Sonderbeitrag: Ernst von Pentz

Der Soldat Ernst von Pentz wurde am 07.12.1877 in der hessischen Stadt Fulda geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Hauptmann und Bataillonsführer in der Leib-Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. Klasse ausgezeichnet. Am 16.09.1916 (Volksbund: 17.09.1916) fiel er während der Abwehr feindlicher Angriffe nahe der Ortschaft Moislains.

Über den Todestag und die Todesumstände von Ernst von Pentz berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Infanterie-Regiments:

Der zweite Tag an der Somme war ein ziemlich getreues Abbild seines Vorgängers. Über 20 englische und französische Divisionen griffen an diesem Tage auf 45 km breiter Front die deutschen Linien an. Während der Vormittag verhältnismäßig ruhig verlief, steigerte sich das feindliche Feuer, wiederum geleitet von zahlreichen Fliegern, am Nachmittag bald zum Trommelfeuer. Auch Gasgranaten fielen auf das rückwärtige Gelände. Um 4 Uhr nachm. entwickelte sich der erste feindliche Angriff aus Bouvancées heraus nach Norden gegen die Stellungen südlich von Rancourt. Er brach wie am Vortage unter dem flankierenden Feuer unserer Bataillone bald zusammen. Zwei weitere Angriffe um 5 Uhr und 6 Uhr nachm. erstickten zum Teil schon in dem Sperrfeuer unserer Artillerie. Ununterbrochenes Trommelfeuer auf die Stellung des Regiments dauerte aber dann bis 8 Uhr nachm. Der Gegner mit aller Kraft noch einmal in mehreren Wellen gegen unsere Kompagnien vor. Doch auch diesmal blieb ihm der Erfolg versagt: Unter dem rasenden Sperrfeuer der Artillerie, dem unermüdlichen Knattern der Gewehre und dem durchschlagenden Schießen der Maschinengewehre konnte keine anlaufende Welle bleiben liegen, die Trümmer fluteten in wildem Durcheinander in die Ausgangstellung und ins Dorf zurück. Auch die Angriffe gegen unsere Schwesterregimenter weiter links, wo man farbige Franzosen anlaufen sah, hatten dasselbe Schicksal. Ein Tagesbefehl der Gruppe Schenk, die durch eine Brieftaubenmeldung des III. Batls. unverzüglich über den Verlauf des Tages unterrichtet worden war, sprach den westfälischen, württembergischen, hessischen und nassauischen Truppen der vier unterstellten Divisionen, insbesondere aber dem Regiment 116 das höchste Lob für die bei der Abwehr bewiesene Heldenhaftigkeit aus. Leider war auch diesmal der Erfolg mit einem Verlust von 135 Mann erkauft.

Die vorn liegenden Kompagnien bedurften dringend der Ablösung. Deshalb wurde das I. Batl., das wenige Stunden zuvor seine Kompagnien gewechselt hatte, das I./80 erlebte und rückte in den Kanal, die Straße Moislains–Bouvancées bildete also von jetzt ab die Grenze zwischen der 21. und 25. I.D. Das III. Batl. wurde durch das II. abgelöst und bezog mit zwei Kompagnien die Alainestellung; die beiden anderen wurden in der Kanalstellung eingesetzt. Die nächsten vier Tage brachten keine Wiederholung der Infanterieangriffe, so dass man an die allenötigeste Ausarbeitung der Stellung denken konnte. Zwar gingen in den Abendstunden mehrmals rote Leuchtkugeln hoch, und die Kompagnien wurden bereitgestellt, aber es handelte sich dabei nur um schwächere Vorstöße gegen die Nachbarabschnitte, während im Regimentsabschnitt selbst nur wenige Leuchtkugeln hochgeschossen wurden. Auch die Fliegertätigkeit ließ bei dem trüben Wetter beträchtlich nach. Nur die feindliche Artillerie zeigte die alte Lebhaftigkeit und überschüttete in äußerst heftigen Feuerüberfällen die vordere Linie und die Allainzstellung, aber auch den Kanal und die südlich von ihm gelegene Artilleriemulde mit einem Hagel von Geschossen aller Kaliber. Hier fand der tapfere Führer der I. Batls., Hptm. v. Pentz, den Heldentod. Der letzte Hauptmann des Regiments, der seit Beginn des Krieges trotz mehrfacher Verwundung an allen Gefechten teilgenommen, wie ein Vater geliebt von seinem Bataillon, das er seit zwei Jahren führte, fiel er zusammen mit seinem tüchtigen Ordonnanzoffizier, Lt. d. R. Bazlen, bei der Sorge um die Unterbringung seiner Kompagnien im Kanal. Eine größere Schreckenskunde ist selten durch das Regiment gegangen. Hptm. Müller übernahm die Führung des verwaisten Bataillons. Auch Oberlt. d. R. Keicher, der Führer der 5. Komp., zählte zu den Opfern dieser Tage. Lt. d. R. Rabenau wurde verwundet. Für den durch Granatsplitter verwundeten Regimentskommandeur, Oberstlt. Hasße, übernahm Major v. Westernhagen vom I.R. 115 die Führung des Regiments.

Man begrub Ernst von Pentz auf dem Soldatenfriedhof Cambrai in Block 5, Grab 336.

Die Todesanzeige für Ernst von Pentz im Gießener Anzeiger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.880: Josef Schmidbauer

Der Soldat Josef Schmidbauer stammte aus Schmiedorf, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Osterhofen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier und Feldwebel in einem Reserve-Landwehr-Infanterie-Regiment. Am 01.12.1917 fiel er im Alter von 33 Jahren in der Nähe von Gonnelieu bei Cambrai in Nordfrankreich.

Man begrub Josef Schmidbauer auf dem Soldatenfriedhof Cambrai in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Schmidbauer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Schmidbauer

Sonderbeitrag: Leutnant Gerhard Laakmann

Der Soldat Gerhard Laakmann stammte aus Vörde im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Leutnant und Kompanieführer in der 1. Kompanie des 209. Reserve-Infanterie-Regiment. Am 28.09.1918 fiel er in Frankreich bei SallyRaillencourt, in der Nähe von Cambrai.

Man begrub Gerhard Laakmann auf dem Soldatenfriedhof Cambrai in einem Massengrab.

rechts: Leutnant Gerhard Laakmann

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.117: Karl Burkart (eigentlich Karl Burkhardt)

Der Soldat Karl Burkart (Schreibfehler auf Sterbebild – eigentlich: Burkhard) wurde am 20.10.1889 in Asch geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Fuchstal. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier und Fahrer in der 7. Batterie des 2. bayerischen Reserve-Fußartillerie-Regiments. Am 30.10.1916 fiel er im Alter von 27 Jahren bei Villers-Guislain während der Kämpfe um Cambrai.

Man begrub Karl Burkart auf dem Soldatenfriedhof Cambrai in Block 2, Grab 314.

Sterbebild von Karl Burkart
Rückseite des Sterbebildes von Karl Burkart

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.115: Josef Auer

Der Soldat Josef Auer stammte aus Egglfing, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Köfering, und war Gutsbesitzer. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in einem Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Verdienstmedaille mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 19.02.1918 fiel er nach 3 1/2 Jahre Kriegsdienst im Alter von 34 Jahren bei Cambrai durch ein Artilleriegeschoss.

Man begrub Josef Auer auf dem Soldatenfriedhof Maissemy in Block 3, Grab 1187.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Josef Auer auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/koefering_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Auer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Auer

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.017: Josef Pertl

Der Soldat Josef Pertl stammte aus Leitenberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Frasdorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 3. Ersatz-Infanterie-Regiments. Er gilt seit dem 01.12.1917 im Alter von 23 Jahren als bei Cambrai vermisst. Bekannt war auch, dass er schwer verwundet worden war. Die Lage des Grabes von Josef Perth ist nicht mehr zu ermitteln. Vermutlich liegen seine sterblichen Überreste noch in der Erde des Schlachtfeldes.

Seine Heimatgemeinde Frasdorf gedenkt Josef Pertl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/frasdorf_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Josef Pertl
Rückseite des Sterbebildes von Josef Pertl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.569: Rupert Brandl

Der Reservist Rupert Brandl wurde am 28.08.1886 in Brandl geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Unterneukirchen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 02.10.1914 wurde er bei einem Gefecht in der Nähe von Fesnes in Frankreich verwundet. Am 05.10.1914 verstarb er im Alter von 28 Jahren in einem Feldlazarett in Cambrai (Schreibfehler auf Sterbebild) an seiner Verwundung.

Man begrub Rupert Brandl auf dem Soldatenfriedhof Cambrai in einem Massengrab.

Sterbebild von Rupert Brandl
Rückseite des Sterbebildes von Rupert Brandl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.492: Rupert Brandl

Der Reservist Rupert Brandl stammte aus Brandl, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Unterneukirchen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.10.1914 wurde er bei Fresnes verwundet. Am 05.10.1914 verstarb er im Alter von 28 Jahren in einem Feldlazarett bei Cambrai.

Man begruf Rupert Brandl auf dem Soldatenfriedhof Cambrai in einem Massengrab.

Sterbebild von Rupert Brandl
Rückseite des Sterbebildes von Rupert Brandl

Der theoretische Weg von Rupert Brandl von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.298: Johann Gabler

Johann Gabler stammte aus Premerzhofen (Schreibfehler auf Sterbebild), heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Breitenbrunn, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Soldat in der 2. Kompanie des 21. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 12.10.1916 verstarb er im Alter von 24 Jahren an den Folgen eines Kopfschusses, den er am 09.10.1916 bei Fromelles in französisch Flandern erhielt.

Man begrub Johann Gabler auf dem Soldatenfriedhof Cambrai in Block 12, Grab 228.

Sterbebild von Johann Gabler
Rückseite des Sterbebildes von Johann Gabler

Der theoretische Weg von Johann Gabler von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.108: Josef Semelmann

Der Landwehrmann Josef Semelmann wurde am 02.03.1885 in Auenzell geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Wiesenfelden, und war Tagelöhner. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 9. Kompanie des 13. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 01.10.1918 wurde er während der Abwehrschlacht zwischen Cambrai und St. Quentin bei Itancourt durch einen Granatschuss getötet.

Man begrub Josef Semelmann auf dem Soldatenfriedhof Origny-Ste.-Benoîte in Block 17, Grab 101.

Sterbebild von Josef Semelmann
Rückseite des Sterbebildes von Josef Semelmann

Der theoretische Weg von Josef Semelmann von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab: