Der Umgang der Stadt Frankfurt mit Erinnerungen an ihre Geschichte und Denkmäler

Vor einigen Monaten zog meine Schule von Sachsenhausen in die ehemalige Gerhart-Hauptmann-Schule in der Hanauer-Landtraße 24 – 26 Frankfurt. Nachdem ich vor dem Umzug bereits einmal das Gebäude besichtigt hatte, fiel mir auf, dass sich das Denkmal für die Gefallenen einer ehemaligen Schule sich gewaltig verändert hatte. Die Namensplatte mit den Namen der Gefallenen war mit Platten verdeckt und eingemauert worden. Übrig geblieben ist nur eine Taube, die man kaum beachtet, da sie kaum auffällt. Sinnlos hängt sie an der Wand. Keine Erklärung! Nichts! So ist also der Umgang der schwarz-grün regierten Stadt Frankfurt mit ihrer Vergangenheit und der Erinnerung an Bürger, die für die Stadt gekämpft und gefallen sind. Ich finde es eine Schande!

Gedenktafel
Das zugemauerte Denkmal für im Ersten Weltkrieg und Zweiten Weltkrieg gefallene Schüler mit Friedenstaube im Erdgeschoss der Abendhaupt- und Abendrealschule Frankfurt
Taube
Sinnloses Symbol: Die Friedenstaube über dem zugemauerten Denkmal für im Ersten Weltkrieg und Zweiten Weltkrieg gefallenen Schüler an der Abendhaupt- und Abendrealschule Frankfurt

 

Erster Weltkrieg : 12.000 jüdische Soldaten fielen für Deutschland

In Die Welt erschien heute ein ausgezeichneter und informativer Artikel über die Rolle jüdischer Soldaten im Ersten Weltkrieg. 12.000 jüdische Kämpfer fielen für ihre Heimat Deutschland. Dreizehn Jahre später begann als „Dank“ ihre Entrechtung und schließlich die systematische Vertreibung und Ermordung. Nicht selten wurden Männer deportiert und ermordet, die für Deutschland im Ersten Weltkrieg ihre Gesundheit gelassen hatten. Eine Schande ist dies, wie ich finde.

Jeder, der die deutschen Soldatenfriedhöfe des Ersten Weltkriegs besucht, kann sich übrigens recht schnell einen Überblick über den Anteil jüdischer Soldaten verschaffen. Man erkennt ihre Gräber sofort daran, dass sie nicht mit einem Kreuz sondern einer Stele gekennzeichnet sind. Bei meinen Besuchen fand ich den Anteil jüdischer Gefallener im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung überdurchschnittlich hoch.

Ehre und Andenken auch den jüdischen Gefallenen!

Erster Weltkrieg : 12.000 jüdische Soldaten fielen für Kaiser Wilhelm – Nachrichten Geschichte – DIE WELT.

„Russenfriedhof“ in Limburg – Dietkirchen

Anlässlich eines Besuchs des Kriegsgräberfriedhofs in Limburg – Dietkirchen (auch „Russenfriedhof“ genannt), habe ich folgendes kleines Video aufgenommen.

Auf dem Friedhof ruht ein französischer Soldat des Ersten Weltkrieges, Hauptmann Louis Eugène Alexandre Hasne. Er verstarb in Gefangenschaft in Limburg – Dietkirchen. Die anderen im Kriegsgefangenenlager gestorbenen französischen Soldaten und Soldaten anderer Länder wurden, mit Ausnahme der russischen Soldaten, in ihre Heimat oder zentralisierte Soldatenfriedhöfe überführt.

Auch aus dem Zweiten Weltkrieg sind russische Soldaten hier begraben.

Weitere Informationen zu diesem Friedhof gibt es bei der Stadt Limburg: http://www.limburg.de/index.phtml?La=1&sNavID=1680.202.1&mNavID=1680.4&object=tx|1680.795.1&sub=0

und vor allem bei Franz Prox http://www.mabuse-dr.de/historie.htm