Der Soldat Adolf Schad stammte aus Minden, einer Stadt im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen, und war Regierungs-Assessor. Er war Mitglied der Gießener Burschenschaft Germania. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 4. Kompanie des 115. Leib-Garde-Infanterie-Regiments. Am 22.08.1914 fiel er bei Anloy (Ortsteil der belgischen Gemeinde Libin) und Maissin (ortsteil der belgischen Gemeinde Paliseul) in Belgien.
Man begrub Adolf (Wilhelm) Schad auf dem Soldatenfriedhof Maissin-National in Grab 304.
Die Todesanzeige der Gießener Burschenschaft Germania für Adolf Schad im Gießener Anzeiger
Der Soldat Wilhelm Cellarius wurde am 21.04.1892 in der hessischen Stadt Darmstadt geboren und war Student (cand. theol.) an der Universität Gießen. Er war Mitglied der Deutschen Christlichen Studentenvereinigung Gießen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Einjähriger Gefreiter in der 2. Kompanie des 115. Leibgarde-Infanterie-Regiments. Am 22.08.1914 fiel er während der Kämpfe bei Langemark in Belgien. Wilhelm Cellarius wurde 22 Jahre alt.
Man begrub Wilhelm Cellarius auf dem Soldatenfriedhof Langemark in einem Massengrab.
Todesanzeige für Wilhelm Cellarius im Gießener Anzeiger vom 22.09.1914
Der Soldat Dr. jur. rer. pol Gustav Fehrer stammte aus der hessischen Stadt Darmstadt und war von Beruf Gerichtsassessor. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 2. Kompanie des 115. Leibgarde Infanterie-Regiments. Am 28.08.1914 fiel er bei Raucourt-et-Flaba in den Ardennen.
Man begrub Gustav Fehrer auf dem Soldatenfriedhof Noyers-Pont-Maugis in Block A, Grab 76.
Die Todesanzeige für Gustav Fehrer im Gießener Anzeiger
Der Soldat Carl Heinrich von Stülpnagel wurde am 01.01.1886 in der Reichshauptstadt Berlin geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Oberleutnant in der 12. Kompanie des 115. Leiggarde-Infanterie-Regiments. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als General der Infanterie in der Wehrmacht. Am 30.08.1944 wurde er im Alter von 58 Jahren als Opfer des 20.07.1944 hingerichtet.
Der Soldat Ludwig Zecher wurde am 04.04.1893 in Daubringen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Staufenberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 6. Kompanie des 115. Leibgarde-Infanterie-Regiments. Am 04.03.1916 wurde er bei Verdun schwer verwundet. Am 07.04.1916 starb er im Alter von 23 Jahren im Reserve-Lazarett 1 in Mannheim an seinen Wunden.
Man überführte die Gebeine von Ludwig Zecher in sein Heimatdorf Daubringen und begrub ihn dort. Das Grab wurde inzwischen eingeebnet. Sein Grabstein wurde vor dem Kriegerdenkmal aufgestellt.
Der Soldat Otto Heckler stammte aus Sprendlingen im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Er war Mitglied des Vorstands der Julius Berger Tiefbau AG und Regierungsbaumeister a. D.. Dieses Unternehmen ist die Wurzel der heutigen Firma Bilfinger AG (bis vor einigen Jahren hieß es Bilfinger und Berger AG) und wurde von Julius Berger gegründet. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde er seiner Firma beraubt, rechtlos gestellt und mit seiner Frau nach Theresienstadt in das dortige Konzentrationslager deportiert. Dort starben Flora und Max Berger an Hunger und Entkräftung – Julius Berger am 13.07.1943 im Alter von 80 Jahren. Eine Schande, begangen von Deutschen und im Namen Deutschlands!
Im Ersten Weltkrieg kämpfte Otto Heckler als Oberleutnant der Reserve in der 11. Kompanie des 115. Leibgarde-Infanterie-Regiments. Am 22.08.1914 fiel er während der Schlacht bei Neufchâteau im Alter von 35 Jahren bei Anloy-Maissin in Belgien an der Westfront.
Man begrub Otto Heckler auf dem Soldatenfriedhof Maissin-National in Grab 313.