Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.028: Alois Münch

Alois Münch stammte aus Schildorn, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Bad Griesbach im Rottal, lebte in Unterstattenbach, und war der Sohn eines Kleinbauern (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 2. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.08.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren während des Gefechts bei Ménil-sur-Belvitte in den Vogesen.

Über den Todestag und die Todesumstände von Alois Münich berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:

“ 27.08.1914 Der Gegner hat uns nun auf ein Gefechtsfeld gezogen, das in der Nähe seiner Sperrfestungslinie gelegen, von ihm wie ein Artillerieschießplatz vorbereitet ist. Die Folge dieses uns ungünstigen Umstandes sollte schon am Morgen zbsere Maschinengewehr-Kompanie zu fühlen bekommen. Sie wurde von einem feindlichen Feuerüberfall gepackt, verlor fast die Hälfte ihrer Mannschaften und Pferde und ihren braven Führer, Hauptmann Wegelin, der zu Tode verwundet war. Am Nachmittag dieses Tages erging erneuter Angriffsbefehl zum Vorgehen in südwestlicher Richtung, linker Flügel allgemeine Richtung gegen Angelemont. Das Regiment geht in prächtiger Haltung und in ausgezeichneter Ordnung vor. Die Verluste sind erträglich, leider fällt auch unser braver junger Leutnant Wetter. Am Abend sind die Gefechtsziele erreicht, I. Bataillon ist in Bois de la Conche eingedrungen, in dem sich noch Waldgefechte abspielen. Die Nacht lässt es rätlich erscheinen, die in den Wald gedrungenen Teile des Regiments an dessen Nordrand zurückzunehmen und geschlossen dort zu biwaktieren mit Anschluss rechts an das Infanterie-Leib-Regiment, links an das 16. Infanterie-Regiment.“

Die Lage des Grabes von Alois Münich ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass sein Leichnam, wenn er bis heute geborgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Hauptmann Cäsar Wegelin, gefallen am 27.08.1914 bei Menil, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab;
  • Hauptmann Felix Bedall, geboren am 21.04.1877 in München, gefallen am 28.08.1914 bei Château de Villers, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab;
  • Leutnant Friedrich Vetter, gefallen am 28.08.1914 bei Menil, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Alois Münch
Rückseite des Sterbebildes von Alois Münch

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.159: Ignaz Hofer

Ignaz Hofer stammte aus Aicha, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Bad Griesbach im Rottal. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 18.03.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren durch Kopfschuss bei Verdun am Wald von Avocourt bzw. Bois de Malancourt.

Offiziell ist keine Grablage für Ignaz Hofer bekannt. Ich vermute jedoch, dass man seine Gebeine bei den Zusammenlegungen von Friedhöfen rund um Verdun nicht mehr identifizieren konnte und diese dann anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye beisetzte. Dort wurden seine Kameraden der 2. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments begraben, die in diesem Zeitraum im Bois de Malancourt fielen:

  • Leutnant der Reserve Adam Lindner, gefallen am 22.03.1916 im Bois de Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Georg Mühlberger, gefallen am 22.03.1916 im Bois de Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Josef Wimmer, gefallen am 21.03.1916 im Bois de Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
  • Gefreiter Josef Mayr, gefallen am 10.03.1916 im Bois de Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab;
  • Michael Heimbuchner, gefallen am 17.03.1916 im Bois de Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in Block 1, Grab 878;
  • Landsturmmann Ludwig Buchner, gefallen am 22.03.1916 im Bois de Malancourt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.
Rückseite des Sterbebildes von Ignaz Hofer

Der theoretische Weg von Ignaz Hofer von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 753: Franz Hallhuber

Der Bauerssohn Franz Hallhuber stammte aus Buchet, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Bad Griesbach im Rottal. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Kompanie des 18. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 27.01.1916 fiel er in den Vogesen im Alter von 20 Jahren bei Landersbach (Schreibfehler auf dem Sterbebild) im Münstertal im Elsass durch einen Granatschuss.

Man begrub Franz Hallhuber auf der Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 3. Grab 36.

Sterbebild von Franz Hallhuber
Rückseite des Sterbebildes von Franz Hallhuber

Der theoretische Weg von Franz Hallhuber von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 685: Josef Dettenhammer

Josef Dettenhammer stammte aus Wiesling, heute ein Ortsteil der Gemeinde Bad Griesbach im Rottal, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 07.07.1916 (Verlustliste: 06.07.1916) fiel er im Alter von 28 Jahren bei Mametz durch Granattreffer während der Schlacht an der Somme. Er erlag schweren Verwundungen auf dem Hauptverbandplatz der Reserve-Sanitäts-Kompanie 14.

Über den Todeszeitraum von Josef Dettenhammer berichtet die Regimentsgeschichte des 16. bayerischen Infanterieregiments:

„Der Feind begann am 04.07. sich mit den Geschützen schweren Kalibers auf die Stellungen unter Fliegerbeobachtung einzuschießen.

Ortschaften, Straßen und die lange Mulde nördlich der Stellung lagen vollständig unter Schrapnell- und Granatfeuer; jeder Verkehr wurde sehr erschwert und musste in die späten Abend- oder frühen Morgenstunden verlegt werden. Leider kamen fast gar keine Baustoffe, wie Stollenhölzer, Draht usw. in die Stellung, dazu fiel auch noch Regenwetter ein, das die Gräben, da Sickerlöcher und Roste fehlten, in grundlosen Schlamm verwandelten. Um die Wälder von Trones und Bernasay und um den Mametz-Wald tobte bereits der Kampf. Sie mussten in den Besitz der Engländer kommen, bevor sie zum Stoß gegen die dahinterliegende Hauptstellung ansetzen konnten. In den Südzipfel des Mametz-Waldes waren sie schon eingedrungen. Die 11. Kompanie trieb sie mit Handgranaten wieder hinaus. Drei Angriffe wurden auf diese Weise zunichte.

Mit immer größerer Künheit beobachteten die feindlichen Flieger das Feuer ihrer Artillerie. Ganz niedrig fliegend nahmen sie jede unvorsichtige Bewegung in den Gräben unter Feuer und lenkten das Feuer der schweren Geschütze auf die einzenlnen wenigen Unterstände. Das bisherige Einschießen wurde am 07.07. zum Wirkungsschießen. Longueval, Bazentin le Grand und Bazentin le Petit hatten besonders darunter zu leiden. Die Verluste stiegen beträchtlich. Die zum Teil sehr schweren Grabenbeschädigungen wurden während der Feuerpausen in der Nacht wieder ausgebessert. Das II. Bataillon arbeitete hauptsächlich an der Befestigung von Longueval durch Anlage eines neuen Verbindungsgrabens und einer Riegelstellung etwa in der Ortsmitte.“.

Eine Grablage ist für Josef Dettenhammer offiziell nicht bekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er wie die im gleichen Zeitraum gefallenen Kameraden aus der gleichen Kompanie auf dem Soldatenfriedhof Fricourt als unbekannter Toter in einem Massengrab beigesetzt worden ist. Ich begründe diese Annahme mit dem Schicksal folgender Gefallener:

  • Infanterist Karl Melchior Welt, gefallen am 08.07.1916 im Wald von Mametz, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
  • Karl Kerscher Welt, gefallen am 07.07.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;
  • Infanterist Georg Buchenberger, gefallen am 07.07.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Fricourt in einem Massengrab;

 

Sterbebild von Josef Dettenhamer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Dettenhamer

 

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 561: Ludwig Grieshuber

Ludwig Grieshuber wurde am 24.09.1897 in Oberham geboren, heute ein Ortsteil der Gemeinde Bad Griesbach im Rottal, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 6. Kompanie des 18. Reserve-Infanterie-Regiments als Soldat. Am 23.12.1916 fiel er im Alter von 19 Jahren in Rumänien.

Eine Grablage ist für Ludwig Grieshuber wie so oft für Gefallene auf den östlichen Kriegsschauplätzen nicht bekannt.

Sterbebild von Ludwig Grieshuber
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Grieshuber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 151: Georg Geiselberger

Georg Geiselberger war ein Landwirt aus Birchau, heute ein Ortsteil von Bad Griesbach im Rottal. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 10. Kompanie des 2. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 26.08.1914, also gleich zu Beginn des Krieges, starb er bei den Vogesenkämpfen (vermutlich im Münstertal/Elsass) im Alter von 32. Jahren an einer Erkrankung. Zunächst wurde er als gefallen gemeldet, später diese Meldung jedoch entsprechend korrigiert.

Seine Angehörigen schrieben als Todesort „Colmar“, was jedoch unwahrscheinlich ist, sonst wäre er nicht in Breitenbach, sondern in Kolmar begraben worden. Eher ist anzunehmen, dass er im Lazarett in Gunsbach verstarb, weshalb beim Volksbund auch „bei Münster“ angegeben ist. Verstorbene aus dem Lazarett Gunsbach wurden auch meist auf dem Soldatenfriedhof in Breitenbach beigesetzt.

Er wurde auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab begraben, wo auch heute seine Gebeine ruhen.

Seine Heimatgemeinde gedenkt heute noch Georg Geiselberger auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/bad_griesbach-reutern_wk1u2_bay.htm