Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.838: Alois Heilmaier

Der Soldat Alois Heilmaier (Verlustliste: Heilmeier) wurde am 15.06.1892 in Radlkofen geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mengkofen, und lebte und lebte zuletzt in Wendldorf. Sein Vater war Tagelöhner (Söldner). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 3. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 24.09.1914 (Regimentsgeschichte: 26.09.1914) verstarb er nach schwerer Verwundung während der ersten Kämpfe bei Peronne und an der Somme im Alter von 22 Jahren im Lazarett Marchélepot.

Über den Tag seiner schweren Verwundung und seines Todes berichtet die Regimentsgeschichte des 3. bayerischen Infanterie-Regiments:

„In der Nacht zum 26.09. wurde die vordere Linie des Regiments (III./3. bayerisches Infanterie-Regiment) und I./3. bayerisches Infanterie-Regiment) wieder vorgeschoben bis in die Linie Ferme (westlich Fay) – Straße nach Foucaucourt (ausschließlich), wo nach Süden 20. Infanterie-Regiment anschloss. Der Nebel begünstigte das Eingraben. Später aber kam heftiges Artilleriefeuer. Die Gruppen nördlich des Regiments zwischen Dompierre und Fay wurden etwas vorgeschoben.“

Die Lage des Grabes von Alois Heilmaier ist offiziell unbekannt. Ich vermute, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Manicourt begraben wurde, wo man rund 3.000 deutsche Soldaten begrub, deren Identität ebenfalls unbekannt sind und die in dieser Region fielen.

Sterbebild von Alois Heilmaier
Rückseite des Sterbebildes von Alois Heilmaier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.825: Johann Rothaichner

Der Soldat Johann Rothaichner (Verlustliste und Denkmal: Rotheichner) stammte aus Gamsenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rimbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 11. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 20.10.1914 verstarb er während der Stellungskämpfe an der Somme nach einem Schuss in den Rücken in der Nähe von Dompierre im Alter von 25 Jahren in einem Feldlazarett in Flaucourt.

Man begrub Johann Rothaichner auf dem Soldatenfriedhof Rancourt in Block 1, Grab 773.

Seine Heimatgemeinde Rattenbach gedenkt Johann Rothaichner noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/rimbach-rattenbach_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Rothaichner
Rückseite des Sterbebildes von Johann Rothaichner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.807: Gustav von Safferling

Der Soldat Gustav von Safferling wurde am 03.02.1862 geboren. Er war im Ersten Weltkrieg Oberst und Regimentskommandeur des 4. bayerischen Feldartillerie-Regiments. Am 25.09.1914 fiel er im Alter von 52 Jahren bei Dompièrre in Frankreich.

Ich gehe davon aus, dass man den Leichnam von Gustav von Safferling in die Heimat schaffte und dort privat begrub. Sein Grab dürfte nicht mehr existieren.

Todesanzeige für Gustav von Safferling

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.484: Hermann Grübl

Der Soldat Hermann Grübl stammte aus der bayerischen Gemeinde Ruhpolding und war der Sohn eines Hammerwerkbesitzers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 7. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 19.04.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren während des Stellungskrieges an der Somme bei Dompierre in Frankreich durch einen Minenschuss.

Offiziell ist für Hermann Grübl keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er, wenn seine Gebeine geborgen wurden, anonym auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Infanterist Matthias Ziegler, gefallen am 19.04.1915 bei Dompierre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Infanterist Johann Jochum, gefallen am 19.04.1915 bei Dompierre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Infanterist Xaver Rittel, gefallen am 19.04.1915 bei Dompierre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Ruhpolding gedenkt Hermann Grübl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/ruhpolding_1870-71_wk1u2_bay.htm

 

Sterbebild von Hermann Grübl
Rückseite des Sterbebildes von Hermann Grübl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.326: Xaver Berger

Der Soldat Xaver Berger stammte aus Steeg (Schreibfehler auf Sterbebild), einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Buchbach, und war Dienstknecht. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 8. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.06.1915 fiel er im Alter von 27 Jahren in der Nähe des Ortes Biaches / Dompierre bei Arras.

