Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.933: Franz Xaver Buchner

Der Soldat Franz Xaver Buchner wurde am 18.11.1883 geboren und stammte aus Welchenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Niederwinkling, und war der Besitzer einer Brauerei und von Realitätenbesitzer. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 10. Kompanie des 11. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 13.02.1917 wurde er während der Stellungskämpfe im Artois bei Givenchy-en-Gohelle schwer verwundet. Am 18.02.1917 verstarb er in einem Feldlazarett in Hénin-Liétard.

Über den Todestag und die Todesumstände von Franz Xaver Buchner berichtet die Regimentsgeschichte des 11. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Während an den ersten beiden Tagen nur geringe Gefechtstätigkeit herrschte, setzte plötzlich am 13.02. morgens auf der ganzen Vimy-Höhe heftiges Artillerie- und Minenfeuer ein; um 5.15 Uhr vormittags griff der Feind die beiden rechten Kompanien des Abschnittes Döberitz in drei starken Wellen an; es gelang ihm an verschiedenen Stellen, in die vordere Stellung einzudringen, nach längerem verlustreichen Kampf wurde er jedoch wieder vertrieben.“

Man begrub Franz Xaver Buchner auf dem Soldatenfriedhof Billy-Montigny in Block 1, Grab 124.

Seine Heimatgemeinde Niederwinkling gedenkt Franz Xaver Buchner noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2017/niederwinkling_lk-straubing-bogen_wk1_wk2.html

Sterbebild von Franz Xaver Buchner
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Buchner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.922: Franz Billig

Der Soldat Franz Billig wurde am 03.01.1883 in Hütten geboren und lebte in Lissen, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lohberg, und war Hausbesitzer. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Ersatz-Reservist in der 10. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 09.05.1915 (Regimentsgeschichte: 11.05.)  wurde er durch eine Granate schwer verwundet und verstarb am 12.05.1915 im Alter von 32 Jahren in einem Feldlazarett bei Arras.

Über den Zeitraum seiner tödlichen Verwundung berichtet die Regimentsgeschichte des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Vom 10. mit 12.05. setzte der Franzose seine Angriffsvorbereitungen mit schweren Waffen, ähnlich wie am 09. fort und setzte am 10. dreimal mit Infanterie gegen unseren rechten Flügel vergeblich an (französisches Infanterie-Regiment 41). Am 11. wurden vier vereinzelte Vorstöße unter großen Feindverlusten abgewiesen. Besonders hatte sich feindliche Artillerie und Infanterie gegen die Einfallspforte, die Flankierungsanlage, bös verbissen.“

Man begrub Franz Billig auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 17, Grab 1.063.

 

Sterbebild von Franz Billig
Rückseite des Sterbebildes von Franz Billig

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.881: Josef Oelkofer

Der Soldat Josef Oelkofer wurde am 22.06.1883 geboren und stammte aus Wisselsing, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Osterhofen, und war Gastwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 6. Kompanie des 6. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Am 18.07.1918 wurde er während der Schlacht bei Soissons bei Nanteuil sur Ourcq schwer verwundet und verstarb am 20.07.1918 im Alter von 33 Jahren an seiner Verwundung in einem Feldlazarett.

Die Lage des Grabes von Josef Oelkofer ist unbekannt.

 

Sterbebild von Josef Oelkofer
Rückseite des Sterbebildes von Josef Oelkofer

Gefallene Soldaten aus Mittelhessen: Ludwig Bamberger

Der Soldat Ludwig Bamberger wurde am 15.05.1892 in Muschenheim geboren, einem Ortsteil der hessischen Stadt Lich. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Reservist in der 6. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 30.08.1914 (Verlustliste: 06.09.1914) verstarb er nach schwerer Verwundung im Alter von 22 Jahren in einem Feldlazarett in Belgien. Ludwig Bamberger war Jude.

Die Lage des Grabes von Ludwig Bamberger ist unbekannt.

Die Todesanzeige für Ludwig Bamberger im Gießener Anzeiger vom 28.09.1914

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.776: Karl Mühlbauer

Der Soldat Karl Mühlbauer stammte aus der bayerischen Gemeinde Arnschwang. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 12. Kompanie des  22. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 01.06.1917 wurde er schwer verwundet und verstarb am 25.06.1917 im Alter von 23 Jahren in einem Feldlazarett in Frankreich.

Man begrub Karl Mühlbauer auf dem Soldatenfriedhof Sissonne in Block 6, Grab 235.

Sterbebild von Karl Mühlbauer
Rückseite des Sterbebildes von Karl Mühlbauer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.714: Joseph Ostermeier

Der Soldat Joseph Ostermeier stammte aus der bayerischen Gemeinde Buch am Buchrain und war der Sohn eines Landwirts (Herzog-Bauer). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 23.10.1916 verstarb er nach schwerer Verwundung während der Schlacht an der Somme im Alter von 31 Jahren in einem Feldlazarett bei Sailly-Saillisel in Frankreich.

