Der Soldat Franz Xaver Asenbeck stammte aus Neufahrn, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mettenheim, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in der 2. Maschinengewehr-Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.07.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren beim zweiten Sturm über Kolonie Nowi Emilin hinaus (Kämpfe am Styr und Stochod) in der heutigen Ukraine – damals Russland – durch einen Granatvolltreffer.
Die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments berichtet von dem Todestag und den Todesumständen von Franz Xaver Asenbeck:
„Sturm über Kolonie Nowi Emelin hinaus bis zum Waldsaum 2.7.1916
Der 02.07. ist wieder Angriffstag für die Division Rusche. Diesem Vorgehen hatte sich der rechte Flügel der 11. bayerischen Infanterie-Division (Gruppe Stengel) anzuschließen. Erst hatte sich das rechte Flügelbataillon I./22. Bayerisches Infanterie-Regiment anzutreten. Kurz darauf traten auch II./3. und 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment zum Angriff an. Der Feind wurde aus seinen Stellungen, in mehreren Linien die Kolonie Nowi Emilin durchzogen, geworfen und bis an den Waldsaum gegenüber Miroslawka verfolgt.“
AM Ende des Tages war Franz Xaver Asenbeck tot – von den Verlusten des Tages kein Wort in der Regimentsgeschichte.
Die Lage des Grabes von Franz Xaver Asenbeck ist unbekannt. Es existiert wahrscheinlich nicht mehr.
Der Soldat Johann Riemer stammte aus der bayerischen Stadt Vilsbiburg und war der Sohn eines Hausbesitzers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.10.1915 wurde er im Alter von 19 Jahren bei Dubrovitzio in Serbien so schwer verwundet, dass er kurz danach starb.
Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Riemer berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 26.10. rang bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment 13 zunächst im Feuerkampf aus Marcovac mit dem am jenseitigen Racaufer eingenisteten Feind, während es dem 3. bayerischen Infanterie-Regiment (I. und II./3. bayerisches Infanterie-Regiment in vorderer Linie) unter kräftiger Unterstützung durch II./22. bayerisches Infanterie-Regiment und durch die Artillerie gelang, die Raca zu überschreiten und nachmittags auf den Höhen nordwestlich Lapovo Raum zu gewinnen. Bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment 13 drang zugleich mit 3. bayerisches Infanterie-Regiment in Lapovo ein. Die Höhen zwischen Erni Rao und Lapovo wurden vom I. und II./3. bayerisches Infanterie-Regiment, welch letzteres abends vom III./3. bayerisches Infanterie-Regiment abgelöst wurde besetzt. Lapovo, das außer dem bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment 13 auch der Regimentsreserve des 3. bayerischen Infanterie-Regiments gegen den strömenden Regen Unterkunft gewährte, bereitete den Siegern einen echt orientalischen, unterwürfigen Empfang. Der strömende Regen hatte auch auf den Höhen den schweren Boden grundlos gemacht. Besonders wirksam war aber unter diesen Witterungsverhältnissen die feindliche Maßregel der Anstauung der Lepenica. Die Bewegungen im feindlichen Artilleriefeuer, die zur Verjagung der feindlichen Vorposten und zur Inbesitznahme des Ufers notwendig waren, gestalteten sich dadurch außerordentlich erschöpfend für die Truppe.“
Die Lage des Grabes – sofern es noch vorhanden ist – ist unbekannt.
Der Soldat Hugo Dick wurde am 16.10.1991 in der bayerischen Stadt Schwabmünchen geboren. Er war Student des Corps Arminia, München. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fähnrich der Reserve in der 8. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 16.10.1914 verstarb er in Folge einer Krankheit.
Die Lage und die Existenz des Grabes von Hugo Dick konnte ich nicht ermitteln.
Der Soldat Hugo Roßberger wurde am 06.12.1895 in der bayerischen Stadt Kempten als Sohn eines Schneidermeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 7. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.12.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren in Rumänien während der Verfolgungskämpfe nach der Schlacht bei Rimnicul – Sarat.
„Verfolgungskämpfe nach der Schlacht bei Rimnicul – Sarat 28.12.1916 – 03.01.1917
Am nächsten Tag, 28.12., aber sollte der erste Impuls des Vorgehens vom rechten Flügel des 3. bayerischen Infanterie-Regiments im Verein mit dem linken der 217. Infanterie-Division gegeben werden. Am frühen Morgen aber sieht man Bagdat brennen. Es kommen Meldungen, dass der Gegner abgezogen sei. Der Regimentskommandeur gibt Befehl zum Nachstoßen. Da stellt sich heraus, dass sich der Gegner in einer Stellung, die von der F. St. Dedulesti östlich von Bagdat vorbei zog, wieder festgesetzt hatte. II./3. bayerisches Infanterie-Regiment hatte etwa 400 – 800 Meter, I./3. bayerisches Infanterie-Regiment durchschnittlich 600 Meter Raum nach vorwärts gewonnen, III./3. bayerisches Infanterie-Regiment wurde südlich der Bahn nachgezogen. Da die feindlichen Gräben vollbesetzt waren und unsere Artillerie zum Teil im Stellungswechsel begriffen war, wurde der Sturm verschoben, der Geländegewinn aber durch Eingraben in Schützenlöcher gesichert. Der Divisionsbefehl befahl für den 30.12. den Angriff mit dem dem Hauptnachdruck durch das 3. bayerische Infanterie-Regiment in Richtung E. St. Dedulesti. Man hörte, dass die Schlacht der 9. Armee siegreich beendet sei. Gegen Abend wird II./3. bayerisches Infanterie-Regiment wieder durch III./3. bayerisches Infanterie-Regiment abgelöst. II./3. bayerisches Infanterie-Regiment nimmt Unterkunft in Neu-Gaiseanca. 8.30 Uhr abends werden vier große Brände im Vorgelände sichtbar. Patrouillen stellen später den Abzug des Gegners fest.“
Man begrub Hugo Roßberger auf dem Soldatenfriedhof Braila in Block 5.
Sterbebild von Hugo RoßbergerRückseite des Sterbebildes von Hugo Roßberger
Der Soldat Alois Heilmaier (Verlustliste: Heilmeier) wurde am 15.06.1892 in Radlkofen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mengkofen, und lebte und lebte zuletzt in Wendldorf. Sein Vater war Tagelöhner (Söldner). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.09.1914 (Regimentsgeschichte: 26.09.1914) verstarb er nach schwerer Verwundung während der ersten Kämpfe bei Peronne und an der Somme im Alter von 22 Jahren im Lazarett Marchélepot.
Über den Tag seiner schweren Verwundung und seines Todes berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:
„In der Nacht zum 26.09. wurde die vordere Linie des Regiments (III./3. bayerisches Infanterie-Regiment) und I./3. bayerisches Infanterie-Regiment) wieder vorgeschoben bis in die Linie Ferme (westlich Fay) – Straße nach Foucaucourt (ausschließlich), wo nach Süden 20. Infanterie-Regiment anschloss. Der Nebel begünstigte das Eingraben. Später aber kam heftiges Artilleriefeuer. Die Gruppen nördlich des Regiments zwischen Dompierre und Fay wurden etwas vorgeschoben.“
Die Lage des Grabes von Alois Heilmaier ist offiziell unbekannt. Ich vermute, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Manicourt begraben wurde, wo man rund 3.000 deutsche Soldaten begrub, deren Identität ebenfalls unbekannt sind und die in dieser Region fielen.
Sterbebild von Alois HeilmaierRückseite des Sterbebildes von Alois Heilmaier
Der Soldat Franz Kaltenecker wurde am 07.09.1893 in Prag geboren und lebte in Lenzingerberg, beides Ortsteile der bayerischen Gemeinde Hutthurm, und war der Sohn eines Landwirts (Gütlers). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 4. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde am 11.08.1914 bei der Schlacht bei Badonviller am rechten Bein schwer verwundet und starb am 13.08.1914 im Alter von 21 Jahren im Fledlazarett Blâmont.
