Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.203: Bonifaz Baumgartner

Der Infanterist Bonifaz Baumgartner wurde am 25.10.1893 in der bayerischen Gemeinde Apfeldorf als Sohn eines Bäckereimeisters geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 12.06.1916 fiel er im Alter von 23 Jahren in Nordfrankreich bei Douaumont während der Schlacht um Verdun.

Über seinen Todestag berichtet die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regiments:

12.06. Sturm auf die Wabengräben! An diesem unübersichtlichem, stark besetzten, von Artillerie schwer zu fassenden Grabensystem waren schon verschiedene Stürme anderer Truppenteile blutig gescheitert.
Den Sturm leitet der bewährte Kommandeur des 1. Bataillons, Major Stuhlreiter. Unter Ausnützung der Dunkelheit wird ab 3.30 Uhr vormittags die Sturmstellung erreicht.

8 Uhr vormittags stürmt das 1. Bataillon, verstärkt von 8 Flammenwerfern, der Gebirgs-Minenwerfer-Kompanie 107, M. G., Granatwerfertrupps, Stoßtrupps des Sturmbataillons und des 2. Bataillons, sowie von der 8. Kompanie, in zwei Wellen vor; 3. Bataillon (ohne 12. Kompanie), das 7.45 Uhr vormittags von der Albain-Schlucht aus mehreren Wellen angetreten ist, folgt.
Die fünf Kompanien der ersten beiden Wellen werfen sich ungestüm auf den Feind und dringen in den Graben ein; die Kompanien des 3. Bataillons folgen so rasch, dass auch sie noch zum Handgemenge kommen.
Die Gräben werden in zähem Ringen gesäubert und die jetzt völlig vermischten Verbände dringen über die Thiaumont-Schlucht auf den jenseitigen Höhenrand und darüber hinaus vor, teilweise stark aus der rechten Flanke beschossen.
9.10 Uhr vormittags wird noch die letzte Kompanie (12.) zur Unterstützung der sehr geschwächten vorderen Linie eingesetzt.
Die Beute entsprach der Wichtigkeit des Erfolges; sie betrug 23 Offiziere, etwa 900 Mann, 10 MG und zahlreiches sonstiges Material.
Die Wabengräben selbst hatten durch unser Artilleriefeuer nur wenig gelitten, der Erfolg war vor allem durch die Tapferkeit der stürmenden Infanterie errungen.
Um 9.00 Uhr vormittags ging Meldung über den Sieg durch Brieftaube an die 1. bayerische Infanterie-Division, wo sie kurz danach richtig ankam.
1.30 Uhr nachmittags versuchten die Franzosen einen Angriff gegen den rechten Flügel des 1. Bataillons, wurden jedoch abgewiesen.
Die vom 1. bayerischen Armeekorps anfänglich beabsichtigte Fortsetzung des Angriffs musste wegen starkem feindlichen MG-Feuers, sowie völliger Erschöpfung der Kompanien, deren Gefechtsstärke 20 bis 30 Mann betrug, unterbleiben.

Einer der Gefallenen war Bonifaz Baumgartner.

Man begrub Bonifaz Baumgartner auf dem großen Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Bonifaz Baumgartner
Rückseite des Sterbebildes von Bonifaz Baumgartner

 

Der theoretische Weg von Bonifaz Baumgartner von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.187: Karl Wagner

Der Polizeiassistent Karl Wagner wurde am 20.01.1879 in Treffelstein in Bayern geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments als Feldwebel-Leutnant. Am 20.06.1916 fiel er im Alter von 37 Jahren bei Douaumont während der Schlacht um Verdun.

Über seinen Todestag schreibt die Regimentsgeschichte des 1. bayerischen Infanterie-Regimentes:

„19.06.1916 Auf den Wabengräben und Schluchten liegt schwerstes feindliches Feuer. 8.00 Uhr abends soll auf Befehl des 1. bayerischen Armeekorps ein an der Thiaumont-Schlucht noch stehendes Franzosennest gestürmt werden.

Im heftigsten MG-Feuer springen 1. und 2. Kompanie vor; die beiden Führer Leutnant Ferdinand Paraquin (Soldatenfriedhof Romagne-sous-les-Cotes, Block 3 Grab 196) und Oberleutnant der Reserve Ludwig Hällmayr (Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville, Endgrablage: Kameradengrab), mit ihnen ein großer Teil ihrer Leute fallen; der Sturm scheitert und gedrängt von einem französischen Gegenstoß ziehen sich die Kompanien in die Ausgangsstellung zurück.

20.06.1916 Sehr starkes Artilleriefeuer besonders wieder auf Wabengräben. Die 4. Kompanie, die bei dem völlig unübersichtlichen Gelände an falscher Stelle stund, wird durch einen gewandten Führer (Feldwebel De Griginis, 2. Kompanie) in der Morgendämmerung an den befohlenen Platz zwischen 1. und 2. Kompanie geführt; Feldwebel De Griginis fällt hierbei.

Ich vermute, dass Karl Wagner entweder schon in der Nacht vom 19.06. auf den 20.06.1916 fiel, oder aber am 19.06.1916 schwer verwundet wurde und am 20.06.1916 verstarb. Ein sinnloser Tod, selbst für die Verhältnisse der Schlacht um Verdun, die an sich schon sinnlos war. Beide Ereignisse waren ergebnislos.

Karl Wagners sterblichen Überreste wurden auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab beigesetzt.

Seine Heimatgemeinde Treffelstein gedenkt Karl Wagner noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/treffelstein_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Karl Wagner
Rückseite des Sterbebildes von Karl Wagner

Der theoretische Weg von Karl Wagner von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.139: Johann Loher

Johann Loher stammte aus Nußbaum, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Herbertsfelden, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie (Irrtum auf Sterbebild) des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 27.06.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren in Frankreich während der furchtbaren Kämpfe auf Kalter Erde und bei Fleury, alos während der Schlacht um Verdun.

Offiziell ist für Johann Loher keine Grablage bekannt. Ich vermute jedoch, dass er während der Zusammenlegung von Begräbnisstätten auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab beigesetzt wurde. Dort wurde die anderen am gleichen Tag gefallenen Kameraden von Johann Loher aus der 11. Kompanie beigesetzt:

  1. Landsturmmann Josef Walch, gefallen am 27.06.1916 bei Douaumont, begarben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab;
  2. Landsturmmann Karl Herkommer, gefallen am 27.06.1916 bei Douaumont, begarben auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Loher
Rückseite des Sterbebildes von Johann Loher

 

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.115: Oskar Pfab

Der Infanterist Oskar Pfab stammte aus Matzing, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Traunreut, und war der Sohn eines Schreinermeisters. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 4. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 12.06.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren bei einem Sturmangriff auf das Fort Douaumont.

Man begrub Oskar Pfab auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Oskar Pfab
Rückseite des Sterbebildes von Oskar Pfab

Der theoretische Weg von Oskar Pfab von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.075: Johann Stein

Der Krankenträger Johann Stein stammte aus Wasserburg am Inn in Bayern und war der Sohn eines Straßenwärters. Im Ersten Weltkrieg diente er in der Reserve-Sanitäts-Kompanie Nr. 6, 6. bayerische Reserve-Division. Zuletzt wurde in der 4. Kompanie des 2. Infanterie-Regiments eingesetzt. Am 15.06.1916 fiel er im Alter von 35 Jahren bei Douaumont vor Verdun.

Man begrub Johann Stein auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Stein
Rückseite des Sterbebildes von Johann Stein

Der theoretische Weg von Johann Stein von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.055: Jakob Hütter

Der Maurer Jakob Hütter stammte aus Gries, heute ein Ortsteil der oberbayerischen Gemeinde Kraiburg am Inn, und war der Sohn eines Kleinbauern. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 7. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments als Infanterist. Am 08.06.1916 fiel er im Alter von 20 Jahren beim Fort Douaumont durch einen Granatschuss.

Man setzte die Gebeine von Jakob Hütter auf dem Soldatendfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab bei.

Seine Heimatgemeinde Kraiburg am Inn gedenkt Jakob Hütter noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/kraiburg_1870-71_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Jakob Hütterer
Rückseite des Sterbebildes von Jakob Hütterer

Der theoretische Weg von Jakob Hütter von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 1.035: Ludwig Kiechle

Ludwig Kiechle wurde am 02.07.1890 in Götzen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Betzigau, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 5. Kompanie des 20. bayerischen Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit dem Militärverdienstkreuz mit Krone und Schwertern ausgezeichnet. Am 28.06.1916 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Thiaumont während der Schlacht um Verdun.

Man begrub Ludwig Kiechle auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Sterbebild von Ludwig Kiechle
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Kiechle

Der theoretische Weg von Ludwig Kiechle von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 999: Franz Xaver Sedlbauer

Der Reservist Franz Xaver Sedlbauer stammte aus Niklasreuth in Bayern, heute ein Ortsteil der Gemeinde Irschenberg. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 11. Kompanie des 1. bayerischen Infanterie-Regiments als Gefreiter. Er wurde mit dem  Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet. Am 30.05.1916 fiel er im Alter von 25 Jahren bei Douaumont.

Franz Xaver Sedlbauer wurde auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab beerdigt.

Sterbebild von Franz Xaver Sedlbauer
Rückseite des Sterbebildes von Franz Xaver Sedlbauer

Der theoretische Weg von Franz Xaver Sedlbauer von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 932: Max Steinmaier

Der Soldat Max Steinmaier stammte aus Kraiburg und war der Sohn eines Bäckermeisters. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 7. Kompanie des 12. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 26.06.1916 fiel er im Alter von 19 Jahren im im Fosses Wald bei Verdun durch Granatschuss.

Man begrub Max Steinmaier auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Noch heute gedenkt seine Heimatgemeinde Leuchtenberg Max Steinmaier auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2009/leuchtenberg_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Max Steinmaier
Rückseite des Sterbebildes von max Steinmaier

Der theoretische Weg von Max Steinmaier von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 882: Michael Kollmann

Der Reservist Michael Kollmann wurde am 08.10.1889 in Buchen, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Stötten am Auerberg, als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er in der 3. Kompanie des 2. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 07.06.1916 fiel er im Alter von 26 Jahren bei Douaumont vor Verdun in Frankreich.

Man begrub Michael Kollmann auf dem Soldatenfriedhof Hautecourt-lès-Broville in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Stötten am Auerberg gedenkt Michael Kollmann noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/dkm_deutschland/stoetten_auerberg_wk1u2_bay.htm

Sterbebild von Michael Kollmann
Rückseite des Sterbebildes von Michael Kollmann

Der theoretische Weg von Michael Kollmann von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab: