Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.915: Johann Riemer

Der Soldat Johann Riemer stammte aus der bayerischen Stadt Vilsbiburg und war der Sohn eines Hausbesitzers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 9. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.10.1915 wurde er im Alter von 19 Jahren bei Dubrovitzio in Serbien so schwer verwundet, dass er kurz danach starb.

Über den Todestag und die Todesumstände von Johann Riemer berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 26.10. rang bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment 13 zunächst im Feuerkampf aus Marcovac mit dem am jenseitigen Racaufer eingenisteten Feind, während es dem 3. bayerischen Infanterie-Regiment (I. und II./3. bayerisches Infanterie-Regiment in vorderer Linie) unter kräftiger Unterstützung durch II./22. bayerisches Infanterie-Regiment und durch die Artillerie gelang, die Raca zu überschreiten und nachmittags auf den Höhen nordwestlich Lapovo Raum zu gewinnen. Bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment 13 drang zugleich mit 3. bayerisches Infanterie-Regiment in Lapovo ein. Die Höhen zwischen Erni Rao und Lapovo wurden vom I. und II./3. bayerisches Infanterie-Regiment, welch letzteres abends vom III./3. bayerisches Infanterie-Regiment abgelöst wurde besetzt. Lapovo, das außer dem bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment 13 auch der Regimentsreserve des 3. bayerischen Infanterie-Regiments gegen den strömenden Regen Unterkunft gewährte, bereitete den Siegern einen echt orientalischen, unterwürfigen Empfang. Der strömende Regen hatte auch auf den Höhen den schweren Boden grundlos gemacht. Besonders wirksam war aber unter diesen Witterungsverhältnissen die feindliche Maßregel der Anstauung der Lepenica. Die Bewegungen im feindlichen Artilleriefeuer, die zur Verjagung der feindlichen Vorposten und zur Inbesitznahme des Ufers notwendig waren, gestalteten sich dadurch außerordentlich erschöpfend für die Truppe.“

Die Lage des Grabes – sofern es noch vorhanden ist – ist unbekannt.

Seine Heimatgemeinde Vilsbiburg gedenkt Johann Riemer noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/vilsbiburg_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Riemer
Rückseite des Sterbebildes von Johann Riemer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.913: Hugo Dick

Der Soldat Hugo Dick wurde am 16.10.1991 in der bayerischen Stadt Schwabmünchen geboren. Er war Student des Corps Arminia, München. Im Ersten Weltkrieg diente er als Fähnrich der Reserve in der 8. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 16.10.1914 verstarb er in Folge einer Krankheit.

Die Lage und die Existenz des Grabes von Hugo Dick konnte ich nicht ermitteln.

Seine Heimatgemeinde Schwabmünchen gedenkt Hugo Dick noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/schwabmuenchen.htm

Todesanzeige von Hugo Dick

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.907: Hugo Roßberger

Der Soldat Hugo Roßberger wurde am 06.12.1895 in der bayerischen Stadt Kempten als Sohn eines Schneidermeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 7. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.12.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren in Rumänien während der Verfolgungskämpfe nach der Schlacht bei Rimnicul – Sarat.

„Verfolgungskämpfe nach der Schlacht bei Rimnicul – Sarat 28.12.1916 – 03.01.1917

Am nächsten Tag, 28.12., aber sollte der erste Impuls des Vorgehens vom rechten Flügel des 3. bayerischen Infanterie-Regiments im Verein mit dem linken der 217. Infanterie-Division gegeben werden. Am frühen Morgen aber sieht man Bagdat brennen. Es kommen Meldungen, dass der Gegner abgezogen sei. Der Regimentskommandeur gibt Befehl zum Nachstoßen. Da stellt sich heraus, dass sich der Gegner in einer Stellung, die von der F. St. Dedulesti östlich von Bagdat vorbei zog, wieder festgesetzt hatte. II./3. bayerisches Infanterie-Regiment hatte etwa 400 – 800 Meter, I./3. bayerisches Infanterie-Regiment durchschnittlich 600 Meter Raum nach vorwärts gewonnen, III./3. bayerisches Infanterie-Regiment wurde südlich der Bahn nachgezogen. Da die feindlichen Gräben vollbesetzt waren und unsere Artillerie zum Teil im Stellungswechsel begriffen war, wurde der Sturm verschoben, der Geländegewinn aber durch Eingraben in Schützenlöcher gesichert. Der Divisionsbefehl befahl für den 30.12. den Angriff mit dem dem Hauptnachdruck durch das 3. bayerische Infanterie-Regiment in Richtung E. St. Dedulesti. Man hörte, dass die Schlacht der 9. Armee siegreich beendet sei. Gegen Abend wird II./3. bayerisches Infanterie-Regiment wieder durch III./3. bayerisches Infanterie-Regiment abgelöst. II./3. bayerisches Infanterie-Regiment nimmt Unterkunft in Neu-Gaiseanca. 8.30 Uhr abends werden vier große Brände im Vorgelände sichtbar. Patrouillen stellen später den Abzug des Gegners fest.“