Am Todestag von Xaver Berger berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 02.06.1915 kroch eine Patrouille von 3 Mann bis auf 8 Meter an den feindlichen Graben vor und warf das französische Flugblatt mit einer Nummer das „Bayerischen Staatsanzeigers“ wieder zurück mit der Antwort: „Wir gratulieren Euch zu Eurem neuen Freunde. Er passt zu Euch.“ Dann schrieb der Patrouillenführer im Granatloch liegend noch ein persönliches Schreiben an den nur 8 Meter vor ihm stehenden feindlichen Posten und heftete es am Drahthindernis an. Das Schreiben lautete: „Alter Franzmann! Wenn Du dereins den Zettel finden wirst, so musst Du selbst sagen, dass Du ein schlechter Posten bist, denn hier waren am hellen Tage bayerische Löwen auf der Patrouille und haben Dir Deinen Zettel, den Du mit der Gewehrgranate herübergeschossen hast, wieder hinübergebracht.“

Die tapferen Leute der Patrouille waren der Gefreite Görz und die Infanteristen Rotheiß und Schallheimer der 11. Kompanie.

Mit dem neuen Freund war Italien gemeint, das am Tag zuvo erklärt hatte, auf der Seite Frankreichs, Großbritanniens und Russlands zu kämpfen.

Die Lage des Grabes von Xaver Berger ist unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass, wenn seine Gebeine geborgen werden konnten, er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden beisetzte, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Leutnant der Reserve Georg Wagner, gefallen am 02.06.1915 bei Thelus, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab,
  • Oberleutnant Hermann Reiser, gefallen am 02.06.1915 bei Thelus, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Buchbach Xaver Berger auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/buchbach_wk1_bay.htm

Sterbebild von Xaver Berger
Rückseite des Sterbebildes von Xaver Berger

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.046: Georg Brüderl

Der Soldat Georg Brüderl stammte aus Abtsdorf, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Saaldorf-Surheim, und war der Sohn eines Schmieds. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der Maschinengewehr-Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 02.10.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren in Nordfrankreich bei Dompierre.

Über den Todestag von Georg Brüderl berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:

„02.10.1914 Im Angriff erreicht I. und III. Bataillon die Straße Dompierre – Foucaucourt.

9.30 Uhr vormittags führt der Bataillonsadjutant III. Bataillon Leutnant Hopffer Teile des III. Bataillons zum Sturm vor und nimmt die Höhen südlich von Fontaine (les Cappy). Er wird später hierfür mit dem Militär-Max-Joseph-Orden ausgezeichnet.

11.30 uhr vormittags fällt der tapfere Kommandeur des I. Bataillons, Major Rubenbauer,.

6.00 Uhr nachmittags wird III. Bataillon an Straße Dompierre – Foucaucourt zurückgenommen.“

Man begrub Georg Brüderl auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Sterbebild von Georg Brüderl
Rückseite des Sterbebildes von Georg Brüderl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 2.000: Georg Bauer

Der Soldat Georg Bauer stammte aus Nabburg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 4. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 17.12.1914 fiel er im Alter von 23 Jahren während des Stellungskrieges an der Somme bei Dompierre-Becquincourt an der Straße nach Herbécourt.

Man begrub Georg Bauer auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Sterbebild von Georg Bauer
Rückseite des Sterbebildes von Georg Bauer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 212: Joseph Maier

Joseph Maier war der Sohn eines Landwirts aus Ruppling, heute ein Ortsteil von Tacherting. Er kämpfte im Ersten Weltkrieg als Ersatz-Reservist in der 10. Kompanie des 15. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.02.1915 wurde er bei Dompierre (Nordfrankreich) im Kampf getötet.

Die sterblichen Überreste von Joseph Maier ruhen heute auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Der (theoretische) Weg von Joseph Maier von seinem Heimatort zu seinem Sterbeort: