Der Soldat Johann Wagatha wurde am 15.10.1876 in der bayerischen Gemeinde Weyarn geboren und war Anwesensbesitzer und Maurer von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Wehrmann und Armierungssoldat im Pferdelazarett Nr. 15, Abteilung 18. Am 15.07.1918 verstarb er im Alter von 41 Jahren im Feldlazarett 14 in Nordfrankreich an einer Lungenentzündung.
Man begrub Johann Wagatha auf dem Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny in Block 9, Grab 198.
Der Soldat Max Sperl stammte aus der bayerischen Gemeinde Lohberg und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 12. Kompanie des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 19.07.1916 fiel er nach 24 Monaten Kriegsdienst während eines Gefecht bei Fromelles in Flandern.
Über den Todestag von Max Sperl berichtet die Regimentsgeschichte des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„19.07.1916 Am Morgen sehr heftiges Artilleriefeuer auf den ganzen Divisionsabschnitt; von 2 Uhr nachmittags ab steigert es sich zum Trommelfeuer aus allen Kalibern der Geschütze und Minenwerfer. Die zweite Linie nimmt erhöhte Bereitschaft an, die Brigandereserve (I.) wird alarmiert. Sehr bald sind die Fernsprechverbindungen mit der vorderen Linie unterbrochen; die Verbindung mit den Befehlsstellen wird jedoch dauernd durch Meldegänger erhalten.
7 Uhr abends erfolgt der Angriff mehrerer feindlicher Divisionen auf die drei linken Abschnitte der Division. Im Abschnitt III wird er vollständig abgewiesen, im Abschnitt IV erzielt er nur vorrübergehenden Erfolg. Dagegen gelingt es dem Feind im Abschnitt II (Reserve-Infanterie-Regiment 21) zunächst bei c (11. Kompanie) einzudringen, wo seine Artillerie und die schweren Minenwerfer die Hindernisse weggefegt, die Verteidigungsanlagen eingeebnet und den größten Teil der Besatzung vernichtet haben. Von hier aus breitet sich der Gegner aus nach Süden in den Unterabschnitt d, wo ihm die 12. Kompanie jedoch in heldenhaften Kampf jeden weiteren Fortschritt verwehrt, und nach Norden gegen IIb. Dort drängt er die 10. Kompanie, die er gleichzeitig mit neuen Wellen in der Front angreift, allmählich bis über das vordere Ende des Kastenwegs zurück. Hier erst vermögen die Reste der 10. und die 9. Kompanie, die alsbald Unterstützung von der linken Flügelkompanie des Reserve-Infanterie-Regiments 20 erhalten, die Stellung abzuriegeln. Auch nach der Tiefe dringt der Feind vor, im Kastenweg bis in die Höhe der Toten Sau und südwestlich davon bis in die Nähe des Hofgartens, des Grashofes und selbst bis auf 200 Meter an den Brandhof heran. Dann aber scheitern alle seine Versuche, weiter Raum zu gewinnen an unserem Artilleriefeuer und dem zielsicheren und wohl überlegten Feuer unserer Infanterie und der Maschinengewehre aus der Toten Sau, dem Schmitzhof, dem linken Flügel des Stützpunktes Türkenecke und vom Brandhof her. Der Stützpunkt Grashof ist leider noch unfertig und daher unbesetzt.
Inzwischen hat das Reserve-Infanterie-Regiment 20 aus Abschnitt I eine Bereitschaftskompanie nach IIa verschoben, die g-Kompanie (Reserve des Reserve-Infanterie-Regiments 21) ist zur Abriegelung des Kastenwegs und des Sau-Grabens vorgeschoben worden und die zwei ersten Kompanien der Brigadereserve werden jetzt zum Gegenstoß aus der Richtung Türkenhäuser – Schmitzhof angesetzt; während die f-Kompanie im Brandhofe die Verbindung mit dem Reserve-Infanterie-Regiment 16 aufrechterhalten und dessen Gegenstoß von links unterstützen soll. Ihr wird noch der Rest der 11. Kompanie unter Leutnant der Reserve Aal angegliedert. Das wirksame Sperrfeuer der feindlichen Artillerie und vorgezogener Maschinengewehre des Gegners, die eintretende Dunkelheit und starke Verluste bringen den gegenstoß zum Scheitern. Alsbald wird jedoch ein neuer Angriff – diesmal ausgesprochen gegen die feindliche linke Flanke – befohlen. Die h-Kompanie, in der zweiten Stellung durch Teile der Infanterie-Pionier-Kompanie abgelöst, erhält Befehl, mit der e-Kompanie in der Türkenecke, dem Kastenweg entlang anzugreifen, während das ganze I. Bataillon verstärkt durch zwei Kompanien des Reserve-Infanterie-Regiments 20, aus dem vorderen Graben in a und in den Gräben der zweiten Linie gegen die Einmündung des Kastenwegs in die vordere Linie und gegen seine vordersten Schläge zum Angriff vorgeht. Die Schwierigkeit der Verbindung in der stockdunklen Nacht, die durch den Rauch der krepierenden Geschosse noch unsichtiger gemacht wird, und der starke Verbrauch an Handgranaten verzögern anfänglich die Fortschritte. Erst als noch Pioniere neue Munition vorbringen, geht der Angriff anfangs langsamer, dann immer kräftiger vorwärts trotz allen Widerstandes des Gegners, der sich verschanzt hat und stets neue Kräfte heranzieht.“
Man begrub Max Sperl auf dem Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny in Block 8, Grab 238.
Der Soldat Gottfried Petzenhauser stammte aus Pfelling, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Bogen, und war der Sohn eines Gastwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 7. Kompanie des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 18.05.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren während der Stellungskämpfe in Flandern in einem Schanzgraben durch Brustschuss. Er wurde bei Fromelles getötet.
Man begrub Gottfrief Petzenhauser auf dem Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny in Block 4, Grab 122.
Der Ersatz-Reservist Josef Luxenburger stammte aus Hirnsberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wolnzach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 6. Kompanie des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 20.11.1915 fiel er im Alter von 29 Jahren bei Fromelles während der Stellungskämpfe in Französisch Flandern durch Kopfschuss.
Über den Todestag von Josef Luxenburger schreibt die Regimentsgeschichte des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
20.11.1915 Wiederablösung des Reserve-Infanterie-Regiments 64 durch Reserve-Infanterie-Regiment 21. Leider scheint der Gegner davon Kenntnis zu bekommen haben, denn alle Stellungsteile und die Verbindungswege werden wiederholt mit Feuerüberfällen belegt, was uns 2 Tote und 6 Verwundete kostet. Der seit Oktober niedergehende Regen hat außerordentlich störend gewirkt, zumal das Reserve-Infanterie-Regiment 64 in der Bekämpfung des Wassers noch ungeübt war. Der nicht verschalte, sondern nur aus Sandsackwällen bestehende Inselstützpunkt ist in sich zusammengesunken. Mit Ausnahme des Depot- und des Etappengrabens steht in allen Verbindungswegen Wasser. Glücklicherweise scheint auch der Gegner sehr unter den Wasserverhältnissen zu leiden, denn sein Feuer, besonders das der Infanterie, lässt auffalend nach. Auch seine Artillerie schießt fast nur noch aus flankierender Richtung gegen die zwei erwähnten Verbindungsgräben und gegen unsere Pionier-Geräteniederlage am „Christuskreuz“. Die Besetzung ist die gleiche wie früher.“
Man begrub Josef Luxenburger auf dem Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny in Block 3, Grab 104.
Sterbebild von Josef LuxenburgerRückseite des Sterbebildes von Josef Luxenburger
Der theoretische Weg von Josef Luxenburger von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Wehrmann Georg Wiesheu stammte aus Osterwaal, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Au in der Hallertau, und war Landwirt von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 10. Kompanie des 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Krankenträger. Am 20.06.1916 verstarb er nach schwerer in der Nähe von Beaucamps Verwundung während der Stellungskämpfe in Flandern im Alter von 37 Jahren im Reserve-Feldlazarett Nr. 9 in Haubourdin bei Lille.
Man begrub Georg Wiesheu auf dem Soldatenfriedhof Haubourdin in Reihe 16, Grab 352.
Sterbebild von Georg WiesheuRückseite des Sterbebildes von Georg Wiesheu
Der theoretische Weg von Georg Wiesheu von seinem Geburtsort über den Ort seiner Verwundung, seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Infanterist Michael Waltl stammte aus Marching und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der Pionier-Kompanie des 20. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.01.1916 fiel er im Alter von 34 Jahren in Frankreich.
Die Gebeine von Michael Waltl wurden auf dem Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny in Block 5, Grab 68 begraben.
Sterbebild von Michael WaltlRückseite des Sterbebildes von Michael Waltl
Der theoretische Weg von Michael Walting von seinem Geburtsort zu seinem Grab:
Emeran Schneider stammte aus Oberbreitenlohe, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Röttenbach, und war der Sohn eines Landwirts und Bürgermeisters. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 9. Kompanie des 20. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 27.04.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren in Frankreich.
Man begrub Emeran Schneider auf dem Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny in Block 5, Grab 150.
Sterbebild von Emeran SchneiderRückseite des Sterbebildes von Emeran Schneider
Der Bauerssohn Josef Huber stammte aus Engelbrechtsmünster in Bayern, heute ein Ortsteil der Stadt Geisenfeld. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 21. bayerisches Reserve-Infanterie-Regiments. Am 04.10.1915 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Herbstschlacht bei La Bassée und Arras in Frankreich.
Josef Hubers Grab befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny in Block 3, Grab 126.
Sterbebild von Josef HuberRückseite des Sterbebildes von Josef Huber
Der theoretische Weg von Josef Huber von seinem Geburtsort zu seinem Grab:
Der Bauerssohn Johann Rockermeier wurde 1891 in Engelbrechtsmünster geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Stadt Geisenfeld. Im Ersten Weltkrieg diente er im 21. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment als Ersatz-Reservist. Am 31.05.1915 fiel er im Alter von 24 Jahren in der Nähe der Stadt Wavrin in Frankreich.
Die sterblichen Überreste von Johann Rockermeier wurden auf dem Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny in Block 2, Grab 44 beigesetzt.
Sterbebild von Johann RockermeierRückseite des Sterbebildes von Johann Rockermeier
Der theoretische Weg von Johann Rockermeier von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:
Der Ersatz-Reservist Michael Finkenzeller stammte aus Gaden bei Geisenfeld und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 7. Kompanie des 21. Infanterie-Regiments. Am 29.01.1916 fiel er im Alter von 23 Jahren in Frankreich.
Man begrub Michael Finkenzeller auf dem Soldatenfriedhof Beaucamps-Ligny in Block 4, Grab 71.
Morgen stelle ich den Bruder von Michael Finkenzeller, Emmeram Finkenzeller, vor der wenige Monate nach dem Tod von Michael im Krieg fiel.
Sterbebild von Michael FinkenzellerRückseite des Sterbebildes von Michael Finkenzeller
Der theoretische Weg von Michael Finkenzeller von seinem Geburtsort zu seinem Grab: