Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.800: Johann Schwaninger

Der Soldat Johann Schwaninger (laut Verlustlisten und Volksbund: „Schwanninger“) wurde am 30.01.1888 geboren und lebte in Ritzisried, einem Ortsteil der bayerischen Gemeinde Buch. Im Ersten Weltkrieg diente er als Reservist angeblich im 3. bayerischen Ersatz-Reserve-Infanterie-Regiment. Nach meinen Recherchen kämpfte er jedoch in der 3. Kompanie de 12. bayerischen Infanterie-Regiment. Er wurde vermutlich am 22.09.1914 schwer verwundet und verstarb am 23.09.1914 im Alter von 26 Jahren bei Thiescourt an der Oise, nicht weit entfernt von Compiègne, wo unter demütigenden Bedingungen dieses grausame Schlachten etwas mehr als vier Jahre später beendet werden sollte.

Über den Todestag von Johann Schwaninger berichtet die Regimentsgeschichte des 12. bayerischen Infanterie-Regiments:

„Am 22.09. morgens erneuert der Feind seine Angriffe gegen die Brigade, die sich im Raume des 12. Infanterie-Regiments wiederum gegen das I. Bataillon richteten. Nach heftiger Artillerievorbereitung griff gegen 11 Uhr vormittags ein feindliches Bataillon die am rechten Flügel des Bataillons liegende 1. und 2. Kompanie an, wurde aber mit schweren Verlusten zurückgeworfen, das feindliche Artilleriefeuer blieb auch weiterhin auf den Linien des Bataillons liegen. Erst in den Nachmittagsstunden brachten die bei Plessis-Cacheleux aufgefahrenen schweren Feldhaubitzen der preußischen 4. Infanterie-Division, die am 21.09. bei La Potiére (nördlich Lassigny) eingetroffen war, einige Erleichterung; sie konnten aber die schwer auffindbaren feindlichen Batterien nicht zum Schweigen bringen.

7 Uhr abends richtete der Feind einen nochmaligen Angriff gegen das I. Bataillon, ohne besseren Erfolg zu erzielen, wie am Vormittage. Nach einem dritten Misserfolg 7.45 Uhr abends stellte er seine Infanterie-Angriffe ein.

Der Tag war für das I. Bataillon wiederum sehr verlustreich. Es verlor an Toten zwei Offiziere (Oberleutnant der Reserve Ludwig 2. Kompanie, Offiziersstellvertreter Brod, 1. Kompanie), 10 Mann, Offiziersstellvertreter Brömer (3. Kompanie) und 63 Mann wurden verwundet. Die beiden anderen Bataillone verloren einen Toten, einen Verwundeten, ein Mann wurde vermisst.

In der Nacht zum 23.09. wurde das I. Bataillon vom III. Bataillon abgelöst; es rückte nach Evricourt zur Verfügung des Regimentskommandeurs. Dichter Nebel lag am 23.09. morgens auf der ganzen Gegend und verhinderte die feindliche Artillerie am beobachteten Feuer. Erst in den Nachmittagsstunden, als der Nebel wich, eröffnete er wieder das Feuer aus Geschützen und Maschinengewehren, dem 7 Tote und 15 Verwundete zum Opfer fielen.“

Man begrub Johann Schwaninger auf dem Soldatenfriedhof Thiescourt in einem Massengrab.

Sterbebild von Johann Schwaninger
Rückseite des Sterbebildes von Johann Schwaninger

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.197: Georg Krottenthaler

Der Soldat Georg Krottenthaller stammte aus Hartmannsreuth, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Weidenberg. Im Ersten Weltkrieg diente er nicht, wie auf dem Sterbebild angegeben, im 16. bayerisches Infanterie-Regiment, sondern laut amtlichen Verlustlisten in der 11. Kompanie des 2. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments. Am 02.10.1914 fiel er im Alter von 29 Jahren in der Schlacht von Fresnes.

Die Lage des Grabes von Georg Krottenthaller ist offiziell unbekannt. Ich bin mir jedoch sicher, dass, wenn seine Gebeine geborgen wurden, er auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy anonym in einem Massengrab beigesetzt wurde, wo auch seine Regimentskameraden begraben wurden, die am gleichen Tag fielen, u. a.

  • Infanterist Sebastian Staudacher, gefallen am 02.10.1914 bei Fresnes, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Vizefeldwebel Hermann Gierisch, gefallen am 02.10.1914 bei Fresnes, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Vizefeldwebel Artur Lange, gefallen am 03.10.1914 bei Fresnes, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab;
  • Vizefeldwebel Johann Huber, gefallen am 02.10.1914 bei Fresnes, begraben auf dem Soldatenfriedhof St.-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

 

Sterbebild von Georg Krottenthaler
Rückseite des Sterbebildes von Georg Krottenthaler

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 2.172: Anton Schießl

Der Soldat Anton Schießl stammte aus Neuaign, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Eschlkam, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Infanterist in der 5. Kompanie des 11. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiments (Irrtum auf Sterbebild). Am 22.06.1915 (Irrtum auf Sterbebild. Er starb 1915) fiel er im Alter von 25 Jahren in den Vogesen.

Man begrub Anton Schießl auf dem Soldatenfriedhof Senones in einem Massengrab.

Sterbebild von Anton und Franz Schießl
Rückseite des Sterbebildes von Anton und Franz Schießl

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.699: Sebastian Angerer

Der Soldat Sebastian Angerer wurde am 29.03.1895 in Valley in Bayern als Sohn eines Fabrikarbeiters geboren. Im Ersten Weltkrieg diente er im 1. bayerischen Fuß-Artillerie-Regiment, Fußartillerie-Batterie Nr. 369, als Kanonier. Am 19.10.1915 (Irrtum auf Sterbebild) verstarb er im Alter von 20 Jahren nach einem Schrapnellschuss in einem Reserve-Lazarett in Vouziers. Seine tödliche Verwundung erhielt er in einer Schlucht nordwestlich von Ripont.

Man begrub Sebastian Angerer auf dem Soldatenfriedhof Vouziers in einem Massengrab.

Sterbebild von Sebastian Angerer
Rückseite des Sterbebildes von Sebastian Angerer

Der theoretische Weg von Sebastian Angerer von seinem Geburtsort über den Ort seiner tödlichen Verwundung zu seinem Sterbeort und Grab:

Die Männer des Ersten Weltkrieges – Teil 1.685: Michael Ertl

Der Soldat Michael Ertl stammte aus Oberhirschberg, heute ein Ortsteil der bayerischen Gemeinde Grafling, und war der Sohn eines Landwirts. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er im Infanterie-Leib-Regiment. Am 25.09.1914 wurde er bei Lihu in der Nähe von Vermandovillers am Kopf schwer verwundet. Am 29.04.1915 starb er im Alter von 22 Jahren. Die Angabe, er sei in den Vogesen gestorben, erscheint mir falsch. Eine Verlegung des Schwerverwundeten dorthin hätte keinen Sinn gemacht.

Die Grablage von Michael Ertl ist unbekannt.

Sterbebild von Michael Ertl
Rückseite des Sterbebildes von Michael Ertl

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 523: Otto Bachl

Der Pionier Otto Bachl stammte aus Ruhstorf an der Rott und war der Pflegesohn einer Familie Loher. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 10. bayerischen Reserve-Pionierkompanie. Am 21.05.1916 fiel er im Alter von 21 Jahren bei Givenchy bei einem Sturmangriff.

Man begrub die Leiche von Otto Bachl auf dem Soldatenfriedhof Saint-Laurent-Blangy in einem Massengrab.

Seine Heimatgemeinde Ruhstorf gedenkt Otto Bachl noch heute auf einem Denkmal: http://www.denkmalprojekt.org/2010/ruhrstorf_an_der_rott_wk1u2_bay.htm

Irrtümlich ist auf dem Denkmal vermerkt, Otto Bachl sei bei Verdun gefallen. Dies ist falsch.

Sterbebild von Otto Bachl
Rückseite des Sterbebildes von Otto Bachl

 

Der theoretische Weg von Otto Bachl von seinem Geburtsort über seinen Sterbeort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 381: Ludwig Scheubeck

Der Infanterist Ludwig Scheubeck war ein Bauerssohn aus Siedling, einem Ortsteil der Gemeinde Traitsching. Im Ersten Weltkrieg diente er in der 1. Kompanie des 23. bayerischen Reserve-Infanterie-Regiment (auf dem Sterbebild falsch als 23. bayerisches Infanterie-Regiment angegeben). Am 02.02.1916 fiel er im Alter von 22 Jahren durch einen Granatbeschuss in den Vogesen.

Begraben wurde Ludwig Scheubeck auf dem Soldatenfriedhof Breitenbach, Block 7, Grab 208.

Sterbebild von Ludwig Scheubeck
Rückseite des Sterbebildes von Ludwig Scheubeck

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 357: Mathias Braun

Matthias (auf dem Sterbebild irrtümlich Mathias geschrieben) Braun wurde in Oberputting (Ortsteil von Riedering) als Ökonomensohn, also als Sohn eines Landwirts geboren. Im Ersten Weltkrieg kämpfte er als Landwehrmann in der 6. Kompanie des 2. Landwehr-Infanterie-Regiments (auf dem Sterbebild irrtümlich als Landwehr-Regiment angegeben). Am 22.07.1915 fiel er im Alter von 38 Jahren in den Vogesen.

Mathias Braun wurde auf dem Soldatenfriedhof Hohrod in einem Massengrab beigesetzt.

Sterbebild von Mathias Braun
Rückseite des Sterbebildes von Mathias Braun

 

Der theoretische Weg von Matthias Braun von seinem Heimatort zu seinem Grab:

Die Männer des Ersten Weltkriegs – Teil 271: Heinrich Maier

Der Gefreite Heinrich Maier wurde am 04.07.1921 in Krenstetten (beim Volksbund falsch angegeben als Kremstetten)geboren. Er arbeitete in Ardagger. Im Zweiten Weltkrieg diente er in einem Infanterie-Regiment. Am 12.12.1944 starb er im Alter von 23 Jahren in einem Feldlazarett in Colmar.

Das Grab von Heinrich Maier befindet sich auf dem Soldatenfriedhof Bergheim, Block 4, Reihe 4, Grab 188.

Sterbebild von Heinrich Maier
Rückseite des Sterbebildes von Heinrich Maier

 

Der theoretische Weg von Heinrich Maier von seinem Geburtsort über seinen Arbeitsplatz zu seiner Sterbestätte zu seinem Grab: