Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.925: Erich Spiegel

Drei Brüder verlor die Familie Spiegel im Ersten Weltkrieg. Ein furchtbares Schicksal, das ich an dieser Stelle in drei Beiträgen vorstellen möchte.

Erich Spiegel stammte aus Tzschacksdorf, heute ein Ortsteil der Gemeinde Groß Schacksdorf-Simmersdorf in Brandenburg, und wurde am 26.06.1879 geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant der Reserve in der 2. Kompanie des 1. Garde-Reserve-Regiments. Am 27.09.1915 fiel er während der Kämpfe bei Saltischje und an der Beresina im heutigen Weißrussland im Alter von 36 Jahren bei Setischje und Guti. Damals gehörte dieses Gebiet noch zu Polen.

Über den Todestag und die Todesumstände von Ericht Spiegel berichtet die Regigentsgeschichte des 1. Grade-Reserve-Regiments:

„Alles, was an Artillerie verfügbar war, wurde in der Nacht teils in, teils an den Wald herangezogen. Der einzige durch den Wald führende Weg war in einem unheimlichen Zustande. Munitionswagen und Feldküchen fuhren nach vorn, leere Wagen zurück, und es war ein reines Wunder, dass am nächsten Morgen tatsächlich diese zusammengefahrenen Haufen wieder gelöst und überall Ordnung eingetreten war. Die Fortführung des Angriffes am 27.09. wurde sorgfältig vorbereitet. Es war der Artillerie gelungen, Batterien in den Wald vorzuschieben und Beobachtungsstellen im östlichen Waldrande einzurichten. Der den Angriff leitende Stab des 1. Garde-Reserve-Regiments hatte ebenfalls seinen Gefechtsstand am östlichen Waldrand, von wo aus das Angriffsfeld gut zu übersehen war. Schwere Minenwerfer waren in der Nacht in den vorderen Linien eingebaut. In unermüdlicher Arbeit war der Angriff bis in alle Einzelheiten vorbereitet, die Uhren waren verglichen, in der Nacht die Infanterie neu gegliedert, Abschnitte eingeteilt und trotz des Misserfolges am Tage vorher war alles in zuversichtlicher Stimmung. Das vorbereitende Artilleriefeuer sollte kurz aber überwältigend von 12 bis 12.40 Uhr mittags stattfinden und Punkt 12.40 Uhr der Infanteriesturm. Es war wieder ein Augenblick höchster Spannung. Das Artillerie- und Minenwerferfeuer setzte pünktlich und gut gezielt ein. 12.40 Uhr konnte man vom Waldrande aus wie auf ein Kommando die ersten Schützenlinien der Bataillone vorgehen sehen und hiermit war schon die Entscheidung des Tages gefallen. Es war für den Beobachter ein erhebender Anblick, wie stark gelichteten und von den Verlusten der vorangegangenen Monaten zusammengeschmolzenen Bataillone unter lautem Hurra mit gefälltem Bajonett die russische Stellung stürmten. Zwei Kompanien des Reserve-Infanterie-Regiments 64 wurden dem Regiment unterstellt. Nach Erreichen der russischen Stellung schwenkte das I. Bataillon mit der 2. und 4. Kompanie nach links, das III. Bataillon schwenkte nach rechts ein, um die russische Stellung aufzurollen. In die jetzt entstandene Lücke ging das II. Bataillon mit drei Kompanien vor, erreichte ebenfalls den russischen Graben und ging noch über ihn hinaus. Ein russischer Gegenangriff scheiterte an dem Feuer einiger Gruppen, die der tapfere Feldwebel Wittrock, der nach dem Tode des Leutnant Spiegel die Führung der 2. Kompanie übernommen hatte, schnell zusammengerafft. Wenn der Sturm auch noch einige Verluste kostete, so waren diese doch geringer als am Tage zuvor, dafür war der Erfolg aber um so größer. 8 Offiziere, über 1.400 Mann wurden gefangengenommen und 7 Maschinengewehre erbeutet. Nach Fortnahme der russischen Stellung gingen die vordersten Schützenlinien weiter nach Osten vor und erreichten die Beresina. Dann trat die Dunkelheit ein. Dies war der letzte und mit der schönste Erfolg des Regiments im Osten.

Am Abend wurden die ermüdeten Bataillone des Regiments durch das Reserve-Infanterie-Regiment 64 abgelöst und westlich Bagdanow in Perschaily und den anliegenden Dörfern untergebracht. Die Verluste am 26. und 27. September betrugen: Gefallen: Leutnant Eichhorn, Heintz und Spiegel und 54 Mann; verwundet Leutnant Teichmann, Schmidt, Lubig, Hunger, Offiziers-Stellvertreter Semmler und 156 Mann.

Damit hatte die kriegerische Tätigkeit des Regiments im Osten ihren Abschluss gefunden.“

Die Lage des Grabes von Erich Spiegel ist unbekannt. Es existiert wahrscheinlich nicht mehr.

Sterbebil von Erich, Martin und Kurt Spiegel

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.857: Philipp Brandl

Der Soldat Philipp Brandl stammte aus Laufing, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Tittmoning, und war der Sohn eines Landwirts. Er arbeitete als Postbediensteter in Potsdam. Im Ersten Weltkrieg als Infanterist in der 4. Kompanie des 174. preußischen Infanterie-Regiments. Mitte 1917 wurde er schwer verwundet und starb an dieser Verwundung am 16.06.1921 im heutigen Belarus im Alter von 32Jahren.

Er wurde sicherlich auf einem Friedhof in Potsdam begraben. Sein Grab dürfte nicht mehr existieren.

Sterbebild von Philipp Brandl
Rückseite des Sterbebildes von Philipp Brandl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.835: Ulrich Leidner

Der Soldat Ulrich Leidner wurde am 26.06.1873 in der bayerischen Gemeinde Minderoffingen geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schaffner bei der Eisenbahnbetriebskolonne Grodno im heutiten Belarus. Am 17.04.1917 verstarb er in Folge einer Erkrankung im Reservelazarett Berlin.

Man begrub Ulrich Leidner auf dem Augsburger Westfriedhof in Block 4, Reihe 2, Grab 23.

 

Sterbebild von Ulrich Leidner
Rückseite des Sterbebildes von Ulrich Leidner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.584: Heinrich Decker

Der Soldat Heinrich Decker wurde am 21.01.1893 in Rüschendorf geboren, einem Ortsteil der Stadt Damme in Niedersachsen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Musketier in der 9. Kompanie des 228. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 03.07.1916 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Schlacht bei Baranowitschi (weißrussisch: Baranawitschy) bei Gardischtsche während eines Sturmangriffs durch einen Kopfschuss.

Die Lage des Grabes von Heinrich Decker ist unbekannt.

Sterbebild von Heinrich Decker
Rückseite des Sterbebildes von Heinrich Decker

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.415: Matthias Klever

Der Soldat Matthias (Volksbund: Wilhelm Mathias Klever) Klever wurde am 06.07.1913 in Eupen geboren – heute belgisch (Deutschsprachige Gemeinschaft) – damals deutsch. Er war von Beruf Schuhmacher und Mitglied der Eupener Kolping-Familie. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Gefreiter in einem Grenadier-Regiment der Wehrmacht. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 17.11.1943 fiel er im Alter von 30 Jahren in Krassnaja-Ssloboda bei Smolensk im heutigen Weißrussland (Belarus).

Man begrub Matthias Klever auf einem Feldfriedhof bei Krasnaja Sloboda / Mogilew im heutigen Weißrussland (Belarus).

Sterbebild von Matthias Klever
Rückseite des Sterbebildes von Matthias Klever

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.411: Anton Toussaint

Der Soldat Anton Toussaint wurde am 29.01.1906 in Eupen geboren. Von 1918 bis 1940 war er belgischer Staatsbürger, nachdem Eupen als Entschädigung Belgiens für die Schäden des Ersten Weltkrieges an Belgien angegliedert worden war. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Grenadier in einem Infanterie-Regiment der Wehrmacht, nachdem Belgien 1940 erobert worden war. Im Februar 1942 fiel er im Alter von 37 Jahren an einer Rollbahn bei WitebskLiosno im heutigen Weißrussland (Belarus).

Die Lage des Grabes von Anton Toussaint ist unbekannt.

 

Sterbebild von Anton Toussaint
Rückseite des Sterbebildes von Anton Toussaint

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.236: Anton Hitzl

Der Soldat Anton Hitzl wurde am 01.04.1910 in der bayerischen Gemeinde Prem geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Obergefreiter in einer Nachrichten-Abteilung der Wehrmacht. Am 20.09.1943 verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 33 Jahren im Kriegslazarett 2/619 in Minsk im heutigen Weißrussland (Belarus).

Man begrub Anton Hitzl auf dem Soldatenfriedhof Berjosa in einem Massengrab.

Sterbebild von Anton Hitzl
Rückseite des Sterbebildes von Anton Hitzl

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.230: Max Heitzer

Der Soldat Max Heitzer war Obergefreiter in einem Infanterie-Regiment der Wehrmacht. Er fiel an einem nicht mehr feststellbaren Datum im Alter von 37 Jahren bei Kamenez im heutigen Weißrussland (Belarus).

Die Lage des Grabes von Max Heitzer ist unbekannt.

Sterbebild von Max Heitzer
Rückseite des Sterbebildes von Max Heitzer

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.229: Artur Zäch

Der Soldat Artur Zäch wurde am 04.03.1925 in Landshut in Bayern geboren. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter und Unteroffiziers-Anwärter in der Wehrmacht. Am 01.03.1944 fiel er im Alter von 19 Jahren bei Rogatschew im heutigen Weißrussland (Belarus) Der Volksbund gibt Weritschew als Sterbeort an.

Man begrub Artur Zäch auf einem Friedhof bei Weritschew / Bobruisk im heutigen Weißrussland (Belarus) in einem Massengrab.

Sterbebild von Artur Zäch
Rückseite des Sterbebildes von Artur Zäch

Die Männer des Zweiten Weltkriegs – Teil 2.216: Thomas Hämmerl

Der Soldat Thomas Hämmerl wurde am 19.12.1916  in Windham geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Geeinde Hohenthann. Im Zweiten Weltkrieg kämpfte er als Obergefreiter in einem Infanterie-Regiment. Er nahm am Krieg gegen Polen, Belgien und Frankreich teil. Am 02.08.1941 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Ganowka im heutigen Weißrussland (Belarus).

Man begrub Thomas Hämmerl auf dem Soldatenfriedhof Schtschatkowo (bei Minsk) in einem Massengrab.

Sterbebild von Thomas Hämmerl
Rückseite des Sterbebildes von Thomas Hämmerl