Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.060: Johann Berngeher

Der Soldat Johann Berngeher stammte aus der bayerischen Gemeinde Tüßling, lebte im Ortsteil Mörmoosen und war Schuhmacher von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in der 5. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 29.02.1916 fiel er im Alter von 34 Jahren während der Vogesenkämpfe (Stellungskämpfe im Oberelsass) am Schratzmännele hoch über Münster im Elsass durch Kopfschuss.

Man begrub Johann Berngeher auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in Block 1, Grab 28.

Seine Heimatgemeinde Tüßling gedenkt Johann Berngeher noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/tuessling-moermoosen_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Johann Berngeher
Rückseite des Sterbebildes von Johann Berngeher

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.038: Wilhelm Anderl

Der Soldat Wilhelm Anderl wurde am 28.07.1892 in der bayerischen Stadt Schongau geboren.  Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 5. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 23.03.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren bei Mühlbach im Elsass (französisch: Muhlbach-sur-Munster) im Münstertal (Vallée de Munster).

Über den Todestag und die Todesumstände von Wilhelm Anderl berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Besonders am 23.03.1915 erfolgte ein derart heftiger Feuerüberfall auf Sattelköpfle und Klängle, dass II./R. 19, damals unter Befehl von Major Veith, meldete: „Wir können uns kaum mehr halten, heftiger Angriff. Unterstützung dringend nötig.“ Die Lage war umso peinlicher, als in Tiefenbach und Umgegend auch nicht eine verfügbare Kompanie in Reserve stand und unsere Artillerie das feindliche Feuer merkwürdigerweise auch mit keinem Schuss erwiderte. In seiner Not und Besorgnis, dass die Stellungen droben nochmals verloren gehen könnten, raffte der Kommandant des R. I. R. 19 alle beim Regimentsstab, bei der Gefechtsbagage und Pionierdepots befindlichen Leute – etwa 35 Mann – zusammen und eilte 12 Uhr mittags persönlich mit ihnen von Tiefenbach über Obereck den Steilhang hinauf, um zu retten, was noch zu retten war. Fast atemlos nach etwa 35 Minuten in Nähe der Augsburger Hütte erhielt er jedoch dort die trotz Aufregung und Enttäuschung immerhin erfreuliche Meldung: „Alles in bester Ordnung, von Zurückgehen keine Rede, Verluste – 9 Tote, 25 Verwundete, – verhältnismäßig gering“.

Einer der Toten war Wilhelm Anderl.

Man begrub Wilhelm Anderl auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in Block 3, Grab 65.

In seiner Heimatgemeinde Schongau gedenkt man noch heute Wilhelm Anderl auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2021/schongau_lk-weilheim-schongau_70-71_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Wilhelm Anderl
Rückseite des Sterbebildes von Wilhelm Anderl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.037: Franz Thaler

Der Soldat Franz Thaler stammte aus Vilsöd, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Dorfen, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 7. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 08.04.1916 verstarb er im Alter von 22 Jahren im Reserve-Lazarett in Colmar, nachdem er bei den Stellungskämpfen bei Münster (Elsass) und bei Urbeis – Eichenrain verwundet worden war.

Die Lage des Grabes von Franz Thaler ist offiziell nicht registriert. Es ist jedoch naheliegend, dass er auf dem Soldatenfriedhof Colmar beigesetzt wurde, wo man die Verstorbenen des Reserve-Lazaretts Colmar i. d. Regel begrub. Vermutlich wurde er anonym in einem Massengrab beigesetzt. Hier wird von weiteren Soldaten berichtet, die das gleiche Schicksal erlitten, deren Grablage aber dokumentiert wurde: https://geschichte-hautnah.de/www/?tag=reserve-lazarett-colmar

Sterbebild von Franz Thaler
Rückseite des Sterbebildes von Franz Thaler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.014: Dr. Karl Ludwig Kiefer

Der Soldat Dr. Karl Ludwig Kiefer stammte aus Speyer im heutigen Bundesland Rheinland-Pfalz. Er arbeitete als Reallehrer für Mathematik und Physik an der Königlichen Rupprecht-Kreisrealschule in München. Heute heißt diese Schule Rupprecht-Gymnasium. Im Ersten Weltkrieg diente er als Oberleutnant der Reserve im 2. bayerischen Pionier-Bataillon. Am 22.08.1914 wurde er bei einem Gefecht bei Maixe schwer verwundet und verstarb bei Serres am 26.08.1914 an seinen Wunden.

Man begrub Dr. Karl Ludwig Kiefer auf dem Soldatenfriedhof Gerbéviller in einem Massengrab.

Todesanzeige für Dr. Karl Ludwig Kiefer, aufgegeben von seinen Kollegen

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.012: Georg Schäffler

Der Soldat Georg Schäffler stammte aus Weng, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Amerang. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Wehrmann bzw. Landsturmmann in der 5. Kompanie des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Ende August 1915 wurde er leicht verwundet. Am 28.12.1915 verstarb er er im Alter von 40 Jahren bei einer Sanitätskompanie bei Drei Ähren (französisch: Trois-Épis), nachdem er bei den Stellungskämpfen im Abschnitt Urbeis – Eichenrain in den  Vogesen schwer verwundet worden war.

Über den Zeitraum des Todes und die Todesumstände berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments:

„Die vierzehntägige Ruhezeit wurde zur Wiederinstandsetzung der Bekleidung und Ausrüstung und zur Ausbildung verwendet. Letztere erfolgte zunächst in kleinen Verbänden, später auch im Bataillon auf der Sigolsheimer Höhe, dem Letzenberg und in den Fecht-Auen bei Ingersheim. Fleißig benützt wurde die schöne Badeanstalt in Colmar. Auch für die Hebung der Stimmung und für Zerstreuung war Sorge getragen durch die vorzüglichen Aufführungen des Wandertheaters der Kraftfahrertruppe der A. A. Gaede und durch Besuch eines Kinos in Ingersheim. Vor der Ablösung fanden noch stimmungsvolle Weihnachtsfeiern statt.

Nach Beendigung der Ruhezeit löste das Regiment die 187er ab und übernahm damit den früheren Abschnitt vom Landwehr-Infanterie-Regiment 2: Schratzmännele – Barrenkopf – Kleinkopf – Eichwald – Katzenstein – Stoßweier ausschließlich. Zunächst war die 3. Kompanie Regiments-Reserve, am 31. Dezember rückte auch sie in Stellung, sodass nunmehr das ganze Regiment vorne eingesetzt war.

Die Stellung lag am Barrenkopf dicht an den französischen Gräben, während in der südlichen Fortsetzung der Unterschied ein bis zwei Kilometer betrug. Die neu übernommenen Stellungen ließen sehr viel zu wünschen übrig, namentlich bezüglich der Unterstände, während die in der alten Stellung zum großen Teil wohnlich, mit kleinen Öfen versehen waren. Man musste also auch hier wieder von vorne anfangen, und es gelang auch, in verhältnismäßig kurzer Zeit auch hier menschenwürdige Verhältnisse zu schaffen. Der Gesundheitszustand, der natürlich während der Zeit des Bewegungskrieges günstiger war als in den nervenfressenden Zeiten der Champagne und der Juni-, Juli und August-Kämpfe, besserte sich mit dem Ausbau der Unterkünfte und insbesondere durch die geregeltere Verpflegung ganz wesentlich. Jeder Mann hatte seinen Strohsack mit Kopfkissen in der Stellung und zwei wollene Decken bei sich. Kochkessel waren an geschützten Stellen eingebaut, Tragtiere brachten in Kochkisten die warme Verpflegung nach vorne, ja sogar Seilbahnen waren wie z. B. am hohen Eichenrain, zu diesem Zwecke eingerichtet.

Mit den geschilderten Kämpfen in der zweiten Schlacht bei Münster war die Großkampftätigkeit des Landwehr-Infanterie-Regiment 1 beendigt. Die folgenden Jahre füllen aufreibender Arbeitsdienst im Ausbau der Stellung, durch den eine Musteranlage geschaffen wurde, ständiges Feilen an der kriegsmäßigen Ausbildung in den sogenannten Ruhetagen und eine äußerst rege Patrouillentätigkeit aus, die an die Leistungsfähigkeit der Truppe die höchsten Anforderungen stellte, viele Opfer kostete, aber auch Beispiele von Tapferkeit und Umsicht lieferte, die in der Erinnerung festgehalten werden müssen.“

Man begrub Georg Schäffler auf dem Soldatenfriedhof Ammerschwihr in Grab 12.

Sterbebild von Georg Schäffler
Rückseite des Sterbebildes von Georg Schäffler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.001: Paul Gaßner

Der Soldat Paul Gaßner wurde am 14.01.1894 in Haberskirch geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Friedberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 07.05.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Sondernach im Münstertal durch Granatschuss.

Über die Tage rund um den Tod von Paul Gaßner berichtet die Regimentsgeschichte des 19. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Aus dem nun bis 16.05. währenden Aufenthalte im Abschnitt Metzeral – Sondernach, welcher wiederum durch den Ausbau der weit ausgedehnten über Berg und Tal, durch Gestein und dichten Wald ziehenden Stellungen eine Unsumme von Arbeit in sich schloss und unseren Patrouillen reiche Gelegenheit zu Betätigung bot, prägten sich dem Regiment folgende Tage besonders ins Gedechtnis: der 03.05. 10 Uhr abends, als mit Musik, Glockengeläute und Geschützfeuer und dreimaligem Hurra aller von der 6. bayerischen Landwehr-Division und 8. bayerischen Reserve-Division in Stellung und Ruhe befindlichen Truppen der große deutsche Sieg im Osten gefeiert wurde, der 04.05. vormittags, als im weichenden Nebel vor dem im Wurmsa Tal stehenden Posten 7./R. 19 plötzlich eine 9 Maultiere starke feindliche Verpflegungskolonne auftauchte und kräftig beschossen wurde; dann aber schon nach wenigen Stunden und auch während der nächsten drei Tage schwere Granaten nach Steinabruck hereinfuhren und den größten Teil der dortigen Fabrik zerstörten, dann vor allem der 07.05., als die Franzosen schon ab 7 Uhr vormittags Höhe 830 und von 2 Uhr nachmittags ab auch Höhe 955,3 und die Stellungen oberhalb Pfliegle stundenlang mit schwerem Kaliber belegten, die sich 6 Uhr daran anschließenden Infanterie-Angriffe, aber dort durch 4./R. 18 im Verein mit den Jägern 14 und der 3./R. 19, hier durch 5./R. 19 restlos unter starken Feindesverlusten abgewiesen wurden.“

Man begrub Paul Gaßner auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach in einem Massengrab.

Sterbebild von Paul Gaßner
Rückseite des Sterbebildes von Paul Gaßner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.000: Michael Engelschalk

Der Soldat Michael Engelschalk wurde am 13.10.1886 in Sainbach geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Inchenhofen, und war Kleinbauer in Edenried, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Aichach. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 3. Kompanie des 15. bayerischen Landwehr-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 08.01.1918 wurde er während der Stellungskämpfe im Oberelsass durch ein Artilleriegeschoss  getötet.

Zunächst begrub man Michael Engelschalk auf dem Soldatenfriedhof Hochstatt (Oberelsass). Später bettete man ihn auf den Soldatenfriedhof Cernay in Block 8, Grab 243 um.

Seine Heimatgemeinde Aichach-Edenried gedenkt Michael Engelschalk noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/aichach-edenried_1805-15_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Michael Engelschalk
Rückseite des Sterbebildes von Michael Engelschalk

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.967: Josef Spieleder

Der Soldat Josef Spieleder stammte aus Gergweis, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Osterhofen, und wohnte als Hausbesitzer in Sandbach. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 2. Kompanie des 11. bayerischen Brigade-Ersatz-Bataillons. Am 22.06.1915 fiel er im Alter von 35 Jahren nach 11 Monaten Kriegsdienst im bei Ban-de-Sapt im Elsass.

Offiziell ist für Josef Spieleder keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Senones begraben hat, wo man auch seine Regimentskameraden beisetzte, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Gefreiter Johann Schlenk, gefallen am 23.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
  • Landwehrmann August Lutz, gefallen am 23.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
  • Unteroffizier Richard Rabl, gefallen am 22.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab;
  • Reservist Tobias Flammensbeck, gefallen am 22.06.1915 bei Ban-de-Sapt, begraben auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Josef Spieleder
Rückseite des Sterbebildes von Josef Spieleder

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.962: Franz Irgmeier

Der Soldat Franz Irgmeier stammte aus Maisenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg, und war der Sohn eines Landwirts (Kieferbauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 2. Maschinengewehr-Abteilung und 1. Kompanie des Wasserburger Landsturms. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse, mit dem Verdienstkreuz mit Krone und Schwertern und mit der Dienstauszeichnung ausgezeichnet. Am 26.10.1918 verstarb er im Alter von 43 Jahren nach 50 Monaten Kriegsdienst im Feldlazarett Colmar.

Man begrub Franz Irgmeier auf dem Soldatenfriedhof Colmar in Grab 721.

Sterbebild von Franz Irgmeier
Rückseite des Sterbebildes von Franz Irgmeier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.947: Ignaz Geiger

Der Soldat Ignaz Geiger stammte aus der bayerischen Gemeinde Bad Kohlgrub und war der Sohn eines Schneidermeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiments. Am 28.04.1916 verstarb er im Alter von 37 Jahren im Festungslazarett Straßburg-Neudorf an einer Krankheit.

Wo Ignaz Geiger letztlich begraben wurde, lässt sich nicht mehr ermitteln. Vermutlich begrub man auf einem Straßbuger Friedhof in der Nähe des Lazarettes.

Seine Heimatgemeinde Bad Kohlgrub gedenkt Ignaz Geiger noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2013/bad-kohlgrub_kirche_lk-garmisch-partenkirchen_1870_wk1_wk2_bay.html

Sterbebild von Ignaz Geiger
Rückseite des Sterbebildes von Ignaz Geiger