Über den Todestag und die Todesumstände von Franz Kaltenecker berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Für den 10.08. ordnete daher das Generalkommando den Vormarsch aller bereits ausgeladenen Truppen über Blâmont und Cirey auf Badonviller – Râon l‘ Etape an. Demgemäß setzte die in vorderster Linie befindliche verstärkte 3 bayerische Infanterie-Brigade am 10.08. in den zwei Kolonnen den Vormarsch fort. Die bisherige Brigadereserve, I./3. bayerisches Infanterie-Regiment, wurde der rechten Kolonne (Oberst von Reck) unterstellt und von dieser als Vorhutbataillon bestimmt. Es stieß südlich Nonhigny auf feindlichen Widerstand, brach ihn rasch und erreichte Montreux. Die Gefechte des 10.08. bei Montreux einerseits und Parux und Bréménil andererseits waren die Feuertaufe des Regiments. Sie kosteten ihm 8 Tote und 38 Verwundete. Gegen den ebenfalls besetzten Bois des Haies westlich Montreux wurde das Gros entwickelt. Der Gegner nahm hier den Angriff nicht an, sondern ging auf Badonviller zurück. I./3. bayerisches Infanterie-Regiment stellte die Vorposten der Kolonne von Reck in Linie Neuviller (ausschließlich) – Wald nordwestlich Les Carrieres und wies dort bei der Battant-Mühle am 11.08. einen feindlichen Teilangriff zurück. Vorhut der linken Kolonne (Oberst Zehlin) war III./ 3. bayerisches Infanterie-Regiment. Es trieb am 10.08. den Gegner über Parux und Bréménil auf Badonviller zurück und erreichte Linie Battant-Mühle-Höhe südlich Les Carrieres. Dort schloss das bayerische Infanterie-Leibregiment an. In der Nacht zum 12.08. rückten I./3. und III./3. bayerisches Infanterie-Regiment als Brigadereserve nach Harbouey, das 1. bayerisches Infanterie-Regiment und II./ 3. bayerisches Infanterie-Regiment hielten neben dem bayerischen Infanterie-Leibregiment die vordere Linie. Am 12.08. früh morgens wirft sich plötzlich das bayerische Infanterie-Leibregiment auf den Feind, erobert in blutigem Ringen das Städtchen Badonviller und wirft den bedeutend überlegenen Gegner auf Peronne zurück.“
Die Lage des Grabes von Franz Keltenecker ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er, wie seine Regimentskameraden, die am gleichen Tag fielen, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Reillon begraben wurde, u. a.
Gefreiter Joseph Wimmer, gefallen am 11.08.1914 bei Badonviller, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab;
Infanterist Kaspar Matthias Schmidt, gefallen am 11.08.1914 bei Badonviller, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab;
Infanterist Joseph Härtinger, gefallen am 11.08.1914 bei Badonviller, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab;
Reservist Johann Betz, gefallen am 11.08.1914 bei Badonviller, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.
Sterbebild von Franz KalteneckerRückseite des Sterbebildes von Franz Kaltenecker
Der Soldat Johann Gilk wurde am 23.09.1890 in Landmannsdorf geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Adelzhausen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 8. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 10.08.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht an der Uherka im heutigen Polen. Er fiel bei den Ortschaften Petrilow / Chutza.
Über den Todeszeitraum von Johann Gilk berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Am 08.08.1915 3.30 Uhr nachmittags wird unter dem Schutz unseres um 2.45 Uhr eröffneten Artilleriefeuers bis an das Westenede des sehr lang gestreckten niedergebrannten Dorfes Petrilow herangegangen, auf 800 – 1.000 Meter an die feindliche Stellung, die hier mitten durch die Ortschaft verläuft. Die feindliche gegenwehr war nicht besonders wirksam. In der Nacht zum 09.08. wird dann auf Sturmentfernung an die feindlichen Werke herangegangen. Innere Flügel der Bataillone 1./3. bayerisches Infanterie-Regiment (Turtschek) und 11./3. bayerisches Infanterie-Regiment (Kardel). Jedes der vorderen Bataillone (I. und III.) erhält ein besonderes Werk als Angriffsobjekt zugewiesen. 1./3. bayerisches Infanterie-Regiment ist ganz nahe an das mit VIIb bezeichnete östliche der beiden im Angrifsstreifen des Regiments liegenden Werke herangekommen und hat Gasse im Drahthindernis erkundet. Das Artilleriefeuer und damit auch der geplante Sturm müssen wegen Unsichtigkeit verschoben werden. Erst mittags kann wirksam geschossen werden. Noch sind die starken Werke ziemlich unversehrt. Der Sturm wird auf 1.15 Uhr nachmittags festgesetzt. Doch schon 12.15 Uhr meldet Leutnant Tutschek dem Regimentskommandeur, durch dessen Vermittlung er sich vorher mit der Mörserbatterie verständigt hatte, durch den Fernsprecher, dass eben zwei Mörserschüsse in VIIb lagen, ob er antreten dürfe. Der Regimentskommandeur erklärte sein Einverständnis, wünschte der Kompanie Glück und verständigte die Artillerie und die Nebentruppen. Wenige Minuten später drang die Kompanie im Verein mit der 3. Kompanie unter Leutnant der Reserve Steiner in das Werk ein, das sie dem russischen Leib-Garderegiment Preobraschenks abnahm. Der Einbruch war Dank der Schneid und Entschlusskraft des Leutnants Tutschek und seiner Kompanie gelungen; doch den Erfolg festzuhalten kostete noch viel Mut, Zähigkeit und leider auch viel Blut anderer Kompanien. Der 11. Kompanie gelingt es nicht, in das Nebenwerk einzudringen, aber durch ihr Vorgehen deckt sie die Flanke der 1./3. bayerisches Infanterie-Regiment. Starkes feindliches Artilleriefeuer und heftige Gegenangriffe setzen ein. Das I./3. bayerisches Infanterie-Regiment, das sofort weitere Kräfte an das Werk nachgeschoben hat, beantragt gegen Abend wiederholt dringen die Ablösung mit der Begründung, die Gefechtskraft der schon durch die vorhergehenden Nächte ermüdeten Truppe erlahme. Es musste daher die Ablösung durch das II./3. bayerisches Infanterie-Regiment befohlen werden, die aber unter den äußerst schwierigen Verhältnissen – der Gegner setzte die Wiedereroberungsversuche beinahe ununterbrochn fort – nur zum Teil gelang. 1.30 Uhr morgens erfolgt ein besonders heftiger Gegenangriff von zwei russischen Garderegimentern, ebi dessen Abwehr sich außer den noch nicht abgelösten Teilen der 3./3. bayerisches Infanterie-Regiment, besonders auch das 5./3. und 8./3. bayerisches Infanterie-Regiment und Teile der Maschinengewehr-Kompanie auszeichnen. Zwischen die tapferen Verteidiger hinein treibt aber der weit überlegene Feind doch einen Keil russischer Gardisten in das ausgedehnte Werk vor, das jedoch die Dreier trotzdem weiterhin heldenhaft verteidigen, von allen Seiten gepresst und umflutet. So war am Morgen die heldenmutige Besatzung im Werke selbst durchbrochen, belagert und abgeschnitten. Alle Bestrebungen des Regiments, die Tapferen zu entsetzen, oder wenigstens Verbindung mit ihnen zu bekommen, versagten, bis endlich am 10.08. 4 Uhr nachmittags durch eine besonders tapfere Telefonpatrouille, die trotz des Kreuzfeuers den Draht in den Graben brachte, wenigstens mit dem einen Flügel der Werkbesatzung Verbindung erreicht wurde. Das hob ihre übrigens noch keineswegs erlahmte Ausdauer und ermöglichte bald auch einige Unterstützung durch Zufuhr von Handgranaten und Munition. Um die Lage zu halten, forderte der Regimentskommandeur Artillerieunterstützung und befiehlt für 5.30 Uhr abends erneut allgemeinen Sturm des Regiments, der zwar zu keinem weiteren Einbruch führt, aber die feindlichen Gegenangriffe doch zum Stehen bringt. Während dieses die übrigen russischen Kräfte beschäftigenden Angriffs gelingt den Dreiern im Werk VII die Überwältigung des etwa eine Kompanie starken Russennestes durch einen wohlgelungenen Handgranatenüberfall. Nur wenige russische Gardisten werden nach tapferer Gegenwehr gefangengenommen. Die meisten waren gefallen. 11 Uhr abends wird das Regiment vom 22. bayerischen Infanterie-Regiment abgelöst und teils als Brigade-, teils als Divisionsreserve zurück nach Gut Chutza und in den Wald nordöstlich davon gelegt.-„
Die Lage des Grabes von Johann Gilk ist unbekannt.
Der Soldat Franz Lengdobler wurde am 11.11.1896 in Kühweid, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott, geboren und war der Sohn eines Landwirts. Er arbeitete als Gärtner bei Graf Dürkheim. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.10.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren während des Feldzugs gegen Rumänien bei den Grenzlämpfen am Vulkangebirge.
Über den Todestag von Franz Lengdobler berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Erstürmung der die rumänische Grenze bildende Bergkette
Dichter Nebel verbot am 23.10. morgens eine Feuervorbereitung, begünstigte aber die Überrumpelung. Planmäßig gelang, dank des schneidigen Zufassens der 7./3. bayerisches Infanterie-Regiment unter Leutnant der Reserve Dreher, die durch den Verlauf des Grates notwendige sofortige Wegnahme des Candetul. Als diese Flankierung beseitigt war, konnte I./3. bayerisches Infanterie-Regiment gegen den Hauptgipfel des Dragoiul vorgeführt werden, bei dessen Wegnahme ihm – wie es geplant war – schon II./3. bayerisches Infanterie-Regiment über den Murgile hinweg zu Hilfe eilte. Unterdessen war der Nebel zerrissen und ein schöner Herbsttag ermöglichte die Mitwirkung der Gebirgbatterie bei der Wegnahme des Dumitru, auf dem der Gegner hartnäckigen Widerstand leistete. Mit Einbruch der Dunkelheit ist auch dieser Bergkegel in der Hand vom I./3. bayerisches Infanterie-Regiment.“.
Die Lage des Grabes von Franz Lengdobler ist unbekannt.
Sterbebild von Franz LengdoblerRückseite des Sterbebildes von Franz Lengdobler
Der Soldat Johann Wolfseder wurde am 01.06.1896 geboren und stammte aus Pfaffenham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und war der Sohn eines Landwirts (Ponthalerbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Seit dem 27.10.1916 galt er seit der Grenzkämpfe am Bulkangebirge in der Walachei in Rumänien als vermisst, bis sich später herausstellte, dass er Anfang Februar 1917 im Alter von 20 Jahren in Sipote in russischer Gefangenschaft gestorben war.
Über die Umstände seiner Gefangennahme berichtet die Regimentsgeschichte:
Am 26.10. abends erhielt das Bataillon Weisung, die Straße Targu Jiu – Francesti zu sperren. 11./3. bayerisches Infanterie-Regiment erreicht dementsprechend am 27.10. 2 Uhr morgens die Gegend nördlich Rasovita, das übrige Bataillon kommt 7 Uhr morgens dort an. Als nun zur Besetzung von Rasovita geschritten wurde, wurde 11./3. bayerisches Infanterie-Regiment sofort aus südöstlicher Richtung scharf angegriffen, während 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment den Westrand noch erreichte, dann spricht sich aber auch von Westen und Süden her ein Angriff stark überlegener Kräfte aus. 10./3. bayerisches Infanterie-Regiment besetzte gerade noch den Südrand. Die Maschinengewehr-Kompanie wird aufgeteilt. Endlich muss auch 9./3. bayerisches Infanterie-Regiment mit zwei Zügen am rechten Flügel der 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment mit einem Zug zwischen 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment und 10./3. bayerisches Infanterie-Regiment eingeschoben werden. Von drei Seiten her eingekreist und mit starkem Artilleriefeuer belegt, setzt sich das Bataillon kräftig zur Wehr. Wiederholt werden Stürme des Feindes abgeschlagen. Erst etwa 3 Uhr nachmittags gelingt es dem Feinde, im Handgemenge in die Mitte der Westfront von Rasovita einzudringen. Dadurch werden starke Teile des Bataillons abgeschnürt, während der Rest persönlich vom Bataillonsadjutanten, Leutnant der Reserve Kardel, geführt, sich auf Lelesti an Nebentruppen (I./22. bayerisches Infanterie-Regiment) heranzieht und am 28.10. morgens bei Schela vom Bataillonskommandeur wieder geordnet wird.“
Bei diesem Gefecht wurde Johann Wolfseder gefangen genommen.
Die Lage des Grabes von Johann Wolfseder ist unbekannt.
Sterbebild von Johann WolfsederRückseite des Sterbebildes von Johann Wolfseder
Der Soldat Sebastian Mayr wurde am 19.12.1891 in Altenham geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war Landwirt (Huber-Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 09.04.1917 fiel er im Alter von 35 Jahren während der Stellungskämpfe im Oberelsass. Sein Bataillon wurde vom 03.04.1918 an der 26. württembergischen Landwehr-Division zugeteilt und marschierte nach Ungersheim, Feldkirch und Bunzenheim beordert. Seit dieser Zeit gilt Sebastian Mayr als vermisst. Sein Sterbeort und seine Grablage war nicht zu recherchieren.
Es könnte gut sein, dass Sebastian Mayr auf dem rund 13 Kilometer entfernt von seinem letzten Aufenthaltsort gelegenen Soldatenfriedhof Cernay als unbekannter Soldat begraben wurde.
Sterbebild von Sebastian MayrRückseite des Sterbebildes von Sebastian Mayr