Man begrub Hugo Roßberger auf dem Soldatenfriedhof Braila in Block 5.

Sterbebild von Hugo Roßberger
Rückseite des Sterbebildes von Hugo Roßberger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.838: Alois Heilmaier

Der Soldat Alois Heilmaier (Verlustliste: Heilmeier) wurde am 15.06.1892 in Radlkofen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mengkofen, und lebte und lebte zuletzt in Wendldorf. Sein Vater war Tagelöhner (Söldner). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.09.1914 (Regimentsgeschichte: 26.09.1914) verstarb er nach schwerer Verwundung während der ersten Kämpfe bei Peronne und an der Somme im Alter von 22 Jahren im Lazarett Marchélepot.

Über den Tag seiner schweren Verwundung und seines Todes berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„In der Nacht zum 26.09. wurde die vordere Linie des Regiments (III./3. bayerisches Infanterie-Regiment) und I./3. bayerisches Infanterie-Regiment) wieder vorgeschoben bis in die Linie Ferme (westlich Fay) – Straße nach Foucaucourt (ausschließlich), wo nach Süden 20. Infanterie-Regiment anschloss. Der Nebel begünstigte das Eingraben. Später aber kam heftiges Artilleriefeuer. Die Gruppen nördlich des Regiments zwischen Dompierre und Fay wurden etwas vorgeschoben.“

Die Lage des Grabes von Alois Heilmaier ist offiziell unbekannt. Ich vermute, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Manicourt begraben wurde, wo man rund 3.000 deutsche Soldaten begrub, deren Identität ebenfalls unbekannt sind und die in dieser Region fielen.

Sterbebild von Alois Heilmaier
Rückseite des Sterbebildes von Alois Heilmaier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.784: Franz Kaltenecker

Der Soldat Franz Kaltenecker wurde am 07.09.1893 in Prag geboren und lebte in Lenzingerberg, beides Ortsteile der bayerischen Gemeinde Hutthurm, und war der Sohn eines Landwirts (Gütlers). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 4. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde am 11.08.1914 bei der Schlacht bei Badonviller am rechten Bein schwer verwundet und starb am 13.08.1914 im Alter von 21 Jahren im Fledlazarett Blâmont.

Über den Todestag und die Todesumstände von Franz Kaltenecker berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Für den 10.08. ordnete daher das Generalkommando den Vormarsch aller bereits ausgeladenen Truppen über Blâmont und Cirey auf Badonviller – Râon l‘ Etape an. Demgemäß setzte die in vorderster Linie befindliche verstärkte 3 bayerische Infanterie-Brigade am 10.08. in den zwei Kolonnen den Vormarsch fort. Die bisherige Brigadereserve, I./3. bayerisches Infanterie-Regiment, wurde der rechten Kolonne (Oberst von Reck) unterstellt und von dieser als Vorhutbataillon bestimmt. Es stieß südlich Nonhigny auf feindlichen Widerstand, brach ihn rasch und erreichte Montreux. Die Gefechte des 10.08. bei Montreux einerseits und Parux und Bréménil andererseits waren die Feuertaufe des Regiments. Sie kosteten ihm 8 Tote und 38 Verwundete. Gegen den ebenfalls besetzten Bois des Haies westlich Montreux wurde das Gros entwickelt. Der Gegner nahm hier den Angriff nicht an, sondern ging auf Badonviller zurück. I./3. bayerisches Infanterie-Regiment stellte die Vorposten der Kolonne von Reck in Linie Neuviller (ausschließlich) – Wald nordwestlich Les Carrieres und wies dort bei der Battant-Mühle am 11.08. einen feindlichen Teilangriff zurück. Vorhut der linken Kolonne (Oberst Zehlin) war III./ 3. bayerisches Infanterie-Regiment. Es trieb am 10.08. den Gegner über Parux und Bréménil auf Badonviller zurück und erreichte Linie Battant-Mühle-Höhe südlich Les Carrieres. Dort schloss das bayerische Infanterie-Leibregiment an. In der Nacht zum 12.08. rückten I./3. und III./3. bayerisches Infanterie-Regiment als Brigadereserve nach Harbouey, das 1. bayerisches Infanterie-Regiment und II./ 3. bayerisches Infanterie-Regiment hielten neben dem bayerischen Infanterie-Leibregiment die vordere Linie. Am 12.08. früh morgens wirft sich plötzlich das bayerische Infanterie-Leibregiment auf den Feind, erobert in blutigem Ringen das Städtchen Badonviller und wirft den bedeutend überlegenen Gegner auf Peronne zurück.“

Die Lage des Grabes von Franz Keltenecker ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er, wie seine Regimentskameraden, die am gleichen Tag fielen, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Reillon begraben wurde, u. a.

  • Gefreiter Joseph Wimmer, gefallen am 11.08.1914 bei Badonviller, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab;
  • Infanterist Kaspar Matthias Schmidt, gefallen am 11.08.1914 bei Badonviller, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab;
  • Infanterist Joseph Härtinger, gefallen am 11.08.1914 bei Badonviller, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab;
  • Reservist Johann Betz, gefallen am 11.08.1914 bei Badonviller, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Franz Kaltenecker
Rückseite des Sterbebildes von Franz Kaltenecker

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.772: Johann Gilk

Der Soldat Johann Gilk wurde am 23.09.1890 in Landmannsdorf geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Adelzhausen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 8. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 10.08.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren während der Schlacht an der Uherka im heutigen Polen. Er fiel bei den Ortschaften Petrilow / Chutza.

Über den Todeszeitraum von Johann Gilk berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 08.08.1915 3.30 Uhr nachmittags wird unter dem Schutz unseres um 2.45 Uhr eröffneten Artilleriefeuers bis an das Westenede des sehr lang gestreckten niedergebrannten Dorfes Petrilow herangegangen, auf 800 – 1.000 Meter an die feindliche Stellung, die hier mitten durch die Ortschaft verläuft. Die feindliche gegenwehr war nicht besonders wirksam. In der Nacht zum 09.08. wird dann auf  Sturmentfernung an die feindlichen Werke herangegangen. Innere Flügel der Bataillone 1./3. bayerisches Infanterie-Regiment (Turtschek) und 11./3. bayerisches Infanterie-Regiment (Kardel). Jedes der vorderen Bataillone (I. und III.) erhält ein besonderes Werk als Angriffsobjekt zugewiesen. 1./3. bayerisches Infanterie-Regiment ist ganz nahe an das mit VIIb bezeichnete östliche der beiden im Angrifsstreifen des Regiments liegenden Werke herangekommen und hat Gasse im Drahthindernis erkundet. Das Artilleriefeuer und damit auch der geplante Sturm müssen wegen Unsichtigkeit verschoben werden. Erst mittags kann wirksam geschossen werden. Noch sind die starken Werke ziemlich unversehrt. Der Sturm wird auf 1.15 Uhr nachmittags festgesetzt. Doch schon 12.15 Uhr meldet Leutnant Tutschek dem Regimentskommandeur, durch dessen Vermittlung er sich vorher mit der Mörserbatterie verständigt hatte, durch den Fernsprecher, dass eben zwei Mörserschüsse in VIIb lagen, ob er antreten dürfe. Der Regimentskommandeur erklärte sein Einverständnis, wünschte der Kompanie Glück und verständigte die Artillerie und die Nebentruppen. Wenige Minuten später drang die Kompanie im Verein mit der 3. Kompanie unter Leutnant der Reserve Steiner in das Werk ein, das sie dem russischen Leib-Garderegiment Preobraschenks abnahm. Der Einbruch war Dank der Schneid und Entschlusskraft des Leutnants Tutschek und seiner Kompanie gelungen; doch den Erfolg festzuhalten kostete noch viel Mut, Zähigkeit und leider auch viel Blut anderer Kompanien. Der 11. Kompanie gelingt es nicht, in das Nebenwerk einzudringen, aber durch ihr Vorgehen deckt sie die Flanke der 1./3. bayerisches Infanterie-Regiment. Starkes feindliches Artilleriefeuer und heftige Gegenangriffe setzen ein. Das I./3. bayerisches Infanterie-Regiment, das sofort weitere Kräfte an das Werk nachgeschoben hat, beantragt gegen Abend wiederholt dringen die Ablösung mit der Begründung, die Gefechtskraft der schon durch die vorhergehenden Nächte ermüdeten Truppe erlahme. Es musste daher die Ablösung durch das II./3. bayerisches Infanterie-Regiment befohlen werden, die aber unter den äußerst schwierigen Verhältnissen – der Gegner setzte die Wiedereroberungsversuche beinahe ununterbrochn fort – nur zum Teil gelang. 1.30 Uhr morgens erfolgt ein besonders heftiger Gegenangriff von zwei russischen Garderegimentern, ebi dessen Abwehr sich außer den noch nicht abgelösten Teilen der 3./3. bayerisches Infanterie-Regiment, besonders auch das 5./3. und 8./3. bayerisches Infanterie-Regiment und Teile der Maschinengewehr-Kompanie auszeichnen. Zwischen die tapferen Verteidiger hinein treibt aber der weit überlegene Feind doch einen Keil russischer Gardisten in das ausgedehnte Werk vor, das jedoch die Dreier trotzdem weiterhin heldenhaft verteidigen, von allen Seiten gepresst und umflutet. So war am Morgen die heldenmutige Besatzung im Werke selbst durchbrochen, belagert und abgeschnitten. Alle Bestrebungen des Regiments, die Tapferen zu entsetzen, oder wenigstens Verbindung mit ihnen zu bekommen, versagten, bis endlich am 10.08. 4 Uhr nachmittags durch eine besonders tapfere Telefonpatrouille, die trotz des Kreuzfeuers den Draht in den Graben brachte, wenigstens mit dem einen Flügel der Werkbesatzung Verbindung erreicht wurde. Das hob ihre übrigens noch keineswegs erlahmte Ausdauer und ermöglichte bald auch einige Unterstützung durch Zufuhr von Handgranaten und Munition. Um die Lage zu halten, forderte der Regimentskommandeur Artillerieunterstützung und befiehlt für 5.30 Uhr abends erneut allgemeinen Sturm des Regiments, der zwar zu keinem weiteren Einbruch führt, aber die feindlichen Gegenangriffe doch zum Stehen bringt. Während dieses die übrigen russischen Kräfte beschäftigenden Angriffs gelingt den Dreiern im Werk VII die Überwältigung des etwa eine Kompanie starken Russennestes durch einen wohlgelungenen Handgranatenüberfall. Nur wenige russische Gardisten werden nach tapferer Gegenwehr gefangengenommen. Die meisten waren gefallen. 11 Uhr abends wird das Regiment vom 22. bayerischen Infanterie-Regiment abgelöst und teils als Brigade-, teils als Divisionsreserve zurück nach Gut Chutza und in den Wald nordöstlich davon gelegt.-„

Die Lage des Grabes von Johann Gilk ist unbekannt.

Seine Heimatgemeinde Adelzhausen gedenkt Johann Gilk noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/adelzhausen_bay.htm

Sterbebild von Johann Gilk
Rückseite des Sterbebildes von Johann Gilk

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.753: Franz Lengdobler

Der Soldat Franz Lengdobler wurde am 11.11.1896 in Kühweid, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott, geboren und war der Sohn eines Landwirts. Er arbeitete als Gärtner bei Graf Dürkheim. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.10.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren während des Feldzugs gegen Rumänien bei den Grenzlämpfen am Vulkangebirge.

Über den Todestag von Franz Lengdobler berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Erstürmung der die rumänische Grenze bildende Bergkette

Dichter Nebel verbot am 23.10. morgens eine Feuervorbereitung, begünstigte aber die Überrumpelung. Planmäßig gelang, dank des schneidigen Zufassens der 7./3. bayerisches Infanterie-Regiment unter Leutnant der Reserve Dreher, die durch den Verlauf des Grates notwendige sofortige Wegnahme des Candetul. Als diese Flankierung beseitigt war, konnte I./3. bayerisches Infanterie-Regiment gegen den Hauptgipfel des Dragoiul vorgeführt werden, bei dessen Wegnahme ihm – wie es geplant war – schon II./3. bayerisches Infanterie-Regiment über den Murgile hinweg zu Hilfe eilte. Unterdessen war der Nebel zerrissen und ein schöner Herbsttag ermöglichte die Mitwirkung der Gebirgbatterie bei der Wegnahme des Dumitru, auf dem der Gegner hartnäckigen Widerstand leistete. Mit Einbruch der Dunkelheit ist auch dieser Bergkegel in der Hand vom I./3. bayerisches Infanterie-Regiment.“.

Die Lage des Grabes von Franz Lengdobler ist unbekannt.

Sterbebild von Franz Lengdobler
Rückseite des Sterbebildes von Franz Lengdobler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.620: Johann Wolfseder

Der Soldat Johann Wolfseder wurde am 01.06.1896 geboren und stammte aus Pfaffenham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Schnaitsee, und war der Sohn eines Landwirts (Ponthalerbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 12. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Seit dem 27.10.1916 galt er seit der Grenzkämpfe am Bulkangebirge in der Walachei in Rumänien als vermisst, bis sich später herausstellte, dass er Anfang Februar 1917 im Alter von 20 Jahren in Sipote in russischer Gefangenschaft gestorben war.

Über die Umstände seiner Gefangennahme berichtet die Regimentsgeschichte:

„Gefecht bei Rasovita 27.10.1917

Am 26.10. abends erhielt das Bataillon Weisung, die Straße Targu Jiu – Francesti zu sperren. 11./3. bayerisches Infanterie-Regiment erreicht dementsprechend am 27.10. 2 Uhr morgens die Gegend nördlich Rasovita, das übrige Bataillon kommt 7 Uhr morgens dort an.  Als nun zur Besetzung von Rasovita geschritten wurde, wurde 11./3. bayerisches Infanterie-Regiment sofort aus südöstlicher Richtung scharf angegriffen, während 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment den Westrand noch erreichte, dann spricht sich aber auch von Westen und Süden her ein Angriff stark überlegener Kräfte aus. 10./3. bayerisches Infanterie-Regiment besetzte gerade noch den Südrand. Die Maschinengewehr-Kompanie wird aufgeteilt. Endlich muss auch 9./3. bayerisches Infanterie-Regiment mit zwei Zügen am rechten Flügel der 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment mit einem Zug zwischen 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment und 10./3. bayerisches Infanterie-Regiment eingeschoben werden. Von drei Seiten her eingekreist und mit starkem Artilleriefeuer belegt, setzt sich das Bataillon kräftig zur Wehr. Wiederholt werden Stürme des Feindes abgeschlagen. Erst etwa 3 Uhr nachmittags gelingt es dem Feinde, im Handgemenge in die Mitte der Westfront von Rasovita einzudringen. Dadurch werden starke Teile des Bataillons abgeschnürt, während der Rest persönlich vom Bataillonsadjutanten, Leutnant der Reserve Kardel, geführt, sich auf Lelesti an Nebentruppen (I./22. bayerisches Infanterie-Regiment) heranzieht und am 28.10. morgens bei Schela vom Bataillonskommandeur wieder geordnet wird.“

Bei diesem Gefecht wurde Johann Wolfseder gefangen genommen.

Die Lage des Grabes von Johann Wolfseder ist unbekannt.

Sterbebild von Johann Wolfseder
Rückseite des Sterbebildes von Johann Wolfseder

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.569: Sebastian Mayr

Der Soldat Sebastian Mayr wurde am 19.12.1891 in Altenham geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tacherting, und war Landwirt (Huber-Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 09.04.1917 fiel er im Alter von 35 Jahren während der Stellungskämpfe im Oberelsass. Sein Bataillon wurde vom 03.04.1918 an der 26. württembergischen Landwehr-Division zugeteilt und marschierte nach Ungersheim, Feldkirch und Bunzenheim beordert. Seit dieser Zeit gilt Sebastian Mayr als vermisst. Sein Sterbeort und seine Grablage war nicht zu recherchieren.

Es könnte gut sein, dass Sebastian Mayr auf dem rund 13 Kilometer entfernt von seinem letzten Aufenthaltsort gelegenen Soldatenfriedhof Cernay als unbekannter Soldat begraben wurde.

Sterbebild von Sebastian Mayr
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Mayr

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.520: Mathias Oberhuber

Der Soldat Mathias Oberhuber stammte aus dem bayerischen Ort Radlkofen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 12. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 22.03.1916 fiel er im Alter von 29 Jahren durch einen Granattreffer bei einem Sturmangriff während der Schlacht um Verdun im Wald von Malancourt bei der Erstürmung des Termitenhügels.

