Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.555: Anton Edfelder

Der Soldat Anton Edfelder stammte aus Ulrichshögl, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ainring, und war von Beruf Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er in der Maschinengewehr-Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.08.1916 fiel er im Alter von 28 Jahren während der Schlacht an der Somme bei Maurepas.

Über seinen Sterbetag berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„05.08.1916 An Seele und Körper gesäubert, mit voll ergänzter Munition und mit je zwei Sandsäcken, enthaltend zwei Flaschen Mineralwasser, eine zweite Flasche Kaffee, zwei Fleischbüchsen, eine Büchse Hartspiritus und zwei scharfe Handgranaten, so zogen die durch Nachersatz wieder aufgefüllten Kompanien und Bataillonsstäbe I. und II./R. 19 7.30 Uhr und 8 Uhr abends wieder hinaus in die Stellungen, während der Regimentsstab am 06.08.1916 4 Uhr morgens und III. /R.19 am gleichen Tag 7 Uhr abends folgten. Die Ablösung des I./R. 23 am Westrand von Maurepas durch I./R. 19, des Regimentsstabs RIR. 18 im Douage-Wald durch den Stab R.I.R. 19 vollzogen sich ohne Störung, während beim Vormarsch des III./R. 19 zur Ablösung von II./R. 18 in der vorderen Linie nördlich Maurepas ein Volltreffer in die 10. Kompanie (Lindner), einschlug und zehn Mann, darunter auch den bestbewährten Vizefeldwebel Zenetti, zerriss. Der Regimentsstab erreichte am 06.06.1916 6.15 Uhr vormittags über Rancourt Fregicourt kommend seine Befehlsstelle und löste den Kommandeur, Oberstleutnant Danner, R.I.R. 18, mit seinem Stabe ab….“

Für Anton Edfelder ist offiziell keine Grablage bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er anonym auf dem Soldatenfriedhof Rancourt begraben wurde, wo seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a. 

  • Vizefeldwebel Max Zenetti, gefallen am 07.08.1916 bei Maurepas, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
  • Infanterist Karl Breitenbach, gefallen am 06.08.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.

 

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Anton Edfelder auf zwei Denkmälern: http://www.denkmalprojekt.org/2010/ainring_1870-71_wk1u2_bay.htm und http://www.denkmalprojekt.org/2010/ainring-ulrichshoegl_wk1u2_bay.htm

 

Sterbebild von Anton Edfelder
Rückseite des Sterbebildes von Anton Edfelder

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.415: Konrad Helminger

Konrad Helminger stammte aus der bayerischen Stadt Ainring. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 11.07.1916 verstarb er im Alter von 19 Jahren in einem Feldlazarett an einem Kopfschuss.

Konrad Helmingers letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Romagne-sous-les-Cotes in Block 13, Grab 27.

Seine Heimatgemeinde Ainring gedenkt Konrad Helminger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/ainring_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Konrad Helminger
Rückseite des Sterbebildes von Konrad Helminger

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.407: Johann Vocklinger

Johann Vocklinger stammte aus Adelstetten, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ainring, und war gewerblicher Bahnarbeiter in Freilassing. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 8. Batterie des 10. bayerischen Feld-Artillerie-Regiments als Fahrer. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 09.04.1918 fiel er im Alter von 23 Jahren bei Behagnies in Frankreich durch einen Kopfschuss.

Über die Todesumstände von Johann Vocklinger berichtet die Regimentsgeschichte des 10. bayerischen Feld-Artillerie-Regiment:

„Ein großes Unglück traf am 09.04. noch die 9. Batterie in ihrem Barackenlager bei Behagnies. Gegen 4.00 Uhr nachmittags wurde dieses Lager mit schwerem Kaliber beschossen und unglücklicherweise traf der erste Schuss mitten in das Lager, wo eben die Fahrer zum Haberfassen angetreten waren. 8 Tote und viele Schwerverwundete lagen umher und eine entsetzliche Verwirrung entstand. Schuss auf Schuss folgte, während sich Wachtmeister Pronet mit Umsicht und Tatkraft bemühte, die Pferde aus der gefährdeten Feuerzone in Sicherheit zu bringen, sorgten Oberarzt d. Reserve Dr. Stubner sowie die Batterieoffiziere für die Schwerverwundeten. Bei diesen Bemühungen fielen durch die weiteren Schüsse auch noch Dr. Stubner, der treffliche und beliebte Abteilungs-Arzt der III. Abteilung, sowie der Leutnant der Reserve Franz Glaser, der eben erst zum Offizier befördert war. Leutnant Geiger erlitt einen Nervenschock. Unter schweren Opfern gelang es, die Verwundeten zu bergen und die Pferde aus der Feuerzone in eine Mulde östlich Sapignies zu bringen, woselbst sich dann die Batterie sammelte und Biwak bezog. Dieser Unglückstag kostete der III. Abteilung 2 Offiziere und 8 Mann der 8. Batterie tot, 21 Schwer- und 3 Leichtverwundete. Auch die 9. Batterie hatte noch 5 und der Stab 1 Verwundeten. Im Soldatenfriedhof in Sapignies wurden am 10.04. nachmittags die Gefallenen der III. Abteilung begraben. Nicht weniger als 10 einfache schlichte Gräber reihen sich dort aneinander in dem eben erst zurückgewonnenen Gebiet. Die beiden Divisionsgeistlichen sprachen Worte der Anerkennung und Ermunterung, der Kommandeur III./10. sowie der Batterieführer der 8./10., Leutnant der Reserve Mayer riefen den gefallenen Kameraden in markigen und tief bewegten Worten den letzten Gruß in das Grab.“

Man begrub Johann Vockinger auf dem Soldatenfriedhof Sapignies in Block 1, Grab 187.

Seine Heimatgemeinde Ainring gedenkt noch heute Johann Vocklinger auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/ainring_1870-71_wk1u2_bay.htm

Auch in der Verlustliste des 10. bayerischen Feld-Artillerie-Regiment wird Johann Vocklinger aufgeführt: http://www.denkmalprojekt.org/verlustlisten/koeniglich-bayerisches-10.feldartillerie-regiment.html

Sterbebild von Johann Vocklinger
Rückseite des Sterbebildes von Johann Vocklinger

Der theoretische Weg von Johann Vocklinger von seinem Geburtsort zu seinem Sterbeort und Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.406: Franz Helminger

Der Tragetierführer Franz Helminger stammte aus Hagenau, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ainring, und war der Sohn eines Gutspächters. Am 26.10.1918 verstarb er im Alter von 18 Jahren in Frankreich an einer schweren Verwundung.

Man begrub Franz Helminger auf dem Soldatenfriedhof Frasnoy in Block 1, Grab 130.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Feldkirchen Franz Helminger auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/feldkirchen_ainring_bay.htm

Sterbebild von Franz Helminger
Rückseite des Sterbebildes von Franz Helminger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 528: Franz Lacker

Der Soldat Franz Lackner stammte aus Adelstetten, ein Ortsteil der Gemeinde Ainring. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 5. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Mitte 1916 wird er vermisst gemeldet. Anfang 1917 folgt die Information, dass er  in Montauban-de-Picardie in Gefangenschaft war. 1917 wird er krank an die Deutschen ausgeliefert und in ein Lazarett in München verlegt. Hier verstirbt er am 20.03.1918 im Alter von 26 Jahren.

Über die Grabstätte Franz Lackners habe ich keine gesicherten Erkenntnisse gewinnen können. Ich vermute, er wurde auf einem zivilen Friedhof in München begraben. Es könnte aber auch sein, dass Angehörige den Leichnam von Franz Lackner in seinen Heimatort zurück geholt haben und dort beisetzten.

Sterbebild von Franz Lackner
Rückseite des Sterbebildes Franz Lackner

 

Der theoretische Weg von Franz Lackner von seinem Geburtsort über den Ort seiner Gefangenschaft zu seinem Sterbeort:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 349: Georg Unterreiner

Georg Unterreiner stammte  Ottmaning bei Ainring und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments als Soldat. Am 19.06.1915 wurde er verwundet und verstarb am 20.06.1915 im Alter von 34 Jahren in einem Lazarett.

Georg Unterreiner wurde auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach im Block 7, Grab 129 begraben.

Sterbebild von Georg Unterreiner
Rückseite des Sterbebildes von Georg Unterreiner