Der Soldat Konrad Mayerhofer stammte aus Bachleiten, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen. Sein Vater war Kleinbauer (Gütlerssohn). Er selbst arbeitete als Postzusteller (Postillon) in Pleiskirchen.
Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 2. Kompanie 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 21.07.1915 fiel er im Alter von 25 Jahren in bei Saint-Mihiel.
Offiziell ist für Konrad Mayerhofer keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel beigesetzt wurde. Dort begrub man auch seine Regimentskameraden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Landsturmmann Johann Poller, gefallen am 29.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 5, Grab 121;
Landsturmmann Januarius Bahmann, gefallen am 21.07.1915 bei La Vaux Fery, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in einem Massengrab;
Gefreiter Georg Schmid, gefallen am 27.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 4, Grab 131;
Ersatz-Reservist Georg Niedermeier, gefallen am 25.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 5, Grab 130;
Gefreiter Wolfgang Haiss, gefallen am 18.07.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof St. Mihiel in Block 5, Grab 135.
Sterbebild von Konrad MayerhoferRückseite des Sterbebildes von Konrad Mayerhofer
Über das Schicksal von Josef Kneier konnte ich nichts Neues ermitteln. Er wurde am 22.06.1915 im Alter von 36 Jahren bei Leintrey durch Granatsplitter getötet.
Der Soldat Josef Söll stammte aus Granswang, einem Ortsteil der bayerischen gemeinde Hohenfels, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 11. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.04.1916 fiel er im Alter von 34 Jahren während der Schlacht um Verdun bei den Kämpfen im Wald von Avocourt („Mort Homme“) durch Granatschuss.
Über den Todeszeitraum des Todes von Josef Söllner und die Todesumstände berichtet die Regimentsgeschichte des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„05. – 18.04. Schwere Stellungskämpfe am Wald von Avocourt. Stellung wird in einzelnen Teilen vorgeschoben. Unausgesetztes Artilleriefeuer und schlechte Witterung. Starke Verluste. Die Truppen machen Unsagbares durch.“
Einer der „Verluste“ war Josef Söllner.
Sterbebild von Josef SöllnerRückseite des Sterbebildes von Josef Söllner
Der Soldat Josef (Volksbund: Joseph) Bogenschütz wurde am 14.10.1892 in Sickingen, einem Stadtteil von Hechingen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg, geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 5. Kompanie des 40. Füsilier-Regiments. Am 21.08.1917 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Verdun bei Ornes.
Man begrub Josef Bogenschütz auf dem Soldatenfriedhof Merles-sur-Loison in Block 6, Grab 75.
Der Soldat Anton Bogenschütz wurde am 11.07.1894 in Sickingen, einem Stadtteil von Hechingen im heutigen Bundesland Baden-Württemberg, geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 15. Kompanie des 113. Infanterie-Regiments. Am 01.08.1917 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 23 Jahren an der Höhe 304.
Man begrub Anton Bogenschütz auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in Block 1, Grab 818.
Der Soldat Josef Althammer wurde am 19.03.1888 in Kirnberg geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Brennberg, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 2. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Ende Mitte/Ende April 1916 wurde er bei den erbitterten Kämpfen im Bois d‘ Ailly schwer verwundet und verstarb am 18.05.1916 an seinen Wunden.
Man begrub Josef Althammer auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 12, Grab 191.
Der Soldat August Hollmann wurde am 04.06.1886 in der niedersächsischen Stadt Damme geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Krankenträger. Am 18.05.1918 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 31 Jahren im Festungslazarett Metz.
Der Soldat Max Utz wurde am 26.01.1884 in Simbach bei Landau geboren und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 10. Kompanie des 1. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiments. Er geriet während der Schlacht um Verdun in in französische Gefangenschaft. Am 28.12.1916 verstarb er im Alter von 32 Jahren in einem Lazarett in Frankreich.
Der Soldat Peter Höpfl stammte aus Unterboxberg, vermutlich ein Teil des heutigen Boxberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Prackenbach, und war Dienstknecht. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 7. Kompanie des 10. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.06.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht um Verdun während der Kämpfe auf Kalte Erde und bei Fleury. Seine Kompanie war damals im Fossewald südöstlich Beaumont und in den Wabengräben eingesetzt.
Über den Todestag und die Todesumstände berichtet die Regimentsgeschichte des 10. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 25. Juni 7 Uhr vormittags hatte sich das feindliche Trommelfeuer zu einem wütenden Feuerwirbel gesteigert – da beobachtete Simmeth durch Rauch und Qualm hindurch eine breite französische Schützenlinie in seinem Rücken herankommen – kurz entschlossen warf er sich, untertützt durch den Gefreiten Joseph Binder (aus Tholbat bei Ingolstadt) und den Gefreiten Ludwig Schwaiger der 11. Kompanie, seiner Kampfgruppe vorauseilend, auf den Feind. Es gelang ihnen überraschend den Franzosen in die Flanke zu kommen und nach erbittertem Nahkampf, in dem sich auch besonders der Unteroffizier Friedrich Walther der 11. Kompanie auszeichnete, 200 Franzosen mit mehreren Offizieren gefangen zu nehmen. Zahlreiche Angehörige des Reserve-Infanterie-Regiments 92 wurden so wieder aus der Gefangenschaft befreit. Als die gefangenen Franzosen die unterlegene Zahl der Unseren gewahr wurden, machten sie – dem Beispiel eines ihrer Offiziere folgend, Fluchtversuche, welche jedoch durch unsere namentlich erwähnten wackeren Helden mit dem Bajonett vereitelt wurden.
Indes hatte Major Schaaf Teile des I. Bataillons und des Reserve-Infanterie-Regiments 92 kehrt machen lassen und ließ im Anschluss an die südwestlich des Thiaumontwerkes liegende 9. Kompanie den Hang nördlich des Weges, der nach der kalten Erde führt, mit Front nach Nordwesten besetzt.
Eine am rechten Flügel des I. Bataillons vorhandene gefährliche Lücke schloss er durch Herausnehmen von Kräften aus der Nordfront und durch Verlängerung des zurückgebogenen rechten Flügels des I. Bataillons.
An den Regimentskommandeur ging Meldung ab, dass unsere Stellung restlos gehalten wurde.
Am 25. Juni früh war es auch einer französischen Kompanie im Schutze der Dämmerung gelungen bis zum Thiaumontwerke vorzustoßen. Oberst Mieg konnte zunächst nicht unterscheiden, ob es zurückgehende eigene Leute oder Franzosen waren. Dann aber ein rascher Entschluss – Offiziere und Mannschaften, Ordonanzen und Fernsprecher griffen zum Gewehr und Handgranate, der stellvertretende Regimentsadjutant Leutnant Lienhard raffte alle in den benachbarten Erdnischen kauernden Leute zusammen. Ein kräftiges Hurrah – ein schneidiges Vorstürmen – die an Zahl überlegenen Franzosen streckten die Waffen. Aber noch gab der Feind seine Durchbruchsversuche nicht auf. Neuerdings setzte französisches Trommelfeuer ein – von der Brasschlucht drohte ein feindlicher Vorstoß – die Signalpatronen zur Anforderung unseres Artilleriefeuers waren zur Neige gegangen – da eilte Schwaiger ungeachtet des feindlichen Feuers zum Regimentsstab ins Werk und kehrte wohlbehalten mit Signalpatronen zurück. Der Franzose wurde durch das Sperrfeuer der Artillerie und das Abwehrfeuer der Infanterie zurückgeworfen und erlitt schwere Verluste.
Für ihr hervorragendes Verhalten erhielten Simmeth und Binder die Goldene, Schwaiger und Walther die Silberne Tapferkeitsmedaille.“
Offiziell ist für Xaver Höpfl keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er, wenn seine Gebeine geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitruam fielen, u. a.
Hauptmann Franz Sonntag, geboren am 27.10.1877 in Augsburg, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Leutnant Wilhelm Meyer, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Unteroffizier Georg Kallert, gefallen am 23.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
Unteroffizier Friedrich Jelden, gefallen am 25.06.1916 bei Thiaumont, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.
Sterbebild von Xaver Höpfl und Xaver PeterRückseite des Sterbebildes von Xaver Höpfl und Xaver Peter
Der Soldat Xaver Rackl stammte wurde am 15.10.1880 geboren und stammte aus der bayerischen Gemeinde Prackenbach und war Schuhmacher. Er diente im Ersten Weltkrieg als Wehrmann. Am 06.01.1917 verstarb er in Folge einer Verwundung im Alter von 36 Jahren in englischer Gefangenschaft.
Man begrub Xaver Rackl auf dem Soldatenfriedhof Rembercourt-aux-Pots in Grab 514.
Sterbebild von Xaver RacklRückseite des Sterbebildes von Xaver Rackl