Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.823: Anton Huber

Der Soldat Anton Huber stammte aus Wölkham, eine Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg, und war der Sohn eines Landwirts (Ecker). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 9. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.11.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren währned der Stellungskämpfe auf den Höhen westlich Vimy in Nordfrankreich.

Offiziell ist für Anton Huber keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass seine Gebeine, wenn sie bis heute geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Max Mehrer, gefallen am 26.11.1915 bei La Folie, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Infanterist Anton Blumenhofer, gefallen am 28.11.1915 bei Vimy, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Landsturmmann Medardus Mandl, gefallen am 28.11.1915 bei Vimy, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Anton Huber
Rückseite des Sterbebildes von Anton Huber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.816: Georg Pollner

Der Soldat Georg Pollner wurde am 27.01.1885 in Lichtenburg geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Vilsbiburg, und war Servitial (Klosterkandidat) im Franziskanerkloster Amberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 5. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 25.08.1916 fiel er im Alter von 31 Jahren bei den Kämpfen an der Somme vor Arras.

Über den Todestag und die Todesumstände von Georg Pollner berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Der 24.08. war wieder ein Großkampftag, den das II. Bataillon ehrenvoll bestand. Ununterbrochen hagelte es das Vernichtungsfeuer, vermischt mit Gasgranaten, auf die vordere und Le-Forest-Stellung; zahllose Flieger leiteten das Feuer unter Abwurf von Bomben und Maschinengewehr-Beschießung. Von 6 Uhr abends ab war das rückwärtige Gelände wieder so mit Sperrfeuer zugedeckt, dass es durch eine graue, rauchende Wand von vorne abgeschlossen war. Kein Zweifel: ein ernster Angriff stand bevor. Erst gegen Mitternacht konnte man sich nach vielen widersprüchlichen Meldungen ein Bild über die abgelaufenen Ereignisse machen:

Nach dem rasenden Trommelfeuer war gegen 6.30 Uhr nachmittags der Feind nörlich und in dem Vom Reserve-Infanterie-Regiment 7 besetzten Maurepas eingebrochen, im Anschluss hieran auch in der vorderen Linie des II. Bataillons, auf dem in dem deckungslosen Gelände die ganze Wucht des Vernichtungsfeuers gelegen war. Heldenmütig wehrten die spärlichen Reste der 8. Kompanie den Angriff ab, ebenso weiter rückwärts der Zug der 5. Kompanie in Stärke von nur 20 Mann hinter rasch aufgeworfenen Barrikaden. Der Bataillonskommandeur, Major Horn, war gefallen. Die Bataillonsbefehlsstelle verteidigte der stellvertretende Bataillons-Adjutant, Leutnant der Reserve Stiefenhofer, gegen die feindliche Überzahl, getreulich unterstützt von den wenigen Leuten des Unterstabes und eines Fliegerabwehr-Maschinengewehrs.

Keinem Franzosen war es gelungen, bis zur II. Stellung, die bis 9.30 Uhr abends unter Feuer lag, vorzudringen; nur ein französischer Alpenjäger vom 62. Bataillon war allein auf die Stellung zugelaufen, froh, sich ergeben zu können. Nach Aussage eines weiteren Gefangenen dieses Bataillons war der Feind nicht über unsere I. Stellung vorgekommen; nur kleinere Abteilungen, die den Anschluss verloren hatten, mochten sich zwischen I. und II. Stellung befinden.

Um Klarheit zu schaffen, bekam das mittlerweile dem Regiment wieder unterstellte und in die III. – R1-Stellung vorgezogene III. Bataillon – ohne die 12. Kompanie, die in der R1 Stellung zur Verfügung des Reserve-Infanterie-Regiment 7 zu bleiben hatte – 2.30 Uhr vormittags den befehl zum Gegenstoß, der unter der persönlichen Führung des Hauptmannes Schäffer vor sich ging. Das zerwühlte Gelände, die ausnehmend dunkle Nacht, das ununterbrochene Sperrfeuer erschwerten die Bewegungen im höchsten Grade. Die geringe Ortskenntnis der beigegebenen Führer gestattete nur ein langsames Vorwärtskommen, wenn das mit 10. und 11. Kompanie in erster Linie, der 9. Kompanie in zweiter vormarschierende Bataillon nicht auseinander reißen sollte. Mit dem Erreichen der unter Trommelfeuer liegenden II. Stellung – gegen 5.30 Uhr vormittags – war die 11. Kompanie durch mehrere Volltreffer zersprengt worden. Die ersten Anzeichen der Morgendämmerung und das Artilleriefeuer auf die zum Vorbrechen bereit liegende 9. und 10. Kompanie veranlassten Hauptmann Schäffer zum sofortigen Handeln; er hätte ohne Scheu vor der Verantwortung den befohlenen Vorstoß mangels verfügbarer Kräfte und der nötigen Zeit aufgeben können. Statt dessen setzte er sich selbst an die Spitze der zur Hand befindlichen 10. Kompanie, sich des Wagnisses bewusst, mit unzureichenden Kräften seinen Auftrag auszuführen, ohne der Mitwirkung der beiden anderen Kompanien sicher zu sein. Zudem wurde der Ansatz zum Vorgehen der 10. Kompanie vom Feinde bemerkt, der sofort das Vorfeld beleuchtete, worauf schlagartig Sperrfeuer einsetzte. Mit dem Befehl an den nebenan liegenden Kompanieführer, Leutnant der Reserve Matthiesen: „Aus dem Granatfeuer heraus! Vorwärts auf dem Hang hinauf! Auf keinen Fall zurück!“ sprang die Kompanie auf und erreichte im feindlichen infanterie- und Maschinengewehr-Abwehrfeuer die Höhe, wo sie mit dem an Zahl überlegenen Gegner ins Feuergefecht trat. Der 9. und 11. Kompanie war es unter ständigem Geschoss- und Granathagel gelungen, den Angriff mitzumachen; keiner der Melder des Bataillonsstabes zum Heranholen der beiden Kompanien erreichte sein Ziel.

