Der Soldat Jakob Kasmannshuber stammte aus Moosbuch, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Pleiskirchen, und war Zimmermann und Kleinbauer (Gütler). Im Ersten Weltkrieg diente er als Landsturmmann in der 3. Kompanie des 1. bayerischen Landsturm-Infanterie-Bataillon Wasserburg. Am 16.09.1915 verunglückte er im Alter von 40 Jahren tödlich. Dies geschah vermutlich bei einem Heimaturlaub.
Die Lage des Grabes von Jakob Kasmannshuber ist unbekannt. Vermutlich wurde er in seinem Heimatdorf begraben.
Sterbebild von Jakob KasmannshuberRückseite des Sterbebildes von Jakob Kasmannshuber
Der Soldat Friedrich Happel wurde am 18.11.1893 in Hausen geboren, einem Ortsteil der hessischen Stadt Pohlheim. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Musketier und Schreiber im Generalkommando des XVII. Armee-Korps, wobei er eigentlich in der 2. Kompanie des 132. Armierungs-Bataillon diente, vermutlich jedoch auf Krankheitsgründen in das Generalkommando abgeordnet wurde. Am 04.08.1916 verstarb er im Alter von 22 Jahren im Reserve-Lazarett II. in Erfurt, Abteilung Gutenbergschule, an einer Krankheit.
Man überführte Friedrich Happel in die Heimat. Dort wurde er in seiner Heimatstadt in seinem Heimatort begraben. Bei meinem Besuch am 05.06.2026 stellte ich fest, dass sein Grab nicht mehr existiert.
Todesanzeige für Friedrich Happel im Gießener AnzeigerTodesanzeige des Turnverein Hausen und Gesangsverein Hausen für Friedrich Happel im Gießener AnzeigerAuf diesem Denkmal gedenkt man Friedrich Happel noch heute in Pohlheim-HausenAuf dieser Gedenkplatte am Denkmal in Pohlheim-Hausen ist Friedrich Happels Name verzeichnetDer Name und der Todestag von Friedrich Happel auf dem Denkmal in Pohlheim-Hausen
Der Soldat Michael Bauer wurde am 13.05.1884 in Burglengenfeld geboren. Er kehrte als Kriegsinvalider in die Heimat zurück und starb am 13.01.1919 im Alter von 34 Jahren. Zuvor hatte er rund 14 Wochen an einerf schweren Krankheit gelitten, die er sich im Kriegseinsatz durch Verschüttung zugezogen hatte.
Man begrub Michael Bauer vermutlich in seinem Heimatort. Sein Grab könnte heute noch existieren.
Der Soldat Josef Bernhart stammte aus Maisenberg, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Engelsberg, und war der Sohn eines Landwirts (Hitzenthalersohn). Am 23.06.1919 verstarb er im Alter von 44 Jahren an einer schweren Krankheit.
Sterbebild von Josef BernhartRückseite des Sterbebildes von Josef Bernhart
Der Soldat Mathias (Volksbund: Matthias) Hager wurde am 22.01.1880 in Dürmentingen geboren, einer Gemeinde im heutigen Bundesland Baden-Württemberg. Im Ersten Weltkrieg diente er als Offiziers-Stellvertreter in der 6. Kompanie des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments. Er wurde mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse und mit der Silbernen Verdienstmedaille ausgezeichnet. Am 19.02.1917 fiel er im Alter von 36 Jahren bei Höhe 425 in der Nähe von Sennheim (französisch: Cernay)im Elsass.
Über den Todestag und die Todesumstände von Mathias Hager berichtet die Regimentsgeschichte des 123. Landwehr-Infanterie-Regiments:
„Das feindliche Zerstörungsfeuer auf Höhe 425 am 19.02.1917
Der Feind musste natürlich das lebhafte Treiben und Arbeiten auf der Höhe 425 bemerken. Um sie zu stören, konzentrierte er am 19. Februar, nachmittags von 4.45 bis 7.15 Uhr das Feuer seiner ganzen Artillerie und seiner Minenwerfer auf Abschnitt A, B und D der Höhe (etwa 1.300 Granaten und 300 schwere und mittlere Minen).
Sofort wurde das Bataillon alarmiert und in Gefechtsbereitschaft gesetzt. Dabei starb der Offiziers-Stellvertreter Hager der 6. Kompanie, ein pflichtgetreuer und wackerer Soldat, Vater von 7 Kindern, den Heldentod. Wir erwiderten hauptsächlich mit den zwei mittleren Minenwerfern, der Minenwerferkompanie 113 angehörend, und den Minen- und Ladungswerfern des II. Bataillons. Doch blieb der erwartete Infanterieangriff aus. Die Mühsam erst hergestellten Gräben und Hindernisse waren wieder einmal gründlich beschädigt und teilweise zerstört.
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Man begrub Mathias Hager auf dem Heimat-Friedhof Dürmenting in einem Einzelgrab.
