Der Soldat Karl Höher wurde am 04.09.1888 in Hirschzell geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Kaufbeuren, und lebte als Sohn eines Landwirts in Stöttwang. Er selbst war Bäcker. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.02.1915 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Foucaucourt-en-Santerre in Nordfrankreich, rund vier Kilometer entfernt von Estrées-Deniécourt, das irrtümlich auf dem Sterbebild angegeben wurde.
Offiziell ist für Karl Höher keine Grablage bekannt, vermutlich wurde sein Grab auf einem Feldfriedhof in der Nähe seines Sterbeortes wäöhrend der Kämpfe verwüstet und seine Identität nicht mehr zuordbar. Ich vermute daher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem rund 3 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Alfons Loser, gefallen am 23.05.1915 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Franz Albrecht, gefallen am 24.04.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Reservist Josef Kleiner, gefallen am 25.12.1914 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Georg Köberle, gefallen am 18.01.1915 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Klemens Bauernfeind, gefallen am 03.12.1914 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Der Soldat Jakob Schwarz wurde am 01.05.1887 in Hofstadt, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Legau als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 12. Kompanie des 3. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment und wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 15.03.1916 fiewl er im Alter von 28 Jahren in der Nähe von Arras in Nordfrankreich.
Offiziell ist für Jakob Schwarz keine Grablage bekannt. Ich könnte mir jedoch vorstellen, dass seine sterblichen Überreste, wenn sie bis heute geborgen wurde, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy begraben wurdem, wo auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Anton Moser, gefallen am 19.02.1916 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Infanterist Alois Berger, gefallen am 11.02.1916 bei Bouckavennes, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
Landwehrmann Georg Rößner, gefallen am 21.03.1916 bei Arras, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Der Soldat Alois Lobmaier wurde am 06.05.1894 in Mariakirchen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Arnstorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 8. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 05.05.1916, einen Tag vor seinem 22. Geburtstag, fiel er während der Schlacht um Verdun bei den Kämpfen um Höhe 304 bei bei Malancourt durch Granatschuss.
Über den Todestag und die Todesumstände von Alois Lobmaier berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:
„In der Nacht zum 5.5. löste III./3. dann II./3. bayerisches Infanterie-Regiment wieder in der Unterabschnittsreserve ab. An diesem Tage sollte II./22. bayerisches Infanterie-Regiment – wie längst geplant – das feindliche Befestigungssystem auf Höhe 280 wegnehmen. 12./3. bayerisches Infanterie-Regiment wurde bei der Sturmtruppe eingeteilt. Die feindlichen Werke erwiesen sich aber als stark besetzt und nicht sturmreif. Der Sturm konnte deshalb nicht bis zum Ende durchgeführt werden. Am gleichen Tage war II./3. bayerisches Infanterie-Regiment in Cièrges einer heftigen Beschießung ausgesetzt.„
Man begrub Alois Lobmaier auf dem Soldatenfriedhof Consenvoye in einem Massengrab.
Der Soldat Karl Huber stammte aus Rembach, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Roßbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 4. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.08.1916 fiel er im Alter von 33 Jahren während der Schlacht an der Somme durch einen Bauchschuss bei Cléry-sur-Somme.
Über den Todestag und die Todesumstände von Karl Huber berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Während der Nacht wurde bekannt, dass die Postenlinie überrannt und die braune Linie in die Hände der Franzosen gefallen war. Von der 1. und 3. Kompanie kamen nur mehr einige Leute zurück. Um 11 Uhr nachts wurden 9. und 12. Kompanie in die Mulde östlich Cléry und 10. und 11. Kompanie an den Ostrand von Cléry vorgezogen. Ein Versuch, die braune Linie in der Nacht durch Gegenstoß wiederzugewinnen, zu dem 6. und 4. Kompanie, verstärkt durch 9. Kompanie, fertiggestellt waren, misslang infolge der Dunkelheit und der schwierigen Orientierung, da der größte Teil der Führer und Mannschaften die Lage der braunen Linie nicht kannten. Bis 4 Uhr vormittags dauerte der Infanteriekampf, dann flaute das Feuer langsam ab. Um 5 Uhr vormittags lag starkes Artilleriefeuer auf der ganzen Stellung. Von Mitternacht ab wurde ununterbrochen die Verbindung mit dem nördlich stehenden Reserve-Infanterie-Regiment 2 gesucht. Bei Dämmerung wurde die 12. Kompanie in die Lücke eingeschoben. Aber auch dadurch war der Anschluss noch nicht völlig hergestellt. Am Vormittag des 13. zunächst Sperrfeuer, dann ab 11 Uhr vormittags schweres Feuer auf dem Westrand von Cléry. Am Nachmittag verstärkt sich das Feuer gegen die ganze Stellung, geleitet durch tieffliegende feindliche Infanterieflieger. Trotzdem kein Angriff erfolgte, war der Tag für die Infanterie infolge der andauernden Beschießung mit schweren Kalibern sehr aufreibend und forderte große Verluste. In der Nacht wurde 5. und 8. Kompanie durch 10. und 11. abgelöst, 4. Kompanie wurde aus dem Riegel nach Cléry zurückgezogen. Durch Missverständnis aber blieb die 9. Kompanie noch bis zum 14. im Riegel stehen.“
Offiziell ist für Karl Huber keine Grablage bekannt, ebenso wie für viele seiner Regimentskameraden. Ich bin mir jedoch sicher, dass seine Gebeine, wenn sie geborgen wurden, anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Rancourt begraben wurden, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.
Infanterist Johann Samereier, gefallen am 12.08.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Landwehrmann Franz Cinyburg, gefallen am 12.08.1916, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Infanterist Adolf Bort, gefallen am 12.08.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Gefreiter Josef Sandner, gefallen am 12.08.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab;
Leutnant Ludwig Mistler, geboren 1889, gefallen am 02.09.1916 bei Cléry-sur-Somme, begraben auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in einem Massengrab.
Sterbebild von Karl HuberRückseite des Sterbebildes von Karl Huber
Der Soldat Andreas Wölfl wurde am 10.11.1888 in Lohnsitz geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tirschenreuth, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist und Infanterist in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.09.1914 wurde er im Alter von 26 Jahren bei Cappy während einer Schlacht an der Somme getötet. Zunächst galt er noch als vermisst. Später (1919) stellte sich heraus, dass er gefallen war.
Die Grablage von Andreas Wölfl ist unbekannt. Vermutlich wurde er auf dem rund 10 Kilomter entfernten Soldatenfriedhof Vermandovillers anonym in einem Massengrab beigesetzt.
Sterbebild von Andreas und Ludwig WölflRückseite des Sterbebildes von Andreas und Ludwig Wölfl
Der Soldat Ludwig Bäuml wurde am 28.02.1893 in Matzersreuth (Ortsteil der bayerischen Stadt Tirschenreuth) als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 7. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.06.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren während eines Gefechts bei Oppy in der Nähe von Arras.
Über den Todestag und die Todesumstände von Ludwig Bäuml berichtet die Regimentsgeschichte des 7. bayerischen Infanterie-Regiments:
„28.06.1917 Das Artilleriefeuer steigert sich Abends zum Trommelfeuer aller Kaliber auf Oppy und die anschließenden Abschnitte. Ein heftiger Wolkenbruch setzt ein, der den Angriff der englischen Massen verschleiert. I. Bataillon (Hauptmann Dietz) ist Kampfbataillon, III. Bataillon in Bereitschaft, II. Bataillon nach siebentägiger Abwesenheit von Quiery la Motte zurückgekommen. Der Angriff richtet sich besonders gegen den vorspringenden Teil der Stellung bei der 1. Kompanie, deren Offiziere Leutnant der Reserve Vogel und Schöller als erste fallen. Von der zweiten Linie wird dem Engländer Halt geboten. Auch bei der 2. Kompanie kommt der Feind nicht üpber die erste Linie hinaus, die 3. und 4. Kompanie werfen ihn in wiederholten Gegenstößen erfolgreich zurück. Hervorragenden Anteil an der Abwehr der anstürmenden Massen haben die Maschinengewehre.“
Man begrub Ludwig Bäuml auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Der Soldat Josef Bäuml wurde am 08.11.1891 in Matzersreuth (Ortsteil der bayerischen Stadt Tirschenreuth) als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 7. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 28.06.1917 fiel er im Alter von 25 Jahren während eines Gefechts bei Oppy in der Nähe von Arras.
Über den Todestag und die Todesumstände von Josef Bäuml berichtet die Regimentsgeschichte des 7. bayerischen Infanterie-Regiments:
„28.06.1917 Das Artilleriefeuer steigert sich Abends zum Trommelfeuer aller Kaliber auf Oppy und die anschließenden Abschnitte. Ein heftiger Wolkenbruch setzt ein, der den Angriff der englischen Massen verschleiert. I. Bataillon (Hauptmann Dietz) ist Kampfbataillon, III. Bataillon in Bereitschaft, II. Bataillon nach siebentägiger Abwesenheit von Quiery la Motte zurückgekommen. Der Angriff richtet sich besonders gegen den vorspringenden Teil der Stellung bei der 1. Kompanie, deren Offiziere Leutnant der Reserve Vogel und Schöller als erste fallen. Von der zweiten Linie wird dem Engländer Halt geboten. Auch bei der 2. Kompanie kommt der Feind nicht üpber die erste Linie hinaus, die 3. und 4. Kompanie werfen ihn in wiederholten Gegenstößen erfolgreich zurück. Hervorragenden Anteil an der Abwehr der anstürmenden Massen haben die Maschinengewehre.“
Man begrub Josef Bäuml auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.
Der Soldat Lorenz Brüderl wurde am 01.09.1890 Engelschalling, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Fridolfing, geboren und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 12. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 15.05.1915 verstarb er im Alter von 24 Jahren nach einem Bauchschuss im Lazarett Saint-Mihiel.
Man begrub Lorenz Brüderl auf dem Soldatenfriedhof Troyon in Block 12, Grab 107.
Der Soldat Josef Englbrecht stammte aus Paindlkofen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ergoldsbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist im 26. bayerischen Infanterie-Regiment. Am 11.08.1917 wurde er in Rumänien während der Durchbruchsschlacht an der Putna und am Sereth, während der Erstürmung von Tisita schwer verwundet. Er wurde nach Deutschland in das Lazarett „Zollhalle“ in München gebracht und operiert. Trotzdem verstab er im Alter von 23 Jahren 02.07.1918 nach schwerem Leiden.
Über den Tag und die Umstände seiner schweren verwundung berichtet die Regimentsgeschichte des 26. bayerischen Infanterie-Regiments:
„Erstürmung von Tisita 11.08.1917
Gegen 12 Uhr mittags erhielt das Regiment den Befehl, sich nach Osten zu verschieben und so bereitzustellen, dass es 3 Uhr nachmittags zum Angriff auf das Sägewerk Tisita, nördlich der Susita, unmittelbar westlich der Straße und Eisenbahn Focsani – Marasesti und die feindlichen Stellungen 400 Meter westlich davon antreten konnte. Die Verschiebung war in dem fast durchwegs offenen Gelände recht schwierig, sie erfolgte schließlich in dem nördlich von Patrascani in ostwärtiger Richtung ziehenden Mühlbachgraben, der leidlich Deckung gegen Erdbeobachtung bot. 2.30 Uhr nachmittags stand das Regiment, wie befohlen, bereit mit I. und II. Bataillon in 1. Linie, dem III. Bataillon als Regiments-Reserve. Angriffsziele für I. Bataillon waren Sägewerk Tisita, für II. Bataillon die feindlichen Stellungen westlich davon gelegen in 400 Meter Ausdehnung. Das Angriffsfeld führte auf etwa 1.900 Meter über vollkommen deckungsloses Gelände.
Kurz vor Beginn des Angriffs wurde der Regiments-Adjutant, der mit dem Regiments-Kommandeur vor der Front des Regiments mit dem Glas erkundete, durch Oberschenkelschuss verwundet, an seine Stelle sprang der Ordonanz-Offizier des Regiments, Leutnant der Reserve Bloch, ein, der Trotz des Verlusts eines Auges in der Maioffensive in Galizien 1915 wieder an die Front geeilt war. Punkt 3 Uhr nachmittags trat das Regiment in tief gegliederten Wellen über die freie Ebene zum Angriff an. Das Feuer unserer braven Batterien lag gut auf der feindlichen Stellung und hüllte diese weithin sichtbar in dichte Rauchwolken ein. Unaufhaltsam drangen die sturmerprobten 26er vorwärts, nahmen die feindlichen Stellungen südlich der Susita und drangen in teilweise erbitterten Nahkämpfen in ihre Angriffsziele ein, 3.45 Uhr nachmittags war das Ziel erreicht. Der stark befestigte Stützpunkt Tisita und die Stellungen westlich davon waren in unserem Besitz. Die Regiments-Reserve III./26, die hinter dem I. Bataillon gefolgt war, stamd mit einer Kompanie hinter dem I./26, mit zwei Kompanien hinter dem II. Bataillon, mit dem Rest in Stellungen südlich der Susita. Nunmehr erfolgte aus nördlicher Richtung gegen die ganze Front des Regiments ein kraftvoller feindlicher Gegenstoß, unterstützt durch mächtiges Artilleriefeuer. Unter dem Maschinengewehr- und Infanterie-Feuer des Regiments brachen aber alsbald die feindlichen Schützen zusammen. Hier zeichnete sich besonders der schneidige, unerschrockene Vizefeldwebel der Reserve und Offiziersaspirant Freiherr von Haller dadurch aus, dass er frei auf einer dichten Weinberghecke stehend, das Feuer eines von ihm persönlich vorgebrachten Maschinengewehrs in die anstürmenden feindlichen Massen lenkte. Hierfür wurde dem tapferen 26er die silberne Tapferkeitsmedaille verliehen.
Auch eine Reihe späterer feindlicher Gegenangriffe gegen die Front des Regiments brachen restlos in unserem Feuer zusammen. Der Feind erlitt überall schwere blutige Verluste.
Für 5 Uhr nachmittags befahl der Brigade-Kommandeur die Fortsetzung des Angriffes bis zur Linie Schnittpunkt von Straße und Bahnlinie Focsani – Marasesti nördlich Tisita – Punkt 85 nordwestlich davon. Die Regiments-Reserve wurde hinter dem I. Bataillon in Tisita zusammengezogen. Die Bataillone vorderer Linie I. und II./26 arbeiteten sich unter heftiger Gegenwehr des Feindes bis 7.30 Uhr abends in die befohlene Linie vor und setzten sich dort fest. Der Feind war, soweit er entkommen konnte – zuletzt fluchtartig – nach Marasesti zurückgegangen. Er wurde dort anscheinend durch frische Kräfte – Rumänen – aufgenommen.
Über das heiß erstrittene Gefechtsfeld senkte sich nach einem sonnendurchglühten, ernsten Kampftag die Nacht hernieder. Das Gewehr im Arm, die Augen und Ohren auf den Feind gerichtet, ruhte das Regiment. Jetzt erst konnte man feststellen, dass auch das Regiment seinen Erfolg mit hohem Einsatz bezahlen musste, 207 Tote und Verwundete meldete die Verlustziffer des Tages. An Beute wurden eingebracht: 400 Gefangene, darunter ein Regiments-Kommandeur mit seinem ganzen Stabe, den der wegen seiner überragenden Tapferkeit und Kaltblütigkeit bekannt, schon bei Verdun mit der Goldenen Tapferkeitsmedaille ausgezeichnete Leutnant der Reserve Leopold Schwarz im Gefechtsstand überraschte und kurzerhand abführte, sowie 8 Maschinengewehre, 40 Schnelladegewehre, mehrere Waggons Stacheldraht und große Mengen Infanterie- und Maschinengewehr-Munition.“
Die Lage des Grabes von Josef Englbrechts ist unbekannt. Es dürfte nicht mehr existieren.
Sterbebild von Josef EnglbrechtRückseite des Sterbebildes von Josef Englbrecht
Der Soldat Josef Kaiser stammte aus Reischenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Baierbach, und war der Sohn eines Landwirts (Reischel-Sohn) Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 11. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 25.10.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Fresnes während der Stellungskämpfe vor Arras in der Nähe von Roclincourt.
Man begrub Josef Kaiser auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 16, Grab 940.
Sterbebild von Josef KaiserRückseite des Sterbebildes von Josef Kaiser