Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.767: Engelbert Dörfl

Der Soldat Engelbert Dörfl wurde am 19.05.1894 in Hart in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist in der 4. Kompanie des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments.Am  11.09.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren bei den Kämpfen in den Karpathen in Siebenbürgen.

Über den Todestag und die Todesumstände von Engelbert Dörfl berichtet die Regimentsgeschichte des 8. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments:

Kämpfe am D‘ Ormului und auf der Magurita

Schon am 10.9. machte die 9. Kompanie einen erfolgreichen Angriff gegen D‘ Ormului, wo die Russen tags vorher in einen Teil der Stellung des Grenadier-Regiments 1 eingebrochen waren. Am selben Tage bemerkte das I. Bataillons, wie Russen scharenweise aus dem Walde hervortraten. In der Nacht hatte die 2. Kompanie erhöhte Bereitschaft, es rührte jedoch nichts. Da erschallte plötzlich am 11.9. 6 Uhr früh von der Magurita her das russische „Uah“ „uah“. Begreiflicherweise war die Kompanie trotz der ermüdenden Nachtwache in der kalten Gebirgsnacht sofort wieder frisch. Blitzschnell hatten die Russen – es sollen vier Bataillone vom 146. Regiment gewesen sein – die steile Höhe der Magurita erklommen, griffen das dort liegende Füssilier-Bataillon des Grenadier-Regiments 1 an und brachen vollkommen durch. Die auf dem linken anschließenden Sattel liegende 2. Kompanie (Führer Leutnant der Reserve Sundhausen) sandte zur Erkundung eine Patrouille aus, die wegen ihrer Gefährlichkeit aus lauter Freiwilligen bestand (Führer Offiziersstellvertrteter Stahlhofer mit Pöltl, Weitzhofer, Neumeier Johann und Georg, Braun, Schick, Schiele, Graf, Grill, Silbermann). Der Regimentskommandeur befahl, dass das III. Bataillon, das rechts von der Einbruchstelle lag, mit seinen beiden Unterstützungszügen (an seinem linken Flügel) von rechts, Teile des I. Bataillons von links her den Gegner hinauswürfen. Auch die herausgezogenen Trümmer des I. und II. Bataillons Grenadier-Regiments 1, die dem Regiment als Bataillon Grufe zur Verfügung standen, erhielten Befehl, von rechts her auf dem Höhenweg den Feind von der Flanke anzugreifen. Der tatkräftige Kommandeur des I. Bataillons, Major Prager, ließ die 4. (Führer Leutnant der Reserve Reuschl) und die 11. Kompanie von der Flanke her angreifen, außerdem setzte er sofort die 2. Kompanie zum Gegenstoß an. Er selbst befand sich mitten in der Schützenlinie. Der Sturm gelang vorzüglich; 9 Uhr vormittags waren die Russen geworfen; sie hatten schwerste Verluste. 285 Gefangene wurden eingebracht. Wir hatten 8 Verwundete zu bedauern, ferner 3 Tote (darunter der Leutnant der Reserve Schork), die auf dem Soldatenfriedhof zu Borsa unter mächtigen Kirkenkreuzen zur ewigen Ruhe gebettet wurden. Am Abend wurde das Füssilier-Bataillon des Grenadier-Regiments 1 herausgezogen. Unser I. und III. Bataillon hatten die Lücke auf der Höhe 1.463 zu schließen.“.

Die Lage des Grabes von Engelbert Dörfl ist, wie meist bei Gefallenen in Rumänien im Ersten Weltkrieg, unbekannt. Wie im o. a. Text angegeben, wurde er in Borsa auf einem Feldfriehdof begraben. Es ist allerdings sehr fraglich, ob das Grab heute noch existiert.

Sterbebild von Engelbert Dörfl
Rückseite des Sterbebildes von Engelbert Dörfl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.390: Peter Michl

Der Soldat Peter Michl stammte aus Hart, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Chieming. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist in der 7. Kompanie  des 16. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. In diesem Regiment kämpfte auch Adolf Hitler.  Ende 1914 wurde er leicht verwundet. Am 12.10.1916 fiel er im Alter von 29 Jahren bei Le Barque an der Somme in Frankreich.

Peter Michl wurde auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab begraben.

Sterbebild von Peter Michl
Rückseite des Sterbebildes von Peter Michl

Der theoretische Weg von Peter Michl von seinem Geburtsort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 694: Josef Krug

Der Infanterist Josef Krug stammte aus Hart, heute ein Ortsteil der Gemeinde Rechtmehring, und war Maurer von Beruf. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 18. Reserve-Infanterie-Regiments (Fehler auf Sterbebild). Am 19.06.1915 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Brumo-Newe, ein Ort, den ich nicht lokalisieren kann.

Folgt man dem Schicksal seiner Kameraden, Unteroffizier Martin Schweiberer, gefallen am 18.06.1915 bei Lemberg, so weiß man in etwa, wo sich das Grab von Josef Krug befunden haben musste. Es existiert nicht mehr.

Sterbebild von Josef Krug
Rückseite des Sterbebildes von Josef Krug

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 605: Josef Gotthartt

Der Bauerssohn Josef Gotthart stammte aus Hart, heute ein Ortsteil der Gemeinde Mühldorf. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 15. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments als Soldat. Am 28.08.1914 ( Volksbund: gefallen am 22.08.1914) fiel er im Alter von 24 Jahren Col bei Ste.-Marie-aux-Mines.

Man begrub Josef Gotthart auf dem Soldatenfriedhof Ste.-Marie-aux-Mines in einem Massengrab.

Sterbebild von Josef Hotthart
Rückseite des Sterbebildes von Josef Gotthart