Der Soldat Georg Hahn stammte aus Diepoltskirchen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Falkenberg, und war der Sohn eines Hausbesitzers. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 1. bayerischen Landwehr-Pionier-Kompanie. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 03.05.1918 fiel er im Alter von 32 Jahren durch Granat-Kopfschuss.
Man begrub Georg Hahn auf dem Soldatenfriedhof Lagarde in Grab 105.
Der Soldat Xaver Geishauser stammte aus Starzenberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Rimbach, und war der Sohn eines Tagelöhners (Söldners). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 11. Kompanie des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 09.09.1918 fiel er im Alter von 21 Jahren bei einem feindlichen Angriff in Flandern durch einen Kopfschuss.
Man begrub Xaver Geishauser auf dem Soldatenfriedhof Hooglede in Grab 5.598.
Der Soldat Vinzenz Rauh wurde am 16.09.1897 in Ellmeney geboren, einem Weiler des Ortsteils Hofs, der Stadt Leutkirchen im Allgäu im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Sein Vater war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als Schütze in der 2. Maschinengewehr-Kompanie des 5. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Seit dem 04.10.1917 wird er als in der Dritten Flandernschlacht vermisst gemeldet. Er wurde 23 Jahre alt.
Ich konnte keinerlei Unterlagen und Hinweise finden, die auf die Grablage von Vinzenz Rauh hindeuten könnten. Ich vermute, er wurde anonym in einem Massengrab auf einem der zahllosen Friedhöfe in Flandern begraben.
Der Soldat Leonhard Ehmann wurde am 30.09.1885 geboren und stammte aus Grünbach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Polling, und war Kleinbauer (Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 4. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 16.06.1918 verstarb er nach 39 Monaten Kriegsdienst im Alter von 32 Jahren im Knappschaftskrankenhaus Gelsenkirchen, nachdem er durch einen Granatschuss an beiden Füßen schwerst verwundet worden war.
Der Soldat Franz Xaver Roß wurde am 18.12.1889 in Thann, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Aschau am Inn, geboren und lebte in Litzelkirchen. Sein Vater war Fuhrmann (Karrer). Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 5. Kompanie des 18. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Ende Juli 1918 geriet er während der Abwehrschlacht zwischen Soissons und Reims und zwischen Marne und Vesle in französische Kriegsgefangenschaft. Am 27.01.1919 verstarb er im Alter von 29 Jahren in Montcornet, Amb. 12/16, nach sechs Monaten Kriegsgefangenschaft.
Man begrub Franz Xaver Roß auf dem Soldatenfriedhof Mennevret in Block 2, Grab 189.
Der Soldat Georg Henle stammte aus der bayerischen Landeshauptstadt München. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Degenfähnrich und Offiziersstellvertreter in der 1. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 25.09.1914 fiel er beim ersten Angriff auf Lihons während eines Nachtgefechts.
Über den Todestag von Georg Henle berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Infanterie-Regiments:
„24.09.1914 5.30 Uhr vormittags bei Brie über die Somme. Villers Carbonnel wird vom III. Bataillon genommen; weiter über Ertrées nach Soyecourt. Das Regiment geht um 4 Uhr nachmittags beiderseits der Straße Vermandovillers – Lihons zum Angriff vor. Bis 7 Uhr abends ist der Angriff noch nicht ganz bis Lihons herangetragen. Die Nacht wird in den erkämpften Stellungen verbracht.
25.09.1914 Auch in den ersten Nachmittagsstunden gelingt es nicht, Lihons zu nehmen. Um 5.40 Uhr erhält das Regiment Befehl, zum Sturm. Nach Artilleriebeschießung gehen I. und III. Bataillon und II./16. Infanterie-Regiment zum Sturm vor; sie erreichen nur mit Teilen den Ortsrand und müssen etwa Meter von Lihons entfernt in Stellung gehen. II. Bataillon dringt bis zum Feldweg Lihons – Herbévillers vor. Die Verluste sind sehr beträchtlich.“
Die Lage des Grabes von Georg Henle ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers begraben wurde, der nur rund 3 Kilometer von seinem Sterbeort entfernt ist und auf dem auch seine Regimentskameraden beigesetzt wurden, die am gleichen Tag fielen, u. a.
Unteroffizier August Leinauer, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Alois Popp, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Markus Bergmeier, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
Infanterist Johann Stadler, gefallen am 25.09.1913 bei Lihons, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.
Sein Bruder, Walter Henle, Oberleutnant der Reserve und Kompanieführer in der 6. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, der auf der nachfolgenden Todesanzeige noch als Trauernder aufgeführt wurde, fiel am rund fünf Wochen später am 03.11.1914 in Belgien und wurde auf dem Soldatenfriedhof Menen in Block D, Grab 47 begraben.
Der Soldat Fritz Morgenstern wurde am 12.05.1871 stammte aus Straszyn bei Posen, seine Familie lebte in Neupatriken in Ostpreußen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Major in einem Pionier-Bataillon. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 1. und 2. Klasse sowie anderen Orden ausgezeichnet. Am 13.06.1917 kam er im Alter von 46 Jahren durch schwere innere Verletzungen bei einem Autounfall ums Leben.
Die Lage des Grabes von Fritz Morgenstern ist unbekannt. Vielleicht wurde er in seinem Heimatort begraben. Vielleicht existiert sein Grab noch heute.
Der Soldat Michael Engelschalk wurde am 13.10.1886 in Sainbach geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Inchenhofen, und war Kleinbauer in Edenried, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Aichach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 3. Kompanie des 15. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 08.01.1918 wurde er während der Stellungskämpfe im Oberelsass durch ein Artilleriegeschoss getötet.
Zunächst begrub man Michael Engelschalk auf dem Soldatenfriedhof Hochstatt (Oberelsass). Später bettete man ihn auf den Soldatenfriedhof Cernay in Block 8, Grab 243 um.
Der Soldat Sebastian Grad stammte aus Oberbrunn, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gauting. Im Ersten Weltkrieg diente er als Obergefreiter in der 6. Batterie des 24. bayerischen Fußartillerie-Bataillon. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 13.11.1918 verstarb er in einem Lazarett in München nach vier Jahren Kriegsdienst nach schwerer Krankheit.
Die Grablage von Sebastian Grad ist unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er auf einem lokalen Friedhof in München im militärischen Bereich begraben wurde und dass sein Grab noch heute existiert.
Der Soldat Michael Schroll war Gefreiter in einem bayerischen Brückentrainkorps. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Auszeichnung für 9jährige Dienstzeit ausgezeichnet. Er verstarb im Alter von 32 Jahren im Festungslazarett Metz nach schwerer Krankheit.
Michael Schroll wurde wahrscheinlich auf dem Soldatenfriedhof Metz begraben, ist jedoch nicht erfasst.
Sterbebild von Michael SchrollRückseite des Sterbebildes von Michael Schroll