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass sein Leichnam, wenn er bis heute geborgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Hauptmann Cäsar Wegelin, gefallen am 27.08.1914 bei Menil, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab;
  • Hauptmann Felix Bedall, geboren am 21.04.1877 in München, gefallen am 28.08.1914 bei Château de Villers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab;
  • Leutnant Friedrich Vetter, gefallen am 28.08.1914 bei Menil, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Alois Münch
Rückseite des Sterbebildes von Alois Münch

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.025: Alois Gmeindl

Der Soldat Alois Gmeindl stammte aus Ed, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und war der Sohn eines Ziegeleibesitzers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 14.04.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren im Stellungskampf vor Mametz – Montauban-de-Picardie bei Mametz in Folge einer Verwundung durch einen Granatsplitter.

Man begrub Alois Gmeindl auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab.

Sterbebild von Alois Gmeindl
Rückseite des Sterbebildes von Alois Gmeindl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.023: Franz Xaver Roß

Der Soldat Franz Xaver Roß wurde am 18.12.1889 in Thann, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Aschau am Inn, geboren und lebte in Litzelkirchen. Sein Vater war Fuhrmann (Karrer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 5. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Ende Juli 1918 geriet er während der Abwehrschlacht zwischen Soissons und Reims und zwischen Marne und Vesle in französische Kriegsgefangenschaft. Am 27.01.1919 verstarb er im Alter von 29 Jahren in Montcornet, Amb. 12/16, nach sechs Monaten Kriegsgefangenschaft.

Man begrub Franz Xaver Roß auf dem Soldatenfriedhof Mennevret in Block 2, Grab 189.

Seine Heimatgemeinde Aschau am Inn gedenkt Franz Xaver Roß noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/aschau_a_inn_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Franz Xaver Roß
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Roß

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.022: Andreas Kracher

Der Soldat Andreas Kracher wurde am 20.03.1888 in Oberwindach geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Windach, und lebte in Unterfinning. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 5. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.02.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Combres-sous-les-Côtes in Frankreich.

Die Lage des Grabes von Andreas Kracher ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass seine Gebeine, wenn sie bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Troyon beigesetzt wurde, auf dem auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Christian Meyer, gefallen am 18.02.1915 bei Combres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab;
  • Leutnant Alois Weigand, gefallen am 17.02.1915 bei Combres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab;
  • Infanterist Joseph Altschäffl, gefallen am 11.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab;
  • Gefreiter Joseph Schmid, gefallen am 17.02.1915 bei Combres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab;
  • Leutnant Harry Cadenbach, gefallen am 17.02.1915 bei Combres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab.

 

Seine Heimatgemeinde Windach gedenkt Andreas Kracher noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/windach_lk-landsberg-lech_70-71_wk1_wk2_by.html

Sterbebild von Andreas Kracher
Rückseite des Sterbebildes von Andreas Kracher

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.020: Georg Henle

Der Soldat Georg Henle stammte aus der bayerischen Landeshauptstadt München. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Degenfähnrich und Offiziersstellvertreter in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 25.09.1914 fiel er beim ersten Angriff auf  Lihons während eines Nachtgefechts.

Über den Todestag von Georg Henle berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:

„24.09.1914 5.30 Uhr vormittags bei Brie über die Somme. Villers Carbonnel wird vom III. Bataillon genommen; weiter über Ertrées nach Soyecourt. Das Regiment geht um 4 Uhr nachmittags beiderseits der Straße Vermandovillers – Lihons zum Angriff vor. Bis 7 Uhr abends ist der Angriff noch nicht ganz bis Lihons herangetragen. Die Nacht wird in den erkämpften Stellungen verbracht.

25.09.1914 Auch in den ersten Nachmittagsstunden gelingt es nicht, Lihons zu nehmen. Um 5.40 Uhr erhält das Regiment Befehl, zum Sturm. Nach Artilleriebeschießung gehen I. und III. Bataillon und II./16. Infanterie-Regiment zum Sturm vor; sie erreichen nur mit Teilen den Ortsrand und müssen etwa Meter von Lihons entfernt in Stellung gehen. II. Bataillon dringt bis zum Feldweg Lihons – Herbévillers vor. Die Verluste sind sehr beträchtlich.“

Die Lage des Grabes von Georg Henle ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde, der nur rund 3 Kilometer von seinem Sterbeort entfernt ist und auf dem auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Unteroffizier August Leinauer, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Infanterist Alois Popp, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Infanterist Markus Bergmeier, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Infanterist Johann Stadler, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Sein Bruder, Walter Henle, Oberleutnant der Reserve und Kompanieführer in der 6. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, der auf der nachfolgenden Todesanzeige noch als Trauernder aufgeführt wurde, fiel am rund fünf Wochen später am 03.11.1914 in Belgien und wurde auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block D, Grab 47 begraben.

In der Schwabinger Erlöserkirche gedenkt man Georg Henle noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/m-schwabing_erloeserkirche_wk1u2_bay.htm und in der Regimentsgeschichte wird ihm auch gedacht: http://www.denkmalprojekt.org/2020/vl_k-b-2-ir-kronprinz_wk1.html

Todesanzeige für Georg Henle

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.018: Johann Völkl

Der Soldat Johann Völkl stammte aus Unterwiesbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Neumarkt-Sankt Veit, und war Landwirt (Gruber Bauer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Pionier-Bataillons. Am 22.01.1916 fiel er im Alter von 28 Jahren bei bei Arras.

Die Lage des Grabes von Johann Völkl ist offiziell unbekannt.

Sterbebild von Johann Völkl
Rückseite des Sterbebildes von Johann Völkl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.016: August Lautenbacher

Der Soldat August Lautenbacher stammte aus der bayerischen Stadt Amberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant in der 2. Feld-Pionier-Kompanie des 1. bayerischen Pionier-Bataillons. Am 25.09.1914 fiel er bei Dompierre durch einen Granattreffer.

Man begrub August Lautenbacher auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Todesanzeige für August Lautenbacher, aufgegeben von seinen Eltern

Sonderbeitrag: Carl Strube

Heute ist der 156. Todestag des Leipziger Studenten Dr. phil. Carl Strube. Er kämpfte als Einjährig Freiwilliger und Grenadier im2. Bataillon des Kaiser Franz Garde-Grenadier-Regiment zu Fuß Nr. 2. Am 18.08.1870 wurde er bei Saint-Privat-la-Montagne (deutsch: Sankt Privat) schwer verwundet. Am 21.08.1870 starb er an seiner Verwundung.

Man begrub Carl Strube auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte.

Das Grab von Karl Strube auf dem Soldatenfriedhof Gravelotte