Der Soldat Ignatz Stadler stammte aus Gergweis, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Osterhofen, und war der Sohn eines Zimmermanns. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in einem bayerischen Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem bayerischen Verdienstkreuz und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 05.08.1917 fiel er im Alter von 24 Jahren in Galizien bei einem Sturmangriff.
Die Lage des Grabes von Ignatz Stadler ist unbekannt. Es existiert wahrscheinlich nicht mehr.
Sterbebild von Ignatz StadlerRückseite des Sterbebildes von Ignatz Stadler
Der Soldat Albert Krombach stammte aus Launsbach, einem Ortsteil der hessischen Gemeinde Wettenberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Füsilier in der 10. Kompanie des Garde-Füsilier-Regiments. Am 16.10.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren in der heutigen Ukraine am Narajowka durch ein Artillerie-Geschoss.
Über den Todestag und die Todesumstände von Albert Krombach berichtet die Regimentsgeschichte des Garde-Füsilier-Regiments:
Punkt 6 Uhr vorm. des 16. Okt. setzte das feindliche Artilleriefeuer in noch stärkerem Maße wie tags zuvor ein und steigerte sich bald zu bisher noch nicht gekannter Heftigkeit. Verschiedenfach bis zu unserem Drahtverhau vorfühlende russische Patrouillen wurden vertrieben oder abgeschossen. Hindernisse und Gräben waren vollständig zerstört. Um 1 Uhr hörte das Artilleriefeuer auf, eine unheimliche Stille herrschte; 1.45 Uhr setzte es plötzlich von neuem wie rasend wieder ein. Um 2 Uhr brach es wie mit einem Schlage ab und es erfolgte ein Massenangriff der russischen Infanterie, der restlos durch das wieder vorzüglich einsetzende Sperrfeuer der Artillerie und Minenwerfer, sowie durch die Graben= besatzung und M.G. abgewiesen wurde. Bei der 10. Komp. eingedrungenen Feind warf ein schneidig ausgeführter Gegenstoß des Hand= granatentrupps und der Komp. wieder hinaus. Um 3 Uhr begann plötzlich wieder stärkstes Artilleriefeuer, das sich um 3.30 Uhr zu außer= ordentlichem Trommelfeuer steigerte. Als die Artillerie ihr Feuer nach hinten verlegte, stürmte die russische Infanterie abermals in Massen vor, besonders gegen die 5. Komp., wo sie den Durchbruch erzwingen wollte. Sechsmal rannten die Russen mit größter Heftigkeit gegen die Stellung des Regiments an, dreimal drangen sie bei der 12. Komp. ein, um nach kurzer Zeit von der Besatzung unter Führung des Lt. d. Res. Bergmann jedesmal wieder hinausgeworfen zu werden. Alle wütenden Angriffe scheiterten teils vorm, teils im Graben. Als der Feind nach dem letzten vergeblichen Ansturm durch das Feuer aller Waffen abgewiesen in seine Ausgangsstellung zurückflutete, sprang Vizefeldwebel Dietrich 5. Komp. mit seinem Zuge, dem sich die 10. Komp. sofort anschloss, vor, folgte den fliehenden Russen und stürmte mit Handgranaten den feindlichen Graben; bald darauf starb er, von einem russischen M.G.=Geschoß getroffen, den Heldentod; Ehre dem Andenken dieses Helden der Narajowka! Sofort schloss sich das ganze II. Batl. an und drang in die russischen Gräben ein. Die 5. Komp. unter ihrem tapferen Führer Lt. d. Res. Warnick und zwei Züge der 6. Komp. stießen über die Gräben hinaus bis zur Höhe 310, der 3. Zug der 6. Komp. rollte den vor der 7. liegenden russischen Graben, ihn aus der rechten Flanke fassend, nach dem Folw. Piakowa zu auf. In diesem Augenblick griff feindliche Infanterie die 7. Komp. an, wurde aber niedergemacht oder gefangen genommen. Die Kompagnie ging dann mit dem 3. Zuge der 6. Komp. über Piakowa bis zum Südwestrande des Swistelniki=Waldes vor, alle russischen Gräben auf dem Wege dorthin mit Handgranaten säubernd. Hierdurch in den Rücken der westlich Piakowa liegenden feindlichen Linie gelangt, wurden die hier befindlichen Russen in großer Zahl dem noch in seiner Stellung befindlichen Gren.= Regt. 9 in die Arme getrieben. Auch dieses Regiment drang nun bis Piakowa vor, besetzte aber später, um nicht dem Flankenfeuer von der noch in Feindeshand befindlichen Höhe 345 ausgesetzt zu sein, seine alte Stellung wieder, weshalb G.F.R. den linken Flügel seiner neu ge= wonnenen Linie zurückbiegen musste. Folw. Piakowa und Höhe 310 gerieten wieder in die Hand der Russen. Von 3.50 nachm. ab flaute das feindliche Artilleriefeuer allmählich ab und verstummte schließlich ganz. Mit Eintritt der Dunkelheit trat Ruhe ein. Während der Nacht wurde eine neue Linie unter Benutzung alter russischer Gräben ausgehoben, die alte wiederhergestellt. Das Reserve=Batl. (I.) besetzte, als die neue Stellung eingenommen war, die alte Linie mit zwei Kompagnien und gab zwei dem L.I.R. im Jägerwalde für 24 Stunden ab.
Die Beute des Regiments betrug an diesem Tage 21 Offiziere, 927 Mann gefangen, 10 M.G., 3 Minenwerfer; allein vor der Stellung der 9. Komp. lagen am Abend über 300 tote Russen.
Die Lage des Grabes von Albert Krombach ist unbekannt.
Die Todesanzeige für Albert Krombach im Gießener Anzeiger
Der Soldat Kurt Spiegel wurde am 29.09.1891 geboren und lebte in Neurupin im heutigen Bundesland Brandenburg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Leutnant der Reserve in der 4. Kompanie des 12. Grenadier-Regiments. Am 29.07.1917 (Regimentsgeschichte: 21.07.1917 – wahrscheinlich richtig!) wurde er im Alter von 25 Jahren während der Durchbruchskämpfe an der Straße Jezierna (ukrainisch: Oserna) – Tarnopol bei Tarnopol in Galizien, der heutigen Ukraine, getötet.
Über den Todestag und die Todesumstände von Kurt Spiegel berichtet die Regimentsgeschichte des 12. Grenadier-Regiments:
„Am 21.07. ging es früh um 5.30 Uhr weiter. Der Feind hatte die Linie Höhe 377 – Elzbietowka – Höhe 363 an der Chaussee nach Tarnopol besetzt. Das I. Bataillon entwickelte sich mit linkem Flügel auf der Chaussee, rechts daneben das Füssilier-Bataillon II./12 folgte hinter der Mitte. Das Füssilier-Bataillon kam flott vor, ohne erheblichen Widerstand zu finden und hatte die Linie Höhe 377 – Elzbietowka bereits um 7 Uhr vormittags erreicht. Das I. Bataillon war bei Höhe 363 auf eine stärkere Stellung des Feindes gestoßen. Beim Angriff hatte besonders die 1. Kompanie nicht unerhebliche Verluste. Die 2. Kompanie ging hinter dem im weiteren Vormarsch verbleibenden Füssilier-Bataillon rechts umfassend gegen den Feind vor und nachdem unsere Artillerie wirksam gefeuert hatte, wurde die Höhe 8.45 Uhr vormittags genommen. Während F. und II. sich an die Chaussee heranzogen, ging das I. Bataillon mit der 1. Kompanie rechts, der 2. Kompanie links der Straße weiter vor, kam aber in ein außerordentlich starkes Maschinengewehr-Feuer. Gleich darauf griff der Russe in sieben Wellen mit vier Panzer-Autos auf der Straße an. Die 4. Kompanie wurde zur Verstärkung der 1. Kompanie eingesetzt, während die 3. Kompanie nach rechts herausgeschoben wurde, um die Flanke zu sichern. Der feindliche Angriff brach im wohlgezielten Feuer der Grenadiere zusammen.
Auf Befehl der Division sollte das Regiment von der Straße nach rechts abbiegen und auf Dolzanka vorgehen, aber der feindliche Widerstand war nicht so schnell zu brechen, obgleich unser Artillerie-Feuer gut lag. Das II. Bataillon wurde rechts vom I. eingesetzt und ging mit 5. und 6. Kompanie in vorderer Linie vor, dahinter 7. hinter 6., 8. hinter 5. Die 9. Kompanie wurde dem I. Bataillon zur Verfügung gestellt, das nun auch seine 3. Kompanie einsetzen konnte.
Um 1 Uhr trat der Russe nochmals zum Gegenstoß an, aber die 4. Kompanie warf sich ihm mit Hurra entgegen und schlug ihn zurück. Inzwischen hatte auch die rechts von uns kämpfende 22. Infanterie-Division Gelände gewonnen, und nun verließ der Feind fluchtartig seine Stellungen unter schweren Verlusten. Im flotten Draufgehen wurde Dolzanka erreicht. Das I. Bataillon besetzte die Höhen 316 und 313 jenseits des Dorfes, rechts anschließend das II. Bataillon die Höhen 368 und 363. Das Füssilier-Bataillon hinter dem II.
4.15 Uhr nachmittags wurde weiteres Vorgehen in derselben Gliederung befohlen, linker Flügel des I. Bataillons gegen Janowka. Nachdem die Bewegung angetreten war, kam aber ein neuer Divisionsbefehl, nach dem das Regiment Hand auf die Eisenbahn bei Seredniki legen sollte. Das II. Bataillon zog sich daher etwas nach rechts, das Füssilier-Bataillon wurde wieder rechts neben dem II. eingesetzt, und I. folgte hinter der Mitte. Ohne auf den Feind zu stoßen, wurde die Bahn 11.15 Uhr nachts erreicht. Die 10. Kompanie besetzte die Höhe 362 gegenüber Seredniki, 12., 11. und 9. Kompanie in zweiter Linie. Verbindung mit 22. Infanterie-Division wurde hergestellt. Links neben dem Füssilier-Bataillon besetzte das II. Bataillon mit 8., 7. und 5. Kompanie die Höhen bis zur Kuppe 351, 6. Kompanie hinter der Mitte. Anschluss an Leib-Regiment. Das I. Bataillon blieb südlich Poczapince.“
Die Lage des Grabes von Kurt Spiegel ist unbekannt.
Der Soldat Karl Salzberger stammte aus Hellenhub, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eichendorf, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 8. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 09.06.1915 fiel er im Alter von 22 Jahren in Ostgalizien bei Przemysel – Jarosław durch Kopfschuss.
Die Lage des Grabes von Karl Salzberger ist, wie meist bei Gefallenen der Ostfront, unbekannt. Es dürfte nicht mehr existieren.
Sterbebild von Karl SalzbergerRückseite des Sterbebildes von Karl Salzberger
Der Soldat Franz Nix stammte aus Dornbusch, einem Ortsteil der Stadt Viersen in Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg diente er als Ersatz-Reservist in der 3. Kompanie des 65. Reserve-Infanterie-Regiments. Am 21.09.1916 fiel er im Alter von 30 Jahren durch ein Artilleriegeschoss in Galizien, vermutlich bei den Schlachten an der Narajowka und Zlota-Lipa in der heutigen Ukraine.
Die Lage des Grabes von Franz Nix ist, wie meist bei Gefallenen des Ersten Weltkrieges an der Ostfront, unbekannt.
Sterbebild von Franz NixRückseite des Sterbebildes von Franz Nix
Der Soldat Isidor Bichler wurde am 26.01.1895 in Fürstätt geboren, einem Ortsteil der bayerischen Stadt Rosenheim. Er war der Sohn eines Landwirts (Esterbauers) und wurde Kaufmann. Im Ersten Weltkrieg dient er als Jäger in der 3. bayerischen Radfahrer-Kompanie. Am 30.07.1917 wurde er beim Gefecht bei Sniatyn schwer verwundet. Am 03.08.1917 verstarb er im Feldlazarett Kolomea (ukrainisch: Kolomyja) in Galizien, der heutigen Ukraine, nach zwei Jahren Kriegsdienst.
Die Lage des Grabes von Isidor ist, wie meist bei den Gefallenen an der Ostfornt des Ersten Weltkrieges, unbekannt.
Der Soldat Peter Geigenberger stammte aus Taubenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Simbach bei Landau, und war Landwirt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 12. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 13.05.1915 fiel er im Alter von 36 Jahren während der Durchbruchsschlacht von Lubaczow bei Corkie, Galizien im heutigen Polen durch Kopfschuss.
Die Grablage von Peter Geigenberger ist, wie meist bei Gefallenen der Ostfront im Ersten Weltkrieg, unbekannt.
Der Soldat Xaver Peter stammte aus Unterboxberg, vermutlich ein Teil des heutigen Boxberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Prackenbach, und war der Sohn eines Landwirt. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier in der 4. Kompanie des 13. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 21.06.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren während der Kämpfe am oberen Styr und Stochod in der heutigen Ukraine. Er wurde während eines Sturmes auf eine russische Stellung südlich Mylsk und bei der Abwehr russischer Gegenangriffe getötet.
Die Lage des Grabes von Xaver Peter ist heute unbekannt.
Sterbebild von Xaver Höpfl und Xaver PeterRückseite des Sterbebildes von Xaver Höpfl und Xaver Peter
Der österreichische Soldat Franz Lex stammte aus Ruhpolding und war Baumeister. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter im 91. österreichischen Infanterie-Regiment. Am 14.06.1915 fiel er im Alter von 31 Jahren in Galizien.
Die Lage des Grabes von Franz Lex konnte ich nicht ermitteln.
Sterbebild von Franz LexRückseite des Sterbebildes von Franz Lex
Der Soldat Jakob Pfahl wurde am 27.10.1892 in Esch geboren, heute ein Ortsteil der Stadt Bad Münstereifel im Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 11. Kompanie des 53. Landwehr-Infanterie-Regiments. Am 04.06.1917 fiel er im Alter von 24 Jahren bei dem Stellungskrieg westlich Brody in Galizien in der heutigen Ukraine.
Die Grablage von Jakob Pfahl ist unbekannt.
Sterbebild von Jakob PfahlRückseite des Sterbebildes von Jakob Pfahl