Über den Todestag und die Todesumstände von Mathias Oberhuber berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Während der Nacht zum 22.03. lag besonders auf dem Negerdorf und den rückwärtigen Linien schweres Artilleriefeuer, das sich gegen Morgen auch auf die Waldränder richtete. Die Verbände konnten unter diesen Umständen zu dem für den Nachmittag befohlenen Angriff auf die ostwärts des Waldes gelegene Höhe 280 nur unter den größten Schwierigkeiten neu gruppiert und angesetzt werden. In der Nacht 21./22.03. erfolgt die Ablösung des II./3. bayerisches Infanterie-Regiment durch III./3. bayerisches Infanterie-Regiment. Früh 1 Uhr begann die Übernahme der Stellungen und Posten im Stützpunkt vor dem östlichen Waldrand. Die Postenlinie von II./3. bayerisches Infanterie-Regiment beschrieb einen Halbkreis hart ostwärts des Waldrandes. Dieser Raum wurde mit Teilen der 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment und 10./3. bayerisches Infanterie-Regiment belegt, während 9./3. bayerisches Infanterie-Regiment nördlich und 11./3. bayerisches Infanterie-Regiment südlich davon am Waldrand bereitstanden und die der Angriffsgruppe zur Verfügung gestellte 4./3. bayerisches Infanterie-Regiment als Unterstützung links rückwärts gestaffelt wurde. Eine Meldung des Führers der 9./3. bayerisches Infanterie-Regiment von 9.30 Uhr vormittags gab Veranlassung, dass man nach weiteren Erkundungen gegen Mittag beim Bataillonsstab erkannte, dass die übernommene vordere Linie nicht die äußerste  (östlichen) Teile des Stützpunktes einschloss, sondern dass hier noch Franzosen steckten. Daraufhin vefahl der Bataillonsführer den äußeren Halbkreis sofort zu besetzen, oder, wenn dies nicht ohne weiteres möglich wäre, alle Vorbereitungen für die Inbesitznahme der vom Feinde besetzten Teile zu treffen.  Die abgesandten Patrouillen erhielten sämtlich aus nächster Nähe Infanterie- und Handgranatenfeuer. Dem Regiment wurde durch die Läuferkette gemeldet, in ein paar äußeren Teilen des Stützpunktes seien noch Franzosennester, die sich heftig zur Wehr setzten. Zur Vorbereitung der Wegnahme erbat das Bataillon Minenwerferfeuer auf einige näher beteichnete Punkte. Die Meldung und der Antrag wurden vom Regimentskommandeur weitergegeben. Er bekam den Bescheid, dass Minenwerferfeuer nicht dorthin gelenkt werden könne, was etwa 3 Uhr nachmittags an das Bataillon weitergegeben werden konnte. Nach den Meldungen, die der Regimentskommandeur am 21.03. vom Kommandeur II./3. bayerisches Infanterie-Regiment mündlich erhalten hatte, konnte er diesen „Schützennestern“ keine allzu erhebliche Bedeutung beimessen. Er gab daher Befehl, die Nester durch Stoßtrupps zu räumen. Die Durchführung erwies sich aber als unmöglich, zumal auch heftiges Artilleriefeuer auf dem Waldsaum lag. Zum Angriff waren rechts von der Gruppe des II./3. bayerisches Infanterie-Regiment, zwischen dieser und der rechten Flügeldeckung (1./3. bayerisches Infanterie-Regiment und Sch. Sch. Tr. 41) I. und III.6. bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment 13 eingeschoben worden. Diese bildeten eine eigene Gruppe unter Befehl des Kommandeurs 13. bayerisches Infanterie-Regiment. Hinter der Untergruppe III./3. bayerisches Infanterie-Regiment, der auch 4./3. bayerisches Infanterie-Regiment unterstellt war, sollte 2. und 3./3. bayerisches Infanterie-Regiment als Staffel folgen. Das II./3. bayerisches Infanterie-Regiment befand sich als Brigadereserve in der früher ersten französischen Linie nahe am Mittelgesäumten. Die telefonischen Verbindungen kamen trotz der eifrigsten, unerschrockensten Tätigkeit der Fernsprechtrupps nur hie und da auf ganz kurze Zeit zustande, auch die Läuferketten arbeiteten in dem schweren Trommelfeuer nur unter den allergrößten Schwierigkeiten und hatten schwere Verluste. Mittags 12 Uhr hatte die links sich anschließende 11. Reserve-Division ihren Angriff auf die nordwestlich unserer Sturmausgangsstellung vom 20.03. noch in Feindeshand befindlichen starken Befestigungsgruppen auf den Höhen zwischen Malancourt und dem Wald von Malancourt angesetzt. Das Gelingen dieser Angriffe konnte erst die Grundlage schaffen für das Vorgehen dieser Division gegen Haucourt und Termitenhügel, dem sich dann der Angriff des linken Flügels der 11. Reserve-Division gegen die Höhen östlich des Waldes von Avocourt und des Waldes von Malancourt anschließen konnte. Unser Angriff sollte daher erst um 5.10 Uhr nachmittags losbrechen, 10 Minuten nach dem Wiederantreten der 11. Reserve-Division.

Als nun diese Zeit herannahte und die Säuberung des vor dem Waldsaum gelegenen Stützpunktes durch Stoßtrupps nicht gelungen war, ordnete der Regimentskommandeur an, dass sich zugleich mit dem Antreten zum Sturm Handgranatentrupps auf die Franzosennester zu stürzen und dass das in zweiter Linie folgende Halbbataillon (2. und 3./3. bayerisches Infanterie-Regiment) sie sich etwa noch zur Wehr setzenden Widerstandsnester zu überwältigen habe. Die schwierigste, unter den gegebenen Verhältnissenen geradezu unausführbare Aufgabe fiel aber der 9. Kompanie zu. Sie sollte aus einem einspringenden Teil der Stellung zwischen einem starken Befestigungssystem, das der rechte Flügel der 11. Reserve-Division hätte wegnehmen sollen, das aber noch von den Franzosen besetzt war, und dem von den Franzosen wieder besetzten Stützpunkt vor II./3. bayerisches Infanterie-Regiment hindurch Grabenstücke an dem von der Höhe 280 gegen den Wald herunter abfallenden Hang stürmen, die das Angriffsfeld des 3. bayerischen Infanterie-Regiments und des bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment 13 von links her flankierten. Schon die Erkundung, ob die Wegnahme des links von ihr liegenden Verteidigungssystems durch die anschließende 11. Reserve-Division gelungen sei. kostete der Kompanie zwei tüchtige Offiziere.

Pünktlich mit den übrigen Sturmtruppen tritt die Kompanie an, muss sich aber naturgemäß zunächst gegen die beiden Flankierungen wenden, von denen allmälich die linke durch den Angriff der 11. Reserve-Division einigermaßen niedergehalten wird. Dagegen kommt die 9./3. bayerisches Infanterie-Regiment nicht am Stützpunkt vorbei und greift daher die dortigen Widerstandsnester an. Die übrigen Kompanien von III./3. bayerisches Infanterie-Regiment dringen – wie befohlen – unter Niederhaltung dieser Franzosennester teils durch, teils rechts vom Stützpunkt vorbei auf dem unteren Hang der Höhe 280 vorwärts. Da verstärkt sich gegen 5.30 Uhr der Widerstand des Feindes hinter ihnen. Es erscheinen mehrere neue Maschinengewehre im Stützpunkt und feuern ihnen in den Rücken. Ferner bekommen sie von den von Westen nach Osten auf die Höhe hinauf laufenden Schützengräben, längs dessen die 9./3. bayerisches Infanterie-Regiment im Verein mit dem rechten Flügel des 10. Reserve-Infanterie-Regiments (der 11. Reserve-Division) hätte vordringen sollen, Flankenfeuer. Das frontale, vor allem aber das von rechts und rechts rückwärts – also von der Gegend des Hermont – her fegende Artilleriefeuer erreichte unbeschreibliche Heftigkeit. Trotzdem stürmten schwache, führerlose, gelichtete Häuflein bis auf die Höhe, Teile von 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment sogar darüber hinaus in einen feindlichen Graben an der Straße Haucourt – Esnes vor, ohne seitens der zermürbten feindlichen Besatzung, die sich zum Teil ergab, mehr nennenswerten infanteristischen Widerstand zu finden; aber sie fanden auch keinen Anschluss, weder nach rechts noch nach links. Auch von hinten kam nichts mehr nach, da man noch um den Stützpunkt rang. Trotzdem hielten sich diese tapferen Gruppen unter Aufbietung fast unmenschlicher Willenskraft und unter schweren Verlusten in der Hölle, des von allen Seiten her tobendenen Artillerie- und Maschinengewehr-Feuers noch eine zeitlang und gingen erst bei einbrechender Dämmerung, ein kleines tapferes Häuflein der 11./3. bayerisches Infanterie-Regiment sogar erst am nächsten Morgen, allmählich wieder auf den Waldsaum zurück. Das Bataillon gab Befehl, die Linie am Waldsaum wieder zu besetzen. Die Führer boten alles auf, in der Dunkelheit und in dem fürchterlichen Trommelfeuer, die Truppe einigermaßen zu ordnen. Das zwischen 7 und 8 Uhr abends am Waldsaum mit Teilen eintreffende II./3. bayerisches Infanterie-Regiment gibt den nötigen Rückhalt. Die völlige Erschöpfung der durch schwere Verluste geschwächten und vollkommen durcheinander geratenen Truppe, die Dunkelheit, das flankierende feindliche Trommelfeuer und das Fehlen jeder frischen Reserve verbot ein erneutes Ansetzen des Sturmnes, zumal man erfuhr, dass bei dem rechts anschließenden 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment die Lage die Gleiche war. Die Verbände wurden im heftigsten Artilleriefeuer, so gut es eben ging, geordnet und die feindliche Besatzung im Stützpunkt  nun endgültig überwältigt. Dierbei wurden ein französischer Stabsoffizier, mehrere andere Offiziere und über 200 Mann als Gefangene eingebracht. Jetzt fand sich auch des Rätsels Lösung. Die Gefangenenaussagen ergaben, dass die Franzosen (vom 105. Linien-Infanterie-Regiment) den Stützpunkt erst in der Nacht zum 22.03., also während der Ablösung des II.3. bayerisches Infanterie-Regiment durch III.3. bayerisches Infanterie-Regiment , in seinen damals von uns nicht besetzten östlichen Teilen von Bethincourt her mit einem halben Bataillon wieder besetzt hatten. Die Meldungen, die der Regimentskommandeur am 21.03. mittags von dem Führer des II.3. bayerisches Infanterie-Regiment persönlich entgegengenommen hatte, fanden also damit ihre volle Bestätigung.

Eine teuflische Verkettung ungünstiger Umstände haben an diesem Tage das Regiment um den schon beinahe errungenen Siegespreis gebracht; aber besiegt war es nicht und fühlte es sich auch nicht, wenn auch die Nervenkraft von manchem tapferen Soldaten unter den fürchterlichen Eindrücken des konzentrisch gegen das vorspringende Waldstück zusammengefasstn und insbesondere den Ostrand der Länge nach bestreichenden feindlichen Artilleriefeuers zu erlahmen drohte. Als Ganzes aber hielt das Regiment durchaus die Fahne hoch, ein angreifender Feind wäre zweifellos an dem Eckpfeiler des Waldes von Avocourt zerschellt. Er fand aber nicht die Kraft zum Gegenangriff, nur seine Feuerschlünde tobten weiter, zerfetzten den Wald, zerschlugen die festen Unterstände und verwandelten im Verein mit den mehrmals niederbrasselten heftigen Regengüssen das Grabengewirr in ein Schlammlabyrinth, in dem Tote und Verwundete buchstäblich versanken. Der Tag hatte dem schon von den beiden vorhergehenden Tagen zusammengeschmolzenen Regiment 405 Mann gekostet, davon 55 tot. Gegen Morgen des 23.03. löste ein Halbbataillon der in der Nach vorgezogenen Divisionsreserve II.713. bayerisches Reserve-Infanterie-Regiment die Stützpunktbesatzung am Ostrand des Waldes ab. 2. und 3./3. bayerisches Infanterie-Regiment  wurden als Brigadereserve in die frühere vordere französische Linie nahe des Mittelgeräumtes gezogen. 4.3. bayerisches Infanterie-Regiment  wird als Regimentsreserve hart nördlich an das Negerdorf beordert. Die rechte Flügelgruppe bleibt an der alten Stelle. II. und III.3. bayerisches Infanterie-Regiment  halten den Waldsaum südlich des Stützpunktes, Front nach der Höhe 280 besetzt. Der 8.10 Uhr morgens ankommende Brigadebefehl von 6.30 Uhr morgens befiehlt Festhalten und Ausbau der eingenommenen Stellungen“

Offiziell ist für Mathias Oberhuber keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass seine sterblichen Überreste, sofern nach dem Granattreffer noch Überreste vorhanden waren, diese anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye beigesetzt wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Ersatz-Reservist Joseph Hohenleitner, gefallen gefallen 21.03.1916  im Wald von Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
  • Gefreiter Michael Hiller, gefallen 21.03.1916 im Wald von Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
  • Infanterist Ludwig Viehbeck, gefallen 12.03.1916 bei Montfoucon, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
  • Infanterist Peter Eberhardt, gefallen 12.03.1916 bei Montfoucon, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Mathias Oberhuber
Rückseite des Sterbebildes von Mathias Oberhuber