Man begrub Joseph Ostermeier auf dem Soldatenfriedhof Maissemy in Block 4, Grab 523.

Sterbebild von Joseph Ostermeier
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Ostermeier

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.667: Andreas Huber

Der Soldat Andreas Huber stammte aus Imstetten, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Babensham, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landsturmmann in der 11. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 12.01.1917 verstarb er in Folge schwerer Verwundung im Alter von 35 Jahren im Feldlazarett in R. Seine tödliche Verwundung wurde ihm bei dem Stellungskrieg an der Putna und am Sereth in der Nähe des Dorfes Balta Ratei in Rumänien zugefügt.

Die Lage des Grabes von Andreas Huber ist, wie meiste bei Gefallenen des Ersten Weltkrieges an der Ostfront, unbekannt.

Sterbebild von Andreas Huber
Rückseite des Sterbebildes von Andreas Huber

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.636: Friedrich Steinmassl

Der Soldat Friedrich Steinmassl (Verlustlisten: „Steinmaßl„) wurde am 14.02.1897 geboren und stammte aus der bayerischen Gemeinde Petting und war der Sohn eines Postboten. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Maschinengewehr-Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Jäger-Bataillons. Am 26.05.1918 verstarb er im Alter von 21 Jahren nach schwerer Verwundung bei den Kämpfen zwischen Argonnen und Maas in einem Feldlazarett.

Die Lage des Grabes von Friedrich Steinmassl ist unbekannt. Mangels Datenmaterial und Literatur kann ich keine seriöse Vermutung zur Grablage abgebeben.

Seine Heimatgemeinde Petting gedenkt Friedrich Steinmassl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/petting_1866_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Friedrich Steinmassl
Rückseite des Sterbebildes von Friedrich Steinmassl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.557: Karl Graßl

Der Soldat Karl Graßl wurde am 18.08.1898 in Thalersdorf als Sohn eines Steinmetzmeisters geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Arnbruck. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 7. Kompanie des 7. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.03.1918 verstarb er im Alter von 19 Jahren in einem Feldlazarett in Villers-au-Flos, nachdem er bei Morchies durch Maschinengewehrschuss schwer verwundet worden war. (Seite 100)

Über den Todestag und die Todesumstände von Karl Graßl berichtet die Regimentsgeschichte des 7. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Die Kämpfe um Morchies – Beugny (23.03.1918)

23.03. Der Befehl der 101. Reserve-Infanterie-Brigade bringt die Fortsetzung des Angriffs auf den Bapaume-Riegel. II. und III. Bataillon haben als Brigadereserve hinter dem 6. und 8. Jäger-Regiment zu folgen, I. Bataillon ist als Reserve der 195. Infanterie-Division bestimmt. Wiederholte Stürme der 1. Garde-Reserve-Division misslingen, hauptsächlich infolge des Widerstandes der englischen Maschinengewehr-Nester. Erst gegen Abend scheint die 20. infanterie-Division gegen Lebucquiere Raum zu gewinnen; beim Feinde wird es merkwürdig unruhig, in Beugny und Fremicourt sprengt er Munitionslager in die Luft, ein Vorstoß aus Beugny wird durch Maschinengewehr-Feuer zersprengt, der Gegner scheint abzubauen, aber ungerupft will ihn der Regimentsführer, Major Jäger, nicht entkommen lassen. Um 4.30 Uhr nachmittags befiehlt er II. und III. Bataillon zum Angriff, er selbst geht mit I. Bataillon (der Divisions-Reserve!) aus dem Hohlweg Vaulx – Morchies vor. Das Beispiel hat glänzenden Erfolg; allenthalben reißt das Vorgehen die in Granattrichtern verstreut liegenden Teile der 77er, 233er und Jäger mit vor, im Sturm wird die englische Stellung vor Beugny genommen und die Besatzung ergibt sich. Nach hartem Ringen werden auch die Maschinengewehr-Nester niedergekämpft, dann geht es weiter gegen Beugny, III. Bataillon, voran die Leutnante Klingler, Kohler und Schöpf dringen in das brennende Dorf ein, in dem immer noch Depots in die Luft fliegen, unaufhaltsam stürmt die Truppe weiter bis zu den Hindernissen des weit zurückspringenden Bapaume-Riegels am West- und Südwestrand von Beugny, wo die vermischten Verbände aufgehalten werden. Ungeheuer ist die Begeisterung, riesig die Beute an Gefangenen, Maschinengewehren, Geschützen, Gerät und an überreicher Verpflegung. Das selbständige, angriffsfreudige Losstürmen des Regiments hat die ganze 195. Infanterie-Division mit nach vorne gerissen und ist von entscheidendem Einfluss auf den Verlauf der Kämpfe der 17. Armee gewesen. Bapaume liegt offen vor uns. Das schönste Lob sprach der Kommandeur der 195. Infanterie-Division, General von Weidner aus: „Die 7er haben alles geschmissen!“ Von größter Wichtigkeit ist nun die Ordnung und Entwirrung der Bataillone; auch die Feldküchen kommen und bringen heißen Kaffee, der in den kalten Märznächten sehr entbehrt wurde. Todmüde, mit Gewehr im Arm bleibt das Regiment in der gestürmten Stellung liegen.

An diesem Kampftage wurden verwundet: Leutnant Michael, Leutnant der Reserve Witzgall und Gräbner; gefallen sind 21 Mann; verwundet 122; vermisst 16.“.

Man begrub Karl Graßl auf dem Soldatenfriedhof Villers-au-Flos in Block 1, Grab 373.

 

Sterbebild von Karl Graßl
Rückseite des Sterbebildes von Karl Graßl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.547: Joseph Brandlhuber

Der Soldat Joseph Brandlhuber wurde am 13.04.1889 in Lichtenhaag geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Gerzen. Er war ehemaliger Hausmeister im Klerikerseminar Freising und Sohn eines Tagelöhners. Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in der 12. Kompanie des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments, dem Regiment, in dem auch Adolf Hitler diente. Während der Schlacht an der Somme wurde er am 09.10.1916 bei Le Barque am Kopf schwer verletzt. Am 11.10.1916 verstarb er an dieser Verwundung im Alter von 27 Jahren in einem Feldlazarett an der Somme.

„Am 9. und 10. Oktober wurde Le Barque wiederum heftig mit Gasgranaten beschossen, wodurch bei der Infanterie-Pionier-Kompanie allein 80 Mann erkrankten.

Das Kennzeichen für diese Tage ist die große Abnahme der körperlichen und seelischen Widerstandskraft der Mannschaft. Volle 8 Tage befanden sich nun die Kompanien in vorderer Linie oder in bereitschaft zwischen der Kampfstellung und Le Barque, die vielfach stärker als der vordere Graben unter schwerem feuer litt. Die Mannschaft krankte infolge der kalten Verpflegung, der Ungunst der Witterung und des Mangels an trockenen Lagerplätzen sehr unter Durchfall, in manchen Kompanien ein Viertel bis ein Drittel der Leute. Der andauernde Mange an Nachtruhe wirkte erschöpfend, das ständige Artilleriefeuer zermübte die Nerven. Die Kompanien verlangten dringend Ablösung. Auf Anträge des Regiments bei der brigade wurde erwidert, die Mannschaften sollten noch kurze Zeit aushalten, die Division würde bestimmt bald ablösen. Der Mann im Graben begann auf Ablösung in der nächsten Nacht zu hoffen, er nahm nochmals alle Kräfte zusammen, um desto schwerere Enttäuschung und Ermattung anheimzufallen, wenn er sich in seinen Erwartungen betrogen sah. Da sich dieser Vorgang zwei- dreimal wiederholte, begann ein vernichtendes Gefühl der Verlassenheit Platz zu greifen. Sonst ruhige und vernünftige Leute wurden gereitzt und begannen, dieser Stimmung in Meldungen und Anträgen Luft zu machen. Der furchtbare Ernst der Lage erhellte aus einer Meldung des I. Bataillons: „In den Nachrichten der letzten Tage häufen sich immer mehr die Meldungen, dass die Kräfte der Truppen sinken. Kranke, Dienstunfähige durch Verschüttung, Durchfall, seelische Depression häufen sich, abgesehen von den direkten Gefechtsverlusten in einer Weise, dass ich es für meine Pflicht halte, darauf aufmerksam zu machen, weil Gefahr besteht, dass weitere feindliche Angriffe nicht mehr den Widerstand finden, der notwendig ist, um die bisherigen schönen Erfolge festzuhalten.“ Es war kein Wunder, dass Verzweiflung tiefe Furchen in die Gesichter grub und sich auch in die Herzen tapferer Männer schlich. Tag für Tag sahen sie rechts und links ihre Kameraden sterben, sie stolperten im Kampf über deren Leiber und konnten an den Fingern beider Hände abzählen, wieviele Tage genügen würden, bis der letzte Mann der Kompanie von Schlacht und Tod verschlungen sei.“

Zwei weitere Brüder waren beim Tod von Joseph Brandlhuber bereits im Krieg gefallen, u. a. sein Bruder Alois, den ich am 21.04.2025 bereits vorgestellt habe.

Man begrub Joseph Brandlhuber auf dem Soldatenfriedhof Neuville-St.Vaast in Block 27, Grab 1.409.

Sterbebild von Joseph Brandlhuber
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Brandlhuber