Inzwischen kämpfte die 10. Kompanie einen ebenso schweren wie ehrenvollen Kampf. Sie hatte den Stoß mit aller Energie geführt; viele der Tapferen blieben, darunter der Kompanieführer; der Rest fiel einem späteren feindlichen Gegenstoß zum Opfer.

Zweifellos hatte Hauptmann Schäffer durch seine verantwortungsfreudige kühne Tat, die mit dem Militär-Max-Joseph-Orden belohnt wurde, erreicht, dass der Franzose es nicht wagte, aus der von ihm in der Nacht vorher genommenen Stellung am 25.08. seinen Angriff gegen La Forest weiter fortzusetzen. Dadurch war es dem II. Bataillon des Königin Elisabeth Garde-Grenadier-Regiments Nr. 3 ermöglicht, in der Nacht vom 25./26. unbehelligt vom Feinde und ohne Kampf.

Im Laufe des 25. machte sich der Einsatz von Gardetruppen fühlbar, die in glänzender Verfassung das Schlachtfeld betraten, auf dem unser Regiment, zerschossen und zermürbt, 13 Tage und Nächte schon lag, mit starken Verlusten und Kompaniestärken zuletzt von durchschnittlich 40 Gewehren; es hatte unter den schwersten Verhältnissen seine letzte Kraft hergegeben.

In den Vormittagsstunden rückte die 9. und 10. Kompanie des Kaiser Alexander Garde-Grenadier-Regiments Nr. 1 zur Verstärkung unseres I. Bataillons in die Le Forest-Stellung, deren Halten laut Brigadebefehl die Hauptaufgabe des Tages war und die außerdem noch mit der 11. Kompanie besetzt blieb, während 9. und 12. im rechten Rebenabschnitt lagen. Hier bestand Anschluss mit Reserve-Infanterie-Regiment 7, nach links nur Augenverbindung mit dem vorwärts gestaffelten Nebenabschnitt der 1. Garde-Division. Mit Ausnahme der 3. Kompanie konnte I./Reserve-Infanterie-Regiment 12 gegen Abend in die R-1-Stellung abrücken, wo auch die Reste von II./R. 12 lagen.

Durch die Ereignisse der Nacht vorher, den Einsatz der Garde, der sich am hellen Tag vollzog, und die Ablösung wurde die Vermischung der Verbände unvermeidlich. Rechnet man hiezu noch die nächtlichen Verpflegungs- und Munitionstrupps, die sich mit den taktischen Verbänden auf dem Vor- und Rückmarsch kreuzten, die feindliche Feuerwirkung, so ist es verständlich, dass die II. Stellung nicht so lückenlos besetzt war, die Kompanien in sich nicht so geordnet und geschlossen, wie es die ständige Gefechtsbereitschaft bei der Nähe des Feindes erfordert hätte. Doch dieser war zu sehr mit sich selbst beschäftigt.

Im Laufe des 25. wurde dem Regiment das II. Bataillon der Elisabether unterstellt und tagsüber in der R1-Stellung, 8. Kompanie in Rancourt, untergebracht. Es erhielt gegen 9 Uhr abends den Befehl, mit drei Kompanien eine neue Linie rechter Flügel an Straße Le Forest – Maurepas, linker am Hohlweg südöstlich Maurepas etwa 600 Meter vor der II. Stellung anzulegen, die 8. Kompanie eine Riegelstellung im Anschluss an den rechten Flügel des links vorwärts liegenden 4. Garde-Regiments zu Fuß. Es wurde Mitternacht, als die Elisabether hiezu anrückten. Der unermüdliche Führer des III. Bataillons, Hauptmann Schäffer, stellte sich persönlich für das zweckmäßige Vorführen und die Einweisung der Garde an Ort und Stelle zur Verfügung, die gegen 4 Uhr vormittags kampflos den befohlenen Abschnitt erreichte und sich eingrub. Während nach links mit dem 4. Garde-Regiments zu Fuß Verbindung bestand, fehlte sie nach rechts mit dem Königin Augusta Garde-Regiment Nr. 4, das anschließen sollte, aber etwa 200 Meter rückwärts blieb.“.

 

179.

Man begrub Georg Pollner auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in Block 6, Grab 124.

Noch heute gedenken die Franziskaner ihrem ehemaligen Mitbruder Georg Pollner: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/m-st_gabriel_franziskaner.htm und http://www.denkmalprojekt.org/2019/kloster-kreuzberg_stadt-bischofsheim-a-d-rhoen_lk-rhoen-grabfeld_wk1_wk2_bay.html

 

Rückseite des Sterbebildes von Georg Pollner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.814: Josef Vogl

Der Soldat Josef Vogl wurde am 09.01.1878 geboren, lebte in Röhrmoss, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Kirchanschöring, und war Tagelöhner in der Kuranstalt Bad Adelholzen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in der 4. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Anfang April 1917 wurde er schwer verwundet und verstarb am 12.04.1917 im Alter von 39 Jahren in der Nähe von Bailleul bei Arras.

Man begrub Josef Vogl auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in Block 2, Grab 655.

Sterbebild von Josef Vogl
Rückseite des Sterbebildes von Josef Vogl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.812: Bernhard Bibinger

Der Soldat Bernhard Bibinger stammte aus Unterflossing, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Polling, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Schütze in der 2. Kompanie der 3. bayerischen Maschinengewehr-Schützenabteilung. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 22.03.1918 fiel er im Alter von 21 Jahren bei St. Léger.

Man begrub Bernhard Bibinger auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Unterflossing Bernhard Bibinger auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/polling-oberflossing_1866_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Bernhard Bibinger
Rückseite des Sterbebildes von Bernhard Bibinger

Gefallene Soldaten aus Mittelhessen: Ferwinand Rausch

Der Soldat Ferdinand Rausch stammte aus der hessischen Stadt Gießen und war der Sohn des Geheimen Schulrats Dr. Rausch. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann und Bataillonskommandeur im Stab des II. Bataillons des 26. Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernes Kreuz 1. und 2. Klasse und mit der hessischen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnet. Am 16.07.1916 fiel er bei Le Transloy, südlich Flers.

Man begrub Ferdinand Rausch auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Die Todesanzeige für Ferwinand Rausch im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.783: Max Haas

Der Soldat Max Haas stammte aus Sittenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruderting, und war Steinhauer von Beruf. 1Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier in der 1. bayerischen Feldpionier-Kompanie. Am 10.02.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren bei den Kämpfen vor Arras.

Man begrub Max Haas auf dem Soldatenfriedhof Billy-Montigny in Block 5, Grab 214.

Sterbebild von Max Haas
Rückseite des Sterbebildes von Max Haas

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.761: Johann Huber

Der Soldat Johann Huber wurde am 23.12.1893 in Sturzholz geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Birnbach, und war der Sohn eines Kleinbaueren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 12. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 30.05.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren während der Schlacht bei La Bassée und Arras.

Man begrub Johann Huber auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Huber
Rückseite des Sterbebildes von Johann Huber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.758: Josef Karossa

Der Soldat Josef Karossa stammte aus Hütting, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ruhstorf an der Rott, und war der Sohn eines Schuhmachers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 2. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.12.1915 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Arras durch Granatschuss.

Man begrub Josef Karossa auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 17, Grab 516.

Sterbebild von Josef Karossa
Rückseite des Sterbebildes von Josef Karossa

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.752: Josef Oberauer

Der Soldat Josef Oberauer wurde am 06.03.1886 in Dachgrub, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen, geboren und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 05.06.1915 fiel er während der Schlacht bei Bassée und Arras im Alter von 29 Jahren bei Bailleul-Sir-Berthoult in Nordfrankreich,.

Man begrub Josef Oberauer auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Oberauer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Oberauer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.751: Anton Moser

Der Soldat Anton Moser stammte aus Raitenhaslach, einem Stadtteil der bayerischen Stadt Burghausen, und war der Sohn eines Krämers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 12. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 19.02.1916 fiel er im Alter von 24 Jahren bei den Kämpfen im Artois in der Nähe von Arras durch ein Artilleriegeschoss.

Man begrub Anton Moser auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Anton Moser
Rückseite des Sterbebildes von Anton Moser