Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.404: Johann Haubner

Der Soldat Johann Haubner wurde am 08.02.1896 in Großensterz, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Mitterteich, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fahrer in der 8. Batterie des 3. bayerischen Reserve-Fuß-Artillerie-Regiments. Am 04.10.1918 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Verdun durch einen Granattreffer.

Über den Todeszeitraum von Johann Haubner berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Reserve-Fuß-Artillerie-Regiments:

„Abwehrkampf bei Verdun

Im Oktober kommt Stab, 8. und 9. Batterie zur österreichischen 1. Division (V. Armeekorps) vor Verdun. Batterien gehen nordwestlich Brandeville in Stellung (10. Batterie in Umbewaffnung bleibt teils in Maubeuge, teils in Köln). Stab wird als Munitionsstab in Brandeville eingeteilt, kommt später nach Louppy-sur-LoisonRémoiville. Schwere Kämpfe gegen die mit aller Macht angreifenden Amerikaner. Bei Großangriff am 8. verliert 8. Batterie ihre Geschütze, die vorher gesprent werden. Trotz der Kämpfe und ständigem Stellungswechsel ist die Haltung der Batterien noch gut. Nur der junge Ersatz aus der Heimat lässt, was Stimmung anlangt, sehr zu wünschen übrig, so dass wir auf solchen Ersatz verzichten.“

Diesem Ausschnitt kann man entnehmen, dass die Soldaten längst erkannt hatten, dass dieser unsinnige Krieg längst verloren war. Sie wollten nicht mehr kämpfen, was verschwurbelt berichtet wird mit Formulierungen wie „Nur der junge Ersatz aus der Heimat lässt, was Stimmung anlangt, sehr zu wünschen übrig…“. Die Soldaten wollten nicht weiter verheizt werden! Eine nachvollziehbare Gefühlslage!

Offiziell ist für Johann Haubner keine Grablage bekannt. Mit großer Unsicherheit vermute ich, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Sammelfriedhof Brieulles-sur-Meuse begraben wurde, nachdem er zunächst in einem Massengrab an seinem Sterbeort verscharrt worden war. Dort wurden nach dem Krieg viele Überreste von Soldaten aus den zahlreichen Feldfriedhöfen begraben, die zusammengelegt wurden. Bei diesen Gefallenen war meist nicht mehr feststellbar, um welchen Soldaten es sich handelte.

Sterbebild von Johann Haubner
Rückseite des Sterbebildes von Johann Haubner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.387: Georg Weindl

Der Soldat Georg Weindl wurde am 04.02.1897 geboren und stammte aus Raßhof, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Waakirchen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 6. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 15.03.1917 fiel er im Wald von Apremont und Ailly im Alter von 20 Jahren nach 7 Monaten Kriegsdienst durch schwere Verwundung.

Man begrub Georg Weindl auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 12, Grab 93.

Sterbebild von Georg Weindl
Rückseite des Sterbebildes von Georg Weindl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.383: Joseph Bachmeier

Der Soldat Joseph Bachmeier stammte aus Warzenried, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eschlkam, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 25.09.1916 (Verlustliste: schwerverwundet und verstorben am 26.09.1916) fiel er im Alter von 22 Jahren angeblich an der Somme. Nach meinen Recherchen fiel er jedoch bei den Kämpfen wzischen Maas und Mosel. Erst am 24.10.1916 wurde sein Regiment in die Schlacht an der Somme beordert. Darüber hinaus befindet sich sein Grab auf einem Friedhof in der Nähe von Verdun. Bei anderen an diesem Tag gefallenen Regimentskameraden wird Azannes-et-Soumazannes als Sterbeort angegeben. Das halte ich für realistisch.

Man begrub Joseph Bachmeier auf dem Soldatenfriedhof Azannes II in Block 4, Grab 116.

Sterbebild von Joseph Bachmeier
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Bachmeier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.372: Josef Rabenbauer

Der Soldat Josef Rabenbauer stammte aus der bayerischen Gemeinde Runding. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 6. Kompanie des 6. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.03.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Saint-Mihiel.

Man begrub Josef Rabenbauer auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 1, Grab 271.

Seine Heimatgemeinde Runding gedenkt Josef Rabenbauer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/runding_wk1u2_bay.htm

Auf der Ehrentafel auf dem Soldatenfriedhof Troyon ist Josef Rabenbauer ebenfalls verzeichnet: http://www.denkmalprojekt.org/2008/troyon_kgs_wk1_fr/troyon_kgs_wk1_fr_r.htm

Sterbebild von Josef Rabenbauer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Rabenbauer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.360: Jakob Färbinger

Der Soldat Jakob Färbinger stammte aus Ettenhausen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schleching, und war der Sohn eines Landwirts (Staufnersohn). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 4. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 31.05.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 27 Jahren bei Verdun. Er wurde während der Kämpfe um die Wabengräben im Thiaumont-Wald und um die Thiaumont-Ferme getötet.

Über den Todestag und die Todesumstände berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:

„30.05. – 03.06.1916 hielten die Bataillon bei starkem Artilleriefeuer, das sich mehreremale zum Trommelfeuer steigerte, ihre Stellung.“

Jakob Färbinger kostete es sein Leben.

Die Lage des Grabes von Jakob Färbinger ist offiziell unbekannt.

 

Sterbebild von Jakob Färbinger
Rückseite des Sterbebildes von Jakob Färbinger

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.355: Michael Riesemann

Der Soldat Michael Riesemann wurde am 21.03.1889 in Litzau geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Steingaden. Sein Vater war Landwirt, er selbst war landwirtschaftlicher Arbeiter. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter der Reserve in der 5. Kompanie des  20. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Militär-Verdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 03.06.1916 fiel er während der Schlacht um Verdun im Alter von 27 Jahren bei Douaumont.

Man begrub Michael Riesmann auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine letzte Haimatgemeinde Obergünzburg gedenkt Michael Riesemann noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/oberguenzburg_1805-15_1870-71_wk1_bay.htm

Sterbebild von Michael Riesemann
Rückseite des Sterbebildes von Michael Riesemann

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.349: Anselm Walz

Der Soldat Anselm Walz wurde am 15.05.1881 in Wehingen im heutigen Baden-Württemberg geboren und war verheiratet und hatte Kinder. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 122. Landwehr-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Württembergischen Verdienstmedaille ausgezeichnet. Am 06.02.1917 fiel er im Alter von 35 Jahren bei Verdun.

Man begrub Anselm Walz auf dem Soldatenfriedhof Cheppy in Block 2, Grab 92.

Seine Heimatgemeinde Wehingen gedenkt Anselm Walz noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2012/Wehingen_kreis-tuttlingen_wk1_wk2_bawue.html

Sterbebild von Anselm Walz
Rückseite des Sterbebildes von Anselm Walz

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.344: Joseph Stadler

Der Soldat Joseph Stadler stammte aus Barmbichl, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Palling. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist im 1. Ersatz-Bataillon des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.06.1916 fiel er im Alter von 34 Jahren während der Schlacht um Verdun durch Verschüttung.

Man begrub Joseph Stadler auf demSoldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab. 

Sterbebild von Joseph Stadler
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Stadler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.343: Albert Hofmayer

Der Soldat Albert Hofmayer (laut Verlustliste „Hofmaier“) wurde am 20.06.1890 in der bayerischen Gemeinde Schwabsoien geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 12. Kompanie des 124. württembergischen Infanterie-Regiment. Am 15.09.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht bei Eclisfontaine, einem Ortsteil der französischen Gemeinde Épinonville bei Verdun.

Was auf dem Sterbebild mit „Schlacht von Sarlois“ gemeint ist, bleibt für mich nicht nachvollziehbar. Eine solche Schlacht gab es nicht. Der Ort Saarlouis ist 139 Kilometer von Eclisfontaine entfernt.

Offiziell ist für Albert Hofmayer keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Épinonville in einem Massengrab beigesetzt wurde, der nur wenige Kilometer von seinem Sterbeort entfernt liegt. 227 deutsche Soldaten wurden hier in einem Massengrab begraben, die nicht mehr zu identifizieren waren. Albert Hofmayer ist sicher einer davon.

Seine Heimatgemeinde Schwabsoien gedenkt Albert Hofmayer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2008/schwabsoien_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Albert Hofmayer
Rückseite des Sterbebildes von Albert Hofmayer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.338: Xaver Kainz

Der Soldat Xaver Franz Kainz wurde am 16.10.1892 in Loham geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mariaposching, und war der Sohn eines Schiffbaumeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 9. Kompanie des 4. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 05.05.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Les Éparges bei Verdun. Er war einer von 1.140 Soldaten des 4. bayerischen Infanterie-Regimentes, der in den zwei Monaten des Einsatzes bei Les Éparges fielen.

Man begrub Xaver Kainz auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab.

Auf dem Soldatenfriedhof Troyon ist sein Name verzeichnet: http://www.denkmalprojekt.org/2008/troyon_kgs_wk1_fr/troyon_kgs_wk1_fr_k.htm

Sterbebild von Xaver Kainz
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Kainz