Sterbebild von Mathias HagerRückseite des Sterbebildes von Mathias Hager
Der Soldat Johann Nepomuk Gollmeier war Landwirt in Grottham, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Bad Birnbach. Im Ersten Weltkrieg diente er als Infanterist im Ersatz-Bataillon des 16. bayerischen Infanterie-Regiments. Am 12.07.1916 verstarb er nach einem Herzschlag im Alter von 30 Jahren im Reserve-Lazarett Passau.
Johann Nepomuk Gollmeier dürfte auf einem zivilen Friedhof in Passau im militärischen Bereich begraben worden sein und sein Grab sollte auch heute noch existieren.
Sterbebild von Johann Nepomuk GollmeierRückseite des Sterbebildes von Johann Nepomuk Gollmeier
Der Soldat Josef Hötzinger stammte aus Salmannskirchen , heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Ampfing, und war Sägearbeiter. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 2. Kompanie des 5. bayerischen Armierungs-Bataillons. Am 07.10.1917 verstarb er nach 10 tägigem Leiden in Salmannskirchen im Alter von 40 Jahren an einer Krankheit.
Die Lage des Grabes von Josef Hötzinger ist unbekannt. Ich vermute jedoch, dass er in seinem Heimatdorf Salmannskirchen begraben wurde und dass sein Grab noch heute existiert.
Der Soldat Paul Löhle wurde am 13.08.1913 in Bad Tölz in Bayern geboren. Im Zweiten Weltkrieg diente er als Gefreiter in einer Nachrichten-Abteilung der Wehrmacht. Am 06.09.1944 verstarb er nach einer Verwundung im Alter von 31 Jahren in einem Heimat-Lazarett.
Die Lages des Grabes von Paul Löhle konnte ich nicht ermitteln.
Der Soldat Heinrich Klein wurde am 13.01.1890 in Treis an der Lumda geboren, einem Ortsteil der hessischen Stadt Staufenberg. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Unteroffizier in der 2. Kompanie des 116. Infanterie-Regiments. Am 25.09.1914 fiel er im Alter von 24 Jahren bei Gruny an der Somme in Frankreich.
Über den Todestag und die Todesumstände von Heinrich Klein berichtet die Regimentsgeschichte des 116. Infanterie-Regiments:
„Am 25. September ging es in aller Frühe weiter. Das Regiment wurde, trotz der in der vorigen Nacht bei Flavy-le-Martel von ihm gestellten starken Vorposten, wieder in die Vorhut genommen. Der Weg führte über Flavy-le-Meldeux-Esmery-Hallon-Hombleux-Buverchy-Moyencourt gegen Cressy. Hier trat gegen 10 Uhr vormittags plötzlich eine Stockung ein: Infanteriefeuer aus dem Wäldchen bei Omencourt hinderte den Weitermarsch. Schnell entwickelte sich die 2. und 4. Kompanie gegen das Waldstück und verjagte nach kurzem Feuergefecht den Gegner. Seine weitere Bekämpfung übernahm die 21. Infanterie-Division. Die 25. Infanterie-Division rückte weiter, und gegen Mittag durchschritt unser Regiment Billancourt und stellte sich am Nordrand von Réthonvillers bereit, gedeckt gegen Sicht von Westen. Man hatte wieder Fühlung mit dem Feinde und war dicht an ihm: In Gruny und Crémery hatte er sich eingenistet und wartete auf uns. Die Zeit sollte ihm nicht lang werden. Bald war die Artillerie auf beiden Seiten in voller Tätigkeit. Auch die Befehle für die Infanterie blieben nicht lange aus: Infanterie-Regiment 116 und II/117 stürmen Crémery, linker Flügel des Regiments am Feldweg Thilloy-Gruny. Südlich davon geht Infanterie-Regiment 115 gegen Gruny vor. An Sept Fours und Thilloy vorbei entwickelten sich das I und II. Bataillon, das II. sollte als Reserve folgen. In großen Sprüngen arbeiteten sich die Kompanien über das freie und übersichtliche Gelände vorwärts. Trotz starken Artilleriefeuers blieben die Verbände in guter Ordnung. Bald wurde auch das II. Bataillon durch das immer hart hinter ihm liegende feindliche Artilleriefeuer so weit nach vorn getrieben, dass es die vorderen Wellen erreichte und sich in diese einschob oder sie verlängerte. Um 5 Uhr nachmittags waren die vordersten Linien bereits auf 300 Meter an den Feind herangekommen, der am Ostrand von Crémery und Gruny in Gräben und hinter Hecken lag. Hier brachte starkes Flankenfeuer aus Crémery unseren Kompanien erhebliche Verluste. Aber das gut geleitete Feuer der 61. Feldartillerie, deren Verbindungsoffizier den Sturm der Infanterie in vorderer Linie begleitete, brachte bald Erleichterung. Um 6.30 Uhr nachmittags ertönten die Signale: „Seitengewehr pflanzt auf!“ Gleich darauf stand alles auf zum Sturm. In glänzendem Anlauf wurde der Feind überrannt und zunächst das Dorf Gruny genommen und gesäubert. Gegen den weiter links kolonnenweise aus den Gräben eilenden und der Straße Carrépuis-Roye zustrebenden Gegner wurde heftiges Verfolgungsfeuer abgegeben. Teile des I. und II. Bataillons hatten sich weiter rechts gehalten und zusammen mit dem II./117 unter Major Koettschau das Dorf Crémery gestürmt, in das gleichzeitig von Nordosten her das Infanterie-Regiment 70 eindrang. Es herrschte in jenen Stunden unter den Angreifern eine merkwürdige und in der Geschichte des Regiments einzig dastehende Verwechslung der beiden Dorfnamen, die noch lange nachher in der sprichwörtlichen Redensart vom fälschlich gestürmten Dorfe und in der lustigen Episode vom Esel von Crémery weiterlebte.
Bald setzte heftiges Artilleriefeuer auf die beiden Dörfer ein. Die Bataillone rückten daher möglichst schnell an den Westrand, ordneten dort ihre Verbände und richteten sich bei Einbruch der Dunkelheit 300 Meter westlich des Dorfrandes zur Verteidigung ein. Der Abschnitt vor Gruny wurde dem I. Bataillon zugewiesen, das links Anschluss an Infanterie-Regiment 115 hatte. Rechts vom I. hob das II. Bataillon Gräben aus; es reichte im Norden bis Crémery, wo II./117 anschloss. Unser III. Bataillon wurde um Mitternacht nach Sept Fours zurückgenommen und bildete dort mit der Maschinengewehr-Kompanie die Reserve.
So war der erste Sturm nach dem großen Rückmarsch wider Erwarten schnell und gut gelungen. Das Ziel war erreicht. Aber der Tag hatte wiederum einen Verlust von über 100 Mann gebracht. Noch in der Nacht stieß eine kühne Patrouille des II. Bataillons vor bis zur Ferme de l’Abbaye und besetzte sie. Aber heftiges Artilleriefeuer zwang die tapfere Schar, am andern Morgen das Gehöft wieder zu räumen.“
Man überführte den Leichnam von Heinrich Klein in seinen Heimatort Treis an der Lumda und begrub ihn dort auf dem örtlichen Friedhof. Das Grab wurde inzwischen aufgelöst, die Grabplatte vor dem Gefallenendenkmal auf dem Friedhof aufgestellt.
Grabplatte für Heinrich KleinGefallenendenkmal in Treis an der Lumda
Der Soldat Otto Wrede wurde am 24.05.1888 in Schermcke geboren, einem Ortsteil der Stadt Oschersleben im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Leutnant der Reserve in der 1. Batterie der 1. Garde-Feldartillerie-Regiments. Am 10.09.1916 fiel er während der Schlacht an der Somme bei Puisieux.
Über den Todestag und die Todesumstände von Otto Wrede berichtet die Regimentsgeschichte des 1. Garde-Feldartillerie-Regiment:
„10.09.1916 Die Nacht war unruhig und morgens streut der Feind das Hintergelände ab und macht mehrere Feuerüberfälle, während seine Infanterie schanzt.
Gruppe Nord muss ihr entbehrliches Feuer zur 54. Reserve-Infanterie-Division herüberschwenken, da der Feind versucht, sich in den Besitz des westlichen Marrieres-Gehölzes zu setzen. Dies soll nach Meldung A. V. D.s 106. Reserve-Infanterie-Brigade von uns nicht besetzt sein.
3.10 Uhr nachmittags ist der Feind in das Wäldchen eingedrungen. Kräftiges Sperrfeuer dorthin, worauf keine Vorstöße mehr erfolgen.
Abteilungs-Kommandeur vom Dienst, Oberst Graf Zech, bereinbart mit Abteilungs-Kommandeur 13. Infanterie-Division, General von Groddeck, eine Neueinteilung der Artillerie. 13. Feldartillerie-Brigade soll am 13.09. Gruppe Süd übernehmen.
Es ist tagsüber sehr neblig, weshalb stündlich 60 Schuss Störungsfeuer pro Batterie abgegeben werden. Leuchtkugelposten sind neu besetzt.
Die beiderseitigen Flieger sind trotz der Unsichtigkeit unterwegs.
Nachts ist die feindliche Artillerie wieder sehr tätig und beschießt unsere vordere Linie, Anmarschstraßen, Batteriestrellungen, Ortschaften usw.
Wir erwidern kräftig.
Munitionsverbrauch: 3.900 Schuss.
4. und 5. Batterie haben je einen Verwundeten..“
Man überführte den Leichnam von Leutnant Otto Wrede in seine Heimat und begrub ihn auf dem Friedhof Schermcke in einem Einzelgrab. Das Grab existiert noch heute.