Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.093: Peter Hoferer

Der Soldat Peter Hoferer war der Sohn eines Müllers, stammte aus Atzging, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Zangberg, und lebte zuletzt in Hart, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mettenheim, und war Zimmermann von Beruf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann und Fahrer in der 2. Artillerie-Munitionskolonne des I. Armee-Korps. Am 30.06.1916 fiel er im Alter von 36 Jahren während der Schlacht um Verdun durch einen Granatvolltreffer.

Man begrub Peter Hoferer auf dem Soldatenfriedhof Azannes II. in Block 7, Grab 602.

Seine Heimatgemeinde Mettenheim gedenkt Peter Hoferer noch heute auf zwei Denkmälern: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/mettenheim_wk1u2_bay.htm und http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/zangberg_wk1u2_bay.htm

Die Gemeinde Zangenberg, in der er geboren wurde, gedenkt Peter Hoferer ebenfalls auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/zangberg-palmberg_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Peter Hoferer
Rückseite des Sterbebildes von Peter Hoferer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.092: Alois Aigner

Der Soldat Alois Aigner stammte aus der bayerischen Gemeinde Schachen in Oberbayern. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter und Tambour in der 12. Kompanie des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 09.05.1915 fiel er während einer Schlacht bei Arras bei Fampoux im Alter von 28 Jahren.

Über den Todestag und die Todesumstände von Alois Aigner berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„09.05. – 17.06.1915 Am 09.05, begann um 6 Uhr vormittags die Beschießung von Fampoux, die sich gegen 8 Uhr vormittags beträchtlich steigerte. Da auch andere Unterkünfte beschossen wurden und bedrohliche Nachrichten einliefen, wurde das Regiment alarmiert und die Regiments-Befehlstelle am Bahndamm besetzt. In Stellung befanden sich am rechten Flügel: 6., 7., 8., 5. Kompanie. Zur Verstärkung wurden im Lauf des Vormittags in die 2. Linie vorgeschoben: 9. hinter 6., 11. hinter 7., hinter 8. und 5. die 10. und 12. Kompanie.

Um 11 Uhr vormittags nahm die Stärke des feindlichen Feuers immer mehr zu, auch Sperrfeuer setzte gegen den Bahndamm ein. Durch einen Volltreffer wurden hier zwei Offiziere und 18 Mann getötet. Das I. Bataillon wurde am Bahndamm Reihenfolge 4., 2., 3., 1. Kompanie bereitgestellt. Von 12 Uhr Mittag ab steigerte sich das Feuer zu größter Heftigkeit. Um 2.45 Uhr nachmittags begann der Angriff in zwei Wellen, der sich gegen Freifeldstellungen des Regiments richtete. Der Angriff wurde abgeschlagen, 200 tote Franzosen lagen vor der Stellung. Ungefähr 40 Franzosen, die sich in einer Sappe am rechten Flügel festgesetzt hatten, wurden daraus durch die 6. Kompanie vertrieben und 16 Mann gefangen genommen. Um 3.05 Uhr nachmittags war die ganze Stellung wieder im Besitz des Regiments. Das Artilleriefeuer lebte später in großer Stärke auf, so dass ein Angriff vermutet werden konnte, der aber nicht erfolgte. Erst um 7 Uhr abends trat einige Ruhe ein. Insgesamt wurden 44 Gefangene gemacht.

Die guten Unterstände, die mit großer Mühe während der vorgegangenen Monate gebaut worden waren, hatten sich ausgezeichnet bewährt.“

Man begrub Alois Aigner auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Sterbebild von Alois Aigner
Rückseite des Sterbebildes von Alois Aigner

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.091: Joseph Eschbaumer

Der Soldat Joseph Eschbaumer wurde am 06.03.1887 in Oberstrogn geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bockhorn, und lebte in Kleinhündlbach (Ortsteil von Fraunberg) als Kleinbauer (Gütler). Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Gefreiter in der 10. Kompanie des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militärverdienstkreuz mit Schwertern ausgezeichnet. Am 16.08.1916 fiel er während der Schlacht an der Somme im Alter von 29 Jahren bei Maurepas

Über den Todestag und die Todesumstände von Joseph Eschbaumer berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

„Am 16.08. kag starkes Feuer auch zwischen der I. und II. Stellung: der Le Forest-Grund war nicht mehr zu sehen, alles Grau in Grau.

Um 5 Uhr nachmittags beschossen schwere und schwerste Kaliber den ganzen Abschnitt. Eine Steigerung dieses höllischen Lärms hielt man nicht mehr möglich und doch war es so, als von 6 Uhr ab Trommelfeuer auf die I. und Le Forest-Stellung losgelassen wurde; dazu brausten Flugzeuggeschwader in 300 – 400 Meter Höhe heran. Man fühlte sich erlöst, als ½ Stunde nach der langen ungewöhnlich schweren Beschießung der Feind in mehreren Wellen auf das I. Bataillon losging, unterstützt durch tief herunter stoßende Flieger, die mit Maschinengewehr und Handgranaten die Verteidiger bearbeiteten; der Führer der 2. Kompanie, Oberleutnant der Reserve Richter wurde hierdurch verwundet. Während vor dem rechten Flügel und der Mitte des I. Bataillons der Franzose – 27. Infanterie-Division – vor Erreichen der Stellung abgewiesen wurde, hatte die 2. Kompanie den Hauptstoß auszuhalten und sich der feindlichen Übermacht in erbittertem Nahkampf, Mann gegen Mann, zu erwehren. Nach zweistündigem harten Ringen war der Franzose mit blutigem Kopf nach Hause geschickt. Der Erfolg gegen die Überzahl – trotz Unterstützung aus der Luft – war neben der kaltblütigen Haltung der Leute dem mustergültigen Zusammenarbeiten der Handgranatentrupps zu verdanken, wiewohl der Feind mit seinen weiter tragenden Eierhandgranaten anfänglich im Vorteil war. Zu den einzelnen Kampfabschnitten hatte unser Sperrfeuer immer verlässig und wirkungsvoll eingesetzt, ebenso die flankierende Tätigkeit der Maschinengewehre.

Man hatte kaum Zeit gehabt, das Ergebnis des Tages zu werten, als 9.15 Uhr abends nochmals Trommelfeuer einsetzte, diesmal besonders Maurepas. In die Befehlsstelle des III. Bataillons, in der sich auch Unterstützungen aufhielten, schlugen Volltreffer ein; ihnen fielen zum Opfer: Der Bataillons Kommandeur Major Schulze, Leutnant der Reserve und Adjutant Brendel, die Kompanieführer Oberleutnant der Reserve Gerdeisen 10., Leutnant der Reserve Schreyer 11., und Leutnant Goßmann 12., Offiziersstellvertreter Alt 11., Vizefeldwebel Forster der Maschinengewehr-Kompanie, der Artilleriebeobachter, 5 Unteroffiziere und 25 Mann.

10.30 Uhr abends brach der Franzose nochmals gegen das I. Bataillon vor. Durch das gut siteznde Sperr- und Maschinengewehrfeuer, sodann im Handgranatenkampf, an dem sich auch der zur Verstärkung der 2. Kompanie schneidig und geschickt im Sperrfeuer vorgeeilte Zug des Leutnant der Reserve Fritz der 5. Kompanie wacker beteiligt, war auch diesmal am Abschluss des schweren Großkampftages der Erfolg auf unserer Seite. Es hatte auch nichts geholfen, dass die französische Artillerie hinter ihre eigene Infanterie Sperrfeuer legte, um sie dadurch vorzutreiben.

In dieser Nacht noch sollte durch eine Kompanie des 2. Garde-Regiments zu Fuß die stark gelichtete 2. Kompanie abgelöst werden; sie traf aber nicht ein, sodass unsere 8. Kompanie einspringen musste. Die 2. Kompanie, die die Hauptlast des Tages getragen hatte, rückte gegen 2 Uhr vormittags nach Villers-Faucon in Unterkunft.“

Man begrub Joseph Eschbaumer auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in Block 2, Grab 62 – 74.

Sterbebild von Joseph Eschbaumer
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Eschbaumer

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.090: Clemens Kemper

Der Soldat Clemens Kemper wurde am 10.03.1897 in Overhagen geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Lippstadt im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Musketier in der 2. Kompanie des 16. Reserve-Infanterie-Regiment. Am 28.05.1918 fiel er im Alter von 21 Jahren bei La Malmaison am Chemin des Dames (Damenweg) in Frankreich.

Offiziell ist für Clemens Kemper keine Grablage bekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem nahgelegenen Soldatenfriedhof Fort de Malmaison oder Soupir begraben wurde.

Sterbebild von Clemens Kemper
Rückseite des Sterbebildes von Clemens Kemper

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.087: Gustav Haungs

Der Soldat Gustav Haungs wurde am 24.01.1890 in Solingen geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Füsilier in der 1. Kompanie des 40. Füsilier-Regiments. Am 04.10.1918 fiel er im Alter von 28 Jahren während der Abwehrschlacht in der Champagne und an der Maas im Fays-Wald bei Verdun.

Offiziell ist für Gustav Haungs keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Unteroffizier Emil Heinrich, gefallen am 11.10.1918, begraben auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in Block 7, Grab 270;
  • Unteroffizier Otto Flubacher, gefallen am 04.10.1918, begraben auf dem Soldatenfriedhof Brieulles-sur-Meuse in Block 9, Grab 3.

 

Sterbebild von Gustav Haungs
Rückseite des Sterbebildes von Gustav Haungs

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.086: Joseph Weiß

Der Soldat Joseph Weiß wurde am 14.07.1886 in der bayerischen Stadt Tirschenreuth geboren und  lebte als Landwirt in Poppenreuth, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Mähring. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter im 1. Eskadron der 3. Train-Ersatz-Abteilung. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 04.05.1918 verstarb er nach achtwöchiger schwerer Krankheit im Alter von 31 Jahren bei Hebuterne (Arras). Er hatte 28 Monate Kriegsdienst geleistet.

Man begrub Joseph Weiß auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Joseph Weiß
Rückseite des Sterbebildes von Joseph Weiß

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.085: Peter Treutwein

Der Soldat Peter Treutwein wurde am 13.04.1890 in der bayerischen Gemeinde Eppishausen geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Sergant in der 6. Kompanie des 26. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 16.07.1918 fiel er im Alter von 28 Jahren bei der Angriffsschlacht an der Marne und in der Champagne, während des Angriffs auf Fleury-la-Rivière.

Über den Todestag von Peter Trautwein berichtet die Regimentsgeschichte des 26. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Angriff auf Fleury la Rivière 16. und 17.07.1918

In den frühen Morgenstunden des 16.07. trifft Brigadebefehl für den Angriff ein. Hiernach hat das Regiment zu dem bereits für 15.07. befohlenen Angriff um 5 Uhr morgens nach Artillerievorbereitung anzutreten. Das Regiment geht zur befohlenen Zeit mit linkem Flügel antlang der Straße la Neuville – la Charmoise – Belval – Grand Pre zum Angriff auf Fleury la Rivière vor, II. und I. Bataillon in vorderer Linie, III. Bataillon rechts rückwärts gestaffelt, Anschluss I. Bataillon. Jedes Bataillon zwei Kompanien in 1. Gefechtslinie, die in drei Wellen angreift, die beiden anderen Kompanien folgen mit 300 Meter Abstand. Um 5.35 Uhr vormittags erreicht das Regiment die Straße la Charmoise – Cuchery, ohne auf feindlichen Widerstand zu stoßen. Dort werden die Verbände neu geordnet.

Von hier aus wird um 6 Uhr vormittags zum Weitervorgehen wieder angetreten. Während des Vorgehens erhält das I./26 starkes flankierendes Maschinengewehr-Feuer aus Richtung la Poterne, trotzdem wird der Südrand des Waldes westlich Belval 10 Uhr vormittags erreicht. Einzelne Artillerie-Schüsse liegen nunmehr auf dem Ost- und Südrand dieses Waldes.

Hier gliedert sich das Regiment erneut für die Fortsetzung des Angriffs wie folgt:

II. Bataillon in vorderer Linie, III. Bataillon rechts, I. Bataillon links gestaffelt. Inzwischen war durch Patrouillen festgestellt, dass Grand Pré und die Waldstücke südwestlich stark besetzt sind.

II./26 gewinnt bis 1 Uhr nachmittags die Waldstücke um Grand Pré und setzt sich hier fest, weiteres Vorarbeiten ohne ausgiebigste Artillerie-Unterstützung erweist sich zunächst als unmöglich, da sich der Feind in stark verdrahteten Stellungen aufgebaut hat. Außerdem erhält das Bataillon starkes Flanken-, teilweise sogar Rückenfeuer aus der Gegend von la Poterne.

