Der Reservist Johann Bichler stammte aus Standkirchen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Weyarn, und war der Sohn eines Glasbauers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 22.09.1915 fiel er im Alter von 26 Jahren während der Stellungskämpfe in Flandern und Artois in einem Schützengraben bei Beaurains (Schreibfehler auf Sterbebild) in Nordfrankreich durch Granatschuss.
Man begrub Johann Bichler auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Sterbebild von Johann BichlerRückseite des Sterbebildes von Johann Bichler
Der Reservist Matthias Eder stammte aus Hagrain, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rottach-Egern, und kämpfte in der 5. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 17.02.1915 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Combres durch Kopfschuss.
Die Lage des Grabes von Matthias Eger ist heute unbekannt. Ich gehe davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Troyon begraben wurde, wo auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Leutnant Harry Cadenbach, gefallen am 17.02.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab;
Leutnant Alois Weigand, gefallen am 17.02.1915 bei Combres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab;
Leutnant Theodor Thurn, gefallen am 18.02.1915 bei Combres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab;
Unteroffizier Franz Knoll, gefallen am 18.02.1915 bei Combres, begraben auf dem Soldatenfriedhof Troyon in einem Massengrab.
Sterbebild von Matthias EderRückseite des Sterbebildes von Matthias Eder
Der Reservist August Hansch wurde am 17.02.1890 in Weyarn in Bayern geboren und war der Sohn eines Hausbesitzers. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Kompanie des 8. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.02.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Kämpfe um die Combres-Höhen zwischen Saint Mihiel und Verdun in Nordfrankreich.
Man begrub August Hansch auf den Soldatenfriehdof Troyon in einem Massengrab.
Der Reservist Jakob Eberwein stammte aus Enzelhausen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rudelzhausen, und der Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 4. Kompanie des 13. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 13.09.1914 wurde er bei Serres durch einen Halsschuss schwer verwundet und verstarb an dieser Verletzung am 17.09.1914 im Reserve-Lazarett in Landau im Alter von 28 Jahren.
Er wurde sicherlich in Landau auf einem örtlichen Friedhof begraben. Sein Grab dürfte noch heute existieren.
Sterbebild von Jakob EberweinRückseite des Sterbebildes von Jakob Eberwein
Der Reservist Rupert Brandl wurde am 28.08.1886 in Brandl geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Unterneukirchen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 02.10.1914 wurde er bei einem Gefecht in der Nähe von Fesnes in Frankreich verwundet. Am 05.10.1914 verstarb er im Alter von 28 Jahren in einem Feldlazarett in Cambrai (Schreibfehler auf Sterbebild) an seiner Verwundung.
Man begrub Rupert Brandl auf dem Soldatenfriedhof Cambrai in einem Massengrab.
Sterbebild von Rupert BrandlRückseite des Sterbebildes von Rupert Brandl
Der Reservist Rupert Brandl stammte aus Brandl, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Unterneukirchen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.10.1914 wurde er bei Fresnes verwundet. Am 05.10.1914 verstarb er im Alter von 28 Jahren in einem Feldlazarett bei Cambrai.
Man begruf Rupert Brandl auf dem Soldatenfriedhof Cambrai in einem Massengrab.
Sterbebild von Rupert BrandlRückseite des Sterbebildes von Rupert Brandl
Der theoretische Weg von Rupert Brandl von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Reservist Norbert Renz wurde am 06.05.1890 in Fürbuch geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Breitenbrunn (Schwaben). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 22.08.1914 fiel er gleich zu Beginn des Krieges im Alter von 24 Jahren bei Sankt Johann von Basel während der Schlacht in Lothringen. Er gilt seit einem Vorstoß gegen die Wirtshaus-Schleuse und den Saar-Kohlen-Kanal als vermisst.
Offiziell gilt Norbert Renz als vermisst. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Gosselming beigesetzt wurde. Dort wurden auch seine Kameraden der 3. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments begraben, die am gleichen Tag fielen, u. a.
Reservist Alois Steigenberger, gefallen am 20.08.1914 bei Gosselming, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gosselming in einem Massengrab;
Leutnant d. R. Wolfgang Geiger, gefallen am 20.08.1914 bei Gosselming, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gosselming in Grab 30;
Unteroffizier Anton Gumpp, gefallen am 20.08.1914 bei Gosselming, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gosselming in einem Massengrab;
Reservist Anton Kraus, gefallen am 20.08.1914 bei Gosselming, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gosselming in einem Massengrab;
Wehrmann Max Wolf, gefallen am 20.08.1914 bei bei St. Johann v. Bassel, begraben auf dem Soldatenfriedhof Gosselming in einem Massengrab.
Sterbebild von Norbert RenzRückseite des Sterbebildes von Norbert Renz
Der Kleinbauer und Reservist Andreas Kölbl stammte aus Pattenham, heute ein Orsteil der bayerischen Gemeinde Rotthalmünster. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist im 16. bayerischen Infanterie-Regiment. Am 05.09.1914 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Maixe.
Man begrub Andreas Kölbl auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.
Sterbebild von Andreas KölblRückseite des Sterbebildes von Andreas Kölbl
Der Bergmann Ferdinand Berchtold wurde am 04.10.1891 in Peiting geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 25. bayerischen Infanterie-Regiments als Reservist. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 07.04.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht um Verdun im Wald von Avocourt —-> CÔTE 304 / HÖHE 304.
Offiziell ist für Ferdinand Berchtold keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er wie seine Kameraden der 3. Kompanie des 25. bayerischen Infanterie-Regiments, die im gleichen Zeitraum fielen, auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort waren seine Gebeine vermutlich nicht mehr zuzuordnen, weshalb die Beisetzung anonym stattfand. Hier die Namen einiger seiner Kameraden:
Gefreiter Alois Anwander, gefallen am 07.04.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
Gefreiter Jakob Schanz, gefallen am 07.04.1916 im Bois d´Avocourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
Unteroffizier Alois Krach, gefallen am 07.04.1916 im Bois d´Avocourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
Landstummann Friedrich Kremmel, gefallen am 26.03.1916 im Bois d´Avocourt – Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
Infanterist Franz Bauer, gefallen am 26.03.1916 im Bois d´Avocourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.
Sterbebild von Ferdinand BerchtoldRückseite des Sterbebildes von Ferdinand Berchtold
Der theoretische Weg von Ferdinand Berchtold von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem wahrscheinlichen Grab:
Der Reservist Philipp Hebling wurde am 14.01.1891 in Eisingen in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 8. Kompanie des 9. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.01.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren durch einen Kopfschuss in Frankreich während der Stellungskämpfe in Flandern und Artois in der Nähe der französischen Gemeinde Pont-à-Vendin.
Man begrub Philipp Hebling auf dem Soldatenfriedhof Pont-a-Vendin in Block 5, Grab 140.