Der Soldat Josef Bögelein wurde am 11.05.1884 in Niedergeislbach geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Lengdorf, und war der Sohn eines Bahnwärters. Im Ersten Weltkrieg diente er als Unteroffizier im 1. bayerischen Ersatz-Infanterie-Regiment. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 21.04.1917 fiel er im Alter von 32 Jahren bei den Kämpfen in den Vogesen durch einen Granatvolltreffer.
Man begrub Josef Bögelein auf dem Soldatenfriedhof Bertrimoutier in Block 2, Grab 596.
Sterbebild von Josef BögeleinRückseite des Sterbebildes von Josef Bögelein
Der Soldat Johann Rothkopf stammte aus Hasleham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Tiefenbach (Passau) und war Hausbesitzer und Zimmermeister. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Kanonier in der 6. Batterie des 1. bayerischen Reserve-Fußartillerie-Regiments. Am 20.05.1918 fiel er im Alter von 43 Jahren nach 37 Monaten Kriegsdienst nach schwere Verwundung durch Granatvolltreffer während der Kämpfe am Kemmelberg bei Kemmel und Dranoutre.
Man begrub Johann Rothkopf auf dem Soldatenfriedhof Wicres Village in Block 1, Grab 34.
Sterbebild von Johann RothkopfRückseite des Sterbebildes von Johann Rothkopf
Der Soldat Augustin Eckmaier stammte aus der bayerischen Gemeinde Massing und war der Sohn eines Hutmachers. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 1. Kompanie des 30. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 17.07.1918 fiel er kurz vor Kriegsende im Alter von nur 18 Jahren südlich Reims während eines Sturmangriffs bei Thuizy durch einen Granatvolltreffer
Über den Todestag und die Todesumstände von Augustin Eckmaier berichtet die Regimentsgeschichte des 30. bayerischen Infanterie-Regiments:
„17.07.1918 In der Nacht zum 17.07. ist feindliches Artilleriefeuer sehr rege und steigert sich in den Morgenstunden zu größter Heftigkeit auf unsere vorderen und rückwärtigen neugewonnenen Stellungen. 4 Uhr vormittags schießt der Feind Gas auf Römerstraße und Batterien. Feindliches Infanterie- und Maschinengewehrfeuer während der ganzen Nacht. Der Morgen und Mittag verliefen verhältnismäßig ruhig. Abstruen der Römerstraße, der Marquise-Ferme und des Iltisstützpunktes durch feindliche Artillerie, darunter mit Gasmunition. Durch die bisherigen Anstrengungen und mangelhafte Verpflegung ist die Truppe erschöpft. Abends Neugliederung des Regiments wie folgt: Zwei Bataillone mit je drei Kompanien in der Römerstraße, eine Kompanie jedes Kampfbataillons in der ehemaligen französischen K-3-Linie, Reservebataillon hinter den beiden Kampfbataillonen. Regimentsstab im alten deutschen K-2-Graben.“
Die Grablage von Augustin Eckmaier ist unbekannt. Vermutlich war von seinem Körper nach dem Volltreffer nichts mehr übrig, was man begraben konnte.
Der Soldat Johann Fisch wurde am 07.03.1916 in Willenbach geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Reut, und war Landwirt. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Feldwebel in einem Infanterie-Regiment der Wehrmacht. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse, dem Infanterie-Sturmabzeichen, der Ostmedaille und dem Verwundetenabzeichen ausgezeichnet. Am 24.10.1942 fiel er im Alter von 26 Jahren durch Granatvolltreffer bei Nowgorod am Ilmensee, 1 km südostwärts Teremez am Wolchow.
Man begrub Johann Fisch auf dem Soldatenfriedhof Nowgorod in Block 12, Reihe 22, Grab 1.026.
Sterbebild von Johann FischRückseite des Sterbebildes von Johann Fisch
Der Soldat Johann Baptist Stettner stammte aus Stetten Pfarrei Buchbach, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 3. Maschinengewehr-Kompanie des 17. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 16.07.1918 fiel er im Alter von 25 Jahren während der Stellungskämpfe zwischen Aisne und Marne in Nordfrankreich durch einen Granatvolltreffer.
Über den Todestag und die Todesumstände berichtet die Regimentsgeschichte des 17. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:
„Am 16.07. kam die Division in die erste Linie. Das Regiment sollte dabei aus der Linie Reuilly – Sauvigny in südlicher Richtung vorrücken und den Südrand des Waldes von Condé gewonnen. III./17. in vorderster Linie stieß am südlichen Waldrand bei Janvier- und Les Etangs-Ferme auf den Feind, der sich hier mit Maschinengewehren und Tanks hinter breiten Astverhauen eingenistet hatte. Da der Widerstand des durch Artillerie kräftig unterstützten Feindes ohne ausgiebige Vorbereitung nicht zu überwinden war, konnte das Bataillon nicht weiter vordringen; es wies einen unter dem Feuerschutz der Tanks ausgeführeten Gegenangriff des Feindes ab und machte dabei einige Gefangene. I./17. kam rechts vom III. Bataillon in die vordere Linie. Kampfführung und Übersicht über die Truppe waren durch den Wald erheblich erschwert. Bei I./17. fiel hier bei einem Erkundungsgang der vielfach bewährte Feldwebelleutnant Greif, der erst am Morgen aus Urlaub eingetroffen war und die 1. Kompanie übernommen hatte. Mit Greif, der dem Regiment seit drei Jahren angehört hatte, verlor das Regiment wieder einen der immer weniger werdenden alten Kompanieführer; er sollte die von ihm sehnlichst erwartete Beförderung zum Leutnant der Landwehr, die wegen Tapferkeit vor dem Feinde wenige Tage später erfolgte, nicht mehr erleben. Die Feuertätigkeit des Feindes steigerte sich in den folgenden Tagen immer mehr.“
Man begrub Johann Baptist Stettner auf dem Soldatenfriedhof Belleau in Block 1, Grab 537.
Sterbebild von Johann Baptist StettnerRückseite des Sterbebildes von Johann Baptist Stettner
Der Soldat Josef Ertl wurde am 29.01.1899 in Volksdorf geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Falkenberg, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er bei der 50. bayerischen Infanterie-Geschütz-Batterie. Am 05.10.1918, also kurz vor Kriegsende, fiel er im Alter von nur 19 Jahren durch einenGranatvolltreffer.
Die Lage des Grabes von Josef Ertl ist unbekannt. Ob nach einem Artillerievolltreffer noch sterbliche Überreste vorhanden waren, ist fraglich.
Sterbebild von Josef ErtlRückseite des Sterbebildes von Josef Ertl
Gestern stellte ich Ludwig Schön vor, der 1918 an der Somm fiel. Heute berichte ich von seinem Bruder, Georg Schön, und sein Schicksal:
Der Soldat Georg Schön wurde am 22.01.1895 in Oberrieden in Bayern geboren und lebte in Altensteig, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Dirlewang. Im Ersten Weltkrieg diente er als Gefreiter in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem bayerischen Militärverdienstkreuz 3. Klasse ausgezeichnet. Am 05.10.1918 fiel er im Alter von 23 Jahren während der Abwehrschlacht in der Champagne und an der Maas in der Belmont-Ferme (Schreib- oder Übermittlungsfehler) bei Semide in den Ardennen durch einen Granatvolltreffer.
Man begrub Georg Schön auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes in einem Massengrab.
Sterbebild von Georg SchönRückseite des Sterbebildes von Georg Schön
Der Soldat Georg Danner wurde am 05.01.1881 in Mittich geboren, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Neuhaus am Inn und war Schreinermeister. Im Ersten Weltkrieg diente er als Pionier in der 1. bayerischen Pionier-Kompanie. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 03.11.1918 fiel er im Alter von 37 Jahren bei Tournay während der Kämpfe zwischen Aisne und Maas durch einen Granatvolltreffer.
Man begrub Georg Danner auf dem Soldatenfriedhof Chestres in Block 2, Grab 154.
Sterbebild von Georg DannerRückseite des Sterbebildes von Georg Danner
Der Soldat Johann Held stammte aus Oberfarrach, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pfaffing, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 12. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Verdienstkreuz 3. Klasse mit Schwertern ausgezeichnet. Am 15.07.1918 fiel er nach drei Jahren Kriegsdienst im Alter von 21 Jahren bei Sommepy durch einen Granatvolltreffer.
Seine Grablage ist offiziell unbekannt. Ich vermute, dass, wenn von Johann Held nach dem Granatvolltreffer noch sterbliche Überreste zu finden waren, was eher fraglich ist, er auf dem Soldatenfriedhof St.-Étiennes-à-Arnes anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde.
Sterbebild von Johann HeldRückseite des Sterbebildes von Johann Held
Der Infanterist Joseph Fischer wurde am 10.09.1898 in Michaelsbuch geboren, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Stephansposching, und war der Sohn eines Kleinbauern und Gemeindedieners. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Maschinengewehr-Kompanie des 6. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 17.03.1918 fiel er nach 1 1/2 Jahr Kriegsdienst im Alter von 19 Jahren beiAvricourt (deutsch: Elfringen) durch einen Granatvolltreffer.
Man begrub Joseph Fischer auf dem Soldatenfriedhof Avricourt in Grab 262.
Sterbebild von Joseph FischerRückseite des Sterbebildes von Joseph Fischer