Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.464: Joseph Sedlmayr

Der Soldat Joseph Sedlmayr stammte aus Schwaibach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ortenburg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 28.02.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 27 Jahren im Bois de Manheulles (Schreibfehler auf Sterbebild) bei Verdun.

Offiziell ist für Joseph Sedlmayr keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er, wenn seine Gebeine geborgen werden konnten, diese anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville beigesetzt wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Landsturmmann Ludwig Schröck, gefallen am 22.03.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in Block 7, Grab 132;
  • Infanterist Lorenz Bronner, gefallen am 29.03.1916 im Bois de Manheulles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Adolf Prym, gefallen am 30.03.1916 im Bois de Manheulles, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Infanterist Friedrich Adrion, gefallen am 21.03.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Joseph Sedlmayr
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Sedlmayr

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.463: Johann Reger

Der Soldat Johann Reger stammte aus Thalling (Schreibfehler auf Sterbebild), einem Ortsteil der bayerischen Stadt Pocking. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 4. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 30.11.1917 verstarb er im Alter von 23 in einem Feldlazarett, angeblich in Flandern, an einer Lungenentzündung. Da er jedoch bei Verdun begraben wurde, halte ich das für eine Fehlinformation.

Man begrub Johann Reger auf dem Soldatenfriedhof Merles-sur-Loison in Block 2, Grab 148.

Sterbebild von Johann Reger
Rückseite des Sterbebildes von Johann Reger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.459: Engelbert Hackner

Der Soldat Engelbert Hackner stammte aus Altmühldorf, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Mühldorf am Inn, und war der Sohn eines Landwirts (Schnambergerbauerssohn). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 1. Kompanie des  24. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 25.05.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren bei einem Sturmangriff während der Schlacht um Verdun.

Über den Todestag und die Todesumstände von Engelbert Hackner berichtet die Regimentsgeschichte des 24. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Ein für den 25.06.1916, 6 Uhr vormittags angesetzter Angriff konnte nicht zur Ausführung gebracht werden, weil der Befehl verspätet eintraf. Der Sturm wurde daraufhin auf 6 Uhr nachmittags verlegt.

Im Laufe des Nachmittags versuchten I. und III. Bataillon, sich für den Angriff zu gliedern, und so gut es ging, für den Sturm bereitzustellen.

Um 5.45 Uhr nachmittags traten die 9. und 10. Kompanie von der Albainschlucht aus mit Anschluss rechts an das 6. Garde-Infanterie-Regiment zu Fuß zum Sturm an. Sie vereinigten sich dann nach kurzer Zeit mit der in 1. Linie stehenden 11. und 12. Kompanie zu einer Angriffswelle, überrannten die feindlichen Gräben und arbeiteten sich durch die Thiaumontschlucht vorwärts. Durch starkes Maschinengewehr-Feuer aus Richtung Thiaumontferme, die angeblich in unserem Besitz sein sollte, wurden die Kompanien unter großen Verlusten nach rechts abgedrängt und vermischten sich mit den Gardetruppen. Der Angriff kam schließlich zum Stehen.

Das Bataillon brachte drei Offiziere und etwa 100 Mann als Gefangene ein.

Das I. Bataillon fand noch schwierigere Verhältnisse vor. Als die 1. Kompanie eben den Sturmgraben verlassen hatte, wurde sie mit Feuer überschüttet und musste unter Zurücklassung einer großer Anzahl Toter und Verwundeter nach kurzem Anlauf in die Ausgangsstellung zurück.

Die 3. Kompanie, die sich noch im Abschnitt der 2. bayerischen Infanterie-Division befand, machte dort den Sturm mit.“

Man begrub Engelbert Hackner auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Engelbert Hackner
Rückseite des Sterbebildes von Engelbert Hackner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.438: Ernst Klett

Der Soldat Ernst Klett wurde am 16.12.1879 in Großwalbur geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Meeder, und war Schreiner von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in der 10. Kompanie des 440 Reserve-Infanterie-Regiment. Am 07.11.1916 fiel er während der Schlacht Aisne im Alter von 36 Jahren im Bois des Chevaliers bei Beaulne (Chemin des Dame).

Zunächst begrub man Ernst Klett auf dem damaligen Hanseaten-Friedhof an der Oranierstraße der Combreshöhe. Später, nach der Auflösung dieses Feld-Friedhofs, bettete man die Gebeine seine Gebeine auf den Soldatenfriedhof Troyon in Block 6, Grab 88, um.

Der Name von Ernst Klett ist auf dem Soldatenfriedhof Troyon im Gedenkbuch verewigt: http://www.denkmalprojekt.org/2008/troyon_kgs_wk1_fr/troyon_kgs_wk1_fr_k.htm

Sterbebild von Ernst Klett
Rückseite des Sterbebildes von Ernst Klett

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.429: Michael Geitner

Der Soldat Michael Geitner stammte aus Reusch, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kastl (Lauterachtal) und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 9. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments. Er fiel Ende Juli 1916 im Alter von 34 Jahren während der Schlacht um Verdun.

Die Lage des Grabes von Michael Geitner ist unbekannt, ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville begraben worden sein kann, wo man auch Regimentskameraden von ihm begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Oberleutnant Friedrich Neumeier, gefallen am 30.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Franz Xaver Diepold, gefallen am 27.07.1916 bei Fleury, begraben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

 

Seine Heimatgemeinde Hausen gedenkt Michael Geitner noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2011/Ursensollen-Hausen_wk1u2_bay.html

Sterbebild von Michael Geitner
Rückseite des Sterbebildes von Michael Geitner

Sonderbeitrag: Johanna Gabriel, Krankenschwester

Johanna Gabriel war eine Krankenschwester und stammte aus Chemnitz im heutigen Bundesland Sachsen. Sie starb am 30.10.1916 während der Schlacht um Verdun in Stenay an einer Krankheit.

Man begrub Johanna Gabriel auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab (siehe unten).

Die Inschrift für Johanna Gabriel am Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye
Die Namensplatte mit der Inschrift für Johanna Gabriel am Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye
In diesem Massengrab wurde Johanna Gabriel begraben.

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.407: Josef Metzger

Der Soldat Josef Metzger stammte aus Nordholz, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Buch, und wurde am 22.10.1891 geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 4. Kompanie des 4. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.03.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren in der Nähe von Combres-sous-les-Côtes bei Verdun.

Man begrub Josef Metzger auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Metzger
Rückseite des Sterbebildes von Josef Metzger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.404: Johann Haubner

Der Soldat Johann Haubner wurde am 08.02.1896 in Großensterz, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Mitterteich, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fahrer in der 8. Batterie des 3. bayerischen Reserve-Fuß-Artillerie-Regiments. Am 04.10.1918 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Verdun durch einen Granattreffer.

Über den Todeszeitraum von Johann Haubner berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Reserve-Fuß-Artillerie-Regiments:

„Abwehrkampf bei Verdun

Im Oktober kommt Stab, 8. und 9. Batterie zur österreichischen 1. Division (V. Armeekorps) vor Verdun. Batterien gehen nordwestlich Brandeville in Stellung (10. Batterie in Umbewaffnung bleibt teils in Maubeuge, teils in Köln). Stab wird als Munitionsstab in Brandeville eingeteilt, kommt später nach Louppy-sur-LoisonRémoiville. Schwere Kämpfe gegen die mit aller Macht angreifenden Amerikaner. Bei Großangriff am 8. verliert 8. Batterie ihre Geschütze, die vorher gesprent werden. Trotz der Kämpfe und ständigem Stellungswechsel ist die Haltung der Batterien noch gut. Nur der junge Ersatz aus der Heimat lässt, was Stimmung anlangt, sehr zu wünschen übrig, so dass wir auf solchen Ersatz verzichten.“

Diesem Ausschnitt kann man entnehmen, dass die Soldaten längst erkannt hatten, dass dieser unsinnige Krieg längst verloren war. Sie wollten nicht mehr kämpfen, was verschwurbelt berichtet wird mit Formulierungen wie „Nur der junge Ersatz aus der Heimat lässt, was Stimmung anlangt, sehr zu wünschen übrig…“. Die Soldaten wollten nicht weiter verheizt werden! Eine nachvollziehbare Gefühlslage!

Offiziell ist für Johann Haubner keine Grablage bekannt. Mit großer Unsicherheit vermute ich, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Sammelfriedhof Brieulles-sur-Meuse begraben wurde, nachdem er zunächst in einem Massengrab an seinem Sterbeort verscharrt worden war. Dort wurden nach dem Krieg viele Überreste von Soldaten aus den zahlreichen Feldfriedhöfen begraben, die zusammengelegt wurden. Bei diesen Gefallenen war meist nicht mehr feststellbar, um welchen Soldaten es sich handelte.

Sterbebild von Johann Haubner
Rückseite des Sterbebildes von Johann Haubner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.387: Georg Weindl

Der Soldat Georg Weindl wurde am 04.02.1897 geboren und stammte aus Raßhof, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Waakirchen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 6. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 15.03.1917 fiel er im Wald von Apremont und Ailly im Alter von 20 Jahren nach 7 Monaten Kriegsdienst durch schwere Verwundung.

Man begrub Georg Weindl auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 12, Grab 93.

Sterbebild von Georg Weindl
Rückseite des Sterbebildes von Georg Weindl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.383: Joseph Bachmeier

Der Soldat Joseph Bachmeier stammte aus Warzenried, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eschlkam, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 25.09.1916 (Verlustliste: schwerverwundet und verstorben am 26.09.1916) fiel er im Alter von 22 Jahren angeblich an der Somme. Nach meinen Recherchen fiel er jedoch bei den Kämpfen wzischen Maas und Mosel. Erst am 24.10.1916 wurde sein Regiment in die Schlacht an der Somme beordert. Darüber hinaus befindet sich sein Grab auf einem Friedhof in der Nähe von Verdun. Bei anderen an diesem Tag gefallenen Regimentskameraden wird Azannes-et-Soumazannes als Sterbeort angegeben. Das halte ich für realistisch.

Man begrub Joseph Bachmeier auf dem Soldatenfriedhof Azannes II in Block 4, Grab 116.

Sterbebild von Joseph Bachmeier
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Bachmeier