Auf Antrag wird dem Regiment die II./Fußartillerie-Regiment 276 und 1./bayerisches Fußartillerie-Regiment 8 zur weiteren Durchführung des Angriffs unterstellt. Nach 1stündiger Artillerievorbereitung von 6.15 – 7.15 Uhr abends sollte der Angriff fortgesetzt werden. Die Verbindung mit den unterstellten Artillerie-Verbänden ist jedoch leider sehr mangelhaft, die beiden Artillerie-Verbindungs-Offiziere sind statt mit Draht nur durch Meldeorgane mit ihren Batterien verbunden. Gegen 3 Uhr nachmittags setzt starkes feindliches Artillerie-Feuer ein, II. Bataillon erleidet erhebliche Verluste.

Für den geplanten Angriff verschiebt sich III. Bataillon rechts neben das II. Bataillon, das I./26 bleibt wie bisher linke Flügelstaffel mit dem besonderen Auftrag feindlicher Einwirkung aus Richtung Grand Pre und la Poterne zu verhindern.

III. Bataillon erhält Auftrag, mit dem Angriff zu beginnen und in südostwärtiger Richtung vorzustoßen, das II./26 sollte sich vom rechten Flügel beginnend dem Vorgehen des III. Bataillons anschließen.

Der zur befohlenen Zeit ansetzende Angriff dringt jedoch nicht durch, insbesondere erhält das II. Bataillon alsbald erdrückendes Artillerie- und Maschinengewehr-Sperrfeuer, das schwere Verluste verursacht. Jeder Versuch, Raum nach vorwärts zu gewinnen, scheitert an der ungeminderten feindlichen Feuerwirkung. Demgemäß muss sich der Regimentskommandeur zur Einstellung des Angriffs entschließen. Das Regiment erhält Befehl, die erreichte Linie zu halten und sich zur Abwehr zu gliedern.

Am Misslingen des Angriffs trug in erster Linie die ungenügende Artillerieunterstützung schuld, die ihrerseits in der völlig mangelhaften Verbindung begründet war, ferner das heftige feindliche Feuer und endlich die Unmöglichkeit, unsere Bewegungen der feindlichen Sicht zu entziehen. Die feindlichen Fesselballone beherrschten das Angriffsfeld des Regiments in jeder Weise.

Für die Nacht wurde das III./26 wieder hinter den rechten Flügel des II./26, das in vorderer Linie verblieb, zurückgestaffelt zur Verhinderung feindlicher Einwirkung gegen den eigenen rechten Flügel.“

Offiziell ist für Peter Treutwein keine Grablage bekannt. Wahrscheinlich wurde er auf einem Feldfriedhof provisorisch beigesetzt. Bei der Zusammenlegung der Friedhöfe nach dem Krieg waren seine Gebeine durch Kriegsweinwirkungen dann nicht mehr identifizierbar. Man setzte ihn daher wahrscheinlich anonym in einem Massengrab auf dem Soldatenfriedhof Marfaux bei, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Ersatz-Reservist Martin Rechenauer, gefallen am 20.07.1918 bei Grand Pre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in einem Massengrab;
  • Gefreiter Johann Jakob, gefallen am 16.07.1918 bei Grand Pre, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in einem Massengrab;
  • Ersatz-Reservist Joseph Fendt, gefallen am 26.07.1918 bei Reims, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in einem Massengrab;
  • Ersatz-Reservist Franz Felber, gefallen am 07.07.1918, begraben auf dem Soldatenfriedhof Marfaux in Grab 33.

Seine Heimatgemeinde Eppishausen gedenkt Peter Treutwein noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/eppishausen_lkr-unterallgaeu_70-71_wk1_wk2_by.html

Sterbebild von Peter Treutwein
Rückseite des Sterbebildes von Peter Treutwein

Sonderbeitrag: Dr. Fritz Güldenpfennig

Der Soldat Dr. Fritz Güldenpfennig wurde am 23.10.1891 in Haldensleben geboren und lebte in Bielefeld im heutigen Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Feldhilfsarzt im Regimentsstab des 122. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 27.09.1918 fiel er in Frankreich während der Abwehrschlacht bei Sommepy durch einen Artillerie-Volltreffer. Dr. Fritz Güldenpfennig wurde 26 Jahre alt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Dr. Fritz Güldenpfennig berichtet die Regimentsgeschichte des 122. Reserve-Infanterie-Regiments:

„Abwehrschlacht bei Somme-Py.
25. September bis 4. Oktober 1918.

Das Herausziehen des Regiments aus der Stellung am Brimont begann schon am 24. September mit der Ablösung des III./236 durch ein Bataillon des I.R. 43. Das abgelöste Bataillon marschierte in der Nacht vom 24. auf 25. September nach dem Pommernlager 2 km östlich Warmeriville. Das II./236 und der Regimentsstab wurden 24 Stunden später abgelöst und erreichten im Nachtmarsch das Hindenburglager bei Aussonce. Vom Pommernlager aus marschierte das III./236 am 26. September um 8.30 Uhr nachm. unter Führung des Ltn. Sellke weiter nach Warmeriville, um hier am 27. September um 4 Uhr früh verladen und mit der Bahn nach Betheniville befördert zu werden, wo es um 6 Uhr vorm. ankam. Von hier wurde es zunächst in südlicher Richtung zum Russenkreuz in Marsch gesetzt, unterwegs aber auf Grund einer Befehlsänderung auf Kraftwagen verladen und zum Gefechtsstand des Regimentsstabs, etwa 3 km südlich St. Etienne à Arnes an der Straße St. Etienne-Somme-Py, verbracht. Dort waren nämlich inzwischen Regimentsstab und II./236 aus dem Hindenburglager schon eingetroffen. Das letztere hatte unter Führung des Ltn. Zangerle die 2. H.W.L., 1 km nördlich Somme-Py, beiderseits der Straße Médéah Ferme-Somme-Py besetzt. Das III./236 schloß sich nun dieser Besetzung rechts, also westlich, bis zur Straße St. Etienne-Somme-Py verlängernd, an. Die 12./236 als Regimentsreserve ging zunächst beim Regiments-Gefechtsstand in Stellung; später wurde auch sie vorgeschoben und am rechten Flügel des III./236 in der 2. H.W.L. eingesetzt, wo der Anschluß nicht genügt hatte, weil sich nur einzelne Leute der Regimenter 26 und 184 vorfanden. Nach links bestand Anschluß an R.I.R. 234. Das I./236 wurde am 26. September um 8 Uhr abds. in der Bereitschaftsstellung am Cran de Brimont durch ein Bataillon des Gren.Regt. 1 abgelöst, und mit Lastautos nach St. Etienne sur Suippes befördert, von wo am 27. September um 1 Uhr früh der Weitertransport mit der Bahn nach Betheniville erfolgte. Ankunft daselbst um 9 Uhr vorm. Von hier aus marschierte es in den Bereitschaftsraum des Regiments und bezog um 4 Uhr nachm. zunächst Reservestellung in der Altonamulde, 1 km nördlich der 2. H.W.L. östlich der Straße St. Etienne-Somme-Py hinter dem rechten Flügel des Regiments. Als es in diesem Gelände eintraf, herrschte bereits sehr dicke Luft. Die feindliche Artillerie funkte hinein, was das Zeug hielt, und es war ersichtlich, daß sich wieder einmal ein starkes Gewitter über unserem Haupte zusammenzog. Es dauerte auch nur wenige Minuten, als schon die ersten Verluste eintraten. Unter ihnen befand sich ein alter lieber Kamerad des Bataillonsstabs, der Feldunterarzt Güldenpfennig, der treue Begleiter in mancher Schlacht, der sich stets mutig und unerschrocken eingesetzt hatte, wenn es galt, Verwundeten Hilfe und Linderung zu bringen. Ein Artillerie-Volltreffer zerriß ihn vollständig. Nun war er wieder vereinigt mit seinem Freunde Körding, dem Führer der 2./236, der ihm im Tode erst vor wenigen Monaten vorangegangen war. Die Erinnerung an den tapferen Soldaten, den ausgezeichneten Menschen und sonnig heiteren Weggenossen wird stets unter uns lebendig bleiben. Die kritische Stunde aber ließ es nicht zu, den Kopf hängen zu lassen und zu trauern. Für jeden hieß es, die Sinne bis zum Äußersten anzuspannen, damit er der Lage Herr bleibe. In der Nacht zum 28. September wurde dem Regiment bekannt gegeben, daß am nächsten Tage mit einem feindlichen Großangriff zu rechnen sei. Es wurde aus der bisherigen Stellung herausgezogen und links vom R.I.R. 234 in der Mulde zwischen Storchhöhe und Fuchsberg, III./236 rechts, II./236 links, eingesetzt. Das I./236 bezog Reservestellung dicht nördlich des Kammes des Fuchsbergs. Die Begleitbatterie 5/51 nahm Stellung am nördlichen Hang des Fuchsbergs mit Beobachtung auf Storchhöhe. Die Minenwerferkompagnie folgte mit Werfern und Tankgewehren ebenfalls dorthin nach. Die M.G.K.’n nahmen Stellung im Bereich ihrer Bataillone. Das Regiment erhielt ferner den Auftrag, einen feindlichen Einbruch in die 2. H.W.L. östlich Somme-Py unter allen Umständen zu verhindern. Es befahl deshalb dem II. und III./236, Sicherungspatrouillen auf die Storchhöhe und in die 2. H.W.L. vorzutreiben.

Die Umgruppierung des Regiments vollzog sich nicht ohne große Hemmungen, da starkes feindliches Vorbereitungsfeuer im Gelände lag. So gelang es dem III./236 nicht, alle Teile in den befohlenen Bereitschaftsraum zu bringen. 9. und 11./236 zogen sich in der H.W.L. weiter, als vorgesehen, nach Osten hin, fanden die Gräben am Südwesthang der Storchhöhe unbesetzt und richteten sich hier ein. Die 3. M.G.K. unter Ltn. Leisterer erlitt durch das heftige feindliche Feuer starke Ausfälle und konnte den Bereitstellungsplatz erst am 28. September vormittags erreichen. Nur Stab und 12./236 fanden sich rechtzeitig durch.“

Man begrub Dr. Fritz Güldenpfennig auf dem Soldatenfriedhof Mont St. Remy in Block 1, Grab 39.

In Hillersleben in Sachsen-Anhalt gedenkt man Dr. Fritz Güldenpfennig noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/hillersleben_gem-westheide_lk-boerde_1813-1815_1866-1871_wk1_wk2_sa.html

 

Hilfsfeldarzt Dr. Fritz Güldenpfennig und Leutnant der Reserve Rudolf Körding

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 3.084: Karl Höher

Der Soldat Karl Höher wurde am 04.09.1888 in Hirschzell geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Kaufbeuren, und lebte als Sohn eines Landwirts in Stöttwang. Er selbst war Bäcker. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 12. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 02.02.1915 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Foucaucourt-en-Santerre in Nordfrankreich, rund vier Kilometer entfernt von Estrées-Deniécourt, das irrtümlich auf dem Sterbebild angegeben wurde.

Offiziell ist für Karl Höher keine Grablage bekannt, vermutlich wurde sein Grab auf einem Feldfriedhof in der Nähe seines Sterbeortes wäöhrend der Kämpfe verwüstet und seine Identität nicht mehr zuordbar. Ich vermute daher, dass er anonym in einem Massengrab auf dem rund 3 Kilometer entfernten Soldatenfriedhof  Vermandovillers begraben wurde, wo man auch seine Regimentskameraden begrub, die im gleichen Zeitraum fielen, u. a.

  • Infanterist Alfons Loser, gefallen am 23.05.1915 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Infanterist Franz Albrecht, gefallen am 24.04.1915, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Reservist Josef Kleiner, gefallen am 25.12.1914 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Infanterist Georg Köberle, gefallen am 18.01.1915 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab;
  • Infanterist Klemens Bauernfeind, gefallen am 03.12.1914 bei Fay, begraben auf dem Soldatenfriedhof Vermandovillers in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Stöttwang gedenkt Karl Höher noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2020/stoettwang_lkr-ostallgaeu_wk1_wk2_by.html

Sterbebild von Karl Höher
Rückseite des Sterbebildes von Karl Höher

Sonderbeitrag: Rudolf Körding

Der Soldat Rudolf Körding wurde am 14.03.1893 in Hamburg geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve und Kompanieführer in der 2. Kompanie des 122. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 06.06.1918 (laut Regimentsgeschichte am 04.06.1918) fiel er während der Schlacht bei Soissons nahe der Ortschaft Saconin-et-Breuil an der Aisne durch Artillerie-Volltreffer, so wie wenige Tage später auch sein Freund, Feldhilfsarzt Dr. Fritz Guldenpfennig, fällt. Rudolf Körding wurde 25 Jahre alt.

Über den Todestag und die Todesumstände von Rudolf Körding berichtet die Regimentsgeschichte des 122. Reserve-Infanterie-Regiments:

„Für die Nacht vom 3./4. Juni gehen die Kompanien da, wo die Dunkelheit sie überrascht hat, zur Ruhe über und sichern sich, den Anschluß rechts und links aufnehmend, durch Posten und Patrouillen. Für den verwundeten neuen Führer der 11./236, Ltn. Freund, übernimmt Ltn. Erich Rebling die Führung der Kompanie. Für den 4. Juni befiehlt die Division die Weiterführung des Angriffs in westlicher Richtung auf 12.30 Uhr. Die nächste Aufgabe ist, über den Laversine=Grund vorzustoßen. Von 11 bis 12.30 Uhr bereitet die Artillerie den Angriff gegen die feindliche Stellung auf Höhe 148 östlich Laversine vor. Pünktlich um 12.30 Uhr tritt die Infanterie an. Anfangs geht es ganz gut vorwärts. Der 9. und 11./236 gelingt es, die Höhe 148 umfassend zu nehmen. 70 Gefangene sind die Beute. Die Kompanien stoßen weiter durch in Richtung Fosse en haut im Laversine=Grunde und nehmen die zurückflutenden Franzosen unter wirksames M.G.=Feuer. Die feindliche Artillerie ihrerseits, die in der Nacht offenbar verstärkt worden war, nimmt unsere vorgehenden Kompanien unter Sperrfeuer, das empfindliche Verluste verursacht. Die Kompanien kommen nicht weiter vor und besetzen den Ostrand der Laversine=Schlucht. Hier sei wieder ein Erlebnis eingeschaltet, das der Regiments=Kommandeur selbst erzählen soll. Er schreibt: „Am Vortage war die Verfolgung des Feindes so schnell gegangen, daß ich anfangs viel zu weit vom Regiment entfernt war. Erst nach längerer Zeit kam ich an den richtigen Platz. Da ich diesen Fehler nicht wieder machen wollte, hörte ich nicht auf die Vorstellungen des Regiments-Adjutanten Ltn. Schaaf, zunächst im Regiments-Gefechtsstand zu bleiben, sondern zog gleich los mit den Lts. Renter, Lauffer und Haubold. Da plötzlich bekommen wir von Höhe 148 M.G.-Feuer und sind in der Schützenlinie festgenagelt. Ich sehe, wie das III./236 rechts umfassend vorgeht und bin erst wieder bewegungsfähig, als die Höhe genommen ist. Wir gehen nun auf die Höhe und sehen, wie jenseits der Laversine-Schlucht schwere französische Batterien im Abfahren sind. Dafür fährt eine französische Feldbatterie deutlich sichtbar geschützweise auf. Ich will das Feuer auf die Ziele lenken – und habe keine Fernsprechleitungen. Schließlich fährt eine unserer Begleit-Batterien hinter uns auf. Es beginnt der Artilleriekampf. Ich muß in einem alten französischen M.G.-Stand Deckung nehmen und habe keine Ahnung, wie das Gefecht steht. Da sehe ich, wie jemand sich sprungweise zu meinem Unterstand vorarbeitet. Ich glaube schon, ich würde jetzt vom Regiments-Adjutanten über die Lage unterrichtet werden, da sehe ich, daß es der alte Pape ist, der sonst die Regimentskuh betreut. Er weiß nichts von der Gefechtslage, aber er hat eine Flasche Wein zu unserer Stärkung. Niemand hat es ihm befohlen. Er setzt freiwillig sein Leben ein, um uns zu stärken. Schließlich kommt dann noch der Regiments-Adjutant Ltn. Schaaf und fragt sarkastisch, ob wir hier bleiben wollten. Da gehe ich denn noch einmal aus dem Stand und treffe die 2./236 mit ihrem Führer, Ltn. Körding im Vorgehen, kurz bevor er fiel. Ich gehe nach dem rechten Flügel, wo ich das Bataillon v. Wedel sah, stelle fest, daß wir rechts Anschluß haben und kehre reumütig in meinen alten Gefechtsstand zurück, um wieder die Arbeit des Regiments-Kommandeurs aufzunehmen, dessen Pflichten ich leichtsinnigerweise einige Stunden nicht ausgeübt hatte.“ Auch beim I./236 wird zunächst Raum gewonnen. Die 2./236 stößt von Höhe 148 aus genau nach Westen vor und nimmt die in gleicher Richtung verlaufende feindliche Stellung. Dabei erhält auch sie starkes Artillerie- und flankierendes M.G.-Feuer, so daß sie Deckung nehmen muß, und der Angriff ins Stocken kommt. Hier fällt an der Spitze der Kompanie ihr tapferer Führer, Ltn. Körding, ein in vielen Kämpfen und Patrouillenunternehmungen ausgezeichnet bewährter Offizier. Ein Artillerie-Volltreffer tötet ihn auf der Stelle. Die Führung der Kompanie muß Ltn. Poenisch übernehmen, der inzwischen die Führung der 3./236 wieder abgegeben und die Stelle des Ordonnanzoffiziers des Bataillons bekleidet hatte. Auch ihn ereilt, kaum daß er bei der Kompanie eingetroffen ist, das Schicksal. Eine Granate reißt ihm den linken Arm ab, und schwer verwundet wird er zurückgebracht. Die 4./236 verliert ihren Kompanie-Offizier Ltn. Häußner. Das Bataillon hat nur noch 3 Offiziere. Die 2./236 wird deshalb mit der 1./236 vereinigt. Am rechten Flügel des Regiments, beim II./236, liegen die Dinge ähnlich. Auch hier leistet der Gegner heftigen Widerstand. Von Ressons aus schiebt er Verstärkungen auf Ambleny vor. Nur mit harter Mühe und unter erheblichen Opfern gelingt es hier, etwa 2 km in der Tiefe zu gewinnen und den Gegner über Hignères zurückzudrängen. Der Ort bleibt in unserer Hand. Die Lage ist nun auf der ganzen Frontbreite des Regiments so, daß ohne wirksame Artilleriehilfe nicht weiter vorgegangen werden kann. Die Kompanien richten sich da, wo sie sind, zur Verteidigung ein. Eine neue Gliederung der Verbände wird vorgenommen. Das II./236, das nur noch sehr geringe Gefechtsstärke hat, wird als Regimentsreserve herausgezogen und zurückgenommen. Major von Wedel, der nachmittags den Gefechtsstand auf Höhe 148 besetzt hatte, bezieht Unterkunft in der Höhle bei der Ferme südlich Poussemy. Daselbst müssen zeitweise auch seine Kompanien Zuflucht suchen, da die eigene Artillerie, die offenbar über unsere vordere Linie wieder einmal nicht recht im Bilde ist, sie unter Feuer nimmt. Das I. und III./236 erhalten Befehl, je 2 Kompanien als Reserve auszuscheiden. Jedes der Bataillone erhält 1 Zug der 5./51 als Begleitartillerie zugeteilt. Hptm. Mayer bezieht am Abend mit seinem Stab den Gefechtsstand auf Höhe 148. Ihm hat die eigene Artillerie noch eine besondere Überraschung als Abendsegen zugedacht. Während Offiziere und Mannschaften des Stabes, der eingetretenen Gefechtsruhe und des schönen Abends sich erfreuend, auf dem Stollen im Freien sitzen, bricht plötzlich aus heiterem Himmel ein Gasgranatenüberfall über sie herein, sodaß alles schleunigst in den Stollen flüchten und die Gasmaske aufsetzen muß. Zunächst glaubt jeder, daß der Irrtum gleich bemerkt und das Gasschießen unterbrochen werde. Da das nicht der Fall ist, und die Luft im Stollen immer schlechter und stickiger wird, steigt Hptm. Mayer hinaus, und es glückt ihm, die nächste Strippe zu erreichen und sich mit der Artillerie in Verbindung zu setzen. Doch keine Batterie wollte die schuldige sein. Der ganze Stab war für einige Tage heiser und „zu Tränen gerührt“. Bis Mitternacht vom 4./5. Juni ist die Umgliederung der Truppe und Neueinteilung der Abschnitte beendet. Das III./236 liegt nun am rechten Flügel, anschließend nach links das I./236 mit weiterem Anschluß links an Regt. 235, das II./236 als Reserve rückwärts gestaffelt. Die Front des III./236 hat die Richtung nach Osten, die des I./236 nach Süden. Überall sind Sicherungspatrouillen vorgeschickt, die die Tätigkeit des Feindes zu überwachen haben. Im Laufe der Nacht teilt die Division mit, daß die allgemeine Gefechtslage einstweilen Stillstand der Angriffsorperationen an dieser Front bedinge und gewartet werden müsse, bis das Korps François weiter vorgekommen sei. „

Man begrub Rudolf Körding auf dem Soldatenfriedhof Vauxbuin in Block 4, Grab 231.

Leutnant Rudolf Körding war eng befreundet mit Feldhilfsarzt Dr. Fritz Guldenpfennig, dessen Schicksal ich morgen vorstellen werde.

Hilfsfeldarzt Dr. Fritz Güldenpfennig und Leutnant der Reserve Rudolf Körding