Der Soldat Alois Erhart wurde am 08.03.1877 in Schlingen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Bad Wörishofen, und lebte als Landwirt in Bidingen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Wehrmann in der 1. Kompanie des 1. Garnisons-Bataillons. Am 18.02.1917 verstarb er im Alter von 39 Jahren im Reserve-Lazarett A in München.
Alois Erhart wurde wahrscheinlich im militärischen Bereich eines Münchner Friedhofs begraben und sein Grab existiert wahrscheinlich heute noch.
Sterbebild von Alois ErhartRückseite des Sterbebildes von Alois Erhart
Josef Pfanzelt wurde am 11.07.1892 in Tremmelschwang, heute ein Ortsteil der Gemeinde Bidingen, geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er im 20. Infanterie-Regiment -3. Kompanie – als Soldat. Im November 1914 wurde er als vermisst gemeldet. Im Januar 1915 erlangte man dann Gewissheit, dass er am 25.08.1914 er in den Vogesen bei Bazien gefallen war.
Eine Grablage ist für Josef Pfanzelt nicht bekannt. Ich vermute jedoch, dass er als unbekannter Toter anonym in einem Massengrab des Soldatenfriedhofs Bertrimoutier oder Reillon beigesetzt wurde. Ich begründe meine Annahme mit dem Schicksal seiner gefallenen Kameraden aus der gleichen Kompanie:
Leutnant Konrad Mayer, gefallen am 25.08.1914 in Bazien, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab;
Leutnant Martin Wehrsig, gefallen am 25.08.1914 in Bazien, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab;
Vizefeldwebel Martin Stolze, gefallen am 25.08.1914 in Bazien, begraben auf dem Soldatenfriedhof Reillon in einem Massengrab;
Infanterist Matthias Schaumann, gefallen am 25.08.1914 in Bazien, begraben auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in einem Massengrab.
Der Bauerssohn Peter Hartung stammte aus Zeilern und wohnte in Weilach, einem Ortsteil der Gemeinde Bidingen in Oberbayern. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Soldat und Ersatzreservist in der 1. Kompanie des 1. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.04.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Arras.
Peter Hartungs Grab ist unbekannt. Ich gehe jedoch davon aus, dass er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab beigesetzt wurde. Meine Vermutung begründet ich damit, dass Kameraden aus seiner Einheit, die im gleichen Zeitraum fielen, dort begraben wurden. Es sind dies:
Ersatz-Reservist Karl Estl, gefallen am 21.047.1915 bei Arras
Wehrmann Franz Ertl, gefallen am 13.04.1915 bei Arras
Reservist Peter Zehetmeier, gefallen am 17.04.1915 bei Arras.
Sie alle wurden dort begraben.
Sterbebild von Peter HartungRückseite des Sterbebildes von Peter Hartung
Der theoretische Weg von Peter Hartung von seinem Geburtsort, seinen letzten Wohnort über seinen Sterbeort zu